Afleveringen
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Jürgen Klopp hat sich selbst verschenkt.
Kennengelernt haben sich Maxi Meyer-Hohnsbein und Jürgen Klopp nicht im Studio, sondern auf einem Padelplatz in Mexico City. Danach folgten sechs Wochen in derselben Reisegruppe, vom Eröffnungsspiel bis zum Finale. Irgendwann kam heraus, dass der Redaktionsleiter von Kerners 11 eigentlich Sportmoderator ist und bei dieser WM hinter der Kamera arbeitet. Klopps Geburtstagsgeschenk an ihn: dieses Interview, verbunden mit einer Ansage. Du kannst mir jede Frage stellen, die mir noch nie gestellt worden ist und die ich trotzdem beantworten werde.
In diesem Gespräch geht es nicht um Taktik, sondern um den Menschen dahinter. Klopp erzählt von seinem Elternhaus im Schwarzwald und davon, wie ihn eine Mutter, die fast alles gut fand, und ein Vater, der immer freitags von der Arbeit zurückkam, geprägt haben. Er spricht über die „Drecksjobs“ in den Sommerferien und über den Beruf, den er eigentlich immer ergreifen wollte, bevor der Fußball dazwischenkam.
Klopp erzählt, warum der Aufstieg mit Mainz 05 für ihn bis heute größer ist als jeder Titel danach und ob es immer noch schmerzt, dass sein Vater all seine Triumphe als Trainer nie miterleben konnte.
Was das Wort Menschenfänger in ihm auslöst und warum er mit 59 Jahren sagt: „the best is still to come“ hört ihr in dieser Spezial Folge Kerners 11 mit Moderator Maxi Meyer-Hohnsbein.
Wenn ihr mehr von Maxi sehen wollt folgt ihm gerne auf Instagram: @maximeyerhohnsbein
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Werbung: Hol dir deine persönlichen Daten mit Incogni zurück! Gib einfach den Code Kerners11 über den Link unten ein und hol dir 60 % Rabatt auf ein Jahresabo: https://incogni.com/kerners1141 Tage. 104 Spiele. Drei Länder. Seit gestern Abend ein Weltmeister. Spanien.Zur Abschlussfolge von Kerners 11 spricht Johannes B. Kerner mit Christian Straßburger, der Stimme von MagentaTV und der Stimme, die seit Folge 1 den Slogan „Kerners 11“ rausgehauen hat. Er hat diese WM quer durch alle Zeitzonen kommentiert.Beide blicken zurück. Spanien mit einem einzigen Gegentor im ganzen Turnier, Rodri als Stratege und Unai Simon als bester Torwart. Messi mit 8 Toren und Tränen vor den argentinischen Fans in East Rutherford. Bellingham, der vor der WM nicht mal einen unumstrittenen Kaderplatz hatte und jetzt zu den prägenden Figuren des Turniers gehört. Die Schweiz als größte Überraschung. Die deutsche Mannschaft als größte Enttäuschung.Außerdem: die Halftime Show und warum 27 Minuten Pause den Spielrhythmus bricht. Die neuen FIFA-Regeln und warum sie das Turnier besser gemacht haben. Der Trump-Infantino-Balogun-Skandal und warum trotzdem nachgehakt werden muss. Warum Deutschland nicht einfach den Bundestrainer tauschen, sondern eine neue Identität finden muss. Und Strassis persönlicher Held dieser WM: seine Familie. Am Ende: ein letztes Mal. Neuer Gast. Neue 11. Jeden Tag WM.Danke fürs Zuhören.Fragen an den nächsten Gast? Schreib uns bei Instagram: @jbk oder @kerners11.Ihr wollt Werbepartner bei Kerners 11 werden? Dann meldet euch gerne jederzeit an [email protected] more about your ad choices. Visit megaphone.fm/adchoices
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Das Gespräch sollte unter der Brooklyn Bridge stattfinden, im Adidas Home of Soccer mitten in New York. Dann kam das Gewitter. Umdisponiert, ins nächste Bürogebäude, zwei Kilometer weiter. Kerner und Bjørn Gulden, CEO von Adidas.
Er war selbst Profi, vier Spiele beim 1. FC Nürnberg und sein Vater war norwegischer Nationalspieler. Heute führt er von Herzogenaurach aus den Konzern mit den drei Streifen, der bei diesem Finale buchstäblich nicht verlieren kann: Spanien und Argentinien spielen beide in Adidas, der jüngste Spieler auf dem Platz ist von Adidas gesponsert , der älteste auch.
Er erklärt, was diese WM für Adidas bedeutet, fast viermal mehr deutsche Trikots verkauft als beim letzten Turnier, Mexiko allein über vier Millionen Stück. Warum das Mexiko-Trikot Kult ist und wie ein solches entsteht. Was er rational über das Finale denkt: Frankreich hatte die besten Spieler, Spanien die beste Mannschaft, Argentinien die beste Attitüde, Norwegen den meisten Spaß.
Er erzählt, was Xavi und Zidane ihm über Messi erklärt haben. Warum Messi nicht geht, um Kräfte zu sparen, sondern weil er 10 Minuten braucht, um zu sehen, wie andere sich bewegen.
Außerdem: Norwegen beim ersten WM-Turnier seit 28 Jahren, der König verliest den Kader, das Parlament rudert gemeinsam, die Stimmung im Land ist unbeschreiblich. Das Ende der Adidas-DFB-Partnerschaft und was er von Sportlern übers Geschäftemachen gelernt hat.
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Lamine Yamal steht als 19 jähriger im WM-Finale: Was passiert mit einem Menschen, wenn er so jung schon Höchstleistungen bringen muss?
Franziska van Almsick weiß das wie kaum eine andere in Deutschland. Mit 14 Jahren stand sie in Barcelona auf dem Startblock, holte vier olympische Medaillen über Nacht und war plötzlich die größte Schwimmerin des Landes. Zehnfache Olympiamedaillengewinnerin, Weltmeisterin, Weltrekordhalterin. Die New York Times nannte sie 1995 die Schwimmerin, die eine Nation vereint hat. Ein Kind aus Ostberlin als Symbol des vereinten Deutschlands.
Sie erklärt, warum der Druck auf den 19-jährigen Lamine Yamal kleiner ist als auf den 39-jährigen Messi. Warum Unbekümmertheit schützt. Und warum der eigentliche Druck erst kommt, wenn man weiß, dass es das letzte Mal ist. Zur deutschen Niederlage gegen Paraguay hat sie eine klare Meinung: Goretzka hätte schießen müssen.
Außerdem: warum die Sportförderung in Deutschland nicht am fehlenden Geld scheitert, sondern an veralteten Strukturen.
Und, auf die Frage, ob sie nochmal die 14-jährige Franzi wäre: Nein. Mit 48 fühle ich mich klüger, weiser, schöner und besser als mit 14.
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Kurz vor dem WM-Finale sprechen Johannes B. Kerner und Ingo Zamperoni, Tagesthemen-Moderator und ARD-Washington-Korrespondent.
Für das Gespräch bringt Zamperoni seinen Blick aus einer anderen Welt mit: In seiner ARD-Dokumentation „Spielfeld der Macht“ hat er untersucht, wie sehr Trump diese WM überschattet. Antwort: weniger als befürchtet. Beim Balogun-Skandal allerdings sieht er klar mafiöse Strukturen: Ich mach dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst.
Er erklärt, warum er und seine amerikanische Frau das frühe US-Aus gegen Belgien als das Beste für das Turnier betrachten. Warum Messi mit 39 Jahren und vier Laufkilometern noch immer das Unmöglichste möglich macht. Was das argentinische Falkland-Banner nach dem Halbfinale über Gehässigkeit im Sport sagt. Und warum die WM 2026 näher am Sommermärchen war als am befürchteten Albtraum.
Außerdem: Warum er Tuchels Einwechslungen ab der 68. Minute nicht versteht. Das Foto von Messi, der als Unicef-Botschafter den kleinen Lamine Yamal badet. Ob Trump im Finale auftaucht. News-Fatigue im Nachrichtengeschäft. Und sein liebstes italienisches Wort: arrangerci.
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Der erste Politiker in der Geschichte von Kerners 11. Johannes B. Kerner spricht aus New York mit Dr. Markus Söder, CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident.
Söder schläft seit der Kindheit in FC-Nürnberg-Bettwäsche und erklärt, warum er die Kimmich-auf-Rechts-Entscheidung nie verstanden hat, warum es falsch war, Tah an den Elfmeterpunkt zu schicken und warum das Ausscheiden im Elfmeterschießen besonders wehtut: das war die letzte deutsche Tugend und Klopp ist für ihn jetzt die einzig logische Antwort.
Außerdem: warum der Merz-Post nach dem Ausscheiden ein Fehler war, warum Trump beim Balogun-Skandal weniger das Problem war als die Entscheidung der FIFA danach, Schiedsrichterqualität als strukturelles WM-Problem, Deutschlands Hang zum Pessimismus, warum Wettbewerb aus dem Schulsport zu streichen totaler Quatsch ist und warum München 2036 die bessere Olympia-Bewerbung als Berlin ist.
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An den vergangenen 2 Tagen war Spielfrei. Dafür lief Wimbledon. Johannes B. Kerner spricht in New York mit Boris Becker, dem dreimaliger Wimbledon-Champion.
Zverev hatte die Chance seines Lebens, war eineinhalb Sätze besser, verlor trotzdem. Sinner ist Nummer eins und weiß, wie es geht.
Zur WM: Warum Frankreich sein Titelfavorit ist und Olise dabei eine entscheidende Rolle spielt. Becker findet, Klopp der richtige Mann für den DFB, aber Wirtz und Musiala haben auf der großen Bühne zu wenig gezeigt.
Außerdem: warum er 1996 im Mannschaftsbus und in der Kabine der Nationalmannschaft war. Was er nach seiner Haft als erstes gegessen hat. Und warum ein Wimbledon-Aufschlag mehr Druck ist als ein WM-Elfmeter.
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Aus Calgary, wo er am nächsten Tag ein Pokalrückspiel mit den Vancouver Whitecaps hat, spricht Thomas Müller mit Johannes B. Kerner über die Viertelfinals dieser WM und über Deutschland.
Er erklärt, warum Tuchel nach dem Sieg Recht hatte, unzufrieden zu sein, und wie Bellingham vom Reporter aufs Glatteis geführt wurde. Er sieht Frankreich als stärkstes Gesamtpaket, Spanien als kontrolliertestes Team. Argentinien spielt tricky, nicht schmutzig, aber sie machen es Schiedsrichtern schwer. Embolo hat die Sicherung durchgebrannt und die gelb-rote Karte verdient.
Zu Deutschland sagt Müller, was er schon vor dem Turnier gesagt hat: Wir haben keine Spieler, die verlässlich 30 Scorer pro Saison liefern. Und wenn die vermeintlichen Superstars dann noch auf fachfremden Positionen spielen, ist das Konzept falsch aufgesetzt. Das Problem von Wirtz und Musiala ist, dass sie einen Hauch zu lange zögern, bevor sie abspielen.
Außerdem: Klopp als TV-Kollege. Uli Hoeneß wichtigster Karriere-Tipp. Was Maradona vor der WM 2010 über ihn dachte. Sein Geheimnis, auch in großen Spielen locker zu bleiben: manchmal musst du dir selbst gegenüber ein guter Schauspieler sein.
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Zwischen den Viertelfinals schaltet sich Johannes B. Kerner in New York mit den beiden MagentaTV Social Media Hosts dieser WM zusammen. Eleni Frommann ist aus Los Angeles zugeschaltet, direkt nach Spanien gegen Belgien. Paul sitzt neben Johannes im Studio in New York.
Fünf Wochen lang sind beide durch Mexiko, Kanada und die USA gereist. Eleni hat mit Norwegern gerudert und mit den Engländern Wonderwall im Regen gesungen. Paul hat ein fallendes Schlagzeug bei der Eröffnungsfeier im Aztekenstadion gefilmt und damit eines der viralsten Videos der WM produziert. Und er ist tatsächlich letztes Jahr nach Vancouver geflogen, um Thomas Müllers Trikot nach dem Spiel persönlich zu bekommen. Jetzt ist Müller sein Kollege.
Sie erklären, was einen Clip viral macht: Schnelligkeit, Authentizität, Momente, die sonst keiner zeigt. Wie man mit Hasskommentaren umgeht und warum diese WM mehr Social Content produziert als jede zuvor.
Außerdem: Elenis Verlobungsreise auf Abstand, Dirk Nowitzki Padel spielen als Sidequest, Medienbildung als Schulfach, der Unterschied zwischen Journalist und Creator und ob der überhaupt existieren muss.
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Weltmeisterspezial. Johannes B. Kerner spricht mit Pierre Littbarski, der als 14-Jähriger Balljunge bei der WM 1974 in Berlin war und 16 Jahre später selbst Weltmeister wurde. In der Zwischenzeit hat er zwei WM-Finals verloren.
Dreimal nacheinander ins Endspiel. 1982 verloren, 1986 verloren, 1990 gewonnen.
Er erzählt, warum nicht das Finale 1990 sein größtes Spiel war, sondern die Nacht von Sevilla, das WM-Halbfinale 1982 gegen Frankreich. Warum Beckenbauers einsamer Weg über den Rasen nach dem Schlusspfiff in Rom so ikonisch war. Was 1990 anders war als 1982 und 1986. Und warum das Fallen der Mauer ein paar Monate zuvor dem Titel noch einmal eine andere Dimension gab.
Außerdem: was der deutschen Mannschaft heute an Leader-Typen fehlt und warum er Goretzka für unterbewertet hält. Welcher aktuelle Spieler 1990 von Anfang an gespielt hätte und die Nacht vor dem dritten WM-Finale, als er schlief wie ein Engel.
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Johannes B. Kerner spricht in Boston mit Joko Winterscheidt, kurz bevor es zum ersten Viertelfinale geht. Frankreich gegen Marokko.
Joko ist Gladbach-Fan seit Kindheit, aufgewachsen ist er so nah an Mönchengladbach, dass der FC-Bayern-Bus bei Jupp Heynckes die Straße lang gefahren ist.
Das deutsche Ausscheiden hat er halb verschlafen, die Häme danach findet er falsch. Er tippt alle vier Viertelfinale durch mit durchaus überraschenden Ergebnissen.
Außerdem: warum die Hydration Break eine Werbepause ist, die sich als Spielerpause verkleidet. Warum er Mbappé nach dem Paraguay-Spiel zum ersten Mal wirklich mochte und die Geschichte, wie er als Klopp verkleidet mit dem Mannschaftsbus auf das Dortmunder Trainingsgelände kam, Marco Reus die Flucht ergriff und Klopp ihm am Flughafen ein paar Takte erzählte.
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Am spielfreien Tag zwischen Achtelfinale und Viertelfinale schaltet sich Johannes B. Kerner aus Boston zu Marie-Louise Eta nach Berlin.
Als aktive Spielerin dreimal deutsche Meisterin, U20-Weltmeisterin, Champions-League-Siegerin. Als Trainerin wurde sie im April 2025 für Union Berlin zur ersten Cheftrainerin in einer der Top-5-Ligen Europas.
Sie analysiert die WM mit dem Blick einer Trainerin: warum defensive Kompaktheit die großen Nationen so unter Druck setzt, was Haalands Geduld gegen Brasilien über die Kunst des Stürmerspiels aussagt und warum das deutsche Ausscheiden kein Flügelspieler-Problem war, sondern ein gesamtmannschaftliches.
Außerdem: warum Vincent Kompany sagt, sie öffne Türen. Wie sie mit Hasskommentaren nach ihrer Ernennung umgegangen ist und was das über die Gesellschaft sagt. Ob sie sich wünscht, dass das Geschlecht für den Trainerberuf irgendwann keine Rolle mehr spielt. Die Trainerfloskel, die sofort verboten gehört. Und warum Brasilien 2027 für die DFB-Frauen ein gutes Omen ist.
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Sonderfolge zum FIFA-Trump-Skandal. Johannes B. Kerner spricht aus Vancouver mit Hajo Seppelt, ARD-Investigativjournalist, der das russische Staatsdoping aufgedeckt hat, unter persönlichem Schutz stand und seit fast 40 Jahren unbequeme Fragen stellt.
Balogun sieht rot gegen Bosnien. Trump ruft Infantino an, laut Berichten mehrfach. Die FIFA hebt die Sperre auf. Balogun spielt gegen Belgien. Die USA verlieren trotzdem 1:4.
Seppelt ordnet ein, was sicher ist und was noch Vermutung bleibt, warum er einen Einfluss Trumps für wahrscheinlicher hält als nicht, warum selbst der bloße Anschein den Fußball beschädigt und warum der Guardian falsch liegt, wenn er Infantino als schwach bezeichnet. Dazu das FIFA-Wahlsystem als Stimmbeschaffungsmaschine, Politik und Sport als untrennbares Geflecht, die Enhanced Games als nächste Grenzverschiebung und die Frage, wie man in einem Jahr auf alledem zurückblickt.
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Diese WM hat einen neuen Skandal. US-Stürmer Folarin Balogun sieht glatt rot gegen Bosnien, die FIFA hebt die Sperre zur Bewährung auf, und laut New York Times und Associated Press hatte Trump mindestens drei Telefonkontakte mit Infantino in dieser Angelegenheit. Johannes B. Kerner spricht darüber mit jemandem, der kein Blatt vor den Mund nimmt.
Jens Lehmann hat 2006 das legendärste Elfmeterschießen der deutschen Fußballgeschichte mit einem Spickzettel gewonnen und ist heute Experte bei WeltTV. Er nennt die Sache beim Namen: Wenn das so war wie berichtet, dann erschüttert das die Grundwerte des Fußballs.
Er erklärt, warum Kimmich auf rechts nie funktionieren konnte. Warum die deutsche Nationalmannschaft keine Leader-Typen hat und was das konkret bedeutet und warum er Jürgen Klopp für die richtige Wahl hält.
Außerdem: Arsene Wenger als bester Trainer seiner Karriere. Michael Ballack als einziger Transfer aus dem 2006er Kader, den er sich für die aktuelle Mannschaft wünscht.
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Dieses Gespräch wurde am Montag, den 6. Juli um 15 Uhr MEZ aufgezeichnet.
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Johannes B. Kerner spricht aus New York mit einem echten Weltstar. Leon Draisaitl, zweifacher Stanley-Cup-Finalist, Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen 2026, mehr als zehn Jahre bei den Edmonton Oilers.
Er erzählt, was ihn als Fan an dieser WM begeistert, warum er die 48 Teams und die Sensationen der kleinen Nationen liebt und wie er Nagelsmanns Abgang und Klopp als Nachfolger mit der Sachlichkeit eines Profisportlers einordnet: ein normaler Vorgang. Außerdem, was er über Kanada und den wachsenden Fußball-Boom dort beobachtet, und ob Thomas Müller bei den Vancouver Whitecaps dabei helfen kann.
Persönlich: Wie er mit zwei verlorenen Stanley-Cup-Finals und dem olympischen Ausscheiden umgeht. Was ihm sein Vater Peter mitgegeben hat, der selbst dreimal bei Olympia war. Warum Konstanz für ihn das entscheidende Prinzip ist und was er in Kanada am meisten vermisst.
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Wird Jürgen Klopp Deutschlands neuer Bundestrainer? Diese Frage beschäftigt Deutschland mindestens so sehr wie die Kanzlerfrage.
Für die Einordnung dieser Frage spricht Johannes B. Kerner mit Markus Feldenkirchen, einem der klügsten Köpfe des deutschen Journalismus. Journalist des Jahres, Nannen-Preisträger, ARD-Moderator und seit über 20 Jahren beim Spiegel. Und passionierter Borussia-Mönchengladbach-Fan.
Er erklärt, warum Klopp die einzig logische Wahl ist und was er jetzt fordern kann und warum Nagelsmann scheitern musste. Warum das Ausscheiden bei dieser WM trotzdem keine Katastrophe für den deutschen Fußball ist und warum dieses Ausscheiden für rechte Narrative instrumentalisiert wird.
Außerdem: Was 2006 für Deutschlands Verhältnis zu seinen nationalen Symbolen verändert hat. Warum Trump Fußball etwas für Warmduscher hält. Wie George W. Bush ihm die Hand schüttelte und Donald Trump seine nahm, ohne dass er sie hingestreckt hatte. Was Fußball kann, was Politik nicht kann.
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Die Meldungslage ist dynamisch, als Johannes B. Kerner und Matthias Opdenhövel sich zusammenschalten. Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück.
Matthias Opdenhövel war zehn Jahre lang das Gesicht der ARD-Sportschau, hat Deutschland 2014 zum Weltmeistertitel moderiert und kennt die deutsche Nationalmannschaft von innen wie kaum ein anderer.
Er erklärt, warum Nagelsmanns Rücktritt richtig ist, aber nicht überraschend. Der entscheidende Fehler war für ihn der Abgang von Sandro Wagner als Co-Trainer. Das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft war damit weg. Jürgen Klopp hält er für das absolute Optimum als Nachfolger, jemanden, der als Menschenfänger auf die Welt gekommen ist.
Außerdem: Was Frankreich, Spanien und Portugal im Nachwuchs besser machen als Deutschland. Warum junge deutsche Spieler zu selten Bundesliga-Spielpraxis bekommen. Welche Namen man sich für die Zukunft merken sollte: Tom Bischoff, Paul Nebel, Nicolo Tressoldi, Rocco Reitz, Lennart Karl. Und die Erinnerung an den 13. Juli 2014 auf der Dachterrasse an der Copacabana, als Mehmet Scholl ihm auf die Schulter klopfte und sagte: ab jetzt geht's bergab.
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Seit fast 30 Jahren berichtet Paul Ronzheimer aus den Krisenherden der Welt. Er war unter Beschuss in der Ukraine, wurde im Libanon verschleppt. Heute ist er stellvertretender Chefredakteur der Bild, Journalist des Jahres, Bambi-Preisträger und einer der meistgehörten Podcast-Stimmen Deutschlands.
Johannes B. Kerner spricht mit ihm über das deutsche WM-Aus, über den Blick auf ein Land, das nach einem Sommermärchen gesucht hat und stattdessen früh nach Hause geflogen ist. Paul Ronzheimer beschreibt Deutschland als ein sehr verunsichertes Land, zieht die Parallele zwischen der Nationalmannschaft und der Gesellschaft und erklärt, warum beides dasselbe Problem hat: gute Einzelspieler, die gemeinsam nicht funktionieren.
Außerdem: Warum der Merz-Tweet nach dem Ausscheiden am Ton vorbeigegangen ist und wie so etwas passiert. Warum Jürgen Klopp für ihn die einzig logische Antwort auf die Bundestrainerfrage ist. Was Trump und Infantino gemeinsam haben. Wie die AfD den WM-Frust instrumentalisiert und warum Homosexualität im Weltfußball bis heute das große Tabu bleibt.
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Zwei Tage nach dem deutschen Aus im Achtelfinale gegen Paraguay spricht Johannes B. Kerner aus New York mit Dennis und Benni Wolter, den Wolter Twins aus Düsseldorf.
Zum ersten Mal sitzen zwei Gäste gleichzeitig bei Kerners 11. Die Zwillinge haben das Ausscheiden gemeinsam im Hotelbett in München verfolgt, oberkörperfrei mit ungesunden Burgern, und haben das Elfmeterschießen nach dem ersten verschossenen Elfmeter ausgemacht. Weil Bennis Bauchgefühl sagte, das wird nichts.
Sie reden über das, was der Mannschaft gefehlt hat: Vollgas, Mut, eine Idee. Über Nagelsmann, den sie für abgelöst halten. Über das Gefühl, als das Tah-Tor in der 105. Minute aberkannt wurde. Und über die größere Frage, ob Deutschland überhaupt noch eine Fußballnation ist oder ob man sich daran gewöhnen muss, eine gewöhnliche zu sein.
Außerdem: wie sich Fortuna Düsseldorf anfühlt als Erstligaabsteiger, warum das Aus der Fortuna mehr wehtat als das WM-Aus, welcher Nationalspieler perfekt in Schäm dich Reich passen würde, wie Messi riecht und warum Dennis & Benni bei der EM 2028 auf Jürgen Klopp setzen.
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Der Tag danach. Deutschland ist raus, 1:1 nach 120 Minuten, 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Johannes B. Kerner spricht aus New York mit Wolf Fuss, der Stimme des deutschen Fußballs.
Beide versuchen zu sortieren, was da passiert ist. Warum die Aufstellung mit Undav als zweiter Spitze Sinn ergab, aber nie umgesetzt wurde. Warum Deutschland nach dem Ausgleich nicht nachlegen konnte und stattdessen in den Verwaltungsmodus fiel. Warum das aberkannte Tor von Jonathan Tah in der 105. Minute eine Fehlentscheidung war, die schwer zu erklären ist.
Die größte Frage zieht sich durch das ganze Gespräch: Gehört Deutschland noch zu den großen Fußballnationen? Wolf Fuss sagt klar nein. Dazu Mats Hummels' Aussagen nach dem Spiel, die Elfmeterfrage, ob Julian Nagelsmann bleibt und warum für Wolf Fuss alle Wege zum nächsten Bundestrainer durch Jürgen Klopp führen.
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