Afleveringen
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Es gibt Bücher, deren Namen kennt man einfach. Werke werden glorifiziert und bekommen eine universelle Kontinuität, sodass man davon weiß, ohne es jemals gelesen oder sich damit auseinandergesetzt zu haben. Umso lustiger ist es für Timur, solche Bücher von ihrem Podest zu holen. Auf seinem Instagram-Account @timurs.time macht er genau das. Mit Olivier David hat er über wiederkehrende Themen und implizite Verbote in der Literatur gesprochen, über seine Liebe zu trashigen Horrorfilmen und darüber, warum es keinen Unterschied macht, ob man ein Buch liest oder ein Hörbuch hört.
Der Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK
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Benjamin Ruß ist Aktivist und Geoinformatiker. 2022 wollte er eine Stelle an der TU München antreten, doch dann äußerte der Bayerische Verfassungsschutz Zweifel an seiner Verfassungstreue und verhinderte die Einstellung. Heute hat er ein de facto Berufsverbot, das verhindert, dass er im öffentlichen Dienst angestellt werden kann.
So wie ihm geht es seit einigen Jahren immer mehr jungen Linken. Im Gespräch mit Olivier David erklärt Ruß, warum er Berufsverbote als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung sieht, in der es auch zunehmend zu Fällen von Union Busting kommt und warnt davor, diese Repressionen getrennt voneinander zu betrachten. Er stellt nicht zuletzt die Frage nach der Legitimität dieses staatlichen Mittels, das eigentlich zum erklärten Ziel hat, extremistische Elemente aus Uni, Schulen und öffentlichem Dienst herauszuhalten, was historisch betrachtet allerdings gar nicht funktioniert hat.
Im Gespräch werden zahlreiche weitere Betroffene genannt. Darunter:
der hessische Pädagoge Luca. Ihm wurde vorgeworfen, während einer Demo einen Polizisten angegriffen zu haben. www.nd-aktuell.de/artikel/1176849.referendariat-lehrer-in-hessen-kaempft-gegen-berufsverbot.htmlDie Sozialarbeiterin Inés. Wurde sie gefeuert, weil sie Gewerkschafterin ist? www.youtube.com/watch?v=UOQZ8ZCuBJ0&ab_channel=nd.aktuell
Gabriel Bruckdorfer, dem von der Uni Augsburg die Verlängerung seines Arbeitsvertrages verweigert wurde: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188741.gabriel-bruckdorfer-uni-augsburg-kuendigt-linke-mitglied-zweifel-an-verfassungstreue.html
Lisa Poettinger. Der Klimaaktivistin wurde vom Bayerischen Kultusministerium verboten, ihr Lehramtsreferendariat zu beginnen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188969.bayern-berufsverbot-fuer-lisa-poettinger-skandaloese-entscheidung.html
Mehr zum Berufsverbot von Benjamin Ruß lest ihr hier: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1184159.berufsverbot-benjamin-russ-antikapitalismus-als-ausschlusskriterium.html
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Im aktuellen Wahlkampf zur Bundestagswahl spielt Armut kaum eine Rolle, dabei ist es die Realität zahlreicher Menschen in Deutschland und ein wichtiges Thema. In dieser Folge spricht Olivier David mit der Aktivistin Helena Steinhaus. Sie ist Gründerin des Vereins Saktionsfrei, der sich für eine menschenwürdige Mindestsicherung und gegen Sanktionierung beim Bürgergeld einsetzt. In Talkshows kontert Steinhaus dem Sozialchauvinismus der Politiker*innen rechter Parteien und ist eine laute Stimme für Armutsbetroffene. Im Podcast spricht sie darüber, wie in Medien und Politik über Armut gesprochen wird – oft negativ und verbunden mit Forderungen nach mehr Sanktionen.
Mehr über den Verein Sanktionsfrei lest ihr auf https://sanktionsfrei.de oder https://www.instagram.com/sanktionsfrei. Helena Steinhaus könnt ihr auf https://www.instagram.com/steinhaus_helena folgen.
Transparenzhinweis: Olivier ist sogenannter Hartz-Breaker beim Verein Sanktionsfrei. Das heißt er überweist jeden Monat einen kleinen Betrag zur Unterstützung. Ihr könnt Olivier und seiner Arbeit auf https://www.instagram.com/olivier_cyrill folgen.
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00:02:00: Die Kolumne, auf die sich Olivier hier bezieht, lest ihr hier: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188781.bundestagswahl-armut-k-ein-thema-im-wahlkampf.html
00:19:49: Ab wann ist man reich? Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) gilt man in Deutschland als reich, wenn man zu den einkommensreichsten zehn Prozent der Gesamtbevölkerung gehört. Zieht man dafür Daten des Sozio-oekonomischen Panels (einer Befragung von rund 16.000 Haushalten) aus dem Jahr 2017 heran, gilt ein Single ab einem monatlichen Einkommen von 3.529 Euro netto als reich. Einkommen meint dabei nicht nur Gehalt, sondern auch evetuelle weitere Einnahmen durch Vermietung, Aktien, aber auch staatliche Leistungen wie Kindergeld.
Es gibt jedoch auch andere Definitionen von Reichtum: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zieht dafür den Median der Nettoeinkünfte der Gesamtbevölkerung heran (im Jahr 2019 waren das knapp 1900 Euro). Wer das Dreifache des Medians verdient, also über 5700 Euro, gilt in dieser Definition als reich.00:30:40: Mehr zur Studie, über die Olivier und Helena an dieser Stelle sprechen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1183855.sozialpolitik-jobcenter-in-nordrhein-westfalen-mehr-sanktionen-beim-buergergeld.html
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Hass ist allgegenwärtig. Ein Gefühl, dass menschlich ist, als Vorwurf formuliert allerdings häufig entmenschlichend wirkt und einen schlechten Stand in der Gesellschaft hat. Dabei kann Hass die politische Arbeit begründen – und antreiben.
Darüber spricht Olivier David mit Autor*in Şeyda Kurt. In ihrem Buch »Hass - Von der Macht eines widerständigen Gefühls« (erschienen 2023 bei HarperCollins) hat sich Şeyda Kurt dem Potential von Hass gewidmet. In dieser Folge von Klassentreffen hört ihr, worin der Unterschied zwischen Wut und Hass liegt, wie strategischer Hass aussehen kann und ob auch in anderen politischen Gefühlen wie Jammern und Trauer widerständiges Potential liegt. Viel Spaß beim Hören!
Mehr über Şeyda Kurt erfahrt ihr auf https://seydakurt.de und https://www.instagram.com/seyda.kurt.
Olivier David könnt ihr auf https://www.instagram.com/olivier_cyrill folgen.
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Eine Funktion von Rassismus ist es, gegenwärtige Macht- und Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Er strukturiert und legitimiert die Verteilung begrenzter – und damit umkämpfter – Ressourcen in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit.
In dieser Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit dem Sozialwissenschaftler Cihan Sinanoğlu über genau diesen »Zweck« von Rassismus. Sinanoğlu leitet am DeZIM-Institut die Geschäftsstelle des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa), der Ursachen, Ausmaß und Folgen von Diskriminierung und Rassismus in Deutschland erforscht, um effektive Maßnahmen dagegen entwickeln zu können.
Ein Gespräch über Entwicklungen in der Rassismusforschung und darüber, was der gesellschaftliche Rechtsruck für die Forschung – und die Existenz von Projekten wie dem Rassismusmonitor – bedeutet.
Mehr zum Rassismusmonitor auf https://www.dezim-institut.de/institut/rassismusmonitor
Cihan Sinanoğlu findet ihr auf https://www.instagram.com/cihan.sinanoglu und https://x.com/nareksisiX
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Wenn über soziale Ungleichheit gesprochen wird, bleiben nicht-binäre und trans Personen oft ausgeklammert, dabei sind sie besonders häufig von Armut und Ausgrenzung betroffen. In dieser Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit Sara Grzybek von Queermed Deutschland über die Schere zwischen arm und reich in queeren Communities, über die Kommerzialisierung des CSD und den Abbau von Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen.
Mehr zu Queermed Deutschland: https://queermed-deutschland.de
Über Sara Grzybek: https://saragrzybek.de
Sammelband »Bite Back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität«: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/open-access_bite-back.pdfDer Podcast Klassentreffen läuft in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK
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Was ist eigentlich das soziale Milieu, das die AfD wählt und wieso wird die soziale Frage vermeintlich (!) von rechts besser beantwortet? In dieser Folge Klassentreffen sprechen Olivier David und Sebastian Friedrich darüber, wie man der AfD politisch begegenen kann. Friedrich ist Journalist und Autor und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Rechtsextremismus und Soziale Ungleichheit.
Der Podcast Klassentreffen läuft seit September 2024 in Zusammenarbeit mit der linken Tageszeitung »nd«. Wenn ihr Olivier David darüber hinaus unterstützen möchtet, freut er sich über eine Spende via Paypal: https://tr.ee/8teMo2RQYK
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Wem gehört die Stadt und wie kann man sich Teile des stark privatisierten Raums zurückholen? Mit Graffiti? In dieser Folge Klassentreffen ist Friederike Häuser zu Gast. Sie ist Sozialarbeiterin, Kriminologin und Herausgeberin zweier Sammelbände zum Thema Graffiti und Politik – und genau darum dreht sich unser Gespräch. Ist Graffiti immer politisch? Welche Möglichkeiten bietet die Szene bei der Sichtbarmachung marginalisierter Menschen und welche Rolle spielt Männlichkeit? Viel Spaß beim Hören!
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In der sechsten Folge Klassentreffen ist Autor*in Josephine Apraku zu Gast. Es geht um Josephines Buch »Kluft und Liebe. Warum soziale Ungleichheit uns in Liebesbeziehungen trennt und wie wir zueinanderfinden«: Was macht Beziehungen ungleich? Gibt es das überhaupt noch, ungleiche Beziehungen, angesichts der fortgeschrittenen Segregation unserer Gesellschaft? Und wie kann sie überwunden werden? Viel Spaß beim Hören!
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Wie entsteht linke Hegemonie im Fußball – und was ist überhaupt Hegemonie? Katharina Dahme ist Vorstandsvorsitzende vom Regionalligisten SV Babelsberg 03, einem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten linken Fußballverein in Potsdam. In dieser Folge Klassentreffen spricht Katharina über die Möglichkeiten und Grenzen von Fan- und Gegenkultur. Es geht um Rheinmetall, den FC St. Pauli und das Stadion als Ort des – mitunter – unbequemen Austauschs von Meinungen.
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Wie hängen ADHS und Klasse zusammen? In der vierten Folge Klassentreffen ist Angelina Boerger zu Gast. Angelina ist Journalistin und Autorin und hat den Instagram-Kanal @Kirmesimkopf ins Leben gerufen. Ihr gleichnamiges Buch stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
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Viele Menschen haben das Gefühl, in hoch emotionalisierten und politischen Zeiten zu leben. Von der Ohnmacht gegenüber der Klimakrise über Demos gegen Rechtsruck, die Elterngeld-Petition oder die Farbe des Trikots der deutschen Nationalmannschaft: alles ist politisch aufwühlend – und bleibt dennoch meist folgenlos.
Woran liegt das? Ines Schwerdtner, Kandidatin der Linken für das Europaparlament, erklärt, was es mit dem Begriff Hyperpolitik auf sich hat – und was es für Möglichkeiten gibt, nicht in die Empörungsfalle zu tappen.
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In der zweiten Folge Klassentreffen spricht Olivier David mit dem Autor Marco Ott über die Verantwortung beim Schreiben gegenüber seinen Eltern, über die Bedeutung von Scham, Selbstmitleid und falschem Stolz.
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In der ersten Folge Klassentreffen spricht Olivier mit Lowerclassjane über Bewältigungsstrategien in einer wahnsinnig gewordenen Welt, über Spielplatzdepressionen und eine Linke, der die Klassenfrage abhandengekommen ist.