Afleveringen
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Die Vorauer Schwaig, gelegen auf einer Seehöhe von 1.511 Metern, ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto über die Mautstraße über Festenburg bei St. Lorenzen am Wechsel erreichbar. Von dort aus gelangt man in etwa einer Stunde zum Gipfel des Hochwechsels.
Wanderwege führen von St. Lorenzen, Bruck/Lafnitz und Waldbach/ Mönichwald - Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark - über Forststraßen oder gekennzeichneten Wegen direkt zur Almhütte. Die Vorauer Schwaig hat ausschließlich im Sommer geöffnet!
Die freundliche Bewirtung mit Jause und Getränken wird von Wanderern und Besuchern gerne angenommen.
Zum steirischen Dialekt:
1) „Schwaigern“ Sennerin, in der Steiermark oder Brentlerin“ genannt.2) „Felddirn“ (oder Feldmagd) aus der historischen bäuerlichen Arbeitswelt - die erste Magd eines landwirtschaftlichen Betriebs.3) „Kuhdirn“ ein historischer, regionaler Begriff für eine Magd, die in der Landwirtschaft ausschließlich für die Betreuung und das Melken der Kühe zuständig war.4) „Küchendirn“ (Kuchile oder Kuchldirn) ein veralteter, regionaler Begriff für eine weibliche Küchenmagd. Sie war für das Zubereitung von Speisen, das Kochen und die Instandhaltung der Küche zuständig.5) „garstiger Butznigl“ ungezogenes Männlein oder Schimpfwort für geringe Dinge.6) „Kraxen“ - Holzgestell [mit Korb] zum Tragen auf dem Rücken, Rückentraggestell, Rückenkorb.7) „Kemenate“ beheizbares Gemach, meist wohnten dort die Frauen.8) „Urschel“ ein alter, umgangssprachlicher Ausdruck bedeutet meist eine alberne, leichtsinnige oder weniger intelligente Frau.9) „Zinnlichter“ sind einfache Kerzen oder Lampen in einer Halterung aus Zinn.
Quelle: aus „Kinder- und Hausmärchen der Steiermark“, 1942, gesammelt von Viktor von Geramb, mit heimatlichen Bildern geschmückt von Emmy Singer-Hießleitner. -
As Märchen stand in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm nur in der 1. Auflage von 1812 an Stelle 81. Varianten der Geschichte finden sich auch in anderen Sprachen, sodass einige Forscher sie auf die Proto-Indoeuropäer zurück führen.
Als ein lebhafter und streitbarer Schmied pleite ist und sich im Wald aufhängen will, bietet ihm der Teufel endlosen Reichtum an. Dafür soll der Schmied nach zehn Jahren ihm gehören. Der Schmied nimmt an und erhält vom Teufel zusätzlich einen Sack, aus dem niemand entkommt. Als der Teufel den Schmied nach zehn Jahren abholen will, verlangt dieser, dass sich der Teufel – als Identitätsbeweis wie beim ersten Treffen – zunächst in eine Tanne und dann in eine Maus verwandle. Der Schmied steckt die Maus in den Sack und prügelt solange auf den verwandelten Teufel ein, bis er der Aufhebung des geschlossenen Paktes zustimmt.
Nunmehr lebt der Schmied unbehelligt, und als er eines natürlichen Todes stirbt, lässt er sich einen Hammer und zwei Nägel mit in den Sarg legen. Als ihm weder in den Himmel noch in die Hölle Einlass gewährt wird, lärmt er, bis zwei Teufelchen aus der Hölle herausschauen. Diese nagelt er mit den Nägeln am Tor fest. Daraufhin bewirkt der Teufel, dass der Schmied in den Himmel eingelassen wird. -
Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Mein lieber Freund, der wunderbare Journalist Heinz Nußbaumer, (1943- 2025) und unser Pfarrer, Pater Jakob Mitterhöfer, (1936- 2026) erzählen die bittere und doch wunderbare Geschichte vom Leben des Marcello Martini, einem Menschen, der es geschafft hat, Hass, Gewalt und Rache auszulöschen.
Der Schauplatz: der kleine Ort Hinterbrühl, eine Marktgemeinde mit 3895 Einwohnern, südlich von Wien – in unmittelbarer Nähe von Mödling und an der Straße zum Stift Heiligenkreuz.
Bereits vor 6000 Jahren war das Gebiet, wie Funde am Kalenderberg und in Wassergspreng beweisen, besiedelt.
Wie auch die übrige Umgebung litt die Hinterbrühl unter den beiden Türkenbelagerungen 1529 und 1683.
Da ein Großteil der Bevölkerung getötet oder verschleppt wurde, wurde der Ort mit Siedlern aus der Steiermark besiedelt.
Unter dem Einfluss von Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein erfolgte die Ausgestaltung der ganzen Gegend zu einem romantischen Naturpark mit vielen künstlichen Ruinen von Mödling bis Sparbach.
Schon immer war er ein gesuchter Urlaubsort von großen Komponisten, Malern und Entdeckern.
In der Biedermeierzeit bis zum ersten Viertel des 20. Jahrhunderts war Hinterbrühl ein beliebter Aufenthaltsort von Künstlern wie Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Ferdinand Georg Waldmüller oder Alois Arnegger.
Die „Göttliche Brühl“, wie sie Beethoven nannte, war also seit jeher ein Refugium von Kunst und Kreativität und erlebte einen steten Aufschwung zur populären Sommerfrische. Berühmt wurde sie auch durch das SOS-Kinderdorf und durch die Seegrotte, einst ein Gipsbergwerk, heute ein Touristenmagnet – mit Europas größtem unterirdischen See.
Meine Familie und ich leben seit fast 50 Jahren in der schönen Brühl und ich darf ein kleines Mosaiksteinchen dieser Geschichte sein.
Diese Nacherzählung betrifft ganz schlimme Ereignisse der Nazizeit und ist daher für Menschen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr nur mit Erwachsenenbegleitung geeignet! -
König Laurin ist eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Alpenraum,
er war der mächtige König eines Zwergenvolkes, das im Inneren der Dolomiten (speziell im Gebiet des heutigen Rosengartens in Südtirol) über unterirdische Kristallpaläste herrschte.
Laurin besaß zwei mächtige Zaubergegenstände: einen Gürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar machte. Sein ganzer Stolz war ein prächtiger Garten vor seinem unterirdischen Palast, der von einem dünnen, goldenen Seidenfaden geschützt wurde.
Das Betreten und Pflücken der Rosen war strengstens verboten.
Laurin entführte die Königstochter Similde in seinen Rosengarten. Daraufhin zogen die Recken um den berühmten Helden Dietrich von Bern in die Berge, um die Prinzessin zu befreien. Sie zerrissen den seidenen Faden und zerstörten den Rosengarten.
Dietrich von Bern, die berühmteste Sagengestalt der deutschen Heldendichtung, entspricht historisch dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen (ca. 455–526 n. Chr.). Der Beiname „von Bern“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Namen für Verona ab. Im Nibelungenlied ist Dietrich ein edler, aber oft tragischer Recke und Diplomat. Begleitet wird er von seinem treuen Waffenmeister Hildebrand. Ihm werden fantastische Fähigkeiten zugeschrieben: er soll Drachen und Zwerge bekämpft haben und in der Lage gewesen sein, bei Wut Feuer aus dem Mund zu speien.
Trotz seiner magischen Hilfsmittel wurde König Laurin von Dietrich von Bern im Zweikampf besiegt, gefangen genommen und sein Zwergenreich fiel.
Laurin belegte den verlorenen Garten mit einem Fluch. Er verzauberte ihn so, dass er weder bei Tag noch bei Nacht von Menschen gesehen werden kann.
Da er aber den Sonnenuntergang vergaß, erstrahlen die Felsen der Dolomiten heute noch an klaren Abenden in einem atemberaubenden Rot – die sogenannte Enrosadira (das Alpenglühen). Das Wort stammt vom Ladinischen "rosadüra" ab und bedeutet "sich rosa verfärben". -
Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.
Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.
Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017 in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.
Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).
Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.
Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol. -
Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.
Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald.
Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017 in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.
Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel).
Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.
Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol. -
Heute erzähle ich Euch von sagenhaften Ereignissen aus meiner Heimat Vorarlberg.
Quelle: Die Sagen Vorarlbergs, Franz Josef Vonbun, * 1824 in Laz am Muttersberg, + im 46. Lj. 1870 in Schruns.Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.
1844 ging er an nach Wien, um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, wo er promovierte.
Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um.Dr. Vonbun war eine bedeutende Persönlichkeit für Vorarlberg und Liechtenstein. Er machte sich vor allem durch seine reichhaltige schriftstellerische Tätigkeit einen Namen.
Er wurde der erste und wichtigste Sammler und Herausgeber von Sagen aus Vorarlberg. von großer, kultureller Bedeutung. Zudem war er auch als Mundartdichter und Reiseschriftsteller tätig.
Seinem Schaffen verdanken wir zahlreiche Werke zu den Sagen Vorarlbergs. Ohne seine Sagenforschung wäre sicher ein wertvoller Teil schriftlichen und mündlichen Kulturguts nicht überliefert worden. -
Ein lustiges Märchen, in dem es um die Abenteuer von sieben, etwas ungeschickten Schwaben geht.
Das Herzogtum Schwaben -es wurde bis Mitte des 11. Jahrhunderts überwiegend als Herzogtum Alamannien bezeichnet.
Der Name Alemannia leitet sich von „Menschen/Männer insgesamt“ ab.
Es war neben Bayern, Franken, Lothringen und Sachsen eines der fünf jüngeren Stammesherzogtümer im ostfränkischen Reich.
Es umfasste ein deutlich größeres Gebiet als das heutige „Schwaben“ im Südwesten Deutschlands.
Es bestand etwa 350 Jahre, vom Jahr 911 bis 1250 und reichte im Osten über den Lech hinaus bis zum Ammersee, grenzte im Westen an die Vogesen, im Norden ungefähr bis Straßburg und im Süden, bis in die gesamte heutige Ostschweiz (inklusive Zürich) sowie Vorarlberg.
Höhepunkt ist der Kampf mit einem Untier, das sich als Hase herausstellt.
In Ludwig Bechsteins Märchenbuch steht das Märchen ab 1845 als Nr. 3, In der Märchensammlung der Gebrüder Grimm steht der Dummenschwank ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 119. -
Die Geschichten von Knut dem Regenwurm habe ich ab 1978 schon unseren Kindern erzählt.Heute sind beide längst erwachsen und ich erzähle die Geschichte unseren beiden Enkelkindern, natürlich auch Euch allen, liebe Märchenfreunde!Im Laufe der Jahre entstanden viele Geschichten über das Leben der Regenwürmer, hier seien einige erzählerische Ansätze genannt:Fridolin der Regenwurm: Eine Abenteuerreise, auf der er das „Regenwurm-Schlaraffenland“ sucht, neue Freunde findet und von seinem Leben unter der Erde berichtet.Ronny der Regenwurm: Ein Regenwurm mit grüner Mütze, der mutig Blätter holt, dem Vogel entkommt und die Schnecke Erna trifft.Der nasse Regenwurm: Eine Geschichte über einen Regenwurm, der es leid ist, im Regen zu laufen, und versucht, einen Regenschirm zu kaufen.Viel Spaß beim ZuhörenEuerJoachim der Märchendoktor!
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Die dritte Geschichte ist die bekannteste von den Sagenfiguren um den See, es ist die tragische Gestalt des „Hany Istok“ oder Waasensteffel. Die Figur des Hany Istók gilt als Symbol für die unberührte Natur des Seewinkels und das tragische Schicksal eines Wesens zwischen zwei Welten. Das Märchen vom Waasensteffel kennt jedes Kind im Burgenland und in Westungarn.
Quelle: Adolf Parr und Ernst Löger, Sagen aus dem Burgenland, 1931 -
Die erste Geschichte erzählt vom Burgherr von Forchtenstein, er verirrte sich bei der Jagd, kam nach Mädchenthal und verliebte sich dort in Maria, das schönste Mädchen des Dorfes.
Die Geschichte wird in der Region um den Neusiedler See oft im Zusammenhang mit der Volkskultur rund um den Neusiedler See erwähnt.
Der Neusiedler See – das Meer der Wiener, (ungar. Fertő tó, fertő bedeutet wörtlich „Sumpf“) ist, wie der Plattensee, einer der wenigen Steppenseen in Europa und der größte ohne natürlichen Abfluss ausgestattete See in Mitteleuropa.
Er liegt flächenmäßig überwiegend auf österreichischem und zu einem weit geringeren Teil auf ungarischem Staatsgebiet.
Der See zeichnet sich durch seinen Schilfgürtel, seine geringe Tiefe und sein mildes, aber windiges Klima aus.
Noch vor rund 150 Jahren gehörte die Fischerei in den Ortschaften um den See zum Haupterwerb der Bevölkerung, doch bald nach 1910 sollte ihre Bedeutung zugunsten von Viehzucht, Ackerbau und Weinbau schwinden.
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Die zweite Geschichte erzählt von einem Hirtenbuben namens Resch Schurl, der nahe der Burg Forchtenstein Kühe hütete. Er hatte große Probleme, da ihm ständig Kühe davonliefen, was auf einen bösen Zauber zurückgeführt wurde.
Märchen und Sagen aus dem Burgenland spiegeln die reiche pannonische Kultur wider, oft geprägt von der Grenzlage und der Vielfalt der Volksgruppen. Bekannte Sammlungen umfassen Erzählungen über Naturgeister, Hexen, Teufel sowie spezifische Geschichten der Burgenland-Kroaten, Roma und der Hianzen.
Hianzen (auch Heanzen) bezeichnet die mittelbairische Mundart im österreichischen Bundesland Burgenland und angrenzenden Gebieten.
Charakteristisch ist der sogenannte „Ui-Dialekt“ (z.B. „drei“ wird zu „drui“). Ursprünglich als Spottname für Bewohner, die „hiaz“ (jetzt) sagten, entstanden, ist es heute ein kulturelles Identitätsmerkmal.
Quelle:
1. Die schönsten Sagen aus Österreich, 1954
2. Adolf Parr und Ernst Löger, Sagen aus dem Burgenland, 1931 -
Das ist ein Märchen aus dem tirolischen Unterinntal, es gehört zur regionalen Erzähltradition.
handelt sich um eine Geschichte, in der oft drei Knaben von ihrer herben Stiefmutter schlecht behandelt werden.
Der Titel ähnelt bekannten Motiven wie "Die goldene Gans", wird aber spezifisch als Tiroler Variante aufgeführt
Quelle: Zingerle, Ignaz Vinc. und Josef: Kinder- und Hausmärchen aus Tirol. Innsbruck: Verlag Heinrich Schwick, 1911 -
Dieses Märchen aus Salzburg handelt von einem wandernden Musiker, der trotz großer Armut seine Geige liebt und sich damit mühsam seinen Lebensunterhalt verdient.
Er erhält von einem Wunderwesen Hilfe und wird für seine reine Herzenshaltung belohnt.
Es ist ein typisches Volksmärchen, das von Belohnung für Tugenden wie Bescheidenheit und Güte erzählt.
Die Geschichte betont, dass innere Güte und Liebe zur Musik mehr wert sind als Reichtum.
Quelle: österreichische Volksmärchen, gesammelt von Josef Pöttinger, Wien 1957.
Wichtiger Unterschied:
1848 erschien eine Rahmennovelle von Franz Grillparzer mit dem Titel. „Der arme Spielmann“.
Darin mischt sich der Erzähler bei einer Kirchweih in der Wiener Brigittenau unter das Volk. Er begegnet einem alten Spielmann, der auf seiner Geige eine Art stümperhafte Katzenmusik spielt. Als er ihm eine Münze gibt, kommen sie kurz miteinander ins Gespräch. Dadurch wird der Erzähler neugierig auf dessen Schicksal und besucht ihn eines Morgens in seiner ärmlichen Behausung. Dort erzählt ihm der alte Musikant seine Lebensgeschichte. -
Die Sage von der Nixe Adhara
Die gütige Nixe lebte einst im tiefen Wasser des Attersees und verkörperte die magische, teils machtvolle Natur des Wassers.
Der Name Attersee wird erstmals im Jahr 798 als super lacum Aterse erwähnt.
Er leitet sich höchstwahrscheinlich von der vorkeltischen Wurzel „ata“ ab, was Wasser bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass er von der Nixe „Adhara“ abstammt.
Der Sage nach schenkte die Nixe Adhara dem See seinen einzigartigen Wert, indem sie ihn mit Edelsteinen und Gold bereicherte. Doch mehr noch: Sie half den Menschen der Region in schwierigen Zeiten, schenkte Zuversicht und förderte das Miteinander.
Sie unterstützte die notleidende Bevölkerung, indem sie glitzernde Kostbarkeiten am Ufer hinterließ.
Die Gier der Menschen führte dazu, dass sie nicht mehr half und sich zurückzog. Es heißt, sie wohnt seither hinter dem Nixenfall im Weißenbachtal.
Der Nixenfall, ein ca. 80 Meter hoher Wasserfall, ist das Ziel einer Wanderung im Weißenbachtal. Die Wanderung gilt als kinderfreundlich und führt durch ein ruhiges Waldgebiet.
Adhara wird nachgesagt, für das charakteristische Funkeln des Attersee-Wassers verantwortlich zu sein.
In Kammer, eine Ortschaft der Gemeinde Schörfling am Attersee wurde eine Metallplastik der Nixe aufgestellt.
Die Sage von der Teufelsbrücke
Die Bewohner von Weyregg (oder ein Müller) baten den Teufel, eine Brücke über den Attersee zu bauen, um den beschwerlichen Weg zu verkürzen.
Der Teufel forderte als Lohn die Seele des ersten Wesens, das die Brücke überquert.
Der Teufel arbeitete nachts, wobei er eine Landzunge errichtete und Pfähle in den See rammte.
Als der Bau sich verzögerte, brachte der Müller den Hahn zu vorzeitigem Krähen, wodurch die magische Arbeitszeit endete.
Wütend über das Scheitern, zerstörte der Teufel die Brücke, wobei ein Teil unterging.
Die Rache des Dachsteinkönigs
Die Sennerinnen auf der Dachsteinalm feierten und tanzten, statt zu arbeiten, und zeigten keinen Respekt vor den Bergen.
Der Dachsteinkönig verwandelte die Sennerinnen samt ihrem Vieh zur Strafe in Felsgestein.
An heißen Sommertagen fließt laut Sage ein milchweißer Bach vom Eisfeld hinab über Fels und Geröll in die Gosau-Seen.
Dieser Bach wird als die "Tränen" oder die "Rache" des Dachsteinkönigs interpretiert, der die verwünschten Sennerinnen damit symbolisch weiter büßen lässt.
Die Geschichte des Dachsteingebirges und des Inneren Salzkammerguts ist geprägt vom prähistorischen Salzbergbau in Hallstatt. Die erste Anwesenheit des Menschen ist durch einen Hirschgeweihpickel aus dem Salzberg-Hochtal, dessen Entstehung mittels der Radiokarbonmethode auf 5000 v. Chr. bestimmt wurde, belegt. Der erste Salzabbau im Hallstätter Salzberg lässt sich in der Bronzezeit um 1500 v. Chr. nachweisen.
Erzherzog Johann war einer der ersten Erschließer, der als Jäger und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 das östliche Dachsteingebirge überschritt. Den Hauptkamm überquerte er über die Feister Scharte im Bereich des heutigen Guttenberg Hauses. Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am Hallstätter Gletscher umkehren. -
Die Sage vom „lieben Augustin“ ist eine berühmte Wiener Volkssage aus der Zeit der Pest (1679).
Während der Pest-Epidemie 1679 in Wien zog, der 1643 in Wien geborene Sänger Marx Augustin, Dudelsack spielend durch die Wirtshäuser.
Er war bekannt für seinen Humor und seinen Alkoholkonsum im Gasthaus zum roten Dachl.
Augustin schlief dann oft betrunken auf der Straße, dabei wurde er einmal für tot gehalten, in eine Pestgrube geworfen, überlebte jedoch gesund.
Er blieb unbeschadet, da er laut Sage „keine Angst“ hatte und die Pest nichts gegen seinen Humor ausrichten konnte.
Die Geschichte, die bereits vom Prediger Abraham a Sancta Clara (1644–1709) erzählt wurde, lebt in dem Lied fort, das in Österreich noch immer beliebt ist, es gilt als Symbol für den Wiener Optimismus.
Das "Griechenbeisl", das älteste Wirtshaus in Wien, am Fleischmarkt hieß ehemals "Zum roten Dachl".
Es stammt aus dem Jahr 1447, gerne gesehene Gäste waren auch Beethoven, Mozart, Franz Schubert, Johann Strauss, Richard Wagner, Egon Schiele, Graf von Zeppelin, und Mark Twain, Künstler, Gelehrte und Politiker, speisten und tranken, diskutierten und sinnierten – oft bis in die frühen Morgenstunden.
Am Augustinplatz im 7. Bezirk steht der von Johann Scherpe geschaffene Augustinbrunnen (1908). -
„Die mit Birnen verkaufte kleine Tochter“ oder "Margheritina im Birnenkorb" ist ein italienisches Volksmärchen, das eng mit dem Typus "Die kleine Myrte" (La mortella) verwandt ist. Es ist ein traditionelles Volksmärchen, das Domenico Comparetti (1835 – 1927) in seiner Sammlung Novelline popolari italiane (Italienische Volksmärchen) veröffentlichte.Es handelt von einem aus einer Blume oder einem Korb stammenden Mädchen und ist in Sammlungen italienischer Volksmärchen zu finden.Margheritina - "kleine Margerite" ist ein armes, aber schönes und tugendhaftes Mädchen.Sie muss schwierige Aufgaben lösen, ähnlich wie in anderen Volksmärchen erhält die Heldin Unterstützung durch übernatürliche Wesen oder magische Gegenstände.Die Märchen behandeln oft Gegensätze wie Arm und Reich, Gut und Böse.
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Ritter Blaubart-Original: La barbe bleue, das Märchen steht in Charles Perraults Histoires ou contes du temps passé, avec des moralités: contes de ma Mère l’Oye („Geschichten oder Märchen aus vergangener Zeit einschließlich Moral: Märchen meiner Mutter Gans") ab 1697. Durch mündliche Weitergabe über Familie Hassenpflug kam es als Blaubart in die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in die 1. Auflage von 1812.Das Märchen erzählt die Geschichte eines wohlhabenden blau- bärtigen Mannes, der seine Ehefrauen ermordet, wenn sie sein Verbot missachten, einen bestimmten Raum zu betreten.Seine neue Frau entdeckt die Leichen, wird aber durch ihre Brüder gerettet, während Blaubart stirbt.Die junge Witwe erbt alle Reichtümer Blaubarts, verschafft ihren Brüdern damit Offizierspatente, verhilft ihrer Schwester zur Ehe mit einem lange geliebten Mann und heiratet selbst glücklich einen ehrenwerten Mann, so dass sie Blaubart bald vergessen hat.Die Geschichte warnt vor Neugier und Ungehorsam.Blaubart symbolisiert eine zerstörerische Kraft im Menschen, die in ihre Schranken gewiesen werden muss.Der Stoff um den frauenmordenden Blaubart wurde auch für andere Erzählungen, Dramen, Filme, Opern und Illustrationen adaptiert und weiterverarbeitet.
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Der kluge und geschickte Edelknabe Witzenspitzel vermag jeden Auftrag des Königs von Rundumherum zu erledigen und wird deshalb von diesem geliebt und beschenkt.Deshalb hat er viele Neider am Hof, die ihm seine Arbeit erschweren und ihm Misserfolge wünschen. Als Rundumherum zur Gebietserweiterung um die Königin des benachbarten Reiches, Frau Flugs, wirbt, bekommt er von dieser zur Antwort, sie habe noch weitere Verehrer. Wer am nächsten Montag um halb zehn als erster in der Kirche sei, den heirate sie. Die falschen Hofdiener raten nun dem König, zur Lösung der Aufgabe das schnelle Pferd Flügelbein seines Feindes, des Riesen Labelang, von Witzenspitzel stehlen zu lassen, und hoffen, dass dieser bei seiner Aktion umgebracht wird. Mit dem schnellen Flügelbein wird der König Sieger im Wettbewerb und damit Gemahl von Frau Flugs. Noch zweimal muss sich Witzenspitzel in ähnlicher Weise bewähren. Die Hofleute setzen dem König zuerst den Floh ins Ohr, die prächtigen, aus verschiedenen Pelzen, Federn bzw. Fischhäuten kunstvoll zusammengesetzten Kleider des Riesen zu entwenden, und dann, ihm sein Schloss wegzunehmen. Wieder entwickelt der Edelknabe listige, erfolgreiche Strategien, als Belohnung darf er die schöne Prinzessin Flink, die Tochter der Königin aus erster Ehe, heiraten und mit ihr das Riesenschloss bewohnen.
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„Goldener“, ein Kunstmärchen des deutschen Arztes und schwäbischen Romantikers Justinus Kerner (1786–1862).Es erzählt die Geschichte eines armen Hirten, der mit seiner Familie in einem Wald lebt und dessen jüngstes Kind, Goldener, wundersame Abenteuer erlebt, eingebettet in eine märchenhafte, teils melancholische Stimmung.Das Märchen ist ein Beispiel für Kerners literarisches Schaffen abseits seiner medizinischen Tätigkeit als Geisterseher.
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Sagen aus Vorarlberg zeigen den Glauben an Naturgeister und die Interaktion der Menschen mit diesen unsichtbaren Wesen in den Alpen.
Sie sind Teil des kulturellen Erbes und erzählen von der Beziehung zwischen Mensch und Natur, wie sie in der Geschichte der Walser geprägt war.
Die Sage vom Walsermännlein erzählt von einem kleinen, schelmischen Haus- oder Berggeist, der in den Walser Tälern (wie dem Kleinwalsertal in Vorarlberg) um 1772 bei einer Witwe in Riezlern umging, Streiche spielte, Milch stahl, Suppen verunreinigte, aber auch magische Fähigkeiten besaß, indem er gefüllte Knödel in Gold verwandelte, und schließlich mit einem verschwundenen Topf verschwand, wobei er sich dem Jungen zeigte, der ihn entdeckte.
Es ist ein typisches Beispiel für lokale Berggeister-Sagen, die von Naturgeistern, Schabernack und verborgenen Schätzen handeln.
Ich kenne das Märchen seit 1956 aus dem Buch „Die Sagen Vorarlbergs“, von Franz Josef Vonbun (Vorarlberger Heimatforscher und Priester), Erstausgabe 1870. - Laat meer zien