Afleveringen

  • Die Kirche kĂŒmmert sich um ihre GlĂ€ubigen, und die Heiligen spielen dabei eine große Rolle. Noch vor den Zeiten, in denen man sich zum Beispiel einen Ehemann ĂŒbers Internet finden konnte, gab es selbstverstĂ€ndlich einen Heiligen, den man zu diesem Zweck anrufen konnte. Man kann eigentlich immer noch. Und zwar wendet man sich dann an Castulus.

    Verraten und gefoltert

    Dieser hat im 3. Jahrhundert in Rom gelebt. Seinem Namen nach zu schließen war er freigelassener Sklave. Er war am Hof Kaiser Diokletians in einer gehobenen Position tĂ€tig. Dieser rief eine Christenverfolgung aus. Castulus war Christ und stellte sein Haus fĂŒr Messen zur VerfĂŒgung. Er soll auch missionarisch tĂ€tig gewesen sein. Das ging nicht lange gut. Castulus wurde verraten, gefoltert und in eine Grube gestoßen, die anschließend mit Sand zugeschĂŒttet wurde. Deshalb wird er mit einem Spaten in der Hand dargestellt.

    Schutz vor Blitz und Pferdedieben

    Seine Witwe Irene pflegte der Legende nach spÀter den von Pfeilen durchbohrten Sebastian gesund.

    Er wird vor allem zum Schutz vor Blitz und Pferdedieben angerufen, aber eben auch, um einen Ehemann zu finden. Warum war nicht herauszufinden, aber egal, Hauptsache, es wirkt.

  • Ich kenne Pfarrer, die stĂ€ndig Geld fĂŒr ihre Pfarren auftreiben und sagen: „Das macht der heilige Josef.“ Josef, wahlweise als Jesu Ziehvater oder BrĂ€utigam Mariens bezeichnet, ist als Alleinverdiener nĂ€mlich dafĂŒr zustĂ€ndig, dass immer genug Geld im Haus ist. Viel weiß man von ihm nicht, deshalb ranken sich allerlei Legenden um ihn. Im Neuen Testament ist von ihm kein einziges Wort ĂŒberliefert.

    Schweiger und TrÀumer

    Er gilt deshalb als Schweiger. Er gilt auch als TrĂ€umer, Ă€hnlich wie Josef aus dem Alten Testament. Alles Wichtige erfĂ€hrt er im Schlaf: dass Maria vom Heiligen Geist und nicht von einem anderen Mann schwanger ist und dass er vor Herodes schleunigst nach Ägypten fliehen soll. Seinen letzten Auftritt hat er beim zwölfjĂ€hrigen Jesus im Tempel.

    Danach verschwindet er. Da man nicht annahm, dass er sich aus dem Staub gemacht hatte, vermutete man, dass er frĂŒh gestorben war. Warum? Vielleicht war er alt Vater geworden. Und das bot sich auch als Lösung fĂŒr ein anderes Problem an, nĂ€mlich Jesu Geschwister, die der Evangelist MatthĂ€us erwĂ€hnt. Die KirchenvĂ€ter nahmen an, dass es sich um Josefs Kinder aus erster Ehe handeln könnte und dass er Witwer war, als er Maria heiratete.

  • Zijn er afleveringen die ontbreken?

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  • Wien hat einen eigenen Stadtpatron: Klemens Maria Hofbauer, ein echter Wiener, wenn man so sagen darf, denn er stammte aus MĂ€hren. Geboren wurde er 1751 im deutschsprachigen Taßwitz. Da er sich das Theologiestudium nicht leisten konnte, wurde er zunĂ€chst BĂ€cker. Mit Hilfe seiner Arbeit und einiger Sponsoren ging sein Traum, Priester zu werden, dann doch in ErfĂŒllung, als Klemens 34 Jahre alt war. Kurz darauf trat er dem Redemptoristenorden bei. Nach 20 Jahren in Warschau ging er nach Wien.

    Hofbauer hatte eine etwas derbe Art, die alle Bevölkerungsschichten ansprach, einfache Leute, aber auch Studenten, Gelehrte und KĂŒnstler wie Clemens von Brentano und Joseph von Eichendorff. Er hatte aber auch ein Herz fĂŒr arme Menschen und versorgte sie. Er hat traditionelle Messen mit Blumen, Weihrauch und opulenter Musik gefeiert. Das zog die Menschen an, aber auch die Staatspolizei, die ihn bespitzelte, weil er als Gegner der AufklĂ€rung galt. Aber selbst sie kam zu dem Schluss, dass Hofbauer nur den Glauben lebendig machen wollte.

    Der Tod von Klemens Maria Hofbauer

    Klemens Maria Hofbauer starb 1820. Seit 1914 ist er Stadtpatron von Wien und Patron der BĂ€cker. Seine Reliquien befinden sich in Maria am Gestade.

  • Spanien, 1538. Ein 43-jĂ€hriger Mann lĂ€uft nackt durch die Straßen. Besorgte BĂŒrger bringen ihn ins Krankenhaus. Dort stellt sich heraus, dass sein Verhalten die Reaktion auf eine Predigt des Bußpredigers Johannes von Avila war. Dieser erfĂ€hrt davon und besucht den Kranken. Er rĂ€t ihm, seine Begeisterung in Bahnen zu lenken, die anderen nĂŒtzen. Der Mann nimmt sich das zu Herzen – und begrĂŒndet das moderne Spitalswesen.

    Not der Kranken

    Die Rede ist von Johannes von Gott. Vor dieser Episode war der 1495 geborene Portugiese Jobhopper: Hirte, Soldat, Bauarbeiter und BuchhÀndler. Im Spital lernt er nun die Not der Kranken kennen und findet seine Berufung: die Krankenpflege. Johannes eröffnet ein Spital nach völlig neuen Gesichtspunkten.

    Als Erster trennt er Patienten nach Geschlecht und Krankheit. Jeder bekommt ein eigenes Bett, der Behandlungs- und Pflegeprozess wird dokumentiert. Bald gibt man Johannes den Beinamen „von Gott“, denn er kĂŒmmert sich auch um Straßenkinder, Prostituierte und Arbeitslose. Seine ersten beiden Helfer sind Mörder. Und immer mehr junge MĂ€nner schließen sich ihm an. Erst nach Johannes Tod wird daraus der Orden der Barmherzigen BrĂŒder.

    Der Tod von Johannes von Gott

    Nach dem Versuch, einen Mann vor dem Ertrinken zu retten, erkrankt Johannes und stirbt 1550. 1690 wurde er heiliggesprochen.

  • Die Nacht zum ersten Mai ist die Walpurgisnacht. Wieder in Mode gekommen ist der Glaube, dass in dieser Nacht auf dem höchsten Berg des Harzes in Norddeutschland Hexen zusammenkommen. Der Name der Nacht stammt von einer Heiligen, nĂ€mlich Walburga. Sie ist am 1. Mai heiliggesprochen worden. Und die Nacht davor ist daher die Walpurgisnacht. Walburga hatte mit Hexenglauben aber definitiv nichts am Hut.

    Walburga und die Klöster

    Vielmehr zĂ€hlt sie zu den grĂ¶ĂŸten deutschen Heiligen, obwohl sie – streng genommen – keine Deutsche war, sondern EnglĂ€nderin. Sie kam als Missionarin nach Deutschland, wohin sie ihr Onkel Bonifatius holte. ZunĂ€chst lebte sie wohl in einem der mainfrĂ€nkischen Klöster. Als im Jahre 761 ihr Bruder Wunibald in Heidenheim starb, ĂŒbernahm sie die Leitung des dortigen Benediktinerklosters, also des MĂ€nnerklosters, und eröffnete dazu ein Frauenkloster. Sie leitete also ein Frauen- und ein MĂ€nnerkloster. Heute undenkbar, im 8. Jahrhundert möglich.

    Walburgas Tod

    Durch die Leitung dieses mÀchtigen Doppelklosters wurde sie zu einer der bedeutendsten Frauen des christlichen Europas. Walburga starb 70-jÀhrig am 25. Februar 779 oder 780 in Heidenheim. Ihre Reliquien befinden sich heute in der Abtei Sankt Walburg in EichstÀtt.

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  • Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    An sich weiß man fast nichts ĂŒber Juliana von Nikomedien. Ihr Name weist auf ihre Abstammung hin, nĂ€mlich auf das Geschlecht der Julier.

    Juliana verweigerte die Eheschließung

    Das war eine altrömische, sehr vornehme Sippe, ein Patriziergeschlecht, dem unter anderem Julius CĂ€sar angehörte. Sie sollte im Jahr 304 mit 19 Jahren standesgemĂ€ĂŸ verheiratet werden. Die Wahl fiel auf den Sohn des StadtprĂ€fekten. Diese Eheschließung aber verweigerte Juliana mit der BegrĂŒndung, sie sei Christin und er nicht.

    Die Anklage gegen Juliana

    Juliana wurde angeklagt und, als sie dem Glauben nicht abschwor, gefoltert. Danach wurde sie in den Kerker geworfen. Interessant ist, wie Juliana oft dargestellt wird. Sie hat nÀmlich den Teufel an der Leine. Das hat folgenden Hintergrund: Im Kerker erschien er ihr in Engelsgestalt, aber sie erkannte ihn. Nicht nur das. Selbst ist die Frau, von wegen wehrloses Hascherl. Sie fesselte ihn mit ihren eigenen Ketten, die von ihr abfielen.

    Julianas Tod

    Als man sie aus dem Kerker holte, zog sie ihn hinter sich her und warf ihn auf dem Marktplatz in die Latrine. Danach wurde sie enthauptet und mit ihr Hunderte weitere Christen, darunter ihre Henker, die sich spontan bekehrt hatten. Der Richter ertrank spĂ€ter auf einer Meerfahrt, heißt es.

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  • Vom Schweißtuch zum Foto

    In der Kirche erkennt man sie sofort – eine Frau, die ein Tuch in der Hand hĂ€lt, auf dem das Gesicht Jesu mit Dornenkrone abgebildet ist: Veronika.Veronika und das wahre Bild

    Sie soll Jesus am Kreuzweg ein Tuch gereicht haben, damit er sich Blut und Schweiß vom Gesicht wischen konnte. In der Bibel steht davon nichts, aber es gibt eine hartnĂ€ckige Tradition. So soll die Frau jene sein, die Jesus von Blutungen geheilt hat. Diese trĂ€gt im apokryphen Nikodemusevangelium, das nicht in die Bibel aufgenommen worden ist, den Namen Berenike, die Sieg-Bringende. In der lateinisch-griechischen Übertragung wurde daraus Veronika – das wahre Bild.

    Verehrung und Patronate der Heiligen Veronika

    Im 4. Jahrhundert wurde ihr Fest am 4. Februar liturgisch gefeiert. So richtig Fahrt aufgenommen hat die Verehrung ab 1300. In der Wiener Schatzkammer ist eine Kopie des Schweißtuches, die 1721 Kaiser Karl VI. geschenkt wurde. Veronika soll nach SĂŒdfrankreich gegangen und dort um 70 nach Christus im Ort Soulac gestorben sein. Ihre Reliquien hat man im 19. Jahrhundert nach Bordeaux ĂŒberfĂŒhrt. Wen wundern ihre Patronate? Veronika ist Patronin der WĂ€scherinnen, Leinweber und – und das ist wirklich originell – der Photographen.

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  • Der Patron der Bleistiftfabrikanten als Bierliebhaber

    Zu den grĂ¶ĂŸten Theologen ĂŒberhaupt wird Thomas von Aquin gezĂ€hlt. Thomas kam um das Jahr 1225 auf der elterlichen Burg sĂŒdöstlich von Rom zur Welt. Als jĂŒngsten Sohn wollte man ihn fĂŒr eine geistliche Laufbahn erziehen.

    Vom Rebell zum Wissenschaftler

    In Neapel lernte er den jungen Dominikanerorden kennen. Mit 19 trat er dort ein. Gegen den Willen seiner Eltern, die ihn nicht in einem Bettelorden wollten. Er studierte weiter in Bologna, Paris und Köln, wo er erste Vorlesungen hielt. Mit 27 begann er seine LehrtĂ€tigkeit in Paris. Fortan widmete er sein Leben der Wissenschaft. Er setzte sich mit allem auseinander – leider, wĂŒrde man heute sagen, denn er mischte sich in jeden Lebensbereich ein. Theologie als Wissenschaft – das ist aber eines seiner Verdienste.

    Heiliger mit Humor und Hefe

    Thomas von Aquin starb 1274. 1323 wurde er heiliggesprochen, spÀter Kirchenlehrer. Naheliegend seine Patronate: Wissenschaft, UniversitÀten, Bleistiftfabrikanten. Gut, Bleistifte braucht man in der Wissenschaft. Aber Thomas ist auch Patron der Bierbrauer. Er soll so dick gewesen sein, dass man in die Tischplatte eine Ausbuchtung sÀgen musste, damit er dort sitzen konnte. Vielleicht war er ja Bierliebhaber.

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  • Gentleman unter den Heiligen

    Chablais, Diözese Genf, Ende des 16. Jahrhunderts. Im Schutz der Dunkelheit heftet ein Mann FlugblĂ€tter an TĂŒren, BĂ€ume und Tore. Warum? Nun – bis vor kurzem war Chablais von Calvinisten besetzt, der Bevölkerung ist aber noch immer von den Machthabern unter Strafe verboten, katholische Predigten zu hören.

    Mit seiner Idee zum Erfolg

    Der junge Mann ist Priester und denkt sich daher: Wenn die Leute nicht zu meinen Predigten gehen dĂŒrfen, gehen meine Predigten eben zu ihnen. Er hat Erfolg – vier Jahre spĂ€ter ist die Bevölkerung wieder katholisch. Und fast 400 Jahre spĂ€ter wird ihn diese „Presseaktion“ das Patronat fĂŒr die Journalisten einbringen.

    Ein Leben im Dienst der NĂ€chstenliebe

    Besagter Priester ist Franz von Sales. 1567 in Savoyen geboren, wurde er Jurist, Priester, OrdensgrĂŒnder, Bestsellerautor und Bischof seiner Heimatdiözese Genf. Er war ein echter Seelsorger, besuchte als erster Bischof alle Pfarrkirchen, kĂŒmmerte sich um die Kinder- und Erwachsenenbildung, sprach so viel wie möglich in der Landessprache und nicht in Latein, und das alles mit großer Herzlichkeit.

    GrĂŒnder, Autor und KirchenlehrerMan nennt ihn daher den „Gentleman unter den Heiligen.“ 1604 grĂŒndete er den Orden der Salesianerinnen. Sein Buch „Anleitung zum frommen Leben“ zĂ€hlt bis heute zu den Top Ten der christlichen Weltliteratur.

    Franz von Sales starb, hoch verehrt, im Alter von 55 Jahren am 28. Dezember 1622. 1877 wurde er zum Kirchenlehrer erklÀrt.

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  • Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Wir begeben uns in die WĂŒste nach Ägypten zum WĂŒstenvater Antonius, dem Vater des Mönchtums. Er wurde um 250 in eine reiche christliche Bauernfamilie geboren.

    Mit 25 Jahren verkaufte er nach einem Bekehrungserlebnis seinen Besitz und wurde Einsiedler, zunĂ€chst nahe seines Heimatortes. Bald schon zog er sich weiter zurĂŒck in eine alte Ă€gyptische Grabkammer, und dann in die WĂŒste, wo er 20 Jahre lang lebte. WĂ€hrend seines langen WĂŒstenaufenthalts wurde er immer wieder von quĂ€lenden Visionen, er nannte sie DĂ€monen, heimgesucht. Danach ging er ans Rote Meer.

    Antonius war aber trotz seines Einsiedlerlebens weder menschenscheu noch unpolitisch. So ging er nach Alexandria, um die verfolgten Christen zu ermutigen, und er setzte sich fĂŒr Arme und Gefangene ein. Egal, wo Antonius wohnte – es suchten ihn Menschen auf und erbaten Rat, Kranke Heilung, Geistliche und Asketen wollten von ihm lernen. MĂ€nner sammelten sich um ihn, es bildeten sich zahlreiche Einsiedeleien. So stand Antonius am Anfang des Klosterwesens, und er wird deshalb Vater des Mönchtums genannt. Er soll um das Jahr 356 im Alter von 105 (!) Jahren gestorben sein.Interesse an mehr Infos zu Heiligen? Dann bestellen Sie das Buch ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠"Von Bischofsstab bis Besenstiel"⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ von Bernadette Spitzer im Wiener DomVerlag.

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  • Der Namenspatron des Erzbischofs

    Es ist nicht immer einfach, einen Heiligen anhand seiner Darstellung zu erkennen. Dieser aber ist so eindeutig wie kaum einer. Den Mann, der durchs Wasser geht und ein Kind auf den Schultern trĂ€gt, das ihm offensichtlich dennoch zu schwer ist, den kennt man: Christophorus. Mystische Gestalt der FrĂŒhzeit

    Dabei weiß man von Christophorus, der populĂ€re Nothelfer: Er soll im 3. oder 4 Jahrhundert in der heutigen TĂŒrkei gelebt haben und sehr groß gewesen sein und entweder einen hundeĂ€hnlichen Kopf gehabt oder aus Kanaan gestammt sein. Christophorus soll Soldat gewesen sein und nach seiner Taufe als Missionar herumgezogen und als MĂ€rtyrer enthauptet worden sein.

    Von der Legende zum Schutzpatron

    454 wurde ihm im heutigen Istanbul eine Kirche geweiht. Die berĂŒhmteste Legende erzĂ€hlrt, dasss ihn ein Bub bittet, ihn ĂŒber den Fluss zu tragen. Dabei wird dieser immer schwerer. Er gibt sich als Christus zu erkennen, tauft den Riesen und gibt ihm den Namen Christophorus, ChristustrĂ€ger. Die Verehrung des Christophorus reicht vom Pilgerheiligen bis zum Patron der Autofahrer und Verkehrsmittel. Schließlich ist eer Namenspatron von Kardinal Christoph Schönborn. Wie der Heilige ist er sehr groß und hat schon viele Aufgaben gestemmt.

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  • Der Wanderbischof als Patron der Schuhmacher

    Erhart von Regensburg trĂ€gt die Berufsbezeichnung „Wanderbischof“. Was aber ist ein Wanderbischof? Ein besonders sportlicher, der gerne wandert? Nun, als FreizeitbeschĂ€ftigung kann man das Wandern sicher nicht bezeichnen, denn im 8. Jahrhundert waren die FĂŒĂŸe das Hauptfortbewegungsmittel.

    Missionar und KlostergrĂŒnder

    Erhart stammte aus SĂŒdfrankreich und grĂŒndete im Elsass und in Regensburg einige Kirchen und Klöster. Im Elsass taucht er auch auf im Zusammenhang mit der Schutzpatronin der Region, der heiligen Odilie. Sie war von Geburt an blind, und er soll sie als zwölfjĂ€hriges MĂ€dchen getauft haben, wodurch sie das Augenlicht erlangte. Mutmaßlich wegen EroberungszĂŒgen von Arabern ging er nach Regensburg. Dort gilt er durch seine MissionstĂ€tigkeit, die er wandernd ausĂŒbte, als Wegbereiter des Christentums in Bayern.

    Helfer bei Leiden

    Sein Sterbedatum wird um das Jahr 715 angenommen. Erhart wurde in der Regensburger NiedermĂŒnsterkirche bestattet. Sein Grab ist bis heute erhalten. 1052 wurde er heiliggesprochen. Erhart ist Helfer gegen Kopfschmerzen und Augenleiden. Außerdem wird er als Schutzpatron der Schuhmacher verehrt. Kein Wunder, gegangen ist er ja sehr viel.

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  • FĂŒr ein gutes neues Jahr

    Die Bezeichnung Silvester geht auf einen Papst zurĂŒck, der heute Gedenktag hat. Tja, und das ist schon ziemlich das Einzige, wofĂŒr dieser bekannt ist. Alles andere ist Legende und historisch widerlegt.

    Papst ohne großen Einfluss

    An wichtigen Entwicklungen in der Kirche hatte er – keinen Anteil. Silvester wurde Papst ein Jahr nach der Konstantinischen Wende, der Anerkennung der Christen durch Kaiser Konstantin. Zu tun hatte er mit deren Zustandekommen im Jahre 313 – nichts, auch wenn eine Legende besagt, dass Gott den Christenverfolger Konstantin mit Aussatz bestrafte, bis Silvester ihn heilte, bekehrte und taufte. Auch am fĂŒr die Kirche so wichtigen Konzil von NicĂ€a 325, an dem das erste Glaubensbekenntnis geschrieben wurde, ließ er sich vertreten. Nur der Bau der ersten Petruskirche ĂŒber dem Petrusgrab kann als Leistung in 20 Jahren Amtszeit verbucht werden.Gedenktag am Jahresabschluss

    Und wieso ist ein ganzer Tag nach ihm benannt? Das war – Zufall. Silvester starb am 31. Dezember 335, ĂŒbrigens als erster Papst eines natĂŒrlichen Todes. 1582 wanderte durch die gregorianische Kalenderreform der letzte Tag des Jahres vom 24. auf den 31. Dezember und damit auf Silvesters Gedenktag. Dadurch ist er auch zufĂ€llig zum Patron fĂŒr ein gutes neues Jahr geworden.

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  • GĂ€rtnerin und Schneiderin

    Auch am Heiligen Abend gibt es Tagesheilige. Mit Bezug auf die Geburt Christi gedenkt die Kirche heute dessen Vorfahren. In diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dass der Name Eva trotz der biblischen Belastung bis heute durchaus beliebt ist. Der Beginn des SĂŒndenfalls

    Eva wird freundlich als Urmutter der Menschheit bezeichnet, erschaffen von Gott persönlich. Dann aber lĂ€sst sie sich von einer Schlange ĂŒberreden, von einer verbotenen Frucht zu essen. Kein Apfel, wohlgemerkt, eine Frucht. Und damit gewinnen sie und ihr Mann Adam plötzlich die Erkenntnis, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden. Und ĂŒberhaupt kommen sie drauf, dass sie nackt sind. Und damit ist es Schluss mit dem Leben im Paradies. Man hat sĂ€mtliche Probleme, die Frauen haben, wie etwa den Geburtsschmerz, auf diese UrsĂŒnde zurĂŒckgefĂŒhrt. Oder damit auch das Patriarchat begrĂŒndet. Alles Böse hat man auf Eva geschoben, und erst Maria hat es lösen können.

    Die RĂŒckkehr ins Paradies

    Wo wieder der Humor hereinkommt, ist ihr Patronat. Eva erkannte ja nach dem SĂŒndenfall, dass sie nackt war, und ist deshalb Patronin der Schneider. Der Gedenktag am Heiligen Abend bringt zum Ausdruck, dass mit der Menschwerdung Gottes die TĂŒr zum Paradies wieder geöffnet ist. Frohe Weihnachten!

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  • Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Im 23. Bezirk befindet sich das Schulzentrum Sankta Christiana. Dessen Namensgeberin war eine der großen Frauen der Kirche. Sie hat der Überlieferung nach im 4. Jahrhundert das Christentum nach Georgien gebracht. Die Georgische Orthodoxe Apostelkirche stellt sie den Aposteln gleich. Auf den Ikonen wird sie als Priesterin abgebildet.

    Christiana wurde wohl um die Wende zum vierten Jahrhundert in der TĂŒrkei geboren, war Sklavin und entkam ins heutige Georgien. Dort lebte sie als Einsiedlerin und erwarb sich einen Ruf als Heilerin. Bald nannte man Nino (Nina), wie die fromme Frau eigentlich hieß, Christiana, die zu Christus Gehörende. Nachdem sie den König und dessen Frau geheilt hatte, erklĂ€rte dieser das Christentum zur Staatsreligion.

    Christiana starb 361. Über ihrem Grab steht heute ein Kloster. Unterhalb dessen ist eine Quelle, der heilende KrĂ€fte zugeschrieben werden. Der Platz zĂ€hlt zu den heiligsten in Georgien. Und wie kommt diese georgische Heilige in den 23. Bezirk? Nun, sie ist die Patronin des Ordens der Schwestern der heiligen Kindheit Jesu und Mariens, dem Schulerhalter des nach ihr benannten Schulzentrums.

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  • Patronin der Notare und der Elektriker

    WĂ€ren wir in der Karibik auf der Insel St Lucia, hĂ€tten wir es vermutlich nicht nur wĂ€rmer, sondern wir hĂ€tten heute frei. Die Insel wurde nĂ€mlich an einem 13. Dezember entdeckt und nach der Tagesheiligen benannt – nach Lucia. Lichterkranz als Symbol der NĂ€chstenliebe

    Ihr Name ist Programm: Lucia, das ist die Leuchtende. Sie bringt das Licht. Das ist besonders in der dunklen Jahreszeit wichtig. Geleuchtet hat Lucia fĂŒr Christus. Sie lebte an der Schwelle zum 4. Jahrhundert auf Sizilien im heutigen Siracusa. Lucia verbinden wir mit dem Brauch, dass ein MĂ€dchen einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf trĂ€gt und der Familie SĂŒĂŸigkeiten bringt. TatsĂ€chlich ist ĂŒberliefert, dass sich Lucia einen Lichterkranz aufsetzte, um nĂ€mlich in der Dunkelheit beide HĂ€nde zum Tragen von Speisen fĂŒr BedĂŒrftige freizuhaben. Eine Art Stirnlampe des 4. Jahrhunderts. Das rief auch die Elektriker auf den Plan, die Lucia deshalb zu ihrer Patronin erwĂ€hlten.

    Vom Verrat zur Verehrung

    Lucia wurde ermordet, weil sie ihre Verlobung löste, um sich Gott zu weihen. Der Ex-Verlobte zeigte sie aus Rache als Christin an. Der Schuß ging aber nach hinten los, denn Lucias PopularitĂ€t begann dadurch erst so richtig, die Liste der BrĂ€uche, die sich um sie ranken, und der Patronate, die die Lichtbringerin innehat, ist schier endlos.

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  • Die Nothelferin der Bergleute

    FĂŒr die meisten Menschen ist heute der Barbaratag. Sie stellen Zweige von Kirsch- oder ApfelbĂ€umen ins Wasser. Dieser Brauch ist natĂŒrlich Aberglaube, und auch die Existenz der Barbara von Nikomedien ist nicht gesichert. Sie ist auch eine der vierzehn Nothelfer.

    Die schaurige Legende von Barbara

    Gelebt haben soll sie gegen Ende des 3. Jahrhunderts in der heutigen TĂŒrkei. Gegen den Willen ihres Vaters ließ sie sich taufen. Ein Turm, mit dem sie dargestellt wird, spielte eine zentrale Rolle. Hier wurde sie von ihrem Vater eingeschlossen. Sie floh, wurde wieder gefangen. Details des schaurigen Martyriums erspare ich Ihnen. Am Schluss wurde die Arme von ihrem Vater eigenhĂ€ndig enthauptet. Dieser wurde gleich darauf vom Blitz getroffen und verbrannte. Das soll sich am 4. Dezember um das Jahr 306 abgespielt haben.

    Schutzheilige der Artillerie und Bergleute

    Dieser Blitzschlag machte Barbara spĂ€ter zur Schutzheiligen der Artillerie. Da die Heilige – der Legende nach – von einem Felsen geschĂŒtzt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wĂ€hlten die Bergleute sie zu ihrer Patronin, und neben ihnen noch Geologen, Architekten, Maurer, Steinhauer, ... Die Barbarazweige soll sie ĂŒbrigens selber in der Gefangenschaft zum BlĂŒhen gebracht haben.

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  • Falls Sie Andreas heißen, dann darf ich Ihnen zum Namenstag gratulieren. Andreas ist einer der Namen, die tatsĂ€chlich ĂŒber Jahrtausende hinweg populĂ€r geblieben sind. Momentan rangiert er auf Platz 32 der beliebtesten Vornamen. Es ist ein kraftvoller, denn das griechische Wort „andreios“ heißt „mannhaft, tapfer, tĂŒchtig“. PopulĂ€r wurde der Name durch einen Apostel.

    Bedeutung des Andreaskreuzes

    Andreas war der Bruder des Petrus. Dieser hat zwar kirchlich die grĂ¶ĂŸere Karriere gemacht, im profanen Alltag aber hat sich Andreas durchgesetzt. Spuren von ihm finden sich in Form des Andreaskreuzes, das wie ein X aussieht. In der Chemie warnt es vor gesundheitsschĂ€dlichen Stoffen. An BahnĂŒbergĂ€ngen mahnt es zur Vorsicht vor möglicherweise herannahenden ZĂŒgen. Der Ursprung des Andreaskreuzes liegt im Martyrium des Apostels. Er wurde gekreuzigt, allerdings auf einem Kreuz, das die Form eines X hatte, weil der Todeskampf dadurch noch verlĂ€ngert wurde. Die BrĂŒder Petrus und Andreas sind daher leicht zu unterscheiden. Petrus hĂ€lt den SchlĂŒssel zum Himmelreich, Andreas trĂ€gt das x-förmige Kreuz.

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  • Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.Elisabeth von ThĂŒringen zĂ€hlt zu den beliebtesten Heiligen. Interessant ist, dass die Akten zu ihrem Heiligsprechungsprozess erhalten sind und daher ein umfassendes Bild von Zeitzeugen ĂŒber die LandgrĂ€fin liefern, die nur 24 Jahre alt geworden ist. Geboren wurde Elisabeth 1207 als ungarische Königstochter. Als VierjĂ€hrige hat man sie nach ThĂŒringen auf die berĂŒhmte Wartburg geschickt. Ludwig und Elisabeth verliebten sich tatsĂ€chlich ineinander und heirateten. Da war Ludwig 16 und Elisabeth 14.

    NĂ€chstenliebe und Opferbereitschaft

    Sie hatte einen ausgeprĂ€gten Hang zur WohltĂ€tigkeit und grĂŒndete ein Spital. Sie besuchte Armenviertel. WĂ€hrend einer Hungersnot ließ sie die Kornkammern öffnen und half aus der Staatskasse. Sie verschenkte Schmuck und teure Kleidung. Zwar unterstĂŒtzte sie ihr Mann, aber der Hof war strikt dagegen. Als Ludwig nach nur fĂŒnf Jahren Ehe starb, war Elisabeth mit dem dritten Kind schwanger und fortan schutzlos der Verwandtschaft ausgesetzt. Ihr Schwager vertrieb sie mit der BegrĂŒndung, sie verschwende öffentliche Gelder. Mit einer EntschĂ€digung, die sie statt ihres Erbes erhielt, ließ Elisabeth in Marburg ein Spital errichten und pflegte persönlich Leprakranke. Das alles ĂŒberlebte sie nicht lange. Am 17. November 1231 starb sie mit nur 24 Jahren. Elisabeth wird bis heute verehrt.

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  • Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    UnzÀhlige Kinder gehen mit Laternen durchs Land und erinnern an Martin von Tours, vor allem an die Mantelteilung, nach der er als Soldat einem frierenden Bettler die HÀlfte seines Umhangs geschenkt hat. Geboren wurde Martin im Jahr 316. Wie sein Vater wurde er römischer Offizier. Erst mit gut 35 Jahren klappte es mit der Taufe. Die Legende mit der Mantelteilung stammt aus dieser Zeit. Die zweite HÀlfte seines Lebens war er Priester und Bischof. Die Legende mit den GÀnsen stammt aus jener Zeit.

    Der bescheidene Bischof

    Dass Martin sich bei GĂ€nsen versteckt haben soll, um seiner Bischofsweihe zu entgehen, davon berichten seine ersten Biographen nichts. Es dĂŒrfte damit zusammenhĂ€ngen, dass am 12. November der Advent begann und damit die fleischlose Fastenzeit. Es durfte also noch einmal Gans gegessen werden. Martin blieb auch als Bischof bescheiden. Ein Zeitzeuge berichtet: „In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur GĂŒte, nur Friede, nur Erbarmen.“ Gestorben ist Martin mit 81 Jahren. Drei Tage dauerte seine RĂŒckfĂŒhrung nach Tours, wo er am 11. November beigesetzt wurde. Und weil sein Leichenzug von einer Lichterprozession begleitet wurde, gehen heute Kinder mit ihren Laternen.

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