Afleveringen
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Während Religion praktisch ist, ist Theologie theoretisch: Eines Menschen Theologie ist die Summe der Sätze über Gott, die er für wahr hält. Diese Sätze aber kann Theologie aus einer Offenbarung oder aus der Vernunft schöpfen. Und hier erhebt sich der Streit zwischen der theologischen und der philosophischen Fakultät darum, auf welchem Wege Gott zu erkennen ist.
Zitat: 0:08
Die Religionsphilosophie ist der krönende Abschluss von Kants Philosophie: 0:26
Die heutige stiefmütterliche Behandlung der Religionsphilosophie: 11:19
Theologie und Religion: 29:18
Zur wahren Religion ist die richtige Theologie hilfreich, aber nicht nötig: 34:55
Offenbarungstheologie und Rationaltheologie: 46:52
Der Streit der theologischen und der philosophischen Fakultät: 1:03:52
Dank: 1:38:47
Von der Theologie und vom Streit der theologischen und der philosophischen Fakultät handelt der erste Abschnitt von Kants Streit der Fakultäten: https://korpora.org/kant/aa07/015.html
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Alles moralische Handeln arbeitet hin auf die Verwirklichung des höchsten Guts: Eine Welt, in der die Menschen Glückseligkeit haben und auch verdienen. Aber Kants Leistung ist, zweierlei gezeigt zu haben: Das höchste Gut steht nicht am Anfang, sondern am Ende der Moral, wir sollen es nicht verwirklichen, weil es gut ist, sondern weil wir es verwirklichen sollen, ist es gut. Und die beiden Hälften des höchsten Guts können in der Sinnenwelt nicht vereinigt werden - womit es über die Sinnenwelt hinaus auf eine übersinnliche Welt weist und die Brücke schlägt von der Moral- in die Religionsphilosophie.
Zitat: 0:08
Das höchste Gut in Kants Philosophie: 1:03
Das höchste Gut steht nicht am Anfang, sondern am Ende der Moral: 5:27
Das höchste physische Gut: 19:33
Das höchste moralische Gut: 38:58
Das höchste (ethische) Gut: 1:11:47
Die Dialektik der praktischen Vernunft: 1:28:24
Antike Versuche der Auflösung der Dialektik: 1:34:14
Das höchste physische und moralische Gut sind geschieden: 1:49:43
Das höchste rechtliche Gut: 2:05:07
Meist stimmen Moral und Klugheit überein: 2:16:31
Die meisten Menschen sind schlecht und ziehen ihren Vorteil der Moral vor: 2:24:50
Die üblichen Einwände gegen Kant: 2:42:51
Die Moral ist dem eigenen Vorteil vorzuziehen: 2:55:07
Die Lösung der Dialektik der praktischen Vernunft in der Religion: 3:17:19
Dank: 3:35:14
Das höchste Gut behandelt Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/522.html und vor allem in seiner Kritik der praktischen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa05/107.html.
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Die meisten Menschen suchen nach passivem Glück: Ausruhen, genießen, Lust empfangen. Kant aber ist sich bewusst, dass es auch ein aktives Glück gibt: Tätig sein, schaffen, Sinn hervorbringen.
Zitat: 0:08
Kant lehrt vor allem einen negativen Weg zum Glück: 0:18
Die möglichen Quellen des Glücks: 12:23
Das passive & das aktive Glück: 19:07
Warum Tätigkeit lustvoll ist: 36:38
Auch der Tätige arbeitet nicht nur, sondern ruht und spielt auch: 54:11
Die Einigkeit aller Weisen und Philosophen über das Glück und wie sie heute verschwiegen wird: 58:15
Dank: 1:24:17
Über das Tätigsein und das aus ihm erwachsende Glück hat Kant sich nicht zusammenhängend und systematisch, sondern immer wieder an einzelnen Stellen geäußert. Es empfiehlt sich, hierzu vor allem seine Vorlesungen zu lesen, sowohl seine Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up als seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 als auch seine Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up
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Theoretisch lehnt Kant den Idealismus, der die Welt zur bloßen Illusion erklärt, ab. Praktisch aber sollen wir uns so verhalten, als wäre er wahr: Wir sollen die Kürze und Nichtigkeit des Lebens bedenken, die Welt als Kinderspiel behandeln und nichts wichtig nehmen als unsere moralische Pflicht. Dies ist der Weg zu einem stets fröhlichen Herzen.
Zitat: 0:08
Nichts im Leben hat Wert außer unserer Moralität: 0:21
Das Leben ist kurz und flüchtig: 26:20
Das bloße Leben, nach der Lust darin gemessen, ist wertlos: 35:35
Praktischer Idealismus: 51:55
Einbildungskraft als Bedingung der Möglichkeit des praktischen Idealismus: 1:15:40
Das stets fröhliche Herz: 1:48:18
Abstraktion als Mittel zum glücklichen Leben: 1:54:47
Dank: 2:09:29
Die zwei Leben des Jack Terry: https://youtu.be/NEWHso76lLg?si=R0Isj-LWwphzY4Ew
Die Haltung des praktischen Idealismus und des fröhlichen Herzens bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/117.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html. Einen Eindruck von Kants Verhältnis zum Leben mit seiner Kürze und zum Tod vermitteln darüber hinaus seine Gedanken bei dem frühzeitigen Ableben des Herrn Johann Friedrich von Funk: https://www.korpora.org/Kant/aa02/037.html
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Jede Neigung ist eine Fessel. Sie bindet uns an die Gegenstände, die wir zu ihrer Befriedigung bedürfen. Und je mehr wir sie befriedigen, desto mehr werden wir aus Gewohnheit von ihr abhängig und stumpfen zugleich gegen die Lust ab. Wir glücklich sein will, sollte daher nicht der Befriedigung seiner Bedürfnisse hinterherrennen, sondern danach streben, möglichst wenig Bedürfnisse zu haben. Kant empfiehlt mit Epikur ein genügsames Leben: Versage dir die Freuden nicht, lebe nicht in völliger Enthaltsamkeit, aber komme mit wenigen und einfachen Freuden aus, erfreue dich dann und wann anderer Genüsse, wenn sich die Gelegenheit ergibt, aber mache dich nicht von ihnen abhängig.
Zitat: 0:08
Der positive Weg zum Glück: Erlangen, was man bedarf: 0:34
Der negative Weg zum Glück: Wenig bedürfen: 18:46
Genügsamkeit statt Üppigkeit: 28:09
Der Mensch sollte entbehren können, aber nicht alles entbehren: 39:01
Wer von Dingen abhängt, ist unmoralisch und unglücklich: 1:05:56
Kants Ratschläge: 1:32:18
- Enthalte dich der müßigen Begierden: 1:33:22
- Bedenke, wie viele ohne Das auskommen, was dir Bedürfnis ist: 1:37:43
- Lass nicht durch Gewohnheit Begierden zu Neigungen werden: 1:45:34
- Behalte immer einige Genüsse für später im Prospekt: 2:06:43
- Opfere nicht das Ganze für einen Teil: 2:19:56
- Bedenke, dass jeder Gewinn Verzicht ist und umgekehrt: 2:30:21
Schluss: 2:39:47
Dank: 2:44:21
Die Haltung der Genügsamkeit bespricht Kant vor allem in seinen Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up und seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://www.korpora.org/Kant/aa19/.
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Das Unglück der Menschen kommt großenteils nicht von äußeren Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen, sondern daher, dass sie sich die Dinge zu sehr zu Gemüt ziehen und zu empfindlich sind. Hiergegen rät Kant zu einem stoischen Gleichmut: Keiner Sache Einfluss auf das eigene Gemüt verstatten, über nichts sich betrüben als über sein eigenes Fehlverhalten. Dies bedeutet aber nicht Gleichgültigkeit: Der Mensch soll empfindsam sein und er soll sich die Dinge zu Herzen nehmen, also sich bewegen lassen, aber sie sollen ihm nicht seine Gemütsruhe nehmen.
Zitat: 0:08
Der Mensch ist nicht Opfer seiner Affekte und Leidenschaften: 1:21
Der Weise muss sich nicht selbst überwinden, sondern ist mit sich selbst gar nicht erst im Krieg: 11:17
Der Mensch soll gleichmütig sein, nicht gleichgültig: 23:58
Der Mensch soll sich Dinge zu Herzen nehmen, nicht zu Gemüt führen: 31:58
Der Mensch soll empfindsam sein, aber nicht empfindlich: 45:16
Eigentlicher Gleichmut ist Sache des Charakters: 59:13
Die Überempfindlichkeit der Gegenwart ist ein Zivilisationsproblem: 1:16:54
Gleichmut verträgt sich nicht mit Hedonismus: 1:32:47
Dank: 1:46:02
Die Haltung des Gleichmuts bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/117.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
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Der Mensch soll seine Affekte und Leidenschaften bezähmen. Das ist moralisch geboten, denn durch sie schadet er anderen und verliert nicht zuletzt die eigene Vernunft und damit seine Freiheit und Menschenwürde. Es ist aber auch pragmatisch geraten, denn die Affekte und Leidenschaften bringen alles mögliche Unglück über den Menschen, ein gleichmütiges Leben, das frei von ihnen ist, ist daher ein glücklicheres Leben.
Zitat: 0:08
Glückseligkeit erlangen wir durch Unabhängigkeit: 0:53
Affekte: 6:09
Leidenschaften: 44:18
Die Gemeinsamkeiten von Affekten und Leidenschaften: 1:03:04
Die Unterschiede von Affekten und Leidenschaften: 1:08:00
Leidenschaften sind immer auf Menschen gerichtet: 1:12:17
Einteilung der Leidenschaften: 1:25:12
Materielle Leidenschaften: 1:34:08
Formelle Leidenschaften: 1:42:48
- Die Freiheitsleidenschaft: 1:43:34
- Die Leidenschaften für Ehre, Macht und Geld: 2:14:23
Der Zweck von Affekten und Leidenschaften: 2:33:32
Leidenschaften entstehen durch die Einbildungskraft: 2:49:29
Kant ist der Apologet der Sinnlichkeit: 3:04:33
Dank: 3:15:14
Übersicht über die Gemütsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg
Affekte und Leidenschaften bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/251.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
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Lange Zeit verstand man unter praktischer Philosophie die Lehre vom guten Leben und der Glückseligkeit. Die Moral wurde vielfach als Teil hiervon oder auch als Mittel zum Erreichen des Glücks betrachtet. Kants Verdienst ist es, beides strikt von einander geschieden zu haben. Die eigentliche oder reine praktische Philosophie handelt bei ihm von der moralischen Pflicht, ungeachtet unseres persönlichen Vorteils oder Glücks. Aber dennoch hat er sich auch an vielen Stellen dazu geäußert, was ein gutes Leben ausmacht. Und das Klischee, Kant hätte nur kalte, freudlose Pflichterfüllung gepredigt und auch selbst gelebt, ist nicht wahr: Die Sinnlichkeit und unsere Begierden sollen nach ihm zwar von der Vernunft regiert, aber nicht unterdrückt werden, sondern zu ihrem Recht kommen.
Zitat: 0:08
Der Platz der Lehre vom guten Leben in der Architektonik von Kants System: 0:32
Eine allgemeingültige Lehre der Glückseligkeit ist nicht möglich: 10:45
Kants Bemerkungen zum Glück sind weniger originell als andere Teile seines Denkens: 24:00
Kant lehnt Sinnlichkeit und Lust nicht im Namen der Moral ab: 28:18
Moral und Klugheit stimmen meistens überein: 49:11
Kant ist für moralischen Rigorismus, aber gegen moralischen Purismus: 59:01
Tugend ist Stärke und guter Mut und daher nicht griesgrämig, sondern fröhlich: 1:12:59
Kant selbst genoss sein Leben: 1:26:08
Die moralische Pflicht sollen wir um unserer selbst willen tun, nicht weil es uns Vorteil bringt: 1:41:26
Dank: 1:47:46
Übersicht über die Philosophie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Philosophie-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Metaphysik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Metaphysik-nach-Kant-scaled.jpg
Im Mittelalter wurde gebadet: https://youtu.be/2xK-Ci4z6hA?si=JP9nKPxYMgE7Sba0
Das Verhältnis von Vernunft und Sinnlichkeit, moralischer Pflicht und kluger Lebensfreude und seine Ablehnung der mürrischen Ethik und der Mönchstugend bespricht Kant am ausgiebigsten in seinen Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
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Kants Position den Tieren gegenüber wird oft attackiert, aber meist völlig missverstanden. Wir haben nach ihm keine Pflichten gegen Tiere, aber doch Pflichten in Bezug auf Tiere. Rechtlich sind sie Sachen, können also besessen und benutzt werden und haben keine Rechte, wie sie auch keine Pflichten haben. Wir sollen dennoch pfleglich mit ihnen umgehen. Nicht um ihrer, sondern um unserer selbst willen: Weil es unserer eigenen Menschenwürde unangemessen wäre, uns nicht wie vernünftige Wesen zu betragen und nicht zweckmäßig zu handeln. Kants Moralphilosophie ist damit eine, die nicht nur den achtlosen Umgang mit Tieren, sondern selbst mit leblosen Gegenständen verbietet.
Zitat: 0:08
Kants Position gegenüber den Tieren: 1:40
Die Natur der Tiere: 10:56
- Das Erkenntnisvermögen der Tiere: 18:14
- Die Gefühle der Tiere: 37:39
- Das Begehrungsvermögen der Tiere: 50:38
- Die Seele der Tiere und ihr Leben nach dem Tod: 58:52
Die Kritik an Kants Position: 1:03:52
Tiere sind rechtlose Sachen: 1:22:21
Kant lehnt Tierquälerei ab: 1:43:40
Kant ist nicht anthropo-, sondern ratiozentristisch: 1:54:23
Wir sollen Tiere nicht quälen, weil wir sonst abstumpfen: 2:06:34
Wir sollen Tiere nicht quälen aus Selbstachtung: 2:12:58
Selbstachtung ist wirklich, weshalb Menschen achtvoll mit Tieren umgehen, selbst wenn sie es sich nicht klar machen: 2:20:34
Weshalb Leute Kants Moralphilosophie in Bezug auf die Tiere wirklich ablehnen: 2:37:04
Der Mensch soll nicht vom Geist der Zerstörung beseelt sein: 2:46:13
Die Pflichten in Bezug auf die Tiere sind weite Pflichten und unserem Ermessen überlassen: 3:09:07
Wir sollen uns aus allem ein Gewissen machen: 3:18:08
Dank: 3:25:29
Eine kleine Korrektur: Es war nicht Mohammed, sondern dessen Schwiegersohn Ali, der riet, den eigenen Magen nicht zum Grab der Tiere zu machen.
Übersicht über die Gemütsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Sinnlichkeit nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Sinnlichkeit-nach-Kant.jpg
Das moralische Verhältnis zu den Tieren und wie wir mit ihnen umgehen sollten ist Thema in der Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/203.html und den Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer an Kants eigenem Verhältnis zu Tieren interessiert ist, sollte die Lebensbeschreibungen seiner Bekannten lesen, insebesondere Ehregott Andreas Christoph Wasianskis Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10064190?page=1.
Auf die Natur der Tiere im Gegensatz zur menschlichen kommt Kant an verschiedenen Stellen seiner Vorlesungen über Metaphysik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up sowie seiner Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 zu sprechen.
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Der Naturzustand ist ein Krieg aller gegen alle. Nur öffentliches Recht kann ewigen Frieden schaffen: Es muss Gesetze geben, die jedem das Seine sichern, und diese Gesetze müssen verbindlich sein und durchgesetzt werden. Das Staatsrecht soll Frieden zwischen Individuen schaffen, das Völkerrecht zwischen Staaten. Aber damit ein solches Staats- oder Völkerrecht eingeführt werden kann, muss es zunächst ein globales Weltbürgerrecht geben: Es darf eben kein totaler Krieg aller gegen alle herrschen, sondern jeder Mensch muss ein allgemeines Besuchsrecht haben. Denn nur wenn der, der einer Rechtsgemeinschaft nicht angehört und nicht durch die in ihr herrschenden Gesetze geschützt ist, die Möglichkeit hat, seinen Beitritt zu dieser wenigstens anzubieten, kann eine Rechtsgemeinschaft überhaupt entstehen.
Zitat: 0:08
Öffentliches Recht und Weltbürgertum: 1:29
Es muss ein Weltbürgerrecht auf Hospitalität geben: 10:42
Flüchtlinge: 27:25
Kolonialismus: 52:38
Die Bedeutung des Weltbürgerrechts im Angesicht des Totalitarismus: 1:10:34
Dank: 1:23:06
Das Weltbürgerrecht behandelt Kant in seiner Schrift Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/357.html sowie in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/352.html
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Ewiger Frieden zwischen den Staaten ist möglich, wenn diese in einen Völkerbund eintreten und sich einem verbindlichen Völkerrecht unterwerfen. Damit es aber hierzu kommen kann, sollten im Innern der Staaten zwei Bedingungen erfüllt sein: Es sollte Denkfreiheit geben, sodass Kritik und Vorschläge zum Erreichen des ewigen Friedens möglich sind, und der Staat sollte republikanisch verfasst sein, sodass Krieg nur mit Zustimmung des Volkes möglich ist, das ihn führen muss.
Zitat: 0:08
Frieden durch Recht: 1:55
Es soll Denkfreiheit geben: 10:44
Der Staat soll eine Republik sein: 14:25
Ewiger Frieden ist möglich, selbst wenn die Menschen böse sind: 38:45
Dank: 49:49
Die Bedeutung der Denkfreiheit und der republikanischen Verfassung für den Frieden bespricht Kant in seinem Aufsatz Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html
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Nur eines kann ewigen Frieden garantieren: Wenn die Gesetzlosigkeit zwischen den Staaten beendet und ein für alle verbindliches Völkerrecht errichtet wird, das von einem alle Staaten umfassenden Völkerbund durchgesetzt wird. Damit aber ein solcher dereinst errichtet werden kann, sollten die Staaten sich schon im Zustand der Gesetzlosigkeit freiwillig an ein gewisses Völker- und Kriegsrecht halten: nämlich sich so verhalten, dass ein einstmaliger gemeinsamer Eintritt in einen Völkerbund und eine friedliche Rechtsordnung möglich bleibt. Sie sollten also Kriege, wenn sie sie führen, als ein notwendiges Übel des Naturzustands behandeln, aber keinen totalen Krieg führen, der auf Sieg um jeden Preis und auf Vernichtung des Gegners ausgeht, sondern den Krieg stets so führen, dass ein schlussendlicher Friede möglich bleibt.
Zitat: 0:08
Der Ist- und der Soll
-Zustand im Völkerrecht: 1:35
Staaten sollen durch ihr Betragen auf den Frieden hinarbeiten: 8:20
Was sofort zu tun ist: 13:26
- Mit einem Friedensschluss sollen alle weiteren Ansprüche aufgegeben und alle künftigen Gründe zur Wiederaufnahme desselben Kriegs ausgeräumt werden: 13:58
- Kein Staat soll sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen einmischen: 31:41
- Kriege dürfen nur aus gerechten Gründen geführt werden: 46:15
- Kriege dürfen nur mit gerechten Mitteln geführt werden: 1:08:56
Was mit der Zeit zu tun ist: 2:12:59
Warum es Recht selbst im Unrecht braucht und man keine totalen Kriege führen sollte: 2:27:58
Die Maxime der Publizität: 3:05:11
Dank: 3:20:31T
he Palestine Laboratory:
https://youtu.be/1GvkFwpzDhI?si=buFGtwvlVU4IqT6j
https://youtu.be/5pPQydBGwQY?si=0Fw0nKsuh_u7F8mp
Früher gab es keine Stadtwache: https://youtu.be/CO3WrH56iWA?si=ljqhdgMbRAnlbgjm
Wie wir den Naturzustand zwischen den Staaten verlassen und auf einen Völkerbund hinarbeiten können, führt Kant in Zum ewigen Frieden aus: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html
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Das öffentliche Recht hat nur eine einzige Aufgabe: Jedem das Seine zu geben und zu sichern und damit ewigen Frieden herzustellen. Ein solcher ist nicht nur ein Waffenstillstand, sondern eben ein Zustand, in dem neuerlicher Kriegsausbruch unmöglich und das Recht gesichert ist. Hierfür muss die Gesetzlosigkeit zwischen den Staaten beendet und ein das Völkerrecht durchsetzender Völkerbund geschaffen werden.
Zitat: 0:08
Der Krieg ist das größte Übel auf Erden: 0:41
Frieden ist nicht Waffenstillstand, sondern Gerechtigkeit: 11:38
Das Völkerrecht sollte nicht durch einen Völkerstaat etabliert werden: 44:19
Das Völkerrecht sollte durch einen Völkerbund etabliert werden: 50:30
Ein den Frieden sichernder Völkerbund ist möglich: 1:15:04
Kants Vorbilder und Hoffnung für den Völkerbund: 1:31:34
Der moderne Gleichheitswahn: 1:42:15
Der langsame Rechtsfortschritt: 2:08:30
Unsere politische Aufgabe zur Durchsetzung des Völkerrechts: 2:26:19
Dank: 3:06:17
Über den ewigen Frieden lese man vor allem Kants Schrift Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html, außerdem seinen Aufsatz Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html, weitere Bemerkungen finden sich in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/343.html, seinen Vorlesungen zur Moral- und Rechtsphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up und in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral- und Rechtsphilosophie: https://www.korpora.org/Kant/aa19/ und zur Anthropologie: https://www.korpora.org/Kant/aa15/.
Die Liga der Irokesen: https://www.youtube.com/watch?v=S4gU2Tsv6hY
Niemand in der Öffentlichkeit ist heute so beseelt von der Idee des Völkerrechts und dem Ideal eines Völkerbundes wie Francesca Albanese, wer immer Weltbürger genug ist, an der Sache des Friedens Anteil zu nehmen, sollte ihr daher zuhören, weshalb ich eine Playlist mit Reden, Interviews und Gesprächen von und mit Albanese zusammengestellt habe: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmUaT5M-ftkYs_fxLm8Lpr9iQKZeg1J_F
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Selbst wenn innerhalb der Staaten Gewaltmonopol und Rechtsstaatlichkeit bestehen, so herrscht doch zwischen den verschiedenen Staaten und Völkern die Gesetzlosigkeit und das Recht des Stärkeren. Dies ist der Naturzustand im Völkerrecht und der Naturzustand ist stets ein Krieg aller gegen alle. Die dünne Fassade der Zivilisation bröckelt aber hinweg, sobald Menschen ihre eigene Gesellschaft mit ihren Sitten und Gesetzen hinter sich lassen und in diesen gesetzlosen Dschungel eintreten. Im Umgang mit anderen Völkern erweisen sich noch oder gerade die zivilisiertesten Völker als rücksichtslose Barbaren. Und diese Barbarei dringt zuletzt ins Innere zurück. Die Barbarei zu beenden, Gerechtigkeit und damit nicht nur vorübergehenden Waffenstillstand, sondern ewigen Frieden zu schaffen, ist die Aufgabe des Völkerrechts.Zitat: 0:08Frieden ist nicht Waffenstillstand, sondern Herrschaft des Rechts: 1:40Was Recht ist, lässt sich durch die Maxime der Publizität bestimmen: 21:20Die gesetzlose Anarchie zwischen den Staaten: 29:25Die zivilisierten Völker sind nach außen Barbaren: 38:39Die äußere Barbarei macht auch innerlich barbarisch: 1:38:48Der ewige Friede ist möglich durch Völkerrecht: 1:45:53Dank: 1:52:23Über den Krieg, seine Folgen und die damit einhergehende Barbarei schreibt Kant in Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
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Der Mensch soll Weltbürger sein: Er soll nicht nur die eingeschränkten Interessen seines Selbst, seines Standes, seiner Nation vertreten, er soll nicht nur aus der Enge seiner begrenzten Perspektive urteilen. Stattdessen soll er als Mensch Anteil an allen menschlichen Dingen, als Einwohner der Welt Interesse an der ganzen Welt nehmen und aus einer kosmopolitischen Gesinnung heraus stets auch auf das Weltbeste ausgerichtet sein. Das Gesamtbeste für die Menschheit ist aber der ewige Frieden und also allgemeine Gerechtigkeit. Der Weltbürger begrüßt daher den Fortschritt des Republikanismus und des Völkerrechts, auch wo er nicht unmittelbar betroffen ist. Mittelbar ist er es doch: denn das allgemeine Beste ist notwendig zugleich auch das Beste für die Einzelnen. Gerade die Deutschen aber sind für Kant besonders veranlagt und bestimmt, nicht dem Nationalwahn ergeben, sondern eltbürger zu sein.
Zitat: 0:08
Weltbürgertum: 1:40
Vor allem Gelehrte und Herrscher sollen Weltbürger sein: 17:16
Der Weltbürger nimmt Interesse am Ganzen und damit der Gerechtigkeit: 31:52
Der Philosoph ist immer Weltbürger: 37:29
Der deutsche Nationalcharakter: 56:23
Dank: 1:18:18
Zerstreute Bemerkungen über die weltbürgerliche bzw. kosmopolitische Gesinnung findet man vor allem in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/, diese Gesinnung spricht aber aus allen, vorzüglich den rechtsphilosophischen Schriften Kants.
Zusammen mit diesem Vortrag veröffentliche ich eine weltbürgerliche Playlist mit Videos von Interesse für jeden weltbürgerlich gesinnten Menschen. Diese werde ich, wie meine anderen Playlisten, immer mal wieder ergänzen, wenn mir weitere passende Videos unterkommen.https://youtube.com/playlist?list=PLmUaT5M-ftkb33Z74UxZyRaeAstX7G1us&si=PhxVH2WNRUTVgWhc
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Vaterlandsliebe soll nicht sein wie die Liebe zum Rinderbraten, von dem sich jeder ein Stück abschneidet, sagt Kant. Der wahre Patriot betrachtet sein Gemeinwesen nicht als seine Beute, sondern er dient dem Ganzen. Dieser Dienst ist aber nur dann kein chimärischer Wahn, wenn es ein Dienst an der Gerechtigkeit ist: Der Patriot setzt sich für den Rechtsstaat und eine dauerhafte, diesen erhaltende Verfassung ein.
Zitat: 0:08
Die Regierung soll patriotisch sein: 1:28
Patriotismus ist nicht Nationalismus: 16:32
Der Patriot betrachtet den Staat nicht als seinen Besitz, sondern sich als Diener des Rechtsstaats: 21:00
Faschismus und Ausklärung: 40:16
Der unpatriotische Pöbel: 1:00:13
Nationalwahn vs. patriotischer Dienst am Rechtsstaat: 1:26:36
Dank: 1:36:58
Die patriotische Denkungsart wird beschrieben im zweiten Teil von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html. Weitere verstreute Bemerkungen finden sich in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.
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Verbesserungen im Staat hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit will Kant durch schrittweise Reform erreichen, die wiederum dadurch angestoßen wird, dass öffentlich Kritik geübt wird und Verbesserungen angeregt werden. Wo nicht einmal dies möglich ist und die Zensur herrscht, bleibt nur, auf bessere Zeiten zu hoffen und sich als guter und gesetzestreuer Bürger zu betragen, der höchstens passiven Widerstand leistet, wenn von ihm Dinge verlangt werden, die mit dem moralischen Gesetz unvereinbar sind. Aktiver Widerstand und Revolutionen aber sind notwendig Unrecht, weil sie das Recht selbst aufheben, bevor sie ein neues Recht etablieren. Wenn sie aber doch geschehen, soll man sie als Ruf der Natur zur Freiheit nehmen und das Beste aus ihnen machen. So war Kants Verhältnis zur Revolution ein sehr differenziertes: Nach Prinzipien hat er sie abgelehnt und wäre nie zum Revolutionär geworden, wo sie aber stattfanden, hat er sie enthusiastisch begrüßt.
Zitat: 0:08
Was soll der Mensch im despotischen Staat tun?: 0:41
Ruhig auf bessere Zeiten warten: 7:53
Menschen sind für die Revolution, nicht weil diese rechtmäßig ist, sondern weil sie Eudämonisten sind, die sich um Recht nicht scheren: 11:40
Revolutionen sind immer Unrecht: 23:29
Revolutionen heben den bürgerlichen Zustand auf und werfen Menschen in den Naturzustand zurück: 48:36
Revolutionen führen kaum je zur Republikanisierung des Staates: 1:05:35
Weshalb man Revolutionen nicht bekämpfen soll, obwohl sie Unrecht sind: 1:18:44
Widersetzung ist rechtens, Widerstand nicht: 1:29:44
Kants Kritik an Revolutionen ist als subtile Unterstützung der Französischen Revolution zu lesen: 1:47:58
Kants eigenes Verhältnis zu Revolutionen: 1:54:41
Wann Revolutionen und Widerstand kein Unrecht sind, ohne doch Recht zu sein: 2:05:31
Dank: 2:29:29
Auf das Thema der Revolution kommt Kant immer wieder in seinen rechtsphilosophischen Werken zu sprechen. So in Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html und auch in seiner Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/311.html und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html. Es empfiehlt sich, zur Frage, wie der Mensch sich im Despotismus verhalten soll, auch die entsprechenden Passagen seiner Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Auch Hannah Arendt bemerkte den Zusammenhang von Revolution und Despotismus, insofern beide auf demselben Eudämonismus gründen: https://youtu.be/l1fyT8nAJOY?si=HfgeWHwoWX-y8pMt.
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Kein Staat war bisher ganz und gar republikanisch in Kants Sinne. Das wirft die Frage auf, wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist. Kant trat nicht für den Weg der Revolution ein, die immer Unrecht ist, sondern für schrittweise Reform. Hierfür ist nur nötig, dass die Philosophen im Weltsinne - also die Weisen, die als Gesetzgeber der Vernunft fungieren und über die letzten Zwecke der Menschheit nachdenken und dabei von allem Partikularen und allen Eigeninteressen abstrahieren - von den Herrschern gehört werden. Und hierfür wiederum ist nur nötig, dass sie das Recht haben, frei in der Öffentlichkeit ihre Gedanken zu äußern.
Zitat: 0:08
Wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist: 0:51
Die Philosophen sollen nicht herrschen, aber den Herrscher beraten: 9:07
- Kants eigene Natur strebte nicht nach Herrschaft: 20:00
- Macht verdirbt das Urteil: 26:21
Es muss Redefreiheit für die Philosophen geben: 48:13
Meinungsfreiheit ist kein Selbstzweck: 1:19:06
Die Verfinsterung: 1:42:40
Dank: 2:02:44
Über die Rolle der Philosophen im Staat und die politische Bedeutung der sogenannten Meinungsfreiheit schreibt Kant in seiner Schrift Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/368.html. Ergänzend kann man die entsprechenden Reflexionen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie lesen: https://korpora.org/kant/aa15/.
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Kant unterscheidet zwei Regierungsarten: Die despotische und die republikanische. Die Regierungsform ist dabei von der Staatsform verschieden: Autokratie, Aristokratie oder Demokratie können allesamt despotisch oder republikanisch regieren. Entscheidend ist für Kant nicht, wer der Souverän im Staat ist, entscheidend ist, dass der Souverän die Bürger repräsentiert und Gesetze gibt, die die Freiheit wahren und dem Gemeinwillen entsprechen, sowie dass der Souverän nicht zugleich Regent ist, also Gesetzgebung und ausführende Gewalt voneinander geschieden sind. Die Republik ist ein Rechtsstaat, der die Menschen allein der Vernunft unterwirft, die Despotie ein Unrechtsstaat, in dem sie von der Willkür des Herrschers abhängen.
Zitat: 0:08
Republik und Despotismus: 0:14
Die architektonische Herleitung der Regierungsformen: 13:47
1) In der Republik sind alle Menschen frei: 30:19
- Der Staat, der die Menschen beglücken will, ist despotisch: 41:09
2) In der Republik sind alle Untertanen gleich vor dem Gesetz: 58:47
- Die republikanische Gleichheit ist Gleichheit des Zwangs durch das Gesetz: 1:15:33
- Der Gesetzgeber steht über dem Gesetz und muss daher untadelhaft sein: 1:29:45
3) In der Republik sind alle selbstständigen Bürger brüderlich als Gesetzgeber vereinigt: 1:41:40
- Wahlrecht: 2:13:02
Was die Republik ausmacht: 2:49:10
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: 2:58:10
Die Republik nach den vier Titeln der Kategorientafel: 3:10:57
Es kommt auf die Regierungsform an, nicht die Herrschaftsform: 3:22:44
Die Dauerhaftigkeit der Republik soll durch die Verfassung garantiert sein: 3:30:52
Dank: 3:40:15
Den Republikanismus und seine drei Prinzipien beschreibt Kant in seinen Aufsätzen Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html zudem in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.
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Kant tritt ein für die vor ihm schon von Montesquieu vorgeschlagene Teilung in legislative, exekutive und judikative Gewalt. Dabei ist nach ihm aber die Legislativgewalt souverän: Jeder Untertan des Staates, auch die beiden anderen Gewalten stehen unter dem Gesetz, das bestimmt, was Recht und Unrecht ist. Der Gesetzgeber selbst aber kann unmöglich unter dem Gesetz stehen, das ja durch ihn erst gegeben wird. Eben darum muss er untadelhaft und gleichsam der Repräsentant Gottes auf Erden sein und darf kein Unrecht tun können, weil man ihn für dieses nicht zur Rechenschaft ziehen könnte. Erreichen will Kant dies eben mittels der Gewaltenteilung: Der Souverän soll den Staat beherrschen, aber nicht regieren.
Zitat: 0:08
Gewaltenteilung bei Kant und ihre Herleitung aus der Vernunft: 0:33
Das Gewaltmonopol des Staates: 9:18
Der Gesetzgeber ist der Souverän: 20:13
Die Souveränität der Legislative und die Gefahr des Despotismus als Problem der Rechtsphilosophie: 7:18
Lösung: Der Souverän soll religiös sein: 48:41
Lösung: Strikte Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive: 55:16
Dank: 1:37:19
Über die Gewaltenteilung und die Rolle des Oberherrn im Staat spricht Kant im zweiten Abschnitt von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html sowie in den Vorarbeiten zum selben Werk: https://korpora.org/kant/aa23/125.html. Zum Verständnis dieses Themas sollte man unbedingt auch seinen handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html und seine Vorlesungen zur Rechtsphilosophie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up lesen
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