Afleveringen

  • Wie gelingt Gewaltfreie Kommunikation (GFK) am Arbeitsplatz? Das erlĂ€utern die GFK-Trainerin Anja Palitza und der Unternehmercoach Olaf Hartke. Wir hinterfragen, wie fleißige Mitarbeitende verbalen Attacken der Kollegen und dem stĂ€ndigen Druck der FĂŒhrungsetagen begegnen können. Wir hinterfragen auch, wie Chefetagen und Ressortleitungen GFK bei Konflikten anwenden können, wie sie bei Mobbing oder schwierigen Mitarbeitern reagieren können.

    In den FĂŒhrungsetagen deutscher Unternehmen beginnt in Sachen GFK ein langsames Aufwachen. Endlich, sagen die zwei, denn: „In ihr liegt unglaubliches Potential.“ Die GFK ist nicht als einmalige Schulung zu verstehen, sondern als ein Prozess, der sich im besten Fall zu einer Lebenshaltung entwickelt. Die Ziele einer leistungs- und ergebnisorientierten Wirtschaft schließen die emotionale AnnĂ€herung durch die GFK fĂŒr einen wertschĂ€tzenden Umgang miteinander nicht aus. Gesehen und gehört werden: Es geht nicht darum, fĂŒr mehr Leistung zu manipulieren, sondern um ein wertschĂ€tzendes Miteinander zu schaffen.

    GFK erfordert stĂ€ndiges Training. Ein Hilfsmittel ist das Vier-Schritte-Modell nach seinem GrĂŒnder Marshall B. Rosenberg. Nach dem Leitsatz „Höre nicht, was sie sagen, sondern höre, was sie fĂŒhlen und brauchen“ geht es um die Beobachtung von einem selbst und den anderen, die Beschreibung des GefĂŒhls, das Erkennen und Äußern von BedĂŒrfnissen und daraus folgenden Bitten. Hinhören braucht Aufmerksamkeit: Zuhören bedeutet verstehen zu wollen, was den anderen bewegt. Es bedeutet nicht, damit einverstanden zu sein.  

    Wichtig ist die Sprache der GFK. Viele Wörter, die genutzt werden, sind nicht in unserem aktiven Wortschatz, „aber vorhanden“. Wer spricht schon gerne ĂŒber seine wahren GefĂŒhle? Auch darĂŒber sprechen wir und auch, dass GFK keine Grenzen kennt. Alles kann mit ihr vermittelt werden. Auch andere Meinungen und Verhaltensweisen. Sie findet Anwendung in allen Lebensbereichen.

    FĂŒr Einsteiger, die GFK fĂŒr sich entdecken möchten, geben Anja Palitza und Olaf Hartke wichtige Einblicke und Aspekte an die Hand.

     

    Anja Palitza: ist Erziehungswissenschaftlerin und Systemische Beraterin. Seit 2005 ist sie zertifizierte Trainerin fĂŒr Gewaltfreie Kommunikation (CNVC- und Fachverband GFK), systemische Familienberaterin und begleitet Einzelpersonen sowie Gruppen in Entwicklungs- und VerĂ€nderungsprozessen.

    Olaf Hartke ist Trainer fĂŒr Gewaltfreie Kommunikation und Autor. Er arbeitet mit Fach- und FĂŒhrungskrĂ€ften, Teams sowie pĂ€dagogischen und sozialen Einrichtungen.

    Anja Palitza und Olaf Hartke bilden im Trainerteam von K-Training TrainerInnen fĂŒr Gewaltfreie Kommunikation aus. Sie sind zertifiziert vom CNVC (Center for Nonviolent Communication). Sie haben zusammen zwei erwachsene Söhne.

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  • Was ist das Geheimnis guter Partnerschaften? In dieser Folge erklĂ€rt die Psychologin und Paartherapeutin Susanne Vömel, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Dies ist nicht immer einfach, denn in jeder Beziehung wirkt mehr mit, als uns bewusst ist. Immerhin begegnen sich nicht nur zwei Erwachsene, sondern auch ihre inneren Kinder – mit all ihren Erfahrungen von NĂ€he, Verletzung, Sehnsucht und Bindung.

    Beziehungsmuster verÀndern

    Wir sprechen darĂŒber, wie frĂŒhkindliche PrĂ€gungen unsere Partnerschaften formen, wie sie oft unbewusst deren Dynamik bestimmen und vor allem, wie wir Beziehungsmuster verĂ€ndern können. Susanne Vömel erklĂ€rt, warum wir uns gerade zu den Menschen hingezogen fĂŒhlen, die frĂŒhe Wunden in uns berĂŒhren und warum wir uns immer wieder in gleichen Konflikten wiederfinden.

    Wir suchen nach der anderen, der besseren HĂ€lfte. Am Anfang ist das zunĂ€chst perfekt, wird aber mit der Sozialisierung schwieriger, wenn die Außenwelt auf die Beziehung trifft. Oft fixieren sich die in der Kindheit entstandenen Rollen, sodass bei nicht genauer Betrachtung keine Entwicklung möglich ist. „Gesund ist es, wenn ein jeder die eigenen BedĂŒrfnisse und die des anderen kennt, wenn sich jeder zwischen Macht und Ohnmacht, aktiv oder passiv sein können, NĂ€he oder Distanz flexibel bewegen kann. So findet ein Paar den eigenen Rhythmus, eine gemeinsame Dynamik“, sagt Susanne Vömel.

    Die Aufgabe besteht darin, frĂŒh verdrĂ€ngte Anteile, tiefe SehnsĂŒchte, nicht nur im anderen zu leben und ihn darauf festzulegen, sondern sie selbst zu entwickeln. Wir gehen auf die acht psychodynamischen Grundkonflikte, den emotionalen Grundton einer Familie und sogar die Atmung ein. Ziel ist es, dass ein Paar – richtig kommuniziert - den ganz eigenen Rhythmus findet.  

    Wie das geht? In einem ersten Schritt alte Konflikte, BedĂŒrfnisse, in sich selbst erkennen und nicht auf den anderen ĂŒbertragen. Alte Muster, etwa die Angst vorm Bindungsverlust, erkennen und nicht mehr ausspielen. „Mal ein Veto einlegen, sich distanzieren. Nicht mehr mitspielen – auch nicht beim anderen“, so Susanne Vömel. Was sie rĂ€t: MitgefĂŒhl fĂŒr die eigenen Themen und die des anderen entwickeln, sich verĂ€ndern, lebendig und neugierig bleiben.

    Susanne Vömel ist Psychologin M.Sc., Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Physiotherapeutin. Sie bildete sich in diversen psychodynamischen und paartherapeutischen Fachbereichen weiter und ist in eigener Praxis in Berlin tÀtig. Sie ist Mitglied im Bundesverband Psychonalytische Paar- und Familientherapie (BvPPF).

    Buchtipp: Du möchtest tiefer in dieses Thema einsteigen? Dann lohnt sich ein Blick in das neue Buch von Susanne Vömel mit dem Titel 📖 „Tanz der inneren Kinder: Warum wir lieben, wie wir es gelernt haben – und wie VerĂ€nderung möglich wird“ – ab dem 13.06.2026 im Handel erhĂ€ltlich!

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  • Was ist meins, was ist mir wirklich wichtig und wie kriege ich das ins Leben? In dieser Folge geht es mit Annette FĂ€hrmann vom weltweit ersten Institut fĂŒr Existentielles Coaching zum authentischen Ur-Ich. Es geht um philosophische AnsĂ€tze als Grundpfeiler, aber vielmehr um die praktische HinfĂŒhrung zum ganz eigenen Thema und somit der Öffnung zum Leben. Es geht um grundlegende menschliche Fragen, die nicht nur fĂŒrs Coaching interessant sind, sondern auch fĂŒr die ganz persönliche Lebensgestaltung.

    Auch wenn der Begriff erst sehr theoretisch klingt, verbergen sich dahinter jedoch neue Perspektiven auf ein vertrautes Thema. Inspiriert von Alfried LĂ€ngle und dem geistigen Erbe Viktor Frankls inspiriert richtet sich das Institut nicht nur an FĂŒhrungskrĂ€fte oder Fachleute aus Coaching, Training und Beratung, sondern an jeden Einzelnen. Gefördert werden Persönlichkeit, Intuition und psychologisches Wissen.

    Annette FĂ€hrmann spricht vom Finden des eigenen Themas, von innerer Zustimmung und stimmigem, authentischem Handeln, das die Klienten von mentalen und rationalen HĂŒrden befreit. Sie begeistert fĂŒr das Leben in all seiner Kraft des Geistes und der Kraft der Emotionen.

    Es geht darum, sich zu erkennen, die eigene Urteilskraft zu schĂ€rfen, Sinnhaftigkeit zu prĂŒfen, HinzuspĂŒren in den Dialog mit dem Leben; aus der inneren Zustimmung in ein entschiedenes Handeln kommen, sich nicht nur zu fragen, was glĂŒcklich macht, sondern wofĂŒr man leben will. „Da entsteht eine unglaubliche Schubkraft von hinten, da geht man nur noch los“, weiß Annette FĂ€hrmann von Menschen, die zu sich gefunden haben.

    Das Prozessmodell, mit dem das Institut arbeitet, ist angelehnt am natĂŒrlichen Entscheidungsprozess und orientiert sich an fĂŒnf Schritten. Außerdem sprechen wir ĂŒber die Personale Existenzanalyse, eine zentrale Methode, die den Weg zu einem selbstbestimmten, authentischen und erfĂŒllten Leben beschreibt. „Es geht um Haltungen und Denkweisen, von denen wir wissen, dass sie gut sind, aber sie nicht umzusetzen wissen. Loslassen oder sich anzunehmen, wie man ist – das gelingt nicht immer“, vereint Annette FĂ€hrmann die Philosophie mit der Praxis.

    Annette FĂ€hrmann ist Coach und Trainerin in existenziellem Coaching. Gemeinsam mit JĂŒrgen Blenke fĂŒhrt sie das Institut fĂŒr Existenzielles Coaching, die faehrmannblenke GbR (zu ihrer Homepage: www.faehrmannblenke.de).

    Du möchtest dir vom Existenziellen Coaching einen eigenen Eindruck verschaffen? HierfĂŒr bietet Annette FĂ€hrmann eigens Online-Live-Coachings an – komplett kostenlos und werbefrei: https://www.faehrmannblenke.de/unser-angebot/kostenfreies-online-live-coaching/

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  • Seit Corona ist das Thema Erschöpfung stĂ€rker ins Bewusstsein gerĂŒckt. Mit ihr werden das Fatigue, Post-Covid oder ME/CFS nach einem Infekt sehr viel öfter diagnostiziert. In dieser Episode klĂ€rt Dr. Lea Höfel ĂŒber Therapiemöglichkeiten, Behandlungsmethoden und Hilfen zur Selbsthilfe auf. Auch wenn der Weg bis zur Diagnose ein langer sein kann, so macht sie allen Betroffenen Hoffnung, dranzubleiben und nicht aufzugeben, weil
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die Erkrankung von der Politik mittlerweile ernst genommen wird. Zumindest werden in anerkennendem Rahmen Gelder in Forschung und Therapiemöglichkeiten investiert. Dr. Höfels Wunsch ist es, dass auch die Pharmaindustrie reagiert, denn noch gibt es kein Medikament gegen die chronische Fatigue-Erkrankung, die Menschen komplett ans Bett fesseln kann. „Wenn man diese Menschen gesehen hat, zweifelt man nicht mehr daran, ob es diese Erkrankungen geben kann“, wĂŒnscht sie sich grĂ¶ĂŸeres Interesse bei den Lobbyisten. 

    Noch gibt es kein Medikament

    Post-Covid, Fatigue und ME/CFS gilt es zu unterscheiden. Post-Covid umfasst eine breite Spannweite an Symptomen von Lungen- bis Magen-Darm-Problemen. Das Fatigue geht mit bleierner MĂŒdigkeit einher und kann bestehen bleiben. Hier ist der Energielevel weit unten, zu den Symptomen gehören Kreislaufbeschwerden oder Schmerzen. Das chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS ist eine eigenstĂ€ndige Erkrankung mit weiteren Symptomen. Hier kann die geringste BetĂ€tigung den Betroffenen zur Bettruhe zwingen. Selbst Haarewaschen oder eine kurze Unterhaltung können Patienten ĂŒber Wochen und Monate extrem belasten.

    Ziel ist, nach Energieverbrauchern und Energiespendern zu schauen. Wo sind persönliche Stressoren? Dazu finden viele GesprĂ€che und Untersuchungen statt, die detailliert dokumentiert werden, um in einem nĂ€chsten Schritt AblĂ€ufe im Alltag besser strukturieren zu können. Um den Speicher aufzufĂŒllen, gehört es, Pausen zu machen, auch wenn man sich nicht danach fĂŒhlt. Die Gefahr eines Crashs soll vermieden werden.

    Die BehandlungsansĂ€tze sind vielfĂ€ltig, sie liegen in der Ergotherapie, der Physiotherapie, oder der psychologischen Betreuung. Sie reichen von AtemĂŒbungen bis Massagen. Betroffene empfinden oft Traurigkeit und Ängste darĂŒber, ob die Krankheit sie ihr Leben lang einschrĂ€nken wird. „Sie mĂŒssen lernen, Gedankenkreise zu stoppen und auch im Kleinen Schönes zu entdecken“, so Dr. Höfel. Dabei hilft ein Tagebuch, in dem tĂ€glich drei kleine schöne Momente festgehalten werden.

    Dr. Lea Höfel ist Psychologin und Leiterin der Abteilung des Zentrums fĂŒr Schmerztherapie junger Menschen und der Station fĂŒr Fatiguetherapie an der Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen. Außerdem ist sie in Beirats- und Sprecherfunktionen in Gesellschaften fĂŒr Schmerztherapie, Rhematologie und ME/CFS.

    Buchtipp: Dr. Lea Höfel: Warum bin ich so erschöpft? Chronisches Fatigue-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen, Junfermann-Verlag 2026

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  • Erschöpfung bleibt nicht aus, sind wir doch stĂ€ndig in Bewegung – selbst dann, wenn wir bewusst priorisieren. Wieso ist das so? Licht ins Dunkle bringt der Psychologe Hans-Georg Willmann. Der gebĂŒrtige Freiburger und Autor ist Coach fĂŒr Fach- und FĂŒhrungskrĂ€fte und lebt seit ein paar Jahren in seinem Sehnsuchtsland Australien.

    ZunĂ€chst: Erschöpfung ist kein Zeichen von SchwĂ€che, sondern dafĂŒr, dass ich mich angestrengt habe. Was ist Erschöpfung? Wir unterscheiden zwischen MĂŒdigkeit, Erschöpfung und Burnout.

    Nach EnergierÀubern und Kraftquellen schauen

    Wo sind persönliche EnergierĂ€uber, wo sind Kraftquellen? Wo kann ich etwas beeinflussen, wo delegieren oder einfach „Nein“ sagen? Was ist wirklich wichtig? Wir erörtern das klassische Prinzip, EnergierĂ€uber zu organisieren, schauen nach inneren Antreibern und Kraftquellen, die nichts kosten.

    In seiner praktischen Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung raus aus der Erschöpfung hat Hans-Georg Willmann ein ABC fĂŒr mehr Energie und LebensqualitĂ€t entwickelt. A steht fĂŒr Akzeptanz, B fĂŒr Belastungssteuerung und C fĂŒr clevere Mini-Hacks, die im Alltag helfen, uns zu erholen. Auch damit rĂ€umt er auf: Multitasking ist ein Mythos.

    Um aus der Erschöpfungsspirale rauszukommen, sind strukturelle VerĂ€nderungen im Alltag und ein Perspektivwechsel notwendig. Es hilft der Blick auf innere Denk- und Verhaltensmuster, innere Kritiker und falsche Antreiber. Bin ich immer freundlich und hilfsbereit, weil ich andere nicht enttĂ€uschen möchte? Sind meine Verhaltensmuster ĂŒbertrieben, wo sollten automatisierte Verhaltensweisen angepasst und heruntergefahren werden?

    Yoga, Atmung, Couch: Entspannung allein ist nicht die Lösung. Echte Erschöpfungsarbeit geht tiefer. Sie setzt darauf, Ă€ußere Belastungen zu steuern, innere Antreiber zu zĂ€hmen und Erholung möglich zu machen.

    Erholung, die nichts kostet: Hans-Georg Willmann gibt praktische Tipps, die der Selbstwirksamkeit nutzen. Er nennt ein 10-Punkte-Energieprogramm inklusive Einschlafritualen, ErnĂ€hrungs- und Bewegungstipps, empfiehlt WohlfĂŒhlorte, Power Naps und schöne Mini-Momente.

    Hans-Georg Willmann: ist Diplom-Psychologe und Coach, hauptsÀchlich im beruflichen Kontext, wo er VerÀnderungsprozesse begleitet

    Buchtipp: Hans-Georg Willmann: „Erschöpft, aber nicht machtlos. Wege zu mehr Energie und LebensqualitĂ€t“, Junfermann-Verlag 2026 

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  • BerĂŒhrung begleitet uns von Geburt an, prĂ€gt unser SicherheitsgefĂŒhl und unsere Beziehung zur Welt. Und dennoch scheint sie im modernen Alltag immer mehr zu verschwinden. Wie wir nĂ€her mit der BerĂŒhrung in BerĂŒhrung kommen und mit ihr Körper, Geist und Seele stĂ€rken können, darĂŒber sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Michaela Maria Arnold. Sie plĂ€diert dafĂŒr, dass wir uns wieder trauen, uns nĂ€her zu kommen – uns selbst und anderen.

    Die Hand halten, tröstend ĂŒber den RĂŒcken streicheln: Gerade in der Medizin sind BerĂŒhrungen eher tabu. Dabei sind sie fĂŒr den Patienten essenziell. „Wenn wir die BerĂŒhrung wieder bewusst in unser Leben zu lassen, und zwar in allen Bereichen, wirkt sich das auf unsere gesellschaftliche Grundstimmung aus“, ist sich Dr. Arnold sicher.

    TatsĂ€chlich ist das Thema „BerĂŒhrung“ in der Wissenschaft noch ein junges Gebiet, mit der sich die Gesellschaft fĂŒr BerĂŒhrungsmedizin beschĂ€ftigt. Mittlerweile finden die Erkenntnisse den Transfer in die Gesundheitsversorgung.

    Seit Corona hat sich die Singularisierung der Gesellschaft verstĂ€rkt. Menschen pflegen weniger echte Kontakte, suchen aber trotzdem die NĂ€he. Die therapeutische Massage wie die affektregulierende Massage kann helfen. Sie kann das KörpergefĂŒhl positiv beeinflussen und Klienten dazu anregen, aktiver zu werden, Achtsamkeit fĂŒr ihren Körper, sowie ein stĂ€rkeres Bewusstsein fĂŒr SelbstfĂŒrsorge und Selbstwirksamkeit zu entwickeln. BerĂŒhrung hat viele Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Sie beginnt mit der SelbstberĂŒhrung.

    Es geht nicht um SexualitĂ€t: BerĂŒhrung ist vielfĂ€ltig. Mit ihr können wir Liebe, Zuneigung und Trost, aber auch Wut und Abgrenzung ausdrĂŒcken. Sie hat immer einen Kontext, findet in der Familie, bei der Arbeit oder in der Freizeit statt. Dr. Arnold zeigt sieben Dimensionen von BerĂŒhrung in unterschiedlichen Lebensbereichen auf. Auch erklĂ€rt sie, was BerĂŒhrung hormonell auslöst. Selbst nach den Wechseljahren bleibt der Wunsch nach NĂ€he und Verbindung bestehen, weiß sie.

    BerĂŒhrung hat auch Schattenseiten. Bei der Biografiearbeit wird auf die BerĂŒhrungskultur innerhalb der Familie geschaut. Wo und wann hat die Person Zuneigung erfahren, wann hat sie ĂŒbergriffige BerĂŒhrungen erfahren?

     

    Dr. med. Michaela Maria Arnold ist Ärztin fĂŒr Naturheilverfahren und BerĂŒhrungsmedizin mit einer Praxis bei WĂŒrzburg.

    Buchtipp: Dr. Michaela Maria Arnold: „Das BerĂŒhrungsbuch. Wie BerĂŒhrung Körper, Geist und Seele stĂ€rkt“, Klett-Cotta Verlag 2026 

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  • Wie schnell kann ein GesprĂ€ch kippen? Ein falsch verstandenes Wort, ein unbedachter Satz – und plötzlich fĂŒhlen wir uns nicht mehr gesehen. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Trainer Stefan Bukacek darĂŒber, wie die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) genau in solchen Momenten Orientierung geben kann.

    Wir beleuchten, warum Kommunikation oft verletzend wirkt, obwohl wir das selten beabsichtigen. Stress, alte Muster und automatische VorwĂŒrfe prĂ€gen unseren Alltag – in Partnerschaft, Familie oder Beruf. Die GFK lĂ€dt dazu ein, den Fokus auf die eigenen GefĂŒhle und BedĂŒrfnisse zu richten und sie klar auszudrĂŒcken, statt Schuld und Angriffen Raum zu geben.

    Stefan Bukacek erlĂ€utert die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation – Beobachtung, GefĂŒhl, BedĂŒrfnis und Bitte – und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sie im Alltag helfen können, respektvoller und lösungsorientierter miteinander zu sprechen. Dabei betont er: „Dazu braucht es Klarheit, die erst im Inneren entstehen muss, bevor ich sie sprechen kann“.

    Im GesprĂ€ch geht es darum, wie wir Verantwortung fĂŒr unsere Worte ĂŒbernehmen und durch bewusste Kommunikation mehr Verbindung schaffen – unabhĂ€ngig vom Vokabular, dafĂŒr mit echtem VerstĂ€ndnis fĂŒreinander.

    Stefan Bukacek ist Trainer fĂŒr Gewaltfreie Kommunikation und Unternehmensberater fĂŒr Tech-Unternehmen

    Buchtipp: Stefan Bukacek: Sag es achtsam. Wie Gewaltfreie Kommunikation dein Denken und deine Beziehungen verbessert“, Junfermann 2025.

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    14.–16. April 2026: Onlinekongress Gewaltfreie Kommunikation 
    FĂŒr mehr Verbindung, Klarheit und VerstĂ€ndnis – mit Herz und Haltung

    Zum 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Gewaltfreien Kommunikation in Deutschland laden wir dich ein, die ganze Vielfalt der GFK neu zu entdecken – inspirierend, praxisnah und unmittelbar alltagsrelevant. An drei Kongresstagen erwarten dich fĂŒhrende Expert:innen der GFK, die ihre Erfahrungen, Einsichten und Werkzeuge teilen – von den Grundlagen bis zu neuen, innovativen Anwendungsfeldern. 

    Erhalte wertvolle Impulse fĂŒr Beruf und Privatleben:  

    Wie können wir Konflikte einfĂŒhlsamer lösen?  

    Wie stĂ€rken wir Verbindung, auch in herausfordernden Momenten?  

    Wie gelingt Kommunikation, die Klarheit schafft und unser Miteinander verbessert? 

    In Interviews und VortrĂ€gen bekommst du Antworten, DenkanstĂ¶ĂŸe und konkrete Methoden, die sich sofort umsetzen lassen. 

    Der Kongress richtet sich an alle, die achtsam und wirkungsvoll kommunizieren möchten: egal, ob du gerade erst einsteigst oder schon lange mit der GFK arbeitest.

     

    Ticket: 15 Euro – ein kleiner Beitrag fĂŒr Erkenntnisse, die nachhaltig wirken. 
    Jetzt anmelden auf PlanetPsy.de 

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  • Wie unterstĂŒtzt körperliche Bewegung und Naturerleben Beratungs- und Coachingprozesse? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu Bewegung, Natur und Psyche? Und welche Methoden können Coaches & Therapeut:innen konkret einsetzen? In dieser Folge sprechen wir ĂŒber die heilende und inspirierende Kraft von Bewegung und Natur in Beratung und Coaching. DarĂŒber sprechen wir in dieser Folge mit der Heil- und TraumapĂ€dagogin Eva Istas.

    Natur als effektives Tool im Coaching

    Bewegung im Coaching spielt eine noch untergeordnete Rolle. Dabei gibt es kleinschrittige Übungen, mit denen man sie problemlos einsetzen kann. Bewegung wirkt nicht nur körperlich – sie hat auch messbare Effekte auf Geist und Psyche. Bewegung in Beratung kann tiefgreifend unterstĂŒtzen, weil sie Denkprozesse anregt, Stress reduziert und Raum fĂŒr neue Einsichten schafft.

    Kopf aus, Sinne an

    Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche AktivitĂ€t die Stimmung verbessert, Stress reduziert und die kognitive LeistungsfĂ€higkeit steigert – etwa durch VerĂ€nderungen in der Gehirnchemie (z. B. Serotonin & Endorphine). Bewegung hat vergleichbare positive Effekte auf die Psyche wie psychologische Interventionen.  

    WĂ€hrend wir gehen, kommt nicht nur der Körper in Bewegung – auch Gedanken, Emotionen und festgefahrene Muster können sich leichter lösen. Der Wechsel aus physischer AktivitĂ€t und GesprĂ€ch fördert KreativitĂ€t, emotionale Offenheit und neue Perspektiven. Aufenthalte im GrĂŒnen senken den Cortisol-Spiegel (Stresshormon), reduzieren Angst und stĂ€rken emotionale Resilienz. Schon kurze Zeit in der Natur kann messbar positive Effekte haben.

    Übungen, die in Beratung, Therapie oder Coaching integriert werden, können unter anderem die BlĂŒtenatmung, das Betrachten von Wolkenbildern, die Geh-Meditation oder die Baum-Atmung sein. Tiefer in die Reflexion geht es mit einer Metaphern basierten Übung: Stell dir eine „BrĂŒcke“ zwischen dem alten und dem gewĂŒnschten Zustand vor. Sie kann beim Waldbaden oder an einem ruhigen Ort draußen visualisiert werden. Innere Kraftquellen können ein großer Stein oder fließendes Wasser sein.

    Darf ich als Therapeut:in „nach draußen“? Ja – sowohl ethisch als auch methodisch ist das möglich: Coaching- und Beratungsprozesse in der Natur sind etablierte AnsĂ€tze. Noch aber findet sie zu wenig BerĂŒcksichtigung. Dabei sind wichtig: Rahmenvereinbarungen mit Klient:innen inklusive Ort, Dauer, Wetterplan und Erreichbarkeiten.

    Eva Istas ist Heil- und TraumapĂ€dagogin mit einer heilpĂ€dagogischen Praxis fĂŒr Traumaintegration und Potentialentfaltung und ist GrĂŒnderin des Lebensfreudeateliers bei Aachen. Du bist neugierig und möchtest Eva einmal persönlich kennenlernen? Dann buch dir hier einfach dein kostenloses InfogesprĂ€ch: https://calendly.com/evaistaslebensfreude/info

    Buchtipp: Eva Istas und Johann-Friedrich Weber: Beratung in der Bewegung. Praxisbuch fĂŒr Coaching und Therapie in der Natur. Klett Cotta-Verlag 2025

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  • Maria Reuter hat viel Drama erlebt „und selbst gemacht“, wie sie von sich sagt. Maria hat mit ihren 33 Jahren sehr viele TiefschlĂ€ge erlebt, die einen Menschen normalerweise zerstören. Als Kind musste sie Missbrauch erfahren, sie hat Drogen genommen, stand kurz vor dem Suizid und hat seit ĂŒber 20 Jahren psychiatrische Therapien durchlaufen. Sie hat ein Leben voller Krisen erfahren.

    Doch wer Maria zuhört, spĂŒrt einen Menschen, der trotz allem begeistert ist vom Leben und der seinen Weg zu sich gefunden hat. Sie hilft – als Genesungsbegleiterin und Coach –, indem sie von sich und ihrem Weg zum Leben erzĂ€hlt, macht Mut und zeigt konkret auf, was ihr geholfen hat. Krisen haben sie gestĂ€rkt und „[
] haben mich ĂŒberleben lassen“, sagt Maria, die mit 17 ihre schwerste Depression erlebt hat.

    Mit ihren Erfahrungen, ihrem Krisenplan und Workbook, möchte sie anderen Menschen, die Ähnliches erlebt oder schwierige Krisen in ihrem Leben erfahren haben, helfen, nicht mehr der Angst zu folgen. Wo sind Warnsignale, was sind individuelle Skills? Wir gehen durch, was akut helfen kann, zum Beispiel in die Aktion zu kommen, haptische Erlebnisse zu schaffen oder seinen eigenen sicheren Ort zu finden, einen Film oder ein Raum, der Körper und Geist entspannt. 

    Aufarbeitung ist ein Geschenk, sagt sie angesichts ambulanter und stationĂ€rer Therapien, die ihr sehr geholfen haben. GrĂ¶ĂŸte FĂ€higkeit: Dankbarkeit, grĂ¶ĂŸtes Lebensmantra: Verantwortung – fĂŒr sich und fĂŒr andere. Schließlich: Wer seine Persönlichkeit entwickelt, steuert zum Frieden, bei - zum inneren und weltlichen Frieden. „Ich möchte, dass mein Licht brennt“, sagt die lebensfrohe Maria. Nicht der Angst zu folgen.

    Maria Reuter ist Genesungsbegleiterin, Speakerin und Coachin. Interessiert dich Marias Arbeit oder möchtest vielleicht nach einem ErstgesprĂ€ch fragen? Dann schau doch mal auf ihrer Website oder auf Instagram vorbei! Und wenn du auf der Suche nach einem neuen Podcast bist, schau doch mal Marias Podcast „Deine Begleitung, der Podcast auf Augenhöhe“ auf Spotify vorbei.

    TW Hinweis: In dieser Folge sprechen wir ĂŒber Themen, die emotional belastend sein können, darunter Kindheitstrauma, sexualisierte Gewalt, psychische Erkrankungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken. Bitte höre achtsam und entscheide selbst, ob diese Inhalte fĂŒr dich gerade gut auszuhalten sind. Wenn du merkst, dass dich etwas triggert, leg gerne eine Pause ein oder höre die Folge zu einem anderen Zeitpunkt weiter.

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  • Einsamkeit ist ein GefĂŒhl, das wohl jede und jeder von uns kennt – mal leise im Hintergrund, mal schmerzhaft prĂ€sent. Doch ab wann gilt ein Mensch als einsam? Wann wird Einsamkeit zur seelischen Belastung? Und vor allem: Wie können wir wieder echte Verbindung erleben?

    In dieser Folge von Apropos ... Psychologie! spreche ich mit der Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin Mia Flora ĂŒber eines der grĂ¶ĂŸten psychologischen Themen unserer Zeit: Einsamkeit – offen, tiefgehend und mit klarem Blick auf gesellschaftliche ZusammenhĂ€nge.

    Was ist Einsamkeit wirklich, wie ist sie definiert? Warum ist sie kein individuelles Versagen, sondern menschengemacht? Mia Flora spricht Klartext, sie spricht vom Verlust gemeinschaftlicher Systeme, einem Leben in einem entfremdeten System und von asozialen Medien, die keine Verbindung schaffen. Sie nennt sieben GrĂŒnde, die uns in die Einsamkeit, das grĂ¶ĂŸte psychologische Problem unserer Zeit, gefĂŒhrt haben.

    Wege aus der Einsamkeit sieht sie in der Heilenden Psychologie, im freundlichen, positiven Umgang miteinander. Ganz konkret hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und ein schöner Impuls vorm Zubettgehen. Einsamkeit ĂŒberwinden heißt, wieder in Beziehung zu treten – mit sich selbst und anderen.

    Mia Flora macht deutlich: Frieden – innerlich wie gesellschaftlich – entsteht jenseits der Einsamkeit. Damit wird Einsamkeit nicht nur zu einem psychologischen, sondern auch zu einem politischen Thema.

    Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin. Sie war „Mensch der Woche“ bei Frank Elstner, ist gefragter TV-Talk-Gast und erfolgreiche Autorin.

    Buchempfehlung: Mia Flora: Jenseits der Einsamkeit – FĂŒr ein verbundenes Leben, Klett-Cotta Verlag 2025

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  • PrĂ€senz im Alltag, im Beruf, auf der BĂŒhne. PrĂ€senz wird eigentlich immer von uns gefordert, ob im Kleinen oder Großen. Wie wir nach außen wirken, hat sehr viel mit unserer Stimme, aber auch inneren Haltung zu tun. „PrĂ€senz ist ein Zusammenspiel von Körper, Stimme und innerer Haltung und wir besitzen sie lange bevor wir einen Raum betreten“, sagt Kathrin KrĂ€ft.

    Die ehemalige Musicaldarstellerin und PrĂ€senz-Coachin zeigt auf, warum PrĂ€senz fĂŒr uns wichtig ist und dass auch schĂŒchterne Menschen davon profitieren können. FĂŒr sie gilt der spielerische Ansatz, das Prinzip der Leichtigkeit. Zu ihrem Handwerkszeug gehören etwa das Improvisationstheater, Schauspiel, StimmĂŒbungen und Textarbeit. „Nur wenn sich der Kopf vom stĂ€ndigen Gedankenkarussell befreien kann, können sich auch Ängste lösen“, weiß sie.

    Kathrin KrĂ€ft nennt alltagstaugliche Übungen, mit denen wir unsere PrĂ€senz und unsere authentische Stimme verbessern und das persönliche Wachstum fördern können. Die innere Haltung stĂ€rken wir durch eine positive Perspektive, eine tragfĂ€hige Stimme, gestĂŒtzte Atmung und gerade Körperhaltung. Authentisch bleiben wir auch durch Gestik und Mimik. Und Lampenfieber? „Nicht schlimm, das haben auch Schauspieler“. Auch diese Energie können wir positiv nutzen.

    Um in die natĂŒrliche PrĂ€senz zu kommen, ist ein Umdenken erforderlich, das nicht von einem Tag auf den anderen geschieht. Es ist mit Training verbunden, mit Lockerungs- und StimmĂŒbungen oder dem Finden der ureigenen Tonlage. Die Atmung gibt Ruhe und StabilitĂ€t und sie fördert eine gesunde StimmfĂŒhrung. Kathrin KrĂ€ft nennt konkrete Übungen von Summen bis Zungenbrecher, die das Stimmvolumen erweitern sowie die Artikulation und TragfĂ€higkeit der Stimme verbessern.

    Kathrin KrĂ€ft ist ehemalige Musicaldarstellerin, systemische Beraterin und PrĂ€senz-Coachin fĂŒr sicheres Auftreten & Wirkung, PrĂ€sentations- und Vortragstraining.

    Tipp: Auf ihrer Website bietet Kathrin KrĂ€ft Coachings und Workshops an – fĂŒr eine starke Wirkung auf der BĂŒhne, im Business und im Alltag. https://praesenzmitleichtigkeit.de

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  • Unbewusste Prozesse im Coaching

    Unser Unterbewusstsein spielt eine grĂ¶ĂŸere Rolle fĂŒr unser Verhalten, als uns bewusst ist. Man staune: 95 Prozent unserer Denkprozesse laufen unbewusst ab. Sonst nĂ€mlich „hĂ€tten wir einen absoluten Overkill an Informationen“, sagt Dr. Alica Ryba. Mit der Wirtschaftspsychologin und Trainerin werfen wir einen Blick auf unser Unterbewusstsein, darauf, wie unbewusste und intuitive Prozesse unser Erleben und Handeln beeinflussen und wie wir es in unser Bewusstsein heben und Ă€ndern können.

    Das Unterbewusstsein prÀgt unser Verhalten

    Schon gewusst? Unser Bewusstsein nimmt nur das auf, was das Gehirn als neu und wichtig einstuft. Alles andere landet im Unterbewusstsein. Das aber steuert unser Verhalten. Wir werfen einen Blick auf die Historie, auf die Entwicklung der Psychoanalyse, die mit Sigmund Freud begann und mit dem Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick populĂ€rwissenschaftlich wurde.   

    Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr fehlt das deklarative GedĂ€chtnis. An diese Zeit können wir uns nicht erinnern, doch werden in diesen Jahren unsere Verhaltensmuster geprĂ€gt. Das Unbewusste drĂŒckt sich konkret in unserem Handeln aus. Es hat das letzte Wort bei jeder Willenshandlung“, so Ryba. Es Ă€ußert sich konkret durch Körperaktionen, in Mimik, Gestik oder Stimme. Das BauchgefĂŒhl beruht auf der Summe unserer Erfahrungen, „ist aber nicht objektiv“, so Ryba. „Die innere Bewertung kann auch falsch sein“. 

    Im Coaching geht es an tiefe Themen und Verhaltensweisen heran, indem sich der Klient mit dem Körper verbindet und sich Reaktionen bewusst macht. „Schon nach zehn Minuten weiß man oft schon, was das Thema ist. das kann die Angst vor etwas sein oder fehlende Anerkennung“, sagt Alica Ryba. Ist das BedĂŒrfnis identifiziert, kommt ein Methodenkoffer mit einem „Best Of an individuell wirksamen Tools“ zum Einsatz. Dazu gehören körperzentrierte oder auch hypnotherapeutische Methoden.

    Sinnvoll ist der Blick ins Unbewusste, wenn wir ein bestimmtes Problemverhalten verĂ€ndern wollen, wir von der Couch runter und in die Bewegung kommen wollen oder Mitarbeiter besser „briefen“ wollen. Sich auf das BauchgefĂŒhl zu verlassen, ist nicht immer der richtige Weg.

    Alica Ryba unterstĂŒtzt Coaches, Klientinnen und Klienten durch ein praxisbezogenes wissenschaftliches Persönlichkeits- und Wirkmodell, damit sie effektiver und punktgenauer intervenieren und damit nachhaltige VerĂ€nderungen möglich werden können.  

    Buchtipp: Alica Ryba: Die Rolle unbewusster und vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching, VdR 2025; Alica Ryba und Gerhard Roth: Coaching und Beratung in der Praxis, Klett-Cotta 2022

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  • Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches Gleichgewicht stĂ€rken. Martha Havenith geht auf neue Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der westlichen HemisphĂ€re entwickelt haben. Diese Techniken sind sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und heilsam.

    Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was die Forschung heute ĂŒber die Wirkmechanismen weiß und wie sich durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben verĂ€ndern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode gefunden hat, zusammen. Sie erlĂ€utert, was Breathwork ist und welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden können und andererseits in langsamer AusfĂŒhrung Entspannung herbeigefĂŒhrt werden kann.

    Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit zirkulĂ€rer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung geht, die nicht an Mantras oder das ZĂ€hlen gebunden ist. Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. FĂŒr AnfĂ€nger, die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung.

    Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken fĂŒr den Alltag, die etwa 15 Minuten dauern. Sie fĂŒhrt die Wim-Hof-Methode an, bei der 40 aktive AtemzĂŒge kombiniert werden mit einem langen Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut fĂŒr das Immunsystem und die Fitness. Das koharĂ€nte, langsame Atmen eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv zwei Mal ĂŒber die Nase eingeatmet und ĂŒber den Mund schnell und mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fĂŒnf Minuten tĂ€glich können so fĂŒr eine physiologische Baseline und Wohlbefinden, weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith.

    Dr. Martha Havenith ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach Stationen an der UniversitĂ€t Oxford, dem Max-Planck-Institut fĂŒr Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert – und was der Atem damit zu tun haben könnte.

    Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri: „Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025

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  • TikTok, ChatGPT & Fake News: Wie steht es um die Medienkompetenz bei Teenagern und insgeheim - bei Erwachsenen? Wir alle bewegen uns gut und gerne in den Sozialen Medien, immerhin ermöglichen diese uns einen weltweiten Austausch. Information auf allen KanĂ€len, das birgt auch die große Gefahr der Überforderung und der Desinformation. In dieser Folge spreche ich mit Katarina Gruler – Lehrerin, Elterncoach und Expertin fĂŒr PubertĂ€t, Kommunikation und Medienkompetenz – ĂŒber Chancen und Gefahren der digitalen Welt – fĂŒr Jugendliche insbesondere. Wir diskutieren, warum Medienkompetenz heute eine Grundkompetenz ist, wie man sie fördern kann – in der Schule, zuhause und auch ganz persönlich.

    Kein „Nice to have“, sondern ein Muss

    „Medienkompetenz ist heute kein Nice-to-have mehr – sondern ein Muss, wenn wir unsere Kinder auf die Welt da draußen vorbereiten wollen“, sagt Katarina Gruler. Vielmehr als eine empfohlene Stundenzahl ist ihr der qualitative Umgang damit. Wischt das Kind sinnlos stundenlang auf dem Display herum oder nutzt es die Portale, um kreativ zu werden oder sich auszutauschen? Schneidet Sohnemann ein Video zusammen oder sucht Töchterchen nach Nachrichten auf mehreren KanĂ€len, sind digitale Medien eine Bereicherung.

    Fakt ist: Die Clique vor der HaustĂŒr von frĂŒher findet sich heute auf Gaming-Portalen. Aber man solle nicht gleich den Teufel an die Wand malen: „Gaming ist mehr als Spielen. Es ist ein sozialer Raum, wo es um Teamwork und Strategien geht. Und um Freundschaften“. Eltern sollten hinterfragen, welche Funktion das Kind sucht, ob es nach Ablenkung oder Anerkennung sucht. 

    Echte Erfolgserlebnisse schaffen

    Likes und Levels sind verfĂŒhrerisch, weil jeder Reiz neues Dopamin fördert. Wichtig zu wissen: der prĂ€frontale Kortex ist bis Mitte 20 noch nicht ausgereift. Das heißt: Jugendliche können sich selbst noch nicht gut kontrollieren, somit ist die Suchtgefahr grĂ¶ĂŸer. Bleiben sie im Sog und im RealitĂ€tsverlust hĂ€ngen, sollte man als Eltern aufmerksam werden. Um ihre innere StĂ€rke zu fördern ist es gut, „abseits vom Bildschirm echte Erfolgserlebnisse zu schaffen“, empfiehlt sie.

    Und wie bekommen Eltern Zugang zu pubertierenden Kindern? „Indem sie um eine anerkennende GesprĂ€chskultur schaffen, Interesse zeigen und nicht gleich meckern, sondern fragen welchen Influencer sie gerade schick finden“, so Gruler, die selbst Mutter von zwei Kindern ist und sich wĂŒnscht, dass das Fach Medienkompetenz in den Schulen eingefĂŒhrt wird.

    Auch wenn es keine absolute Sicherheit ĂŒber die Richtigkeit von Informationen gibt, gelte es, KritikfĂ€higkeit und Orientierung im Mediendschungel zu fördern, „damit unsere Kinder nicht Opfer, sondern aktive Gestalter werden. Die Jugendlichen wachsen in einer Welt voller Unsicherheit, aber auch voller Möglichkeiten auf. Wenn wir sie richtig begleiten, werden sie zu digitalen Pionieren mit Herz und Verstand“, blickt sie positiv in die Zukunft.

    Katarina Gruler ist Lehrerin, Elterncoachin, Expertin fĂŒr PubertĂ€t, Kommunikation und Medienkompetenz.

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  • Wer bin ich? Auf der Suche nach uns steht die Selbstreflexion und die Akzeptanz dessen, was passiert ist. Marina Mantay wuchs in Russland auf und erfuhr von ihren Eltern weder Liebe noch Sicherheit. Trotz ihrer traumatisierten Kindheit hat sie dennoch den Weg zu einem gesunden und erfĂŒllten Leben gefunden. So sagt sie es selbst - und möchte anderen Menschen Mut machen, die Opferrolle abzulegen und Verantwortung fĂŒr sich zu ĂŒbernehmen.

    Negative Muster durchbrechen

    „Cycle Breaker“ – so heißt Marinas autobiografisches Buch und gleichzeitig ihr Lebensmotto. Der Begriff beschreibt Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, negative familiĂ€re Muster zu durchbrechen – trotz Traumatisierungen, Schmerz und schwieriger Herkunft. In dieser Episode schildert sie ihren Lebenslauf und Ängste, die sie im russischen Alltag und in ihrer Familie erfahren hat und mit denen sie gebrochen hat, als sie 14 Jahre alt war. Anfang der 1990er-Jahre kam sie nach Deutschland.

    Ihre Begegnungen und Reisen nach Vietnam, Indien und Amerika haben sie dunkle und helle Momente erfahren lassen und sie letztendlich zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Frau, die zu eigener StĂ€rke und ihrer ganz persönlichen Aufgabe gefunden hat. Jede Seele hat einen Auftrag, sagt sie, die ihren Leidensweg aus dem Trauma heraus in ein erfĂŒlltes Leben teilen möchte.

    Gelebte TraumabewÀltigung

    Körperarbeit, SpiritualitĂ€t und psychotherapeutische Methoden haben sie zu sich selbst finden lassen. Auch schildert sie den schwierigen Umgang mit emotionalem Essen und den Wendepunkt nach Krankheit. Marina Mantay gibt nicht nur Einblick in ihren Lebenslauf, sondern liefert ein beeindruckendes Beispiel fĂŒr gelebte TraumabewĂ€ltigung und persönliche Transformation. In Indien hat sie sich zur Yogalehrerin ausbilden lassen. Die Ideen des Buddhismus begleiten sie. Heute ist sie Yoga-Lehrerin und parteiunabhĂ€ngige Europabeauftragte.

    Marina Mantay spricht von der Kraft der Selbstliebe und Vergebung, der Schattenarbeit und des inneren Wachstums und der großen Dankbarkeit, die sie fĂŒr die Menschen empfindet, die sie auf den Weg gebracht haben. Sie spricht ĂŒber den Schmerz, die Transformation und die Kraft der SelbstermĂ€chtigung und hĂ€lt ein großes PlĂ€doyer fĂŒr die Liebe, die Selbstliebe und die Liebe zu den Mitmenschen.

    Buchtipp: Marina Mantay: Cycle Breaker, Scorpio-Verlag 2025

    Marina Mantay ist Heilpraktikerin fĂŒr Psychotherapie, zertifizierter Coach mit Schwerpunkt Traumatherapie und ausgebildete Yogalehrerin.

    Weitere Infos unter: www.marina-mantay.com, Instagram: @mantay.marina

    Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibt uns gerne – wir freuen uns auf den Austausch mit euch.

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  • Wir alle werden in ein Milieu hineingeboren, wir wachsen mit Werten und Prinzipien auf. Unsere PrĂ€gungen machen aus uns, wer wir sind. Das kann uns im Weg stehen, aber auch positiv begleiten. Denn in uns schlummert oft sehr viel nicht erkanntes und ungenutztes Potential. In dieser Folge sprechen wir mit dem Verhaltenstherapeuten Paul Spychalski-Gosch ĂŒber die HĂŒrden und Möglichkeiten, wie wir mithilfe der Biografiearbeit unser Potential nutzen können.

    Vom Arbeiterkind zum Akademiker

    Der Blick zurĂŒck – er ist nicht unbedeutend. „Aber er muss nicht immer negativ sein“, sagt der Kieler Psychotherapeut, der selbst im sozialen Brennpunkt eines Arbeitermilieus groß geworden ist. Als Kind mit Migrationshintergrund bekam er all die RealitĂ€ten und Ungerechtigkeiten zu spĂŒren, die weit entfernt sind von Chancengleichheit. Schon frĂŒh spĂŒrte er, wie kostbar das psychische Wohl des Menschen ist.

    In dieser Folge teilt Paul Spychalski-Gosch offen seine eigene Geschichte vom Arbeiterkind zum Akademiker und erklĂ€rt, warum es nie zu spĂ€t ist, sich selbst neu zu entdecken – jenseits von Stigmata, Schubladen und alten Rollenbildern. Er selbst machte zunĂ€chst eine Ausbildung zum Erzieher und schaffte es dann an die Uni zum Psychologiestudium. Heute ist er Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“. 

    Von Bindungserfahrungen und Generationen-Trauma

    In dieser Folge fragen wir danach, welche Rolle frĂŒhe Bindungserfahrungen spielen, soziale Herkunft und gesellschaftliche Narrative. Wir fragen nach unsichtbaren HĂŒrden der Herkunft, nach MinderwertigkeitsgefĂŒhlen, Statusdenken und „Generationentrauma“. Und natĂŒrlich danach, wie sich alte Muster transformieren lassen.

    Dazu zeigt Paul Spychalski-Gosch Wege der VerĂ€nderung auf, wie mithilfe der Biografiearbeit alte Muster erkannt, verstanden und ĂŒberwunden werden können. Die ganzheitliche Betrachtung liegt ihm am Herzen. In seiner Arbeit berĂŒcksichtigt er stets, den Menschen immer individuell in seiner kompletten Lebenswirklichkeit zu erfassen. 

    Sein Leitsatz: „Deine Geschichte ist dein Diener und nicht dein Meister“. Nutze das, was du erfahren hast fĂŒr etwas Zweckdienlicheres, Sinnvolleres und Wertegeleitetes. Auch wenn sich Körper, Geist und GefĂŒhle zunĂ€chst wehren: Es lohnt der Weg der kleinen Schritte. 

    Paul Spychalski-Gosch ist Erzieher, psychologischer Psychotherapeut und Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“. Mehr zu ihm findest du auf www.gedankenausmblog.de

    Feedback & ThemenwĂŒnsche?
    Ich freue mich ĂŒber deine Gedanken zur Folge – direkt auf blogweise.junfermann.de oder per Nachricht. Welches Thema möchtest du in einer kommenden Episode hören?

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  • Warum verlieben wir uns eigentlich in genau diesen Menschen? Und was, wenn es nach einer Weile kriselt? Ein Paar besteht aus zwei Individuen mit ihren ganz eigenen Biografien und im Laufe des Lebens entwickelten inneren Kindern. Kommt die Beziehung aus dem Lot, liegt es daran, dass die in den Partner gesteckten WĂŒnsche und SehnsĂŒchte nicht erfĂŒllt werden. Wie wir unsere inneren Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen können, darĂŒber spreche ich in dieser Folge mit dem Psychotherapeuten und Psychologen Roland Kachler.

    Vom HĂ€nsel-und-Gretel-Vertrag

    Findet ein Paar zueinander, treffen zwei bedĂŒrftige und verletzte Menschen aufeinander, die in dem Partner das suchen, was sie vermisst haben. Die beiden gehen einen HĂ€nsel-und-Gretel-Vertrag miteinander ein, weil sie etwas Gleiches erlebt haben. Einsamkeit oder Überforderung. „Sie sehen in dem anderen ein ideales Elternteil“, beschreibt es Roland Kachler.    

    GegensĂ€tze ziehen sich an. Oder kommt Gleiches zu Gleichem? Die Kombi macht‘s. GegensĂ€tze verheißen Abenteuer, Gleiches gibt Sicherheit. Aber: Die Idealisierung des anderen entpuppt sich als Illusion. Ein Paar ist erst dann reif, wenn es auf der Erwachsenenebene und auf Augenhöhe miteinander verbunden ist. „Dabei muss jedes Paar durch eine Phase der EnttĂ€uschung“, so Kachler.

    Der Psychologe beschreibt, was notwendig ist: reflektieren, Eigenverantwortung fĂŒr die eigenen GefĂŒhle ĂŒbernehmen, die eigenen inneren Kinder erkennen und versorgen. Um sie zu erkennen, stehen der Paartherapie unterschiedliche Methoden zur VerfĂŒgung. Möglich sind die Aufstellung einer sogenannten Timeline oder Imaginationsreisen, bei der beide Partner parallel in Trance versetzt werden.

    Wir sind geprĂ€gt durch Verletzungen der Eltern. Wird ein Partner durch sie zu stark begrenzt, heißt es, sich von Ihnen abzugrenzen. Dies durch eine klare Ansage: „Du gehörst nicht in unsere Paarbeziehung. Du gehörst der Vergangenheit an“. Somit erkennt der Partner, dass nicht er sich um die destruktiven EinflĂŒsse kĂŒmmern muss.

    Paare mĂŒssen lernen, sich immer wieder neu zu verlieben. Dabei passiert es, dass sie ihre SexualitĂ€t neu entdecken. „SexualitĂ€t als Körpererfahrung ist eine wichtige BrĂŒcke“, weiß Kachler, der ein PlĂ€doyer fĂŒr die Einfachheit der Liebe hĂ€lt.

    Roland Kachler ist Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Zertifizierter Transaktionsanalytiker (DGTA), Systemischer Paartherapeut, Supervisor, Hypno- und Traumatherapeut sowie langjÀhriger Leiter einer Psychologischen Beratungsstelle bis 2013, heute mit eigener psychotherapeutische Praxis.

    Buchtipp: Roland Kachler:  â€žLiebe kinderleicht – Innere Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen“, Junfermann Verlag 2025

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  • Du machst deinen Job. Aber machst du ihn von Herzen gerne, erfĂŒllt er dich, passt er zu deinen Talenten und FĂ€higkeiten? Oder machst du ihn, weil du damals eine erste Entscheidung getroffen hast oder deine Eltern dir den Beruf nahegelegt haben? Wenn du eine tiefe Sehnsucht spĂŒrst, dich beruflich zu verĂ€ndern, bist du bei dieser Episode richtig. In dieser Folge spreche ich mit der Supervisorin, Karriere-Coachin und Transaktionsanalytikerin Andrea Landschof darĂŒber, wie du deine Talente entdecken und fĂŒr positive VerĂ€nderungen in deinem Leben nutzen kannst.

    Wichtig: Klarheit und Selbstvertrauen

    Andrea Landschof kennt den starken Wunsch der Klienten nach beruflicher VerĂ€nderung. Ob jemand neue Interessen entwickelt hat, in eine FĂŒhrungsposition aufsteigen oder seine Soft Skills verbessern will – wichtig sind Klarheit, ein wenig Mut und Selbstvertrauen. Aber um neue Perspektiven zu gewinnen, heißt es, die Komfortzone zu verlassen und sich von alten Grundhaltungen zu verabschieden.

    Alte Antreiberdynamiken hinterfragen

    Alte Denk- und FĂŒhlweisen treiben uns, wir passen uns an, agieren nach bestimmten Mustern. Wo erfĂŒlle ich alte Dynamiken, wo passe ich mich an, wo bin ich „der Fels in der Brandung“?  Diese Antreiberdynamiken gilt es, sich bewusst zu machen und ggf. abzustellen. Dazu werden in einem RealitĂ€tscheck Gewohnheitsmuster, GefĂŒhle und Verhaltensweisen hinterfragt. Es geht in die Inventur: Was funktioniert, was behindert? Was brauchst du, wohin möchtest du?

    Mit Erinnerungsarbeit auf der Suche nach dem Flow

    Es geht auf Spurensuche nach versteckten Talenten. Die Erinnerungsarbeit macht bewusst, was noch in uns schlummert. Es wird danach geschaut, was man wirklich gerne, gut und mit Leichtigkeit tut, was wir als Kind schon gut und gerne machten. Die Crux dabei: das Talent von Angelerntem zu unterscheiden, denn nur weil ich etwas gut mache, muss ich es nicht automatisch gerne machen. Was aber geschieht in der echten Energie, im Flow?

    Mit Werkzeugen aus der Transaktionsanalyse geht es auf die Suche nach dem Selbstbild, nach neuen Grundhaltungen, gegenĂŒber sich und der Welt im Ganzen, denn nur, was uns wirklich antreibt ist auch gut fĂŒr uns. „Das Steuer wieder selbst ĂŒbernehmen, darum geht es. Ziel ist es, nicht am Leben vorbei zu leben“, so Andrea Landschof.

    „Alles geschieht in Resonanz mit anderen“, so Landschof, die gerne Martin Gruber mit „Der Mensch wird am Du zum Ich“ zitiert. Wenn ich gut fĂŒr mich sorge, bin ich auch fĂŒr andere gut.     

     

    Andrea Landschof ist Karriere-Coach, Supervisorin und Transaktionsanalytikerin. In ihrer Arbeit greift sie zurĂŒck auf jahrelange Erfahrung in der beruflichen Fort-, Aus- und Weiterbildung sowie in der individuellen Talentförderung.

    Buchtipp: Andrea Landschof: Das bin ich!? Verborgene Talente entdecken und VerÀnderungen gestalten, Junfermann Verlag 2025, 2. Auflage

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  • Du bist nie gut genug und hast ein schlechtes Gewissen, wenn du Applaus bekommst, weil er dir, in deinen Augen, nicht gebĂŒhrt? Dann hast du vielleicht das Impostor-Syndrom, das so genannte Hochstapler-Syndrom, „welches eigentlich ein Tiefstapler-Syndrom ist“, sagt Mathias Maul, Therapeut und Unternehmenscoach, mit dem ich in dieser Episode ĂŒber Menschen spreche, die glauben, ihre Erfolge nicht verdient zu haben – und stĂ€ndig fĂŒrchten, als „BetrĂŒger“ entlarvt zu werden.

    Fehlgeleitete Wahrnehmung perfektionistischer Menschen

    Das Impostor-Syndrom gilt aktuell als nicht krankheitswertige Störung: Es gibt keine klinische Einstufung, keine Diagnostik, keine Medikation und doch bestimmt es das Leben mancher Menschen so sehr, dass es Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Es sind gerade besonders fleißige, ehrgeizige und perfektionistische Menschen, die sich selbst oft ganz anders wahrnehmen, als es von außen vermuten lĂ€sst. Ihre Selbstzweifel bleiben meist im Verborgenen und werden selten offen ausgesprochen – stattdessen zeigen sie sich in Denk- und Verhaltensweisen, die auf SchĂŒchternheit oder einen Minderwertigkeitskomplex schließen lassen.

    Der Vergleich zwischen Außen- und Innenwahrnehmung ist ein wichtiger Impuls, um aus dieser Dauerschleife herauszukommen, so Maul. Es kann hilfreich sein, innere Empfindungen mit Ă€ußeren RĂŒckmeldungen abzugleichen – zum Beispiel durch GesprĂ€che mit Publikum oder Kolleginnen. Therapeutische AnsĂ€tze reichen von der kognitiven Verhaltenstherapie bis hin zu Werkzeugen aus dem NLP.

    Mathias Maul zeigt nicht nur, wie sich das Syndrom Ă€ußert und welche Symptome typisch sind, sondern auch, wie ein konstruktiver Umgang damit gelingen kann. Menschen mit Impostor-Erleben schreiben Applaus nicht ihrer FĂ€higkeit zu, sondern eher der Höflichkeit des Publikums, beschreibt Maul. Sein Leitsatz zieht den Vergleich heran: „Der Applaus ist deiner, nur dein Gehirn glaubt es noch nicht so ganz“.

    Mauls Botschaft lautet: „Du bist nicht allein“. Das Impostor-Syndrom sei weit verbreitet und je mehr Stimmen laut werden, desto stĂ€rker rĂŒckt das Thema in die Öffentlichkeit: ein Thema, das weder auf die Management-Ebene noch auf Geschlechter beschrĂ€nkt ist. Mittlerweile outen sich auch Prominente damit.

    Mathias Maul ist Linguist, Informatiker, Therapeut und Unternehmens- und FĂŒhrungskrĂ€fte-Coach.

    Buchtipp: Mathias Maul: „Durchstarten als Coach, Praxisstrategien fĂŒr ein erfolgreiches Business“, Junfermann-Verlag 2025

     Webinar-Tipp: Du hast diese Podcast-Folge gehört und erkennst dich in den Beschreibungen wieder?

    Dann ist das Webinar mit Mathias Maul genau das Richtige fĂŒr dich: „Hochstapeln leichter gemacht – vom Impostor-Syndrom zur souverĂ€nen Haltung“ bietet dir fundierte Einblicke in die Ursachen und Erscheinungsformen des Impostor-Syndroms – und vor allem konkrete Strategien, wie du besser damit umgehen kannst.

    Ob du selbst betroffen bist oder andere professionell begleitest: Dieses Webinar hilft dir, Hochstapler-GefĂŒhle zu verstehen und deine Haltung nachhaltig zu stĂ€rken.

    🗓 Donnerstag, 06.11.2025 | 11:00–12:30 Uhr
    📍 Live-Stream via Vimeo
    đŸ’¶ 49,00 Euro inkl. MwSt.
    đŸŽŸïž Hier geht’s zum Ticket: https://planetpsy.de/live-webinare/webinar-hochstapeln-leichter-gemacht-06-11-2025

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  • Fast 50 Prozent der Menschen, die frĂŒher in Rente gehen, gehen aufgrund einer psychischen Erkrankung. Im Jahr 2023 waren es 42 Prozent.  An erster Stelle steht die Depression. Es kann jeden treffen und doch ist eine psychische Erkrankung immer noch tabu. Waltraud Rinke vertritt das AktionsbĂŒndnis Seelische Gesundheit, das sich zum Ziel gesetzt hat, psychische Erkrankungen aus ihrem Stigma herauszuholen.

    Jeder Vierte ist betroffen

    Bundesweit erfĂŒllt mehr als jeder vierte Erwachsene innerhalb eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Ein prominentes Beispiel ist Thorsten StrĂ€ter, der die Arbeit des AktionsbĂŒndnisses unterstĂŒtzt und zeigt, dass Betroffene trotz einer Depression mit all ihren FĂ€higkeiten mitten im Leben stehen. Aber: ihr Leid wird nicht gesehen. Vielmehr sehen sich Betroffene VorwĂŒrfen gegenĂŒber wie: Der will ja nicht arbeiten.

    GrĂŒne Schleife seit 2019

    Seit 2006 initiiert das BĂŒndnis Projekte und Kampagnen, die von ĂŒber 180 Organisationen, darunter SelbsthilfeverbĂ€nden und VerbĂ€nden aus den Bereichen Psychiatrie und Gesundheitsförderung, begleitet werden. Seinen Ursprung geht auf einen Aufruf zur Entstigmatisierung von Schizophrenie der World Psychiatric Association vor ĂŒber 30 Jahren und der GrĂŒndung des Vereins Open Doors zurĂŒck. Das AktionsbĂŒndnis ist der DGPPN, der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde angeschlossen. Seit 2019 ist die GrĂŒne Schleife ein Zeichen fĂŒr das AktionsbĂŒndnis, bereits 400 000 wurden schon verteilt.

    Das Stigma ist wie eine zweite Krankheit

    Depression ist eine Volkskrankheit, sagt Waltraud Rinke. „Das Stigma, mit dem sie behaftet ist, ist wie eine zweite Krankheit“. Die Ausgrenzung betrifft letztendlich alle Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Wichtig sei, dass sich jeder einzelne hinterfragt, seinen Blick schĂ€rft und sein Bewusstsein schult im Verhalten gegenĂŒber Menschen, die anders sind.   

    Nicht sichtbare Behinderung

    Das Problem: Psychische Erkrankungen gehören zu den nicht sichtbaren Behinderungen. Doch die Fassade trĂŒgt. Die Depression lĂ€hmt. Waltraud Rinke kritisiert inakzeptable Wartezeiten: Im Schnitt sind es 22 Wochen, die ein Betroffener auf einen Therapieplatz warten muss. „Bei einer akuten Depression ist das unverantwortlich“. Sie appelliert an alle - Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Mitmenschen - daran, Akzeptanz und Achtsamkeit gegenĂŒber psychischen Erkrankungen zu entwickeln.

    Die Besonderheit des AktionsbĂŒndnisses ist, dass es trialogisch ausgerichtet ist. Therapierende, Betroffene und Angehörige arbeiten gleichberechtigt zusammen. Einmal im Jahr findet eine Aktionswoche, auch unter dem Namen „Woche der Seelischen Gesundheit“ bekannt, statt. 2025 findet diese vom 10. bis zum 20. Oktober statt und steht unter dem Motto: „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft“.

    Infos zu Aktionen und Partnern auf der Homepage des AktionsbĂŒndnisses Seelische Gesundheit unter www.seelischegesundheit.net

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