Afleveringen

  • Corona hat einen Langlaufboom ausgelöst: Früher galt der Sport als uncool, heute strömen immer mehr Naturbegeisterte auf die Loipe, um ihre Ausdauer zu verbessern. Aber ist Langlauf auch tatsächlich der ideale Fitmacher im Schnee?

    «Einstein» macht deshalb mit Moderatorin Kathrin Hönegger den ultimativen Langlauf-Fitnesstest: Schafft sie es, innerhalb von sechs Wochen Langlaufen zu lernen und gleichzeitig ihre Fitness markant zu verbessern? Mit der Unterstützung von Seppi Hurschler, einem Langlauflehrer und ehemaligen Olympionik, lernt sie den Sport von Grund auf. Gleichzeitig kümmert sich der Sportphysiologe Thomas Steiner der Hochschule für Sport in Magglingen um ihre Trainingspläne und überwacht ihre Fortschritte mit den modernsten Methoden der Wissenschaft.

    Wie Forschung Langlauf schneller macht
    Auch Spitzensportlerin Nadine Fähndrich setzt im Training auf die Unterstützung der Wissenschaft. Als Vorbereitung für Olympia trainiert sie in St. Moritz auf 1800 Höhenmetern bei Temperaturen von minus 12 Grad. Dort setzt Sportphysiologe Thomas Steiner eine neue Messmethode ein, um ihren Wärmehaushalt zu optimieren. Denn die eisigen Temperaturen in China könnten ihre Leistung beeinträchtigen. Tatsächlich, die Messungen mit Sensoren zeigen, dass gewisse Körperteile bei diesen Temperaturen viel zu schnell auskühlen.

    Fieberhafte Suche nach dem neuen Wachs
    An den Winterspielen in Peking war Fluor zum letzten Mal das Non-Plus-Ultra für schnelle Skier. Das für Natur und Mensch schädliche Superwachs wird aus dem Spitzensport verbannt. Weltweit suchen Hersteller und Verbände fieberhaft nach fluorfreien Alternativen. Im Rennen um das Wachs der Zukunft mischt auch ein 2-Mann-Familien-Startup aus dem Rheintal vorne mit.

    Wer Schnee lesen kann, gewinnt
    Wer im Spitzensport ganz vorne mit dabei sein will, der muss den Schnee verstehen. Das gilt für den Langlauf ganz besonders und auch für andere Disziplinen im Schnee. Sportingenieur Fabian Wolfsperger vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF hat ein sogenanntes Infrasnow-Gerät entwickelt, das die Schneestruktur messen kann. Mit diesem Gerät will er künftig das Gleiten voraussagen und den Athletinnen und Athleten im Schnee das erhoffte Quäntchen Vorsprung sichern.

  • Wollen wir die Klimakrise abwenden, müssen wir anders essen. Aber wie sieht ein klimafreundlicher Speiseplan aus? In einer Essens-Challenge testet «Einstein» zwölf Zuschauende und Moderator Tobias Müller, und will herausfinden, wer den Durchblick in Sachen nachhaltiger Ernährung hat.

    Avocado, Mango oder Bio-Beef – was darf ich eigentlich noch essen und wie oft? Was muss ich beachten, wenn ich nachhaltig essen will? Welche Lebensmittel belasten die Umwelt besonders stark?

    Mit der richtigen Wahl der Lebensmittel kann jede und jeder Einzelne viel für die Umwelt tun.

    Testessen mit 13 Freiwilligen
    «Einstein» bewirtet deshalb zwölf Freiwillige und Tobias Müller. Sie haben die Aufgabe, bei einem dreigängigen Nachtessen jeweils diejenige Speise auszuwählen, die den kleinsten CO2-Fussabdruck aufweist und somit am nachhaltigsten ist. Wer hat den richtigen Riecher und wird Umwelt-Champion? Und wie schlägt sich «Einstein»-Moderator Tobias Müller?

    Ein Koch mit einer Mission
    Der Profikoch Andreas Handke ist nicht irgendein Koch, sondern ein von der UNO zertifizierter «Food and Climate Shaper». «Einstein» zeigt, wie er nachhaltig kocht, und lässt ihn das Menu für das Essens-Experiment zusammenstellen. Dabei hat Handke die eine oder andere CO2-Tücke eingebaut, um es den Teilnehmenden nicht allzu einfach zu machen.

    Wieviel bringt Fleischersatz?
    Weniger Fleisch muss sein, sonst schafft es die Gesellschaft nicht, die von der IPCC geforderten Klimaziele zu erreichen. Und Fleischersatz-Produkte spielen dabei eine grosse Rolle. Sie werden aus Soja, Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt, doch sind sie tatsächlich nachhaltiger als Fleisch?

  • Zijn er afleveringen die ontbreken?

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  • Ein Drittel der Treibhausgasemissionen gehen aufs Konto der Lebensmittelproduktion. Worauf muss man achten, um das Klima zu schonen? In einer Essens-Challenge testet «Einstein» zwölf Zuschauende und Moderator Tobias Müller, und will herausfinden, wer den Durchblick bei nachhaltiger Ernährung hat.

    Avocado, Mango oder Bio-Beef – was darf ich eigentlich noch essen und wie oft? Was muss ich beachten, wenn ich nachhaltig essen will? Welche Lebensmittel belasten die Umwelt besonders stark?

    Mit der richtigen Wahl der Lebensmittel kann jede und jeder Einzelne viel für die Umwelt tun.

    Testessen mit 13 Freiwilligen
    «Einstein» bewirtet deshalb zwölf Freiwillige und Tobias Müller. Sie haben die Aufgabe, bei einem dreigängigen Nachtessen jeweils diejenige Speise auszuwählen, die den kleinsten CO2-Fussabdruck aufweist und somit am nachhaltigsten ist. Wer hat den richtigen Riecher und wird Umwelt-Champion? Und wie schlägt sich «Einstein»-Moderator Tobias Müller?

    Ein Koch mit einer Mission
    Der Profikoch Andreas Handke ist nicht irgendein Koch, sondern ein von der UNO zertifizierter «Food and Climate Shaper». «Einstein» zeigt, wie er nachhaltig kocht, und lässt ihn das Menu für das Essens-Experiment zusammenstellen. Dabei hat Handke die eine oder andere CO2-Tücke eingebaut, um es den Teilnehmenden nicht allzu einfach zu machen.

  • Ab Neujahr wurde das SRF-Angebot in Gebärdensprache erweitert. Neu werden national insgesamt 1000 Programmstunden in Gebärdensprache angeboten, im Januar erstmals auch «Einstein». Das Wissensmagazin macht die «Muttersprache der Gehörlosen» zum Thema dieser Premiere.

    Kunst der Gebärdensprache
    Gebärdensprache ist die Muttersprache der Gehörlosen. Sie gebärden hierzulande in Schweizerdeutsch, hochdeutsch, französisch, «welsch» und italienisch, ja sogar in Dialekten. Die Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache und der gesprochenen Sprache absolut gleichwertig. Untermauert wird diese Tatsache durch das erste Grammatik-Handbuch für Deutschschweizerische Gebärdensprache (DSGS). Die selbst gehörlose Projektleiterin Katja Tissi hat die linguistischen Informationen «ihrer» Sprache mit diesem Handbuch auch den Hörenden breit zugänglich gemacht. «Einstein» hat die Dozentin für Gebärdensprache besucht.

    Der Kampf der Gehörlosen für ihre Sprache
    Gehörlose Menschen haben einen schweren Stand. Sie werden oft ausgegrenzt und sind Vorurteilen ausgesetzt. Ihre Sprache, die Gebärdensprache, war an Schweizer Schulen bis 1981 gar verboten. Anders als in anderen Ländern ist sie noch heute nicht als offizielle Sprache anerkannt. Erst kürzlich lehnte der Bundesrat ein entsprechendes Postulat ab, sehr zum Ärger von Betroffenen wie Tatjana Binggeli. «Einstein» begleitet die Präsidentin des Gehörlosenbundes ins Bundeshaus, wo sie vor Parlamentarierinnen und Parlamentariern Tacheles redet – in Gebärdensprache versteht sich.

    Gebärden dolmetschen: Die Brückenbauerinnen am Leutschenbach
    Medienkonferenzen aus dem Bundeshaus, «Meteo» vom Dach, «Einstein» aus dem Studio. Ab 2022 werden Gebärdensprach-Dolmetscherinnen jährlich 1000 Stunden SRG-Programm in die Sprache der Gehörlosen und Hörbehinderten übersetzen. Hörende und gehörlose Gebärdendolmetscherinnen geben Einblick in ihren spannenden und herausfordernden Fernsehalltag bei SRF.

    «Signes» und die Reise in die Welt der Stille
    Seit 40 Jahren sendet das Westschweizer Fernsehen RTS das Magazin «Signes» für Hörbehinderte und Gehörlose. Zwei der jährlich sieben Ausgaben kommen seit 2020 aus der Deutschschweiz. Der Mix aus hörenden und gehörlosen Macherinnen und Machern ist so vielfältig wie die Reportagen. So zeigt «Signes» bei «Einstein» auf, wie für Gehörlose selbst Musik gedolmetscht werden kann oder warum die Kunst seit jeher auch durch die Sprache der Gehörlosen inspiriert wird.

    Warum gehörlose Filmschaffende die Welt mit anderen Augen sehen
    In Stanko Pavlicas Produktionsfirma sind alle Mitarbeitenden gehörlos. Kommuniziert wird in Gebärdensprache. Seit bald 20 Jahren macht der 47-Jährige Filme. Nicht zu hören sei bei seiner Arbeit kein Nach- sondern vielmehr ein Vorteil. Seine visuelle Wahrnehmung sei ausgeprägter und könne das Wesentliche schneller erfassen, gerade weil das Hören wegfalle. Stanko Pavlica und «Signes»-Moderatorin Natasha Ruf zeigen am Schnittplatz, wie Gehörlose in ihren Filmen die Welt sehen.

  • Sie erforscht Tod und Verwesung mit Leidenschaft, doch das sieht man der sympathischen jungen Frau nicht an. Anthropologin Lara Indra lässt im Wald Schweine verwesen, um wie «Bones» aus der TV-Serie Morde aufzuklären. Welche Rolle dabei Knochen und Fliegen spielen, erlebt Kathrin Hönegger hautnah.

    Der Knochenfall
    Ein fast vollständiges, blankes Skelett kam vor ein paar Jahren im Schilthorngebiet oberhalb von Mürren zum Vorschein. Was ist passiert? Wie die Anthropologinnen und Anthropologen in den Knochen lesen und was «Miss Bones» Erstaunliches über den Fall herausgefunden hat.

    Der Insektenfall
    Es war der Gärtner, der die Leichen entdeckte. Damals, im Frühling 2000, auf dem Anwesen von Charlie Chaplin. Ein Mann und eine Frau, und sie mussten da schon länger gelegen haben – aber wie lange? Da können nur noch die Insekten helfen.

    Das Flüchtlingsschiff
    Barcone, so nennen die Forensikerinnen und Forensiker das namenlose Flüchtlingsschiff, das im April 2015 im Mittelmeer versank. Es wurde ein Jahr später gehoben und seither versuchen sie, den rund tausend ertrunkenen Menschen ihre Identität zurückzugeben. Und damit auch ihre Würde. Eine bewegende Erfahrung für Anthropologin Lara Indra.

    Ein Feldexperiment der anderen Art
    Wie viele Forschende tummelt sich auch Lara Indra am liebsten draussen in der Natur, nur legt sie dort tote Schweine aus. Und lässt sie nach allen Regeln der Wissenschaft verwesen. Kathrin Hönegger hilft ihr dabei und kommt an ihre Grenzen, als die beiden nach einer Woche Sommerhitze wieder bei den Schweinen Daten sammeln.

  • Wir Menschen verlieren das Gleichgewicht. Die grassierende Bewegungsarmut bringt uns aus der Balance. Das führt zu mehr Stürzen. Doch nicht nur der Körper, auch der Geist leidet. «Einstein» zeigt, wie riesig der Einfluss eines besseren Gleichgewichts ist.

    Gleichgewichtstraining gegen Sturzgefahr
    Wie schnell lässt sich das Gleichgewicht trainieren. Und wie stark wirkt sich dies auf die Sturzwahrscheinlichkeit aus. Tobias Müller und Kathrin Hönegger machen ein Gleichgewichtsexperiment im Bewegungslabor des Campus Balgrist. Die Forscher analysieren, wie stark sich das reaktive Gleichgewicht, das für die schnellen Reflexe des Körpers zuständig ist, durch gezieltes Training optimieren lässt.

    Senioren und Kinder trainieren gemeinsam
    Unser moderner Lebensstil mit wenig körperlichen Tätigkeiten führt dazu, dass wir zunehmend unser Gleichgewicht verlieren. Kinder und Seniorinnen sind davon besonders betroffen. Bei Kindern befindet sich das Gleichgewicht im Aufbau. Ohne Training bildet sich der Gleichgewichtsinn ab dem 20 Altersjahr ab. Die Konsequenz: Eine vielfach höhere Sturzwahrscheinlichkeit im Alter. Gegensteuer kann hier Generationenübergreifendes Training bieten. Eine neue Studie beleuchtet die Vorteile, wenn Kinder gemeinsam mit Senioren trainieren. Für Jung und Alt.

    Gleichgewichtstraining für bessere Schulnoten
    Ein besseres Gleichgewicht fördert auch die Kognition. Basler Forschende wiesen nach, dass der Effekt am grössten ist, wenn beides zusammen trainiert wird. Was führt zu diesem Effekt? Und können mit speziell entwickelten Computerspielen auch Bewegungsmuffel von diesem Effekt profitieren?

    Mit Computer-Games zu mehr Gleichgewicht und Grips
    Immer mehr Kinder mutieren zu «couch potatoes» und verbringen ihre Zeit mit Computer-Games. Das Startup «Sphery» möchte dem Bewegungsmangel entgegenwirken und hat ein Game entwickelt, mit dem gleichzeitig Gleichgewicht, Fitness und der Kopf trainiert werden können. Erste Studien zeigen, dass die Kinder neben einer besseren Fitness ebenfalls ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern konnten. Die Game-Entwickler planen nun das Game grossflächig in Schulen einzusetzen.

    Samuel Volery – Der Meister des Gleichgewichts
    Samuel Volery gehört seit Jahren zur Weltklasse auf der Slackline. Das Thema Gleichgewicht ist ein wichtiger Teil in seinem Leben. Sein Weltrekord-Versuch auf einer Slackline, die zwischen zwei Gipfeln der Churfirsten gespannt wurde, machte Furore. Slacklinen ist für ihn Beruf und Lebensschule zugleich. Beim Tanz auf dem schmalen Band benötigt er eine Fokussiertheit, die er auf alle anderen Lebensbereiche und persönlichen Ziele überträgt.

  • Es ist ein Bubentraum, den sich Milliardäre wie Jeff Bezos und Elon Musk erfüllen: Sie fliegen ins All. Zudem machen neue Start-ups die Reise in den Weltraum immer günstiger. «Einstein» begleitet ETH-Studierende mit ihrer Rakete zu einem emotionalen Countdown nach Portugal. Wird ihre Eigenentwicklung abheben?

    Raketen-Kids
    Die Studierenden, die «Einstein»-Moderator Tobias Müller zu einem Raketenflugwettbewerb begleitet, wollen hoch hinaus. Ihre Piccard-Rakete ist über sechseinhalb Meter lang und fliegt schneller als der Schall. Die Startvorbereitungen in Portugal sind aber hochkomplex und verlangen dem Team alles ab.

    Mars-Enthusiasten
    Den Mars auf der Erde simulieren: Das ist das Ziel der Amadee20-Mission. Für drei Wochen leben sechs sogenannte Analog-Astronautinnen und -Astrounauten in einer «Mars-Kolonie» in der israelischen Wüste. Was nach Zukunftsmusik tönt, könnte bald Realität werden. In den nächsten Jahren sind mehrere bemannte Mond-Missionen geplant und Multimilliardär Elon Musk will mit seinen Raketen Menschen auf den Mars bringen.

    Weltall-Start-ups
    Clearspace und Astrocast sind zwei Schweizer Start-ups aus dem New-Space-Bereich – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Astrocast mit ihren Klein-Satelliten Internetempfang an den entlegensten Orten der Welt garantieren will, versucht Clearspace das All von ausgedienter Raumfahrt-Technik zu befreien. Bereits 2025 soll ihr Roboter ein kühlschrankgrosses Stück Weltraumschrott beseitigen.

  • Das Elektroauto bewegt – nach der «Einstein»-Sendung im Mai gab es viel Feedback. Den Inputs und Anliegen des Publikums geht «Einstein» auf den Grund: Ist das Wasserstoffauto nicht doch das bessere Auto? Wie weit sind synthetische Treibstoffe? Und: Wie viel Energie steckt in einem Liter Benzin?

    Mobilitätsexperten und Praxiserfahrungen
    «Einstein» spiegelt die Fragen des Publikums rund um das Elektroauto mit dem TCS-Elektromobilitätsexperten Martin Bolliger. Zudem besuchen sie einen «Einstein»-Zuschauer, der bereits seit vielen Jahren rein elektrisch fährt und machen zusammen eine Probefahrt in seinem neuen E-Auto, «made in China». Praxiswissen und Expertise.

    Synthetische Treibstoffe?
    Jahrzehnte werden noch Verbrenner-Fahrzeuge auf den Strassen fahren. Wie schafft man es, auch mit normalen Autos künftig CO2 zu reduzieren? Synthetische, nachhaltige Treibstoffe, sogenannte «eFuels» sind maximal CO2-neutral und könnten in jedem Verbrenner eingesetzt werden. Das Problem sind die Kosten und die Verfügbarkeit. Aber in der Aviatik sind sie bereits ein grosses Thema und die Schweiz mischt ganz vorne mit.

    Wasserstoff-Antrieb – Ja, aber nicht überall
    «Einstein» beleuchtet das Thema Wasserstoff als Treibstoff- und Antriebs-Alternative. Im Schwerverkehr sind sie bereits Teil nachhaltigerer Lösungen und «Einstein» zeigt, wie heute schon Firmen ihre Logistik-Szenarien nach ihnen ausrichten. Darüber hinaus könnten die Plane für die Wasserstoff-Produktion in der Mobilität einer der grössten Treiber im Ausbau nachhaltiger Energien werden.

    Und «Einstein» schaut genauer hin, wie eigentlich die Energiebilanz bei der Produktion fossiler Treibstoffe aussieht. Da schlägt einiges zu Buche und der Energieverlust über die ganze Kette ist enorm.

  • Baden war dank seiner Thermalbäder jahrhundertelang die wichtigste Tourismusdestination Europas. Jetzt öffnet das neue Thermalbad von Mario Botta. Doch diesem mussten einzigartige römische und mittelalterliche Zeitzeugen weichen. Was bleibt von dieser Vergangenheit? Eine Spurensuche im Untergrund.

    Ein einzigartiger Platz
    Dass der Kurplatz ab dem Mittelalter das Zentrum des Bäderquartiers war, weiss man dank Funden und Überlieferungen seit langem. Doch als 2020 die Sanierungsarbeiten auf dem Platz laufen, wird rasch klar: Die Geschichte dieses Ortes muss neu geschrieben werden. Die Archäologin Andrea Schaer entdeckt nicht nur römische Bäder, sondern auch einen römischen Altar und einen Inschriftenstein, dazu Grundmauern wohl einer Tempelanlage. Erstmals ist klar: Hier lag das Quellheiligtum der Römer, das Zentrum der grossen Heilthermen. Der Kurplatz ist weltweit einer der wenigen Orte, an denen über 2000 Jahre unterbruchslos Badegeschichte dokumentiert ist.

    Zeigen oder zudecken?
    Doch was machen mit den einzigartigen Funden auf dem Kurplatz? Eine Debatte beginnt. Die Geschichte sichtbar machen, wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern gefordert. Doch die Stadt entschliesst sich für das Gegenteil: Die Funde werden wieder zugedeckt. Die Begründung: Ein Offenlegen wäre technisch wegen dem Thermalwasservorkommen kaum möglich.

    In die Zukunft dank der Vergangenheit
    Doch die Ausgrabungen eröffnen auch Chancen. Der römische Beton, aus dem die Badeanlage gebaut ist, ruft die Materialforschenden auf den Plan. Denn der Badener Beton ist anders zusammengesetzt als der bislang bekannte römische Beton. Nicht Vulkanasche wie in Rom macht ihn so dauerhaft wie heutigen Beton, sondern einheimischer Ton. Walter Caseri von der ETH hofft, mit dieser Erkenntnis einen neuartigen modernen Beton entwickeln zu können. Einen Beton, der sogar klimafreundlicher produziert werden kann. Tatsächlich gelingen erste Versuche. Bereits interessiert sich die Industrie für die «römische» Technologie.

    Die neue Verwendung des Thermalwassers
    Eine weitere nachhaltige Neuentwicklung befindet sich im Untergeschoss des Thermalbades. Eine so noch nie gebaute Anlage entzieht dem Thermalwasser seine natürliche Wärme und heizt damit das Warm- und Heizwasser, nicht nur für das Thermalbad, sondern auch für die angegliederten 38 Wohnungen und den Hotelkomplex. Das spart einen Tanklastzug Heizöl pro Woche – dank der Nutzung der natürlichen Wärme des Thermalwassers.

  • Der Gebäudesektor ist für 40 Prozent des Ressourcen- und Energieverbrauchs verantwortlich. Wie bauen wir in Zukunft? Tobias Müller wohnt in einem nachhaltigen Mini-Haus, zeigt, wie gut ein neuer Öko-Beton ist und wie man mit Holz Hochhäuser bauen kann.

    In Glasgow findet Anfang November die Welt-Klimakonferenz statt. Der Gebäudesektor spielt in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit eine entscheidende Rolle. Er ist für 40 Prozent des weltweiten Ressourcen- und Energieverbrauchs verantwortlich. Dementsprechend gross ist das Potenzial, Massnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in Gebäuden umzusetzen. Wie wohnen und arbeiten wir in Zukunft? Und wie bauen wir nachhaltig unsere Häuser? Tobias Müller lässt sich ein Mini-Haus, ein sogenanntes Tiny House, zeigen, wo eine Forscherin an einem realen Gebäude nachhaltige Lösungen entwickelt hat. «Einstein» zeigt, wie Roboter ein ganzes Haus bauen, wie gut Öko-Beton wirklich ist, und wie man mit Holz sogar Hochhäuser bauen kann.

    Das Tiny House
    Das sogenannte Kreis-Haus steht in Feldbach am Zürichsee. Der Name steht für Klima und Ressourcen-Effizientes Suffizienz-Haus. Das Projekt zeigt auf, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft auf kleinstem Raum in Gebäuden umgesetzt werden kann. Von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser – alles befindet sich im Kreislauf. Tobias war beim Bau des Hauses mit dabei und hat das Haus probegewohnt.

    Haus der Zukunft: Nest
    Wie wohnen und arbeiten wir in Zukunft? Und wie bauen wir unsere Häuser? Genau diese Fragen stellen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Industrie in dem Haus der Zukunft an der Empa in Dübendorf. Das sogenannte Nest ist ein Baulabor, eine Innovationsplattform, die es erlaubt, in und an einem realen Gebäude zu forschen und neue, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Tobias Müller hat sich zeigen lassen, wie Roboter Häuser bauen und wie die Digitalisierung auf dem Bau den Materialverbrauch massiv verringern kann.

    Der grüne Beton
    Die Menschheit baut auf Beton. Häuser, Brücken, Fundamente. Kein Material wird in grösserer Menge hergestellt. Die Folge: ein immenser CO2-Abdruck, acht Prozent der globalen Emissionen. Das CO2 entsteht bei der Zementherstellung, der Hauptzutat von Beton. Auf Beton können wir aber kaum verzichten, schon nur, weil der CO2-Abdruck anderer Baumaterialien wie Stahl und Backstein noch grösser ist. Darum bleibt nur, den Zement zu verbessern. Forschenden der EPFL-Lausanne ist das gelungen, sie haben einen alternativen Zement entwickelt und die CO2-Emissionen bei der Herstellung um 30 bis 40 Prozent reduziert. Bereits wird er in Indien und einigen anderen Ländern hergestellt.

    Wolkenkratzer aus Holz
    In Zug soll ab 2022 mit 27 Stockwerken und rund 80 Metern Höhe eines der weltweit höchsten Hochhäuser aus Holz gebaut werden: das «Projekt Pi». Das Besondere: Zum ersten Mal soll dabei der tragende Gebäudekern nicht mehr aus Beton, sondern ebenfalls aus Holz bestehen. Bevor die Bauarbeiten beginnen können, müssen geplante Bauteile noch gründlich erforscht und getestet werden. Dafür finden im Mai 2021 umfangreiche Experimente an der ETH Zürich statt wie auch bei der Baufirma Implenia in Zürich, wo extra dafür ein 1:1-Modell von zwei Stockwerken des «Projekt Pi» hergestellt wurde.

  • Mit Google den Staubsauger oder mit dem Handy das Licht steuern. Immer mehr Gegenstände sind über das Internet miteinander vernetzt und erleichtern unseren Alltag. Doch dieser Komfort hat einen Preis: persönliche Daten. «Einstein» über das Internet der Dinge und wie es uns durchleuchtet.

    Bei der Recherche sind wir auf den Dokumentarfilm des kanadischen Filmemachers und Digitalisierungsexperten Brett Gaylor gestossen. In seinem Film «The Internet of Everything» beleuchtet er was geschieht, wenn die Menschen sich für den Komfort «smarter» Gegenstände und Apps entscheiden, sich aber der Folgen nicht bewusst sind. Denn das Internet ist heutzutage überall. Welche Folgen hat diese «Internet-Abhängigkeit» auf die Gesellschaft?
    Brett Gaylor fragt sich auf seiner Recherche-Reise ob es in Ordnung ist, Menschen und ihre persönlichen Daten zu (be)nutzen. Oder wäre es nötig, jetzt die Reissleine zu ziehen, und doch mehr «Offline» durchs Leben zu gehen?
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller hat mit dem Dokumentarfilmer Brett Gaylor über diese Themen gesprochen.

  • Wie macht man die Landwirtschaft nachhaltiger? Indem man Kräuter, Gemüse oder Früchte vertikal anbaut – mitten in der Stadt. Vertical Farming spart Wasser, verbraucht weniger CO2 und verspricht mehr Ertrag auf kleiner Fläche. Löst das unser Klimaproblem oder handelt es sich nur um einen Öko-Hype?

    «Einstein» geht den Fragen nach: Was braucht es, um erfolgreich industrielles Vertical Farming zu betreiben? Was sind die Vor- und Nachteile? Wo wird das schon gemacht und welche Probleme aus dem klassischen Anbau liessen sich so allenfalls lösen?

    Gross denken, stadtnah produzieren
    Je grösser die Anlage, desto mehr wird automatisiert. Die kontrollierte Umgebung erlaubt einen effizienteren Anbau mit weniger Einsatzmitteln und Ernteausfällen. Aber nicht alles lässt sich mit dieser Methode anbauen.

    Ein junges Schweizer Food-Startup baut seine erste industrielle Vertical-Farming-Pilotanlage, die zugleich auch ein «Innosuisse»-Forschungsprojekt zusammen mit der ZHAW, Agroscope und der Agrargenossenschaft Fenaco ist. Das Ziel: Ein automatisiertes Vertical-Farming-Modul zu bauen, das sich erweitern und international vermarkten liesse.

    Licht- und Nährstoff-Forschung in der Schweiz
    An der ZHAW erforscht man die die Nährstoffzyklen in sogenannten «Aquaponik»-Systemen – dabei zirkuliert das Wasser über Becken mit Fischen. Solche Systeme sind besonders robust, effizient und nachhaltig.

    Im Licht stecken noch viele unentdeckte Möglichkeiten, das Wachstum von Pflanzen zu beeinflussen. Ein Schweizer Startup will nun gezielt fürs Pflanzenwachstum professionelle LED-Panels entwickeln, die viele Spektren des Lichts wiedergeben können.

    Gesunde Böden für nachhaltigen Anbau
    Was macht einen gesunden Boden aus? Wir fragen beim FIBL nach, die die Bodenqualität seit Jahrzehnten untersucht.

    Und Agroscope betreibt seit 10 Jahren ein Agrarumweltmonitoring: Es errechnet aus den Einsatzmitteln der Landwirtschaft Einflussindikatoren auf die Umwelt und die Qualität der Böden – wie entwickeln sich diese Zahlen?

  • Jede Schweizer Stadt kämpft gegen zu viele Tauben und deren ärgerlichen Dreck. Nun offenbart die Forschung die faszinierende Seite der Vögel. Sie entschlüsselt ihre erstaunliche Navigation sowie ihre kognitiven Fähigkeiten – und sie können sogar Englisch?

    Keine Stadt, wo Tauben keine Plage sind. Weil sie Allesfresser sind, weil ihr Kot Gemäuer zersetzt, weil sie sich hemmungslos vermehren. Die Stadt Bern geht das Problem mit einem Konzept an, das wohl europaweit einzigartig ist. Hier werden Tauben nicht abgeschossen oder vergrämt, sondern gehegt und gepflegt. Dank städtischen Taubenschlägen mit kontrollierter Fütterung, Gesundheitschecks und der Sterilisation männlicher Tauben ist der Bestand 10 Mal kleiner als noch vor 10 Jahren. «Einstein» hat das Berner Taubenmanagement unter die Lupe genommen und eine Tierpflegerin auf ihrer Tour durch die städtischen Taubenschläge begleitet.

    So verhasst die Tauben bei vielen oft sind: Sie werden völlig unterschätzt. Tauben brillieren mit kognitiven Höchstleistungen. Sie sind Meister im auswendig lernen und ihr visuelles Gedächtnis ist schlicht phänomenal. Bei Experimenten im Labor scannen und merken sie sich problemlos 1000 Bilder. Sie lernen, ob es sich bei einer Buchstabenfolge um ein korrektes englisches Wort handelt oder nicht, und sie können die Kunststile von Picasso und Monet treffsicher unterscheiden.

    Auch in Freiheit machen sich Tauben ihr Talent fürs Einordnen und Erkennen von Bildern zunutze, mit einem Orientierungssinn, der nicht zu toppen ist. Sie findet immer zu ihrem Heimschlag zurück, egal, woher sie kommt, und wie weit sie davon entfernt ist. Sie erkennt und orientiert sich dabei am Magnetfeld der Erde, am Sonnenstand, am Infraschall und an Gerüchen. Sie besitzen eine Art biologischen Kompass, dessen Geheimnis bis heute nicht restlos gelüftet ist.

    «Einstein» zeigt Tauben aus einer neuen, faszinierenden Perspektive. Sie sind keine «Ratten der Lüfte», sondern äusserst gelehrige Vögel, die ziemlich was draufhaben.

  • Island hat die Energiewende geschafft. Vulkane und Quellen machen die Insel zum Hotspot in Sachen Geothermie. Und der innovative Umgang mit dem Klima-Killer CO2 lockt auch Schweizer Forschende auf die Insel. «Einstein» auf Recherche beim Klima-Weltmeister Island.

    Island hat alles, wovon viele Länder träumen. Es hat die Energiewende geschafft. Der Strom und die Beheizung der Gebäude kommen zu fast 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Vor allem bei der Geothermie ist Island führend. Das Land, das quasi auf Vulkanen sitzt, ist ein Geothermie-Labor für die ganze Welt geworden. Wie steht die Schweiz im Vergleich da und was können wir vom «Modell Island» lernen? «Einstein» besucht das grösste Geothermiewerk der Insel und erfährt, wie es Island geschafft hat, den Anteil an Geothermie zu vervielfachen und dadurch die CO2-Emissionen zu minimieren.

    Wo steht die Schweiz im Vergleich?
    Auch in der Schweiz wird Geothermie seit Jahrzehnten genutzt. Bis jetzt allerdings ausschliesslich zum Heizen. Alle Versuche, Strom mit Geothermie zu erzeugen scheiterten bislang. Erdbeben nach Geothermiebohrungen verunsicherten die Bevölkerung. Die Skepsis gegenüber neuen Projekten ist gross. Im Bedretto-Tal testen Forscher In einem unterirdischen Labor tief im Berg ein neues Verfahren, um die Wärme aus der Tiefe für die Stromproduktion zu nutzen. Dabei sollen die Erdstösse so weit minimiert werden, dass sie an der Oberfläche nicht mehr zu spüren sind. Mit den Ergebnissen soll der Geothermie in der Schweiz neuen Schwung verleiht und Vertrauen zurückgewonnen werden.

    Negative CO2-Emissionen
    CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energiequelle ist das eine, CO2-Reduktion das andere. Die Schweizer Firma Climeworks baut auf Island den grössten CO2-Staubsauger der Welt. Schon im September soll die Anlage in Betrieb gehen und 4000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Luft filtern und danach dauerhaft im Boden gespeichert werden. Laut Experten sind solche sogenannte «negative CO2-Emissionen» die einzige Möglichkeit, um die Klimaziele von Paris noch erreichen zu können.

    Klimaschutzpotential bei der Müllverbrennung
    Die Müllverbrennung verursacht jährlich 4,2 Millionen Tonnen CO2. Das sind 4,5 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz. Doch die Hälfte dieses CO2 stammt aus der Verbrennung von biogenen Abfällen wie Holzabfälle oder Essensreste. Ein Pilotprojet der KVA Linth und der der ETH Zürich will das Treibhausgas, welches beim Verbrennen des Mülls entsteht, einfangen und ebenfalls unterirdisch einlagern. Die ETH-Forscher sehen ein grosses Potential, wenn dieses Verfahren breit eingesetzt würde. Würde das Potential in der KVA Linth voll ausgeschöpft, würde dies den CO2-Ausstoss des Kantons Glarus mehr als halbieren.