Afleveringen
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In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller, Historiker und FAZ-Redakteur Simon StrauĂ ĂŒber sein neues Buch In der NĂ€he â Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht.
Was bedeutet Heimat â biografisch, geografisch, politisch? Woher kommt das Unbehagen an politischen Entscheidungsprozessen, das sich vielerorts in Ablehnung und Protest entlĂ€dt? Und wie können lokale Erfahrungen unsere Vorstellung von Demokratie verĂ€ndern?
Ein GesprĂ€ch ĂŒber Stadt und Land, Prenzlau und Berlin â und darĂŒber, warum Demokratie vor Ort beginnt. Es geht um Verantwortung, Reibung und NĂ€he â und die Frage, wie man GrĂ€ben ĂŒberwindet, statt sie zu vertiefen.
Juli Zeh sagt ĂŒber das Buch: âSimon Strauss schreibt ĂŒber Ostdeutschland und ĂŒber die AfD. Aber er stellt sich nicht in sicherer Distanz auf den HĂŒgel einer moralischen Ăberlegenheit mit Blick auf die Niederungen der schattigen TĂ€ler. Sondern geht buchstĂ€blich in die NĂ€he, was auch bedeuten kann, dahin, wo es manchmal wehtut. Was dieses Buch so stark macht, ist sein Misstrauen gegenĂŒber fertigen ErklĂ€rungen. Es nimmt KrĂ€nkung ernst, ohne sie zu verklĂ€ren. Es sucht VerstĂ€ndnis, ohne Entschuldigung zu liefern. Es weigert sich, den Osten auf ein politisches Symptom zu reduzieren und fordert damit auch den Westen heraus, sich selbst als Haltung zu erkennen.â
Ein GesprĂ€ch ĂŒber politische RealitĂ€t, persönliche Begegnungen â und warum der direkte Blick oft mehr erklĂ€rt als jede Debatte.
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Abonnieren Sie hier den Edle Federn Newsletter von Juli Zeh.In dieser Folge von Edle Federn , dem Lieteratur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger ĂŒber ihren Roman Auf See â eine literarische Dystopie, die zugleich ein Nachdenken ĂŒber politische Utopien, alternative GesellschaftsentwĂŒrfe und die Zerbrechlichkeit groĂer Ideen ist.
Im Zentrum steht eine kĂŒnstlich geschaffene Inselgemeinschaft in der nahen Zukunft â gegrĂŒndet aus Angst vor dem Kollaps der Weltordnung, getragen von libertĂ€ren Idealen, erschĂŒttert durch RealitĂ€t und Machtstrukturen. Enzensberger erzĂ€hlt die Geschichte zweier Frauen: Yada, die auf der Seestadt aufwĂ€chst, und Helena, eine gefeierte KĂŒnstlerin auf dem Festland â auf der Flucht vor Verantwortung, Ruhm und sich selbst.
Im GesprĂ€ch geht es um libertĂ€re Fantasien und linke GegenentwĂŒrfe, um Verantwortung, Kontrolle und die Frage: Was bedeutet Freiheit â individuell wie gesellschaftlich? Und warum mangelt es unserer Zeit an echten Utopien?
Juli Zeh sagt ĂŒber Auf See:âEin Roman wie die Brandung am Meer â Ideen prallen auf Wirklichkeit, scheitern, kehren zurĂŒck. Und hinterlassen Spuren.â
Ein GesprĂ€ch ĂŒber Gemeinschaft, Selbstbestimmung â und die literarische Sehnsucht nach einem besseren Morgen.
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
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In dieser Folge von âEdle Federnâ, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Juristin und Autorin Elisa Hoven ĂŒber ihr neues Sachbuch âDas Ende der Wahrheit?â â ein ebenso fundierter wie streitbarer Text ĂŒber Wahrheit, Fake News und Faktenchecks im digitalen Zeitalter.
Hoven ist Strafrechtsprofessorin in Leipzig und Verfassungsrichterin in Sachsen. Im GesprĂ€ch mit Juli Zeh erklĂ€rt sie, was Wahrheit aus juristischer Sicht bedeutet, warum Meinung und Tatsache so oft verwechselt werden â und wieso gerade das gefĂ€hrlich fĂŒr eine offene Gesellschaft ist.
Die beiden diskutieren ĂŒber mediale Verzerrungen, politische Instrumentalisierung von Fakten, die Fallstricke des Strafrechts â und die Frage, ob es ĂŒberhaupt eine objektive Wahrheit gibt. Dabei bleibt das GesprĂ€ch immer persönlich, zugewandt und diskursfreudig.
Juli Zeh sagt ĂŒber das Ende der Wahrheit: âElisa Hoven schreibt einen politischen Text ohne politische Agenda. Ein PlĂ€doyer fĂŒr AufklĂ€rung, Differenzierung â und die WĂŒrde des Zweifelns.â
Ein GesprĂ€ch ĂŒber Vertrauen, Verantwortung â und die Suche nach Orientierung in einer Welt voller WidersprĂŒche.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ, dem Lieteratur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Autor und Schauspieler Oliver Wnuk. Bekannt aus Serien wie Stromberg oder Nord Nord Mord, zeigt sich Wnuk in seinem neuen Buch Besser wird's nicht von einer anderen Seite: persönlich, nachdenklich und zuweilen auch existenziell.
Denn das Buch ist keine klassische Autobiografie und auch kein Roman â eher ein offenes SelbstgesprĂ€ch, in dem Wnuk groĂe Fragen aufwirft: Was bedeutet Heimat? Wie gelingt ein Leben in Bewegung? Warum fĂ€llt es uns so schwer, allein zu sein â und was hat Selbstliebe damit zu tun?
Im GesprĂ€ch mit Juli Zeh geht es um die Kunst des Zuhörens, ĂŒberforderte Jugendliche, innere Unruhe und das MissverstĂ€ndnis, dass man immer etwas leisten mĂŒsse, um geliebt zu werden. Es ist ein tiefgrĂŒndiger, manchmal schmerzhafter, aber stets ehrlicher Austausch ĂŒber das Menschsein in einer lauten, schnellen Welt.
Juli Zeh sagt ĂŒber das Buch: âWnuk gelingt das KunststĂŒck, sehr persönlich zu schreiben â und gerade deshalb universell zu sein. Seine Texte sind eine Einladung zur Selbstreflexion, ohne je belehrend zu sein. Ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, wahrhaftig zu bleiben.â
Ein GesprĂ€ch ĂŒber Sehnsucht, Selbstzweifel â und den Mut, sich selbst ein guter Freund zu werden.
ID:{MVCkuJ9bnwoCPUFKxmbKa}
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In dieser Folge von âEdle Federnâ, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Autor und Journalisten FrĂ©dĂ©ric Schwilden ĂŒber seinen neuen Roman âGute Menschenâ. Das Buch erzĂ€hlt von Jennifer und Jan â einem Paar, das sich trennt, um ein besseres Leben zu fĂŒhren. Was bleibt, ist der Versuch, sich selbst und die Welt neu zu denken. Schwilden erzĂ€hlt von der Stille nach der Trennung â und wie man durch Abwesenheit einander nĂ€herkommen kann.
Im Zentrum des Romans steht die Frage: Was heiĂt es heute, ein âguter Menschâ zu sein â jenseits von Klischees und Ideologien. Schwilden schildert den Mikrokosmos einer gebildeten, wohlhabenden Mittelschicht â Menschen mit AnsprĂŒchen, WidersprĂŒchen und einem diffusen GefĂŒhl von Sinnverlust. Zwischen Luxus-Brunch im Pariser Ritz, elterlichem Ăberforderungs-Kollaps und digitalem Ăberdruss entsteht ein feines, kluges Panorama unserer Gegenwart.
Juli Zeh sagt ĂŒber den Roman: âFrĂ©dĂ©ric Schwilden behandelt groĂe Dramen mit leichter Hand und einem meist liebevollen Witz. Am Ende zeigt uns die Geschichte, was das Leben wirklich lebenswert machen kann. NĂ€mlich allein die Bereitschaft, sich mit anderen zu verbinden.â
In dem GesprĂ€ch geht es um Alltagsrealismus, moralischen Anspruch und die Frage, warum das BedĂŒrfnis, gut zu sein, oft der Anfang aller Probleme ist.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit der BĂŒchnerpreistrĂ€gerin TerĂ©zia Mora ĂŒber ihr jĂŒngstes Buch Fleckenverlauf. Das Schreibtagebuch der vielfach ausgezeichneten Autorin öffnet die TĂŒr zu ihrem Alltag, ihrem Denken und ihrem literarischen Prozess â und zeigt, wie aus kleinsten Beobachtungen Literatur entsteht.
Mora erzĂ€hlt von den Freuden und Qualen des Schreibens, in denen der Alltag das Schreiben beinahe unmöglich macht, von Euphorie und Selbstzweifel und von dem Ringen mit Figuren. Dabei wird deutlich: Ihre Literatur ist nicht nur Selbstbeobachtung, sondern immer auch Spiegel der Zeit â von politischen Entwicklungen in Ungarn ĂŒber Fragen der Demokratie bis hin zu den Erfahrungen der Pandemie.
Juli Zeh sagt ĂŒber Fleckenverlauf: âTerĂ©zia Mora paart den unbedingten Willen zur Wahrhaftigkeit mit ihrer poetischen Kraft, wodurch eine besondere ErkenntnisfĂ€higkeit entsteht, die nur der Literatur vorbehalten ist. Erst in dem man sich die Welt anverwandelt, kann man ihr wahres Gesicht enthĂŒllen. Besser gesagt eines ihrer acht Milliarden wahren Gesichter, denn es gibt so viele Welten, wie es Menschen gibt. TerĂ©zia lĂ€sst uns fĂŒr 300 Seiten in ihre ganz eigene Welt ein, sodass man geradezu zum Mitbewohner eines schreibenden Bewusstseins wird. Besessen und beseelt.â
Im GesprÀch geht es um die Kraft des Schreibens als Form der Weltaneignung, um literarische Vorbilder und um die Frage, wie sich persönliche Geschichte, Sprachbewusstsein und gesellschaftliche RealitÀt in der Literatur verweben.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit Burkhard Spinnen ĂŒber seinen neuen Roman Erdrutsch, den er gemeinsam mit Charles Wolkenstein geschrieben hat. Ausgangspunkt der Geschichte ist ein drohender Hangabgang in einer Alpenregion â ein Szenario, das vor den jĂŒngsten Ereignissen in der Schweiz beunruhigend real erscheint und Fragen zum Umgang mit Naturgefahren, Klimawandel und gesellschaftlicher Verantwortung aufwirft.
Im Zentrum des Romans steht eine ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Figur: der sogenannte Vogelmann, der möglicherweise die Sprache der Tiere versteht â und damit zum HoffnungstrĂ€ger einer hochtechnisierten Welt wird, die den Kontakt zur Natur zu verlieren droht.
Juli Zeh sagt ĂŒber Erdrutsch: âEin intelligenter, spannender Roman, den man als Klima-Thriller bezeichnen kann â und der weit darĂŒber hinausgeht. Spinnen und Wolkenstein verbinden Figuren aus Kirche, Wissenschaft, Aktivismus und KI-Forschung zu einem Panorama unserer Zeit. Mit groĂem GespĂŒr fĂŒr Sprache, AtmosphĂ€re und Humor gelingt ihnen ein Drahtseilakt zwischen Ernst und Leichtigkeit â ein literarisches VergnĂŒgen mit Tiefgang.â
Burkhard Spinnen erzĂ€hlt in diesem GesprĂ€ch unter anderem, wie ihn die Faszination fĂŒr das Wissen der Tiere und die Unsicherheiten des Klimawandels zum Schreiben inspirierte â und warum Literatur helfen kann, drĂ€ngende Zukunftsfragen auf eine neue, fĂŒhlbare Weise zu durchdringen.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller und Schauspieler Joachim Meyerhoff ĂŒber seinen aktuellen Roman: âMan kann auch in die Hölle fallenâ. Sich mitten in einer Sinn - und Lebenskrise befindend, schildert er darin liebevoll einen mehrwöchigen Aufenthalt bei seiner ĂŒber 80-jĂ€hrigen Mutter in Schleswig-Holstein.
Zwischen Theater und Leinwand: Meyerhoff hat Engagements an den renommiertesten BĂŒhnen im deutschsprachigen Raum und wurde bereits drei Mal in seiner Karriere als âSchauspieler des Jahresâ ausgezeichnet. Seit 2011 schreibt er an seinem autobiografischen Romanzyklus âAlle Toten fliegen hochâ, von dem bislang sechs Teile erschienen sind â und im Falle des Bandes âWann wird es endlich wieder so, wie es nie warâ fĂŒr das Kino verfilmt wurde.
In dieser Folge Edle Federn spricht er unter anderem ĂŒber Trauer als Antrieb fĂŒr seine spĂ€t begonnene TĂ€tigkeit als Schriftsteller und warum Menschen ab 60 in unserer Gesellschaft durchaus als Rolemodel taugen.
ID:{6QuR6bfskQlYeb6mMwMjZn}
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In dieser Folge von âEdle Federnâ , dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit Roman Ehrlich ĂŒber sein neues Buch âVideotime.â
Ausgangspunkt der Geschichte ist die RĂŒckkehr eines ErzĂ€hlers in das Haus seiner Kindheit, in dem er auf die lĂ€ngst vergessene VHS-Kassetten Sammlung seines Vaters stöĂt. Die Filme werden zum TĂŒröffner in seine Vergangenheit voller widersprĂŒchlicher EindrĂŒcke. Zwischen Kellerregal und Videorekorder beginnt eine emotionale Reise â anhand geschauter Filme, die fĂŒr ihn als Erinnerungsspeicher wirken.
Juli Zeh sagt ĂŒber Videotime: âEin genialer Text! Zum einen ist Roman Ehrlich ein versierter SprachkĂŒnstler, der aus Worten im Handumdrehen Welten erschafft: Leise, poetisch und dann plötzlich mit wuchtiger Durchschlagskraft. VIDEOTIME streift groĂe Fragen mit leichter Hand, lĂ€dt den Leser mit kleinen Gesten ein, ihm zu folgen. Und wer sich darauf einlĂ€sst, erlebt eine literarische und philosophische Reise, die eigentlich nur um eine alte Videothek herumfĂŒhrt und die den Leser trotzdem massiv bereichert zurĂŒckkehren lĂ€sst.â
Im GesprĂ€ch erzĂ€hlt Roman Ehrlich, warum er mit dem Begriff âSchriftstellerâ fremdelt, warum Erinnern immer auch ein Akt des ErzĂ€hlens ist â und was das alles mit der Aufroll-Technik von Kabeln in einem alten Elektronikladen zu tun hat.
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In dieser Folge von âEdle FedernÂĄ spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller David Finck ĂŒber seinen neuen Roman âDer Schwindelâ.
David Finck ist gebĂŒrtiger DĂŒsseldorfer und hat am Leipziger Literaturinstitut studiert. âDer Schwindelâ ist sein zweites Buch. Darin geht es um Rasmus, einen jungen Mann, der vor den Problemen mit seinen Eltern und den QuĂ€lereien seines Bruders an seinen Sehnsuchtsort, in die Bretagne, flieht. Hier begegnet er Natalie, der rebellischen Tochter eines französischen Aristokraten. Was als fiebrige Romanze beginnt, endet im gröĂtmöglichen UnglĂŒck, bei dem keiner frei von Schuld bleibt.
Im GesprĂ€ch mit Juli Zeh, mit der David Finck auch verheiratet ist, geht es unter anderem ĂŒber Schreibroutine, das GefĂŒhl, wenn ein Text tatsĂ€chlich zum Buch geworden ist und die Motivation, die man als Autor tĂ€glich braucht, um fĂŒr den perfekten Satz zu kĂ€mpfen.
Juli Zeh sagt ĂŒber Der Schwindel: âIch wĂŒrde lĂŒgen, wenn ich nicht sagen dĂŒrfte, dass dieser Roman fĂŒr mich zu den ganz groĂen Texten der Gegenwartsliteratur gehört. Es gibt aus meiner Sicht vier Elemente, die zur QualitĂ€t eines Buchs beitragen. Und schon, wenn zwei oder drei davon verwirklicht sind, handelt es sich im Normalfall um einen sehr guten Text. Das sind aus meiner Sicht erstens eine spannende Geschichte, zweitens eine interessante Figurenpsychologie, drittens braucht es einen gewissen philosophischen oder gesellschaftlichen Gehalt in den HinterrĂ€umen der ErzĂ€hlung und viertens eine aufregende Stylistik. Nun ist es so, dass der Schwindel in allen vier Disziplinen performt. Und das ist wirklich eine seltene Leistung. Am beeindruckendsten ist fĂŒr mich, dass David immer wieder SĂ€tze schafft, die einen von hinten erwischen, so ĂŒberraschend, so treffend, oft regelrecht aphoristisch, dass die Welt, die daraus entsteht, eine ganz besondere, immer wieder neue, gewissermaĂen licht- und luftdurchströmte AtmosphĂ€re gewinnt. Der Schwindel ist damit wie eine Aromadusche fĂŒrs Gehirn.â
ID:{4fRiY6ztIvkU4UsbW6Hj4f}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit der Autorin Sophia Fritz ĂŒber ihr Werk âToxische Weiblichkeitâ.
Das Sachbuch von Sophia Fritz wirft ein neues Licht auf das viel diskutierte Thema Weiblichkeit und Geschlechterrollen. Die Autorin geht der Frage nach, wie sich toxische Verhaltensweisen aus der weiblichen Sozialisation entwickeln und welche Auswirkungen sie auf das Leben von Frauen haben. In ihrem Buch geht sie auf verschiedene Archetypen weiblicher ToxizitĂ€t ein, darunter âDas gute MĂ€dchenâ, âDie Powerfrauâ und âDie Mutterâ.
Das GesprĂ€ch verknĂŒpft eine persönliche und die gesellschaftliche Ebene und wirft die Frage auf, wie sich Verhaltensweisen wie Selbstaufopferung, oder das Streben nach Anerkennung auf die eigene IdentitĂ€t auswirken - und die Persönlichkeit nachhaltig prĂ€gen.
Juli Zeh sagt ĂŒber TOXISCHE WEIBLICHKEIT: âDer Begriff toxische MĂ€nnlichkeit wird so inflationĂ€r benutzt und verhandelt, dass manch einer inzwischen nur noch abwinken mag, wenn er das Wort auch nur hört. Erstaunlich, wie lange es gedauert hat, bis das Pendant dazu, die toxische Weiblichkeit, das essayistische Licht der Welt erblickte. Sophia Fritz hat genau dafĂŒr gesorgt und damit etwas getan, was lange ĂŒberfĂ€llig war. NĂ€mlich das Geschlechterproblem, aus dem TĂ€ter Opfer Schema herauszuholen. Sophia fĂŒhrt uns Frauen analytisch vor Augen, was wir selbst zur immer noch traurigen Problemlage im Geschlechterkampf beitragen und wie wir uns oft gegenseitig das Leben unnötig schwer machen, weil wir daran gewöhnt sind, ĂberlebenskĂ€mpfe in einer mĂ€nnlich geprĂ€gten Welt zu fĂŒhren - auch gegeneinander.â
ID:{659JWncNKQDsbVNwDYeZUW}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller und Journalisten Takis WĂŒrger ĂŒber seinen neuen Roman âFĂŒr Polinaâ.
Takis WĂŒrger arbeitete als Reporter und Redakteur beim Magazin Der Spiegel, wo er fĂŒr seine Berichte aus Konfliktzonen wie Afghanistan, Libyen und der Ukraine mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Deutschen Reporterpreis und dem CNN Journalist Award.
Sein Roman âStellaâ, ĂŒber die jĂŒdische Gestapo-Kollaborateurin Stella Goldschlag, löste 2019 eine groĂe Feuilleton-Debatte aus. In seinem neuen Roman âFĂŒr Polinaâ erzĂ€hlt er die fiktive Geschichte von Hannes Prager, einem musikalischen Wunderkind, das sich gegen eine klassische Komponistenkarriere entscheidet und sich stattdessen auf eine lebenslange Suche nach der Liebe seines Lebens begibt.
Im GesprĂ€ch mit Juli Zeh reflektiert WĂŒrger ĂŒber die Entscheidung, Schriftsteller zu werden und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Sie sprechen ĂŒber die Bedeutung von Scheitern, den Mut, sich dem eigenen Talent zu stellen und ĂŒber die Rolle der Musik als Ausdruck von Emotion und IdentitĂ€t.
Juli Zeh sagt ĂŒber âFĂŒr Polinaâ: âAuf den ersten Blick könnte man glauben, Takis WĂŒrger habe mit âFĂŒr Polinaâ einen Roman ĂŒber das Scheitern geschrieben. Die Hauptfigur Hannes Prager zeigt schon als Kind eine auĂergewöhnliche Begabung fĂŒr das Klavierspielen. Und eigentlich könnte man erwarten, dass ein solches Ausnahmetalent den bekannten Lebensweg erzwingt. Stattdessen verliebt sich Hannes mit 14 Jahren in Polina, schreibt eine magische Melodie fĂŒr sie und wendet sich dann von der Musik ab, verliert sich scheinbar selbst, versinkt in der Leere einer mĂ€andernden Existenz.
Und doch ist âFĂŒr Polinaâ kein trauriges, geschweige denn defĂ€tistisches Buch. WĂ€hrend man Hannes durch die Stationen seines jungen Lebens folgt, stellt man sich plötzlich seltsame Fragen. Ist eine Berufung wirklich das zwingende Tor in einen Karriereweg, der sĂ€mtlichen Prinzipien der Leistungsgesellschaft entspricht? Kann sie nicht auch Anlass sein, in sich selbst zu versinken, sich selbst zu erforschen und sich vielleicht eines Tages zu erkennen? In diesem Sinne ist âFĂŒr Polinaâ nicht nur eine Heldenreise, sondern auch ein MĂ€rchenbuch. Ein Roman, der Mut macht, das eigene Leben nicht am Erwartbaren, sondern immer wieder an den eigenen Gesetzen zu messen.â
ID:{5q6mKnRfZR63Zb2nKFIhy0}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit Jan Weiler ĂŒber sein aktuelles Buch âMunkâ.
Jan Weiler war Chefredakteur des SZ-Magazins und hat unter anderem die Bestseller âMaria, ihm schmecktâs nichtâ und âDas Pubertierâ - sowie die DrehbĂŒcher fĂŒr die dazugehörigen Filmadaptionen geschrieben.
Sein aktueller Roman âMunkâ basiert auf dem Fortsetzungsroman âDie Summe aller Frauenâ, der innerhalb eines Jahres in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung (NZZ) erschien.
Die Geschichte dreht sich um den 51-jĂ€hrigen Architekten Peter Munk, der trotz gesunder Lebensweise total unerwartet einen Herzinfarkt erleidet. In der Reha rĂ€t ihm sein Therapeut, ĂŒber die wichtigsten Beziehungen seines Lebens nachzudenken, insbesondere ĂŒber die Frauen, die ihn geprĂ€gt haben.
Im GesprĂ€ch geben Juli Zeh und Jan Weiler Einblicke in ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen als Autoren. Sie sprechen auch ĂŒber Weilers Leidenschaft fĂŒr das Vorlesen, die er als BrĂŒcke zu seiner ursprĂŒnglichen Ambition sieht, Schauspieler zu werden.
Juli Zeh sagt ĂŒber MUNK: âWĂ€hrend man Peter Munk durch die Stationen seiner Beziehungsbiographie folgt, ist es fast, als hörte man ein MusikstĂŒck, das aus unzĂ€hligen Variationen aus dem Thema Liebe besteht. Wie kann Liebe wachsen, wie kann sie zerstört werden? Was sind die IrrtĂŒmer, MissverstĂ€ndnisse, Freuden und Katastrophen, die BeglĂŒckungen und kleinen Verbrechen, die mit der Liebe einhergehen? Einiges kommt einem vertraut vor. Manchmal erkennt man sich plötzlich selbst in Munk oder einer seiner Partnerinnen wieder. Ăber andere schĂŒttelt man erschrocken oder bedauernd den Kopf, weil es einem ganz fremd erscheint. Es ist schön, dass Munk sich dabei weder zum Opfer noch zum TĂ€ter stilisiert. Das ermöglicht es dem Leser, in gröĂtmöglicher Unaufgeregtheit zu begreifen, worum es am Ende geht. NĂ€mlich darum, dass die stĂ€rksten SehnsĂŒchte wohl immer in Teilen unerfĂŒllt bleiben, weil sie sich gern gerade auf das Unmögliche richten.â
ID:{1NaUUwedmkm9wKqI106n5V}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit Caroline Wahl ĂŒber ihr aktuelles Buch âWindstĂ€rke 17â.
Die 29-jĂ€hrige Caroline Wahl gilt als Shooting Star der jungen deutschen Literaturszene. Die gebĂŒrtige Mainzerin belegte in TĂŒbingen und Berlin die StudiengĂ€nge Germanistik und Deutsche Literatur. AnschlieĂend war sie fĂŒr mehrere Verlage tĂ€tig, bevor sie mit ihrem DebĂŒtroman â22 Bahnenâ sofort im Spitzenfeld der SPIEGEL BESTSELLER-LISTE landete. Darin beschreibt sie das Leben der beiden Schwestern Ida und Tilda mit einer alkoholkranken Mutter.
In ihrem aktuellen Buch âWindstĂ€rke 17â bleibt sie im ErzĂ€hlkosmos der beiden Schwestern und folgt Ida nach dem Tod der Mutter auf die Insel RĂŒgen. Hier lĂ€sst sich die junge Frau erst ziellos und einsam treiben, bevor sie endlich wieder Vertrauen fasst - und letztlich am Meer wieder zu sich selbst finden kann.
Juli Zeh sagt ĂŒber âWindstĂ€rke 17â : âCaroline Wahls Heldinnen sind junge Frauen, die sich ihren Weg aus der Kindheit in Richtung Erwachsenenleben bahnen mĂŒssen, quer durch den Dschungel der eigenen Biografie, bedroht von SĂŒmpfen aus SchuldgefĂŒhlen, von lebensbedrohlichen Attacken durch familiĂ€re Traumata, geleitet durch SehnsĂŒchte und Hoffnungen und bewaffnet nur mit der Machete des eigenen Verstands. Dass man auf dieser Abenteuerfahrt leicht die Orientierung verliert, vom Weg abkommt, sich immer wieder neu verorten muss, versteht sich von selbst. Bis sich irgendwann das Dickicht lichtet und die Leser gemeinsam mit den Protagonistinnen von der Ahnung belohnt werden, auf welcher Seite man den Urwald am besten verlĂ€sst. NĂ€mlich dort, wo Versöhnung möglich ist. Vielleicht sogar etwas wie Liebe zu sich selbst und zu den Personen, die einen umgeben.â
ID:{1sbgOvGVI6U9b7OpdmBbdA}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit Ulrike Draesner ĂŒber ihr neues Buch âZU LIEBENâ.
Darin setzt sich Ulrike Draesner mit den vielschichtigen Beziehungen und Herausforderungen einer internationalen Adoptionsgeschichte auseinander. Die ErzĂ€hlung kombiniert fiktionale Elemente mit persönlichen Erfahrungen, denn Ulrike Draesner hat sich fĂŒr ihr Buch von der Adoption - und der Beziehung zu ihrer eigenen Tochter inspirieren lassen. Diese Mischung aus Fiktion und biografischen Elementen definiert aus Sicht der Autorin das Buch ganz bewusst als "Nicht-Roman".
Ulrike Draesner hat das Buch gemeinsam mit ihrer Adoptivtochter geschrieben. Die beiden Autorinnen stellen die Fragen: âWas bedeutet heutzutage Familie?" und âIn welchen Prozessen lernen sich Adoptiveltern und Kinder kennen und lieben?â. Aber sie thematisieren auch Alltagsrassismus in Deutschland und die tief-persönliche Dimension von Mutterschaft.
Juli Zeh sagt ĂŒber das Buch: âZU LIEBEN ist einer jener seltenen Texte, die es schaffen, enorme IntimitĂ€t herzustellen, ohne jemals in die NĂ€he eines Exhibitionismus zu geraten. Ulrike Draesner nimmt uns richtig mit, sowohl in ein Kinderheim auf die Insel Sri Lanka als auch in ihre eigene GefĂŒhls- und Gedankenwelt, ohne an irgendeiner Stelle pathetisch zu werden. Das gelingt im Text durch die poetische Kraft seiner Sprache. Er erschafft eine hohe Dichte von starken Bildern, durch die Wirklichkeit nicht abgemalt, sondern neu erschaffen wird. Und gerade durch diese Poetisierung entsteht das Wunder der AuthentizitĂ€t. Denn Wirklichkeit ist ja nicht nur eine Summe von Fakten, auch nicht eine Summe von Wahrnehmungen, sondern sie ist auch Plus der GefĂŒhlslage, mit der wir auf die Geschehnisse blicken. So ist ZU LIEBEN eine spannende Reise durch innere und Ă€uĂere Welten. Es ist ein Lernprozess und ĂŒberdies ein Lesegenuss.â
ID:{2Hr33jNoSt3xKp5TbPPIdX}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit der Schweizer Philosophin Barbara Bleisch.
Barbara Bleisch moderiert seit 14 Jahren die âSternstunde Philosophieâ des Schweizerischen Rundfunks (SRF) und hat als Journalistin fĂŒr die NZZ und das âPhilosophie Magazinâ geschrieben. Zudem haben es ihre BĂŒcher âWarum wir unseren Eltern nichts schuldenâ und âKinder wollen. Ăber Autonomie und Verantwortung.â auf die Bestseller-Listen geschafft.
Mit ihrem aktuellen Buch âMitte des Lebens - Eine Philosophie der besten Jahreâ plĂ€diert sie dafĂŒr, die Lebensmitte nicht als Krise, sondern als Chance zu verstehen und zeigt Wege auf, von der gesammelten Lebenserfahrung zu profitieren. FĂŒr sie ist ihr Text â...eine Landkarte fĂŒr die Wanderung durch die Landschaft der eigenen Möglichkeitenâ.
Juli Zeh sagt ĂŒber MITTE DES LEBENS: âWenn man sich die Menge an Ratgeberliteratur zum Thema Midlife Crisis anguckt, könnte man auf die Idee kommen, dass die Mitte des Lebens eine Krankheit ist, die im pandemischen AusmaĂ um sich greift und die von allen Betroffenen mit verschiedenen Techniken und gegen Mitteln bekĂ€mpft werden muss. Ziel dieses Kampfes ist stets, trotzdem glĂŒcklich zu sein, irgendwie doch noch in die Balance zu kommen. Das Angebot an Schriften ist ebenso chaotisch wie die GefĂŒhlslage. Die Verunsicherung ĂŒber den Topos des Ălterwerdens scheint enorm.
Barbara Bleisch wĂ€hlt einen anderen Ansatz: Der Untertitel âEine Philosophie der besten Jahreâ zeigt an, dass hier nichts Bedrohliches bekĂ€mpft werden soll, sondern dass die Mitte des Lebens vielmehr zum Anlass genommen wird, sich die groĂen Fragen noch einmal neu zu stellen. Nach der eigenen Verortung in der Welt, nach GlĂŒck und UnglĂŒck, nach Pflicht und Lust, nach Erfahrung und Verantwortung und natĂŒrlich nach dem guten alten Sinn. Es geht weniger darum, Antworten zu finden. Es geht vielmehr darum, die bedeutsamen Fragen immer wieder neu zu stellen. Und genau das, nĂ€mlich unermĂŒdliches Fragenstellen, ist wahrscheinlich in allen Lebensaltern der beste Weg, um tatsĂ€chlich zu so etwas wie innerem Reichtum zu gelangen.â
ID:{5SDPjQzbHDI8jo8hnc6x7D}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit Philip Manow ĂŒber sein jĂŒngstes politisches Sachbuch âUnter Beobachtung.â
Prof. Dr. Philip Manow ist ein angesehener deutscher Politikwissenschaftler, der sich vor allem mit politischen Theorien, der Geschichte politischer Ideen und der vergleichenden politischen Ăkonomie auseinandersetzt. In seiner Forschung und BĂŒcher analysiert er die Krise der reprĂ€sentativen Demokratie und die damit verbundenen politischen Dynamiken, ein Thema, das auch in seiner jĂŒngsten Publikation âUnter Beobachtungâ im Mittelpunkt steht.
Im GesprĂ€ch mit Juli Zeh reflektiert Manow ĂŒber seinen Weg in die akademische Welt und die Schönheit eines Lebens, das dem Nachdenken gewidmet ist. Gemeinsam erörtern die beiden Autoren die LĂŒcken im Demokratie-Diskurs, die Nuancen der demokratischen Begriffe und die gegenwĂ€rtige Ausbreitung des Populismus.
Juli Zeh sagt ĂŒber UNTER BEOBACHTUNG: âWenn alle, ich selbst eingeschlossen, so gerne und engagiert von der liberalen Demokratie sprechen, und zwar als etwas Bedrohtem, etwas zu Verteidigende, etwas in der Krise befindliche, warum stellt man dann nicht erst einmal fest, was diese nach allgemeinem GefĂŒhl so bedrohte liberale Demokratie ĂŒberhaupt sein soll? Unter Beobachtung tut genau das und eröffnet damit ĂŒberraschende und bereichernde Blickwinkel und DenkanstöĂe. Auf die politischen Entwicklungen nicht nur in unserem Land, sondern auch in vielen anderen LĂ€ndern der Welt. Eine Triggerwarnung an dieser Stelle unter Beobachtung ist kein politischer Ratgeber. Es ist auch keine Gebrauchsanweisung zur BekĂ€mpfung der AfD. Es ist eine Analyse, ein gelegentlich auch ironisches Spiel mit dem Wechsel von gedanklichen Perspektiven.â
ID:{b9Yo7ECb8acq33qZI28de}Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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In dieser Folge von âEdle Federnâ spricht Juli Zeh mit Marc-Uwe Kling ĂŒber seinen neuen Roman âViewsâ.
Marc-Uwe Kling hat mit seinen KĂ€nguru-Chroniken Millionen Leser und Hörer begeistert. Der zweifache deutsche Meister im "Poetry-Slam" ist kĂŒnstlerisch sehr breit aufgestellt. Er hat sein eigenes Comedy-Programm, ist Podcaster, zudem Filmregisseur und Liedermacher. Mit seinem neuen Buch hat er schriftstellerisches Neuland betreten und sich erstmals an einen Thriller gewagt.
Juli Zeh und Marc-Uwe Kling diskutieren in diesem The Pioneer Podcast unter anderem das gesellschaftliche Suchtverhalten in den sozialen Medien und darĂŒber, warum sich sowohl Sex aber auch Angst in Medien immer gut verkaufen lassen.
Juli Zeh sagt ĂŒber VIEWS: âBei aller Vielseitigkeit gibt es aber eine Haupt-QualitĂ€t, die sich wie ein roter Faden durch Mark Uwes gesamtes Werk zieht. Er ist ein subtiler Zeitgeist-Beobachter, der den Leuten in Herzen und Hirne aber auch auf die HĂ€nde schaut. Marc Uwe hinterfragt, was ist. Und zeigt, was vielleicht kommt. Haltung zeigen ohne Belehrung, Nachdenklichkeit und Humor verbinden Suspense und Witz mit substantiellem Hintergrund. Das ist das Rezept fĂŒr gelungene Kunst. In Marc-Uwes Fall auf erstaunlich vielen Sektoren.â
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In dieser Folge von "Edle Federn" spricht Juli Zeh mit der Schauspielerin und Jungautorin Valery Tscheplanowa ĂŒber ihr Buch "Das Pferd im Brunnen".
Tscheplanowas DebĂŒtroman ist eine autobiografisch inspirierte Suchbewegung in die eigene Vergangenheit, in der sie biographische BruchstĂŒcke zu einem familiĂ€ren Mosaik zusammensetzt. Mit AlltagserzĂ€hlungen aus dem vergangenen Sowjet-Sozialismus und der darauf folgenden Umbruchphase, schildert sie die Geschichte von vier starken Frauen im Russland des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die beiden Autorinnen sprechen ĂŒber einen Zufall, der Tscheplanowa zum Schreiben brachte und wie sie nun ihre Autorenstimme âanzapftâ. Sie erörtern den Begriff der âFreiheitâ als Mischung aus Auswahl und (Eigen-)Verantwortung und diskutieren darĂŒber, ob GlĂŒck eine aktive TĂ€tigkeit ist.
Juli Zeh sagt ĂŒber DAS PFERD IM BRUNNEN: âDer Text liest sich eher wie ein Reisetagebuch durch eine persönliche Familiengeschichte. Beobachtungen, Anekdoten, Reflexionen, Episoden und Meditationen fĂŒgen sich zu einer Collage, die uns nicht nur Valeries Tscheplanowas Familie nĂ€her bringt, sondern auch ihr persönliches Russland. Nicht das von Dostojewski, schon gar nicht das von Putin, sondern einen seltsamen, viel zu groĂen Vielvölkerstaat, in dem Moskau zumeist nur ein sehr weit entfernter Ort ist. Man kann Russland nicht verstehen, weil es Russland nicht gibt, aber man kann es offenbar zum Klingen bringen, als wĂŒrde man eine Saite anschlagen, deren Ton noch lange nachhallt. Valery Tscheplanowa kann das.â
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