Afleveringen

  • +++ Inhaltswarnung: In dieser Episode geht es um sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung. +++


    Eine Erzieherin wird wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen in 19 Fällen zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Urteil fällt am Landgericht Bonn – und wird Anfang 2025 vom Bundesgerichtshof bestätigt. Es ist rechtskräftig. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie es zu dieser Konstellation kommen konnte: über eine Wohngruppe der stationären Jugendhilfe, über Bezugsbetreuung, über Nähe und Distanz – und über die Frage, warum „Einvernehmen“ in einem Schutzverhältnis kein Argument ist. Wir rekonstruieren das Verfahren anhand des Urteils und ordnen ein, welche Strukturen in Einrichtungen nötig sind, damit Schutzkonzepte nicht nur auf dem Papier existieren.


    Wenn ihr selbst betroffen seid oder Hilfe sucht: Wendet euch an Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt oder an den Weißen Ring.

    Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch (anonym & kostenfrei): 0800 22 55 530. Erreichbarkeit: Mo/Mi/Fr 9–14 Uhr, Di/Do 15–20 Uhr.
    Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch (Beratungsstellensuche & Online-Beratung): https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/
    WEISSER RING (Opferhilfe, bundesweit, Außenstellen): https://weisser-ring.de/standorte

    In akuten Notfällen: 110.

    Beratung & Hilfe (Bonn/Rhein-Sieg)
    Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn (Träger: Frauen gegen sexualisierte Gewalt e.V.)
    Website: https://beratung-bonn.de/
    Telefon: 0228 635524
    WEISSER RING – Außenstelle Bonn
    Website: https://bonn-nrw-rheinland.weisser-ring.de/
    Erreichbarkeit/Telefon: 0151 55 16 47 58
    Stadt Bonn – Hilfe bei sexualisierter Gewalt (Übersichtsseite mit lokalen und bundesweiten Kontakten)
    https://www.bonn.de/themen-entdecken/familie-partnerschaft/bonn-gegen-gewalt/hilfe-bei-sexualisierter-gewalt.php

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  • Zehn Jahre nach dem Tod von Niklas Pöhler und kurz nach der Einweihung der Gedenkstele, die an ihn erinnern soll, ist Niklas‘ Mutter Denise Pöhler bei „Akte Rheinland“ zu Gast. Schon 2021 haben wir den Fall Niklas in zwei Episoden behandelt. Nun spricht Denise Pöhler selbst: über die Tage nach der Tat, über den Prozess und die Ohnmacht, die sie gegenüber der Justiz verspürte. Aber auch darüber, was ihr Kraft gibt und wie sie Niklas‘ ansteckendes Lachen und seinen Gerechtigkeitssinn in Erinnerung behält.

    Podcast-Host Anna Maria Beekes und Reporterin Ayla Jacob, die den Fall Niklas von Beginn an begleitet hat, sprechen mit der Mutter des 17-Jährigen. Niklas war in der Nacht zum 7. Mai 2016 auf dem Heimweg von „Rhein in Flammen" am Rondell an der Rheinallee in Bad Godesberg von einer Gruppe junger Männer angegriffen worden. Er bekam einen Schlag gegen den Kopf, fiel zu Boden und wurde weiter attackiert. Fünf Tage später starb er. Als mutmaßlicher Täter wurde Walid S. wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Das Bonner Landgericht sprach ihn frei. 2019 stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein – ohne Ergebnis. Denise Pöhler erfuhr davon aus den Medien.

    Ayla Jacob ordnet im Gespräch ein, wie die Stimmung in Bad Godesberg in den Tagen nach der Tat war, wie der Stadtteil sich in den vergangenen zehn Jahren verändert hat und welche Rolle rechte Aktivistinnen und Aktivisten bei der Instrumentalisierung des Falls gespielt haben - einer Instrumentalisierung, der sich Denise Pöhler immer dezidiert widersetzte.

    Parallel dazu zeigt der WDR ab Donnerstag, 28. Mai, um 22.45 Uhr die dreiteilige Dokumentarserie „Warum starb Niklas P.? Bonn sucht einen Täter". Alle Folgen sind ab 27. Mai in der ARD-Mediathek abrufbar: https://1.ard.de/NiklasP_Doku?arpod. Auch GA-Reporterin Ayla Jacob kommt in der Serie zu Wort.

    Unsere früheren Episoden zum Fall Niklas Pöhler:

    Ein Leben mit Träumen (1):
    https://akte-rheinland-42.blogs.audiorella.com/s1e7-ein-leben-mit-traeumen-pruegelattacke-auf-niklas-poehler

    Kriminelle Karrieren (2):
    https://akte-rheinland-42.blogs.audiorella.com/s1e9-kriminelle-karrieren-jugendliche-intensivtaeter

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  • Auf einem Hof in Bornheim baut Claus Ritter jahrelang ein landwirtschaftliches Imperium auf: Spargel, Erdbeeren, hunderte Saisonkräfte, Folientunnel – ein Betrieb, der in der Region weithin bekannt ist. Als 2020 die GbR des Ehepaars Ritter insolvent wird, geraten nicht nur Finanzen, Müllentsorgung und Arbeitsbedingungen in den Blick, sondern auch der Fuhrpark.

    Wir rekonstruieren, wie es zu dem Ermittlungsverfahren kommt, welche Punkte die Insolvenzunterlagen liefern – und welche Konflikte rund um die Saison 2020, Lohnfragen und Unterbringung der Erntehelfer den Fall zusätzlich öffentlich machen. Außerdem sprechen wir über die zwei Prozesse, die das Verfahren nach sich zieht.

    Zu Gast sind die diesmal GA-Reporter Sven Westbrock und Tobias Al Shomer vom WDR.

    Berichterstattung zum Fall (beispielhaft):
    https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/ex-spargelkoenig-claus-ritter-erneut-verurteilt_aid-143010581
    https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/spargel-aus-bornheim-claus-ritter-vor-gericht-insolvenzverwalter-sagt-aus-v1_aid-100798481

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  • +++Inhaltswarnung: Wir sprechen in dieser Episode über schwere Gewalt, sexualisierte Gewalt, Drogenkonsum/Abhängigkeit und psychische Erkrankungen.+++

    Im November 2017 wird in Bonn-Beuel der 42-jährige "Malik" tot in seiner Wohnung gefunden. Die Wohnung ist abgeschlossen, Einbruchsspuren gibt es nicht – die Ermittler gehen früh davon aus, dass Täter und Opfer sich gekannt haben müssen.

    Jahre später bringt ein DNA-Treffer in einer internationalen Datenbank Bewegung in den Fall. Wir rekonstruieren, was über die Tatnacht und die Vorgeschichte bekannt wird, welche Rolle eine Traumafolgestörung im Prozess spielt – und wie das Landgericht Bonn das Geschehen juristisch einordnet.

    Links & Hinweise:

    PAUKE / Pauke LIFE (Bonner Suchthilfe): https://stiftung-gemeindepsychiatrie.de/pauke/

    +++ ANZEIGE+++ Unser Partner, die bonnorange AöR, wirbt mit der Storyline eines ungelösten Kriminalfalls im Vorfeld der Kippen-Woche vom 4. bis 8. Mai. Bonnorange macht auf Umweltschäden durch Zigarettenkippen und die Stadtsauberkeit aufmerksam und ruft zur Teilnahme an der Aktionswoche auf.

    📍 Standorte:
    04.05.26 Möhneplatz Beuel 10:00 – 14:00 Uhr
    05.05.26 Bad Godesberg Am Fronhof 10:00 – 14:00 Uhr
    06.05.26 Brüser Berg Edisonallee 10:00 – 14:00 Uhr
    07.05.26 Duisdorf Am Schickshof 10:00 – 14:00 Uhr
    08.05.26 Münsterplatz 10:00 – 16:00 Uhr

    An allen Standorten können sich Interessierte informieren und selber zu Tatortreiniger*innen werden. Vor Ort wird Equipment ausgegeben, das zum Einsammeln von Spuren genutzt werden kann. Wer die „Beweismittel“ abgibt, kann an einer Verlosung von zwei Tickets für „The Jury Experience“ teilnehmen. Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag, 8. Mai auf dem Münsterplatz werden dann die „Asservate“ aller Teilnehmenden von 10 bis 16 Uhr in einer großen transparente Säule von RhineCleanUp gesammelt.

    Weitere Informationen erhaltet ihr bei bonnorange!

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  • +++Inhaltswarnung: Wir sprechen in dieser Episode über schwerste Gewalt und über Suizid.+++

    In Gimmigen, einem Ortsteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, wird im Juli 2025 die 31-jährige Anna vermisst. Freunde und Familie organisieren eine Suche, das Dorf ist auf den Beinen. Wenige Tage später wird die Frau tot in einem Haus aufgefunden. Die Polizei nimmt den Bewohner des Hauses fest: Es ist Annas getrennt von ihr lebender Ehemann.

    Wir rekonstruieren, was über die Tat und die Zeit davor bekannt wird – und was im Prozess vor dem Landgericht Koblenz verhandelt wird. Es geht um eine Trennung, um den Streit um das gemeinsame Kind und um die Frage, wie das Gericht die Tat juristisch einordnet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig: Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung haben Revision eingelegt.

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  • Was als betrunkene „Jagd“ durch die Waldbröler Innenstadt beginnt, endet auf dem Parkplatz eines Getränkemarkts in tödlicher Gewalt: Vier junge Männer prügeln einen 40‑Jährigen so heftig, dass er wenige Tage später an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma stirbt.
    In dieser Episode von "Akte Rheinland" rekonstruieren wir die Tatnacht vom 1. September 2016:
    Wie kam es zu der Eskalation? Welche Rolle spielten Alkohol, Gruppendynamik und eine gefährliche Mischung aus Wut und Feindbildern? Und welche Rolle spielte es später im Prozess, dass die Männer ursprünglich losgezogen waren, um „Flüchtlinge zu klatschen“?
    Mit Reporter Nicolas Ottersbach, der den Fall damals für broeltal.de begleitet hat, sprechen wir über den Ermittlungsverlauf, die medizinischen Befunde, die Zeugenaussagen und das Urteil des Bonner Jugendschwurgerichts.
    Außerdem ordnen wir ein, welche gesellschaftlichen Diskussionen 2015/16 im Hintergrund standen.
    Ein Fall über hemmungslose Gewalt, die Mechanismen der Eskalation – und die Frage, wie vier Männer in einer einzigen Nacht jede Grenze verlieren konnten.

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  • In unserer 100. Episode von "Akte Rheinland" präsentieren wir einen Mordfall aus dem Jahr 2024: die "Toten vom Rodder Maar", Anna Maria Beekes und Marie Schneider enthüllen die düsteren Details der Entdeckung zweier brutal ermordeter Männer und die darauffolgenden Ermittlungen. Wir analysieren die Hintergründe der Täter, deren Probleme und Motive sowie die komplexe Beziehung zu den Opfern. Zudem beleuchten wir den Verlauf des Prozesses und die emotionalen Herausforderungen für die betroffenen Familien. Die Episode schließt mit einem Ausblick auf mögliche Revisionen und regt zum Nachdenken über die komplexen menschlichen Beziehungen und die Dunkelheit hinter solchen Taten an.

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  • Weitefeld im Westerwald: In den frühen Morgenstunden entdeckt die Polizei in einem Einfamilienhaus drei Tote – ein 47-jähriger Mann, seine 44-jährige Ehefrau und der gemeinsame 16-jährige Sohn. Ein Mann ist zu Fuß vom Tatort geflohen. Es beginnt eine Fahndung, die den Ort und die Region über Tage beschäftigt. Der Täter bleibt verschwunden - und taucht erst Monate später wieder auf.

    In dieser Episode sprechen wir darüber, wie die Ermittlungen anlaufen, wie sich die Einschätzung zum möglichen Hintergrund verändert, welche Hinweise und Gerüchte kursieren – und was die Staatsanwaltschaft später zum Tathergang und zur Beweislage mitteilt. Außerdem geht es um die Belohnung, die ausgesetzt wird, und um das abrupte Ende des Ermittlungsverfahrens.

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  • In dieser Episode greifen wir einen Fall erneut auf, den wir bereits früher besprochen haben – damals, als noch kein Urteil vorlag: die "Leiche im Kofferraum".

    Ausgangspunkt ist ein grauer Renault, abgemeldet, ohne Kennzeichen, am Rand eines Wohngebiets in Königswinter‑Eudenbach geparkt. Das Fahrzeug wirkt verlassen und unauffällig – wie eines dieser Autos, die seit Tagen niemand mehr beachtet hat.

    Was zunächst aussieht wie ein Verkehrsproblem, führt zu Ermittlungen, die am Ende zu hohen Haftstrafen für drei Beteiligte führen: zwei lebenslange Freiheitsstrafen und eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren.

    Wir ordnen den Fall ein, sprechen über die Entwicklungen zwischen erster und zweiter Berichterstattung und darüber, warum er erst unscheinbar erschien und sich dann zu einem der am meisten beachteten Verfahren der vergangenen Jahre entwickelte.

    Die erste Episode zum Fall: https://akte-rheinland-42.blogs.audiorella.com/s3e6-new-episode

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    Jörgs Podcast "So geht Rheinisch": https://so-geht-rheinisch.blogs.julephosting.de/


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  • Hinweis: In dieser Episode geht es um schwere Gewalt und Mord.

    In dieser "Akte Rheinland" gehen wir weiter zurück als je zuvor: ins Rheinland der 1820er Jahre. Zum Serienmörder Johann Fasbender, Schneidermeister aus Fritzdorf. Mindestens vier Menschen sterben in seinem Umfeld. Was wie Unfälle oder Suizide wirkt, entpuppt sich später als die Taten eines Mannes, der schon in frühester Kindheit verrohte.

    Wir sprechen darüber, wie ein Serienmörder im Rheinland über Jahre agieren konnte, ohne überführt zu werden – und warum eine Vermisstenanzeige aus Gent schließlich das Schicksal von Johann Fasbender besiegelte.
    Was sagt dieser Fall über die Gesellschaft der Zeit aus? Über Polizei, Recht, Religion, Armut und Gewalt? Und was bleibt davon heute noch spürbar?

    Regionalressortleiter Jörg Manhold und Podcast-Host Anna Maria Beekes ordnen wir die Hintergründe ein.


    Quellen:
    – Blog von Hansbernd Sonntag: hansberndsonntag.de
    – Jahrbuch des Rhein‑Sieg‑Kreises 1995

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  • Albrecht Roebke ist Notfallseelsorger in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. In seinem Alltag wird er ständig mit Leid, Trauer und Angst konfrontiert. Zuletzt war er auch bei der Flutkatastrophe, die NRW und Rheinland-Pfalz traf, im Einsatz. Er begleitet die Angehörigen von Ermordeten - und von Mördern. Bei "Akte Rheinland" erzählt er aus seinem Alltag und von den Fällen, die am meisten Eindruck bei ihm hinterlassen haben.

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  • Leider erscheint am morgigen Donnerstag noch keine neue Folge von "Akte Rheinland". Stattdessen kommt die Episode am kommenden Montag und unser Podcast ab sofort an jedem zweiten Montag. Wir laden am Donnerstag eine Folge aus dem Archiv noch einmal hoch.
    Bald erscheint unsere 100. Episode - bitte schreibt uns dazu eure Vorschläge und Ideen bei Spotify, YouTube, Instagram @akterheinland oder per Mail an [email protected]!

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  • *Diese Episode könnt ihr auf Spotify und YouTube auch als Video-Folge sehen.*
    *Hinweis: Diese Episode enthält Schilderungen sexualisierter Gewalt.*

    In der Nacht vom 31. Dezember 2015 auf den 1. Januar 2016 kam es rund um den Kölner Hauptbahnhof und die Domplatte zu massenhaften sexuellen Übergriffen, Diebstählen und Gewalttaten. Über 1.200 Menschen meldeten sich später als Geschädigte.

    Zehn Jahre später rekonstruieren wir in dieser Folge, was in dieser Nacht geschah, warum die Polizei die Lage nicht mehr kontrollieren konnte – und weshalb das Ausmaß der Taten erst Tage später öffentlich wurde.

    Wir sprechen mit Carolina, die damals als 16-Jährige selbst betroffen war, über die unmittelbaren Erlebnisse und die langfristigen Folgen. Außerdem ordnen wir ein, wie Politik, Medien und Justiz mit der Nacht umgingen – von der ersten Polizeimeldung über den Hashtag #einearmlaenge bis hin zu den Konsequenzen im Sexualstrafrecht („Nein heißt Nein“).

    Ein Schwerpunkt der Folge ist außerdem der Blick nach Bornheim: Kurz nach Köln sperrte die Stadt dort zeitweise das Schwimmbad für volljährige männliche Geflüchtete. Wir haben zehn Jahre später mit dem damaligen Sozialdezernenten Markus Schnapka gesprochen – über Verantwortung, Kollektivmaßnahmen, Willkommenskultur und die Frage, wann Nichthandeln gefährlicher ist als Handeln.

    Maries Bericht über Carolinas Erinnerung an die Silvesternacht: ga.de/140397871

    Annas Interview mit Markus Schnapka, der das Bornheimer Schwimmbad für männliche Geflüchtete sperrte: ga.de/140605809

    Das GA-Interview mit dem früheren Polizeipräsidenten Wolfgang Albers: https://ga.de/bonn/stadt-bonn/koelner-silvesternacht-2015-wolfgang-albers-im-interview_aid-140332275

    WDR zu Kriminalität und Migration: https://www1.wdr.de/nachrichten/migration-herkunft-kriminalitaet-100.html

    Quellen: Schlussbericht Landtag NRW, eigene Recherchen, Andreas Thomalla Rechtsanwalt | Augsburg
    Titelfoto-Montage: dpa/picture-alliance/Canva

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  • An einem Sonntagmorgen im August 2020 entdeckt ein Ehepaar in einem Waldstück bei Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) einen teilweise verbrannten Leichnam im ausgetrockneten Bachbett des Morsbachs, bedeckt mit Ästen und Erde. Bald steht fest: Der Tote ist ein 46-jähriger Mann, der in der Bonner Drogenszene bekannt war.
    In dieser Episode zeichnen wir die Ermittlungen der Bonner Mordkommission nach und rekonstruieren die brutale Tatnacht. Wir erzählen, wie widersprüchliche Aussagen, verschiedene Tatversionen und drei mögliche Todesursachen die Polizei, die Gerichte und schließlich auch den Bundesgerichtshof beschäftigten.

    Quellen: Gerichtsdokumente, Urteile, Polizeimeldungen und Berichterstattung des General-Anzeiger Bonn

    Hinweis: Diese Episode enthält Schilderungen extremer Gewalt, Drogenkonsum und Obdachlosigkeit.

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  • Morsbach, 27. Dezember 2021. Was als einfache Rückgabe eines Autos in einer kleinen Gemeinde im Oberbergischen Kreis beginnt, endet in versuchtem Mord: Ein Mann übergießt seine ehemalige Partnerin mit Benzin und versucht, sie anzuzünden. Minuten später brennt das Wohnzimmer ihres Hauses. In dieser Episode rekonstruieren wir die Tat und ihre Vorgeschichte: die Beziehung, die bereits ein Jahr zuvor zerbrach, die Eskalationen, die es danach gab, und den Moment, in dem die Frau nur durch ihr eigenes Handeln überlebt. Wir sprechen über die juristische Bewertung, die Gutachten und das Urteil des Landgerichts Bonn vom 16. August 2022. Außerdem ordnen wir ein, warum solche Taten nichts mit Herkunft zu tun haben, sondern mit patriarchalen Strukturen und Kontrolle – eine Erkenntnis, die durch aktuelle Forschung, darunter die neue Studie Femizide in Deutschland, bestätigt wird.

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  • Overath, 7. Oktober 2003: Ein Rechtsanwalt, seine Frau und seine Tochter werden in ihrer Kanzlei erschossen. Der Täter: Ein 45-jähriger Mann, der seine Tat eine „Exekution“ nennt und seine Schriften als Obersturmbannführer der 39. SS-SD-Division Götterdämmerung unterschreibt. Fast zwanzig Jahre lang gilt das Verbrechen dennoch nicht als politisch. In dieser Live-Episode von "Akte Rheinland" aus dem LVR-Landesmuseum in Bonn rekonstruieren wir die Tat, den Prozess und das, was lange übersehen wurde: Wie aus einem Lebensversager ein dreifacher Mörder wurde – und warum Behörden, Politik und Öffentlichkeit so spät hinsahen.

    Auf der Bühne: Kriminalpsychologin Lydia Benecke, "Akte Rheinland"-Host Anna Maria Beekes, Online-Redakteurin Lydia Benecke, Regionalressort-Leiter Jörg Manhold, Sprecher Martin Busch. Regie und Produktion: Andreas Dyck. Social Media: Tamara Wegbahn

    Quellen:
    Urteil des Landgerichts Köln (104 Ks 19/04)
    Artikel aus Der Spiegel, taz, Welt, Stern, Lotta – antifaschistische Zeitung aus NRW
    sowie Gespräche mit Zeitzeugen und Recherchen des General-Anzeiger Bonn.

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  • +++ "Akte Rheinland" live am 31. Oktober 2025: AUSVERKAUFT +++

    +++ Bei unserem Werbepartner Emma bekommt ihr bis zum 30. Oktober 5% extra Rabatt on top auch auf den Sale mit dem Code RHEINLAND! https://www.emma-matratze.de/sale/?utm_source=podcast&utm_medium=influencer&utm_campaign=AkteRheinland&utm_code=RHEINLAND +++

    Eine warme Montagnacht im Rheinland. Ein blauer Opel Kapitän rast durch die Dörfer südlich von Bonn. Fenster zerspringen, Schüsse fallen, – und zwei Menschen sterben. Was als vermeintlicher Dumme-Jungen-Streich beginnt, wird zur tödlichen Amokfahrt. Die Täter hinterlassen eine Spur der Verwüstung – und eine Polizei, die zunächst im Dunkeln tappt. Falsche Geständnisse, verpasste Spuren, öffentliche Empörung: Erst Wochen später stoßen die Ermittler auf drei junge Männer, deren Taten die Region erschüttern.
    Anna Maria Beekes und Rüdiger Franz rekonstruieren die wohl erste Amokfahrt des Rheinlands – und zeigen, wie viel die Ermittlungen damals über Gesellschaft, Jugendkultur und Moral der 1950er Jahre erzählen.

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  • +++ "Akte Rheinland" live am 31. Oktober 2025: AUSVERKAUFT +++

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    Inhaltswarnung: Wenn ihr Probleme mit dem Thema Kannibalismus habt, überspringt diese Folge lieber. Wir warnen in der Episode vor, wenn es explizite Schilderungen.
    Im Januar 2002 verschwindet die 22-jährige Susanne L. aus Brohl-Lützing spurlos. Später entdeckt die Polizei Leichenteile – in ihrer Wohnung und in einem nahegelegenen Steinbruch. Schnell gerät ihr Mitbewohner und Cousin Thorsten B. in den Verdacht, sie ermordet, zerstückelt und möglicherweise sogar Teile der Leiche gegessen zu haben. Vor Gericht wird der Fall zu einem der aufsehenerregendsten Prozesse der Region: Ein Angeklagter, der schweigt. Ein Gutachter, dessen Diagnose später vom Bundesgerichtshof zerpflückt wird. Anna Maria Beekes spricht mit dem damaligen Gerichtsreporter Christoph Lüttgen, der beide Prozesse am Landgericht Koblenz verfolgt hat – über den Tatabend, die Ermittlungen, die Gerichtsgutachten und die Frage, wo Thorsten B. heute ist.

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  • +++ "Akte Rheinland" live am 31. Oktober 2025: Alle Infos und den Link zu den Tickets gibt's unter ga.de/live-podcast! +++

    In den 1950er bis 1980er Jahren wurden Millionen Kinder in Deutschland zur „Erholung“ verschickt – angeblich, um gesund zu werden. Doch viele von ihnen erlebten das Gegenteil: Trennung, Angst, Gewalt und Medikamente. Auch in Bonn, im Haus Bernward und Haus Epton in Oberkassel, wurden Kinder in Kuren geschickt, die Spuren fürs Leben hinterließen.
    In dieser Episode sprechen wir mit Detlef Lichtrauter und Barbara Thielke, die ihre Erinnerungen teilen. Es geht um Isolation, Demütigung, Zwang und den langen Kampf um Anerkennung. Und wir fragen: Warum hat es so lange gedauert, bis jemand hinsah?

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  • In dieser Folge erzählen wir die Chronik eines Abends, der eskaliert: Streit, Alkohol, 66 verpasste Anrufe und schließlich ein Messerstich vor der Wohnungstür. „Anja“ sticht ihren Partner „Daniel“ in den Brustkorb – er überlebt schwer verletzt. Wir rekonstruieren die Tatnacht aus Chat- und Anrufprotokollen und sprechen darüber, wie aus Überforderung, Angst und Alkohol ein lebensgefährlicher Moment wird.

    Vor Gericht steht die Frage im Raum: Affekt oder bedingter Tötungsvorsatz? Wir ordnen das Urteil des Landgerichts Bonn ein, erklären das Zeugnisverweigerungsrecht und warum die Kammer eine erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit, aber erhaltene Einsichtsfähigkeit annimmt. Es geht um physische und psychische Gewalt in Beziehungen – und um mögliche Auswege.

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