Afleveringen

  • Erika Pluhar reĂŒssiert als junge Frau am Wiener Burgtheater. Die dritte Folge erzĂ€hlt von einem Leben im Spannungsfeld zwischen eiserner BĂŒhnendisziplin und privaten SchicksalsschlĂ€gen. Die Schauspielerin schildert ihre Ehe mit dem spĂ€teren Mörder Udo Proksch, das Ringen um familiĂ€re Ordnung und den jĂ€hen Tod ihrer Tochter Anna.

    Sportwagen und Ehe: Nach einer kurzen Liaison mit dem KĂŒnstler Walter Pichler heiratet die Schauspielerin den Designer Udo Proksch. Sie lebt zwischen Theater, Mutterschaft und den Alkoholexzessen ihres Mannes, stets flott unterwegs in ihrem schwarzen Porsche. Bruch am Telefon: Eine AffĂ€re mit dem Kollegen Helmut Griem bei Dreharbeiten in Stuttgart beendet die Ehe abrupt. Pluhar diktiert Proksch die Trennung in den Hörer, fĂ€hrt fĂŒr den Gerichtstermin nach Wien und kehrt am selben Tag an das schwĂ€bische Filmset zurĂŒck. Das Verbrechen: Nach der Ehe mit Erika Pluhar steigt Udo Proksch mit dem Club 45 zum Strippenzieher und Enfant terrible der Republik auf, bevor das Gericht ihn fĂŒr den versicherten Untergang des Frachtschiffs Lucona und den Tod von sechs Seeleuten zu lebenslanger Haft verurteilt. Pluhar wahrt Distanz zu den VorgĂ€ngen, besucht ihn jedoch in der Strafanstalt Karlau. Asthma und Abwesenheit: Die Tochter Anna leidet körperlich unter den unruhigen VerhĂ€ltnissen und der abwesenden Mutter. Ein Aufenthalt in einem Schweizer Kinderheim lindert ihr schweres Asthma. Ihre SelbstvorwĂŒrfe formuliert die Autorin spĂ€ter in dem Buch „Anna, eine Kindheit“. Tonstudio und Todesnachricht: Kurz nach Pluhars Abschied vom Burgtheater im Jahr 1999 stirbt Anna unerwartet. Die Todesnachricht erreicht Erika Pluhar, wĂ€hrend sie im Studio das Lied „I will survive /Ich gib nicht auf“ einsingt. Einzig die Verantwortung fĂŒr den fĂŒnfzehnjĂ€hrigen Adoptivsohn Ignaz zwingt sie, am Leben zu bleiben.

    Hören, was bleibt.

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    ‱ Gelebte Geschichte: Wir bewahren individuelle Erinnerungen als Teil unseres kollektiven GedĂ€chtnisses.
    ‱ Generationen-Dialog: Wir schlagen eine BrĂŒcke zwischen Jung und Alt und zeigen, dass Alter höchste Relevanz hat.
    ‱ Aktives Zuhören: Wir begreifen Zuhören als politischen Akt, der den sozialen Zusammenhalt stĂ€rkt.
    ‱ Echte Stimmen:Ein Format mit journalistischem Anspruch, das durch generative KI nicht ersetzt werden kann.

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  • Erika Pluhar wird gleich nach dem Max Reinhardt-Seminar Burgschauspielerin. In dieser Folge schildert sie ihren Widerstand gegen das traditionelle Frauenbild der 1950er-Jahre, der in eine schwere Magersucht mĂŒndet. Sie berichtet von frĂŒhen Beziehungen und ihrer vier Jahrzehnte wĂ€hrenden Karriere am wichtigsten Theater des Landes.

    Lebensbedrohliche Verweigerung: Die LektĂŒre feministischer Literatur und die bĂŒrgerliche Enge der Nachkriegszeit treiben die Jugendliche in die Anorexie. Ein unbeschwerter Sommer am Attersee bewirkt ihre körperliche Heilung. Selbstbestimmte SexualitĂ€t: Sie entzieht sich den AnnĂ€herungen eines Tanzschulpartners durch eine nĂ€chtliche Flucht quer durch Wien. SpĂ€ter wĂ€hlt sie bewusst einen Chemiestudenten als ersten Liebhaber aus. TrĂŒmmer und Reinhardt Seminar: In Floridsdorf inszeniert das MĂ€dchen erste TheaterstĂŒcke auf einem Schutthaufen. Nach der Matura besteht sie die AufnahmeprĂŒfung am Max Reinhardt Seminar und feiert unter der Patronanz von Susi Nicoletti rasche Erfolge. Vier Jahrzehnte Burgtheater: Unmittelbar nach der Ausbildung engagiert das Haus die junge Darstellerin als Elevin. Sie erlebt die politische Öffnung der BĂŒhne unter Direktor Achim Benning und ĂŒbernimmt in einem englischen StĂŒck die erste Nacktrolle in der Geschichte des Theaters. In Tom Stoppards Komödie „Akrobaten“ ĂŒbernimmt sie die erste Nacktrolle in der Geschichte des Hauses. Sie verkörpert darin exakt jene Figur, die in England Diana Rigg spielte, dem heutigen Publikum bekannt als Olenna Tyrell aus der Serie „Game of Thrones“. Widerstand gegen Peymann: Als Claus Peymann die Direktion ĂŒbernimmt, weist sie seine AnnĂ€herungsversuche entschieden zurĂŒck. Sie verlĂ€sst das Ensemble an ihrem sechzigsten Geburtstag nach einer festlichen Vorstellung mit einem selbstbestimmten Abschied.

    Hilfe bei Essstörungen Kostenlose und anonyme ErsteinschÀtzung sowie telefonische Beratung bieten folgende Anlaufstellen:

    Bundesweite Hotline fĂŒr Essstörungen: 0800 / 20 11 20 (Mo–Do 12:00–17:00 Uhr). E-Mail-Beratung: [email protected]. Zentrale Erstanlaufstelle zur Orientierung und Vermittlung von TherapieplĂ€tzen.

    Netzwerk Essstörungen: 0512 / 57 60 26 (Mo, Mi, Fr 9:00–13:00 Uhr; Di, Do 13:00–18:00 Uhr). Bundesweit erreichbar. E-Mail: [email protected].

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  • Erika Pluhar, eine der prĂ€gendsten österreichischen Burgschauspielerinnen, SĂ€ngerinnen und Autorinnen, durchlebt eine Kindheit im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Sie schildert ihre frĂŒhen Jahre zwischen dem besetzten Lemberg, den zerstörten Straßen Wiens und der rettenden Provinz in Oberösterreich. Dabei reflektiert sie die Verstrickung ihres Vaters in den Nationalsozialismus und den familiĂ€ren Umgang mit dieser historischen Schuld.

    Idylle neben dem Grauen: Im besetzten Galizien arbeitet der Vater im BĂŒro des SS-Gouverneurs Otto WĂ€chter. WĂ€hrend rundherum die systematische Vernichtung jĂŒdischen Lebens stattfindet, entdeckt sie als kleines MĂ€dchen die Natur am Ende des eigenen Gartens. Als sich der Vater fĂŒr den Frontdienst meldet, kehrt die schwangere Mutter mit den Töchtern nach Wien zurĂŒck.
    Trauma im Luftschutzkeller: In Wien-Döbling angekommen, wird die Familie von den heftigen alliierten Luftangriffen eingeholt. Der Klang der Sirenen, ein naher Bombeneinschlag und die teilweise Zerstörung des eigenen Wohnhauses brennen sich tief in ihr GedÀchtnis ein.
    Illusion und Wirklichkeit: WĂ€hrend der kriegsbedingten Evakuierung in das oberösterreichische PfaffstĂ€tt sieht sie ihren allerersten Kinofilm. Die tröstenden Worte ihrer Mutter ĂŒber die Leinwandhandlung lehren sie den essenziellen Unterschied zwischen filmischer Fiktion und kriegerischer RealitĂ€t.
    RĂŒckkehr und Neuanfang: Nach Kriegsende bringt ein Viehwaggon die Familie zurĂŒck in die hungernde Hauptstadt. Der entnazifizierte Vater kehrt frĂŒh aus britischer Gefangenschaft heim, worauf sich die Familie im Arbeiterbezirk Floridsdorf unter beengten VerhĂ€ltnissen eine neue bĂŒrgerliche Existenz aufbaut.
    Schulische AufklĂ€rung: Eine mutige Lehrerin am MĂ€dchen-Realgymnasium konfrontiert die SchĂŒlerinnen Mitte der 1950er-Jahre detailliert mit den Verbrechen des Holocaust. Diese historische Wahrheit prallt ungebremst auf die familiĂ€re NSDAP-Vergangenheit und fĂŒhrt zu einer heftigen, aber befreienden Auseinandersetzung mit den Eltern.

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  • Das ist die letzte von vier Folgen mit Friedl Koncilia. Der vermeintlich geruhsame Ruhestand in Bad Ischl gerĂ€t unerwartet zum existenziellen Kampf. Weitab der öffentlichen Aufmerksamkeit holt den ehemaligen TorhĂŒter die physische Vergangenheit ein. Die spĂ€ten Folgen seines schweren Wirbelbruchs auf dem Grazer Rasen zwingen ihn als Notfall in das Wiener AKH, wo Mediziner seinen Fuß amputieren mĂŒssen.

    Auf diese körperliche ZĂ€sur folgt eine bĂŒrokratische. Der Patient sieht sich gezwungen, sein altes politisches Netzwerk zu mobilisieren, um gegen den Widerstand der zustĂ€ndigen Gebietskrankenkasse eine elektronische Prothese zu erstreiten. Sein privater Alltag gewĂ€hrt ihm ungeachtet dieser SchicksalsschlĂ€ge spĂ€te ErfĂŒllung. WĂ€hrend seine zweite Frau Jasmin den Betrieb ihres familiĂ€ren Hotels leitet, findet Koncilia Genugtuung in der Gartenpflege und widmet sich der Erziehung seiner beiden jungen Kinder.

    Die Lektion von London: Die historische Niederlage im Wembley-Stadion dient dem Sohn heute als Anschauungsunterricht fĂŒr Resilienz auf dem Golfplatz. Medizinischer Notstand: Die fatale Durchblutungsstörung als SpĂ€tfolge des Grazer Unfalls fĂŒhrt unmittelbar vor Weihnachten zur Amputation. BĂŒrokratische HĂŒrden: Der zĂ€he Konflikt um die Bewilligung eines adĂ€quaten Heilbehelfs. Alltag in Bad Ischl: Ein spĂ€tes FamilienglĂŒck und die bewusste Abkehr vom Scheinwerferlicht.

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  • Friedl Koncilia debĂŒtiert 1970 in der österreichischen Nationalmannschaft. Seine weitere Laufbahn dokumentiert die GegensĂ€tze des Profisports. Er spricht ĂŒber hart umkĂ€mpfte Qualifikationsspiele und das unerbittliche GeschĂ€ft des Vereinsfußballs. Und dann kam CĂłrdoba. Bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien bezwingt Österreich die deutsche Nationalmannschaft mit 3:2. Friedl Koncilia hĂŒtet in jenen neunzig Minuten das Tor und erlangt schlagartig BerĂŒhmtheit. Gleichzeitig dokumentiert seine Biografie die HĂ€rte des GeschĂ€fts, die von zertrĂŒmmerten Wirbeln bis hin zu geplatzten VertrĂ€gen reicht, bevor ein gĂ€nzlich neues Kapitel im Fernen Osten beginnt.

    Nudeln gegen Steaks: WÀhrend die ostdeutsche Auswahl ihre LeistungsfÀhigkeit aus Kohlenhydraten schöpf, vertraut der österreichische Verband vor den Spielen noch auf schwere Fleischgerichte. Die heimische Sportwissenschaft steckt in den Kinderschuhen.

    Aufstieg zur Weltelite: Nach einigen Misserfolgen gelingt die Qualifikation fĂŒr die WM 1978. Der TorhĂŒter rĂŒckt in den Fokus der Öffentlichkeit und sieht sich plötzlich mit kistenweiser Fanpost konfrontiert.

    Vertragspoker im Spitalbett: Ein Zusammenprall in Graz zertrĂŒmmert ihm mehrere Wirbel und kostet ihn beinahe die Karriere. Noch in der Klinik beginnen die Feilschereien um seine sportliche Zukunft, die er mit abrupten Entscheidungen beantwortet.

    Gescheiterte TransfertrĂ€ume: Konkrete Angebote von New York Cosmos und dem RSC Anderlecht zerschlagen sich in letzter Sekunde an physischen SchwĂ€chen und harten Verhandlungsbandagen. Er kehrt nach Wien zurĂŒck, unterschreibt bei der Austria und holt vier Meistertitel.

    Die japanische Akribie: Nach dem Ende der aktiven Laufbahn fĂŒhrt ihn der Weg als Trainer zu Gamba Osaka. In Asien begegnet er einer völlig anderen Arbeitsmoral, bei der der Trainerstab jede einzelne Übungssequenz penibel in NotizbĂŒchern festhĂ€lt.

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  • In der zweiten Folge blickt Friedl Koncilia auf seine AnfĂ€nge zurĂŒck. Die ErzĂ€hlung spannt den Bogen von seiner Kindheit in der Klagenfurter Nachkriegszeit ĂŒber seine Installateur-Lehre bis hin zu seinen ersten großen Erfolgen im österreichischen Profifußball.

    Kindheit am Bahnhof: Seine ersten prĂ€genden Erinnerungen fĂŒhren zurĂŒck in die Besatzungszeit am Klagenfurter Bahnhof, wo sein Großvater arbeitete und britische Soldaten Schokolade an die Kinder verteilten.

    Entdeckung und Lehre: Als Jugendlicher trainiert er zunĂ€chst beim KAC, bis er vom KĂ€rntner Nachwuchstrainer Walter Rath fĂŒr Austria Klagenfurt entdeckt. Parallel zum harten Training schließt er eine Lehre als Gas-Wasser-Heizungsinstallateur ab. Mit nur 17 Jahren feiert er sein DebĂŒt in der Kampfmannschaft und gewinnt sogleich 2:0 gegen Wacker Innsbruck.

    Der Weg nach Tirol: Um seiner jungen Familie finanzielle Sicherheit zu bieten, entscheidet er sich 1969 fĂŒr einen Wechsel zum finanzstĂ€rkeren Verein Wattens. Nach der Fusion mit Wacker Innsbruck im Jahr 1971 erkĂ€mpft er sich dort nach anfĂ€nglichen Schwierigkeiten den Platz als StammtorhĂŒter. Er lehnt ein Angebot von Rapid Wien ab, bleibt in Tirol und feiert in den Folgejahren zahlreiche Meistertitel und Cupsiege.

    FamiliĂ€re SchicksalsschlĂ€ge: Neben den sportlichen Höhepunkten spricht Koncilia auch ĂŒber die dunklen Kapitel seines Lebens. Er schildert den tragischen Unfalltod seines Neffen, der seinen Bruder Peter – ebenfalls ein erfolgreicher Profi – dazu veranlasste, sich fĂŒr immer aus dem Nationalteam zurĂŒckzuziehen.

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  • In der ersten Folge blickt der ehemalige Tormann der Nationalmannschaft Friedl Koncilia auf die prĂ€gendsten Momente seiner Karriere zurĂŒck. Die ErzĂ€hlung spannt den Bogen von der nervenaufreibenden Qualifikation fĂŒr die Weltmeisterschaft 1978 ĂŒber das legendĂ€re Spiel in Cordoba bis hin zum umstrittenen Aufeinandertreffen mit Deutschland im Jahr 1982.

    Chaos und Jubel in Izmir: Die Qualifikation zur WM 1978 in Argentinien wird im entscheidenden AuswĂ€rtsspiel gegen die TĂŒrkei gesichert. Trotz hupender Fans vor dem Hotel in der Nacht und einem kuriosen Streit um die Trikotfarben siegt das österreichische Team mit 1:0.
    Harte Verhandlungen mit dem ÖFB: Vor dem Turnier legt sich der TorhĂŒter als WortfĂŒhrer der Mannschaft mit den FunktionĂ€ren des Österreichischen Fußballbundes an. Er erstreitet fĂŒr jeden Spieler eine einheitliche, steuerbegĂŒnstigte PrĂ€mie von 125.000 Schilling fĂŒr das Erreichen des siebten Platzes.
    Lagerkoller und der Sieg von Cordoba: WĂ€hrend der WM in Argentinien, das zu dieser Zeit von einer MilitĂ€rdiktatur beherrscht wird, lebt das Team völlig abgeschirmt in einer kasernenartigen Unterkunft. Beim legendĂ€ren Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland in Cordoba wĂ€chst die Mannschaft rund um StĂŒrmer Hans Krankl ĂŒber sich hinaus. Den anschließenden historischen Hype in der Heimat verpasst er jedoch, da er nach dem Turnier eine Woche an der Copacabana in Brasilien urlaubt.
    Die Schande von GijĂłn: Bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien kommt es zum berĂŒchtigten Nichtangriffspakt gegen Deutschland. Vor dem Spiel weigert er sich strikt, Absprachen fĂŒr eine höhere Niederlage zu akzeptieren und lĂ€sst maximal das eine Gegentor zu. Dieser denkwĂŒrdige Vorfall fĂŒhrt historisch dazu, dass entscheidende Gruppenspiele von da an gleichzeitig ausgetragen werden mĂŒssen.
    Im Team der Weltauswahl: Ein Jahr nach der WM in Argentinien wird er 1979 in die internationale FIFA-Weltauswahl berufen. Vor ausverkauftem Haus in Buenos Aires trifft das hochkarĂ€tig besetzte Team auf die argentinische Nationalmannschaft, bei der in der ersten Halbzeit das junge Talent Diego Maradona auf dem Platz steht. Auch wenn die Partie 2:1 fĂŒr Argentinien endet, markiert die Nominierung einen Höhepunkt seiner Karriere

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  • In der vierten und letzten Folge schildert Gexi Tostmann ihren politischen Aktivismus und ihren Widerstand gegen staatliche Bevormundung. Die Unternehmerin erzĂ€hlt, wie ihr eine Reise in die Sowjetunion im Jahr 1967 bei manchen den Ruf einer Kommunistin einbrachte und warum gerade ihre berufliche UnabhĂ€ngigkeit den Grundstein fĂŒr ihre spĂ€tere AufmĂŒpfigkeit legte.

    Besetzung der Hainburger Au: Im Jahr 1984 schließt sie sich der österreichischen Umweltbewegung an und protestiert gegen das geplante Wasserkraftwerk in den niederösterreichischen Donauauen. Als bĂŒrgerliche Stimme leistet sie im Auwald zivilen Ungehorsam. WĂ€hrend der Besetzung wirkt sie nachts mĂ€ĂŸigend auf die Polizei ein und unterstĂŒtzt den gewaltfreien Protest fĂŒr den heimischen Naturschutz. Geburtshelferin der GrĂŒnen: FĂŒr die BundesprĂ€sidentenwahl 1986 stellt Gexi Tostmann der Kandidatin Freda Meissner-Blau RĂ€umlichkeiten in ihrem Wiener GeschĂ€ft im Mölkerhof als WahlkampfbĂŒro zur VerfĂŒgung. In diesem Wahlkampf tritt die österreichische Umweltbewegung erstmals geschlossen und bundesweit sichtbar auf, was Anfang 1987 in der historischen GrĂŒndung der Partei „GrĂŒne Alternative“ (die heutigen österreichischen GrĂŒnen) mĂŒndet. Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im selben Jahr und der Versuch der österreichischen Bundesregierung, die radioaktive Belastung vor dem SPÖ-Maiaufmarsch zu vertuschen, bestĂ€rken ihr Misstrauen gegenĂŒber der etablierten Innenpolitik in Österreich. Kampf fĂŒr liberale Ladenöffnungszeiten: Die Unternehmerin Gexi Tostmann wehrt sich vehement gegen die starren Ladenöffnungszeiten und die Vorschrift, GeschĂ€fte samstags bereits um zwölf Uhr schließen zu mĂŒssen. Um diese EinschrĂ€nkung im österreichischen Handel zu umgehen, meldet sie kurzerhand das freie Gewerbe des Dirndlverleihens an, zieht bis vor den österreichischen Verfassungsgerichtshof und erkĂ€mpft 1987 erfolgreich den langen Einkaufssamstag.

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  • KEINE FEMINISTIN, ABER IMMER SELBSTBESTIMMT.

    In der dritten Folge reflektiert Gexi Tostmann ihre Rolle als Frau und ihren pragmatischen Zugang zur Emanzipation. Die ErzĂ€hlung beginnt in den frĂŒhen 1960er-Jahren wĂ€hrend ihres Volkskunde-Studiums (heute Ethnologie) an der UniversitĂ€t Wien. Tostmann schildert die Freiheiten, die ihr das Frausein bot, und ihren ungeplanten Weg zur alleinerziehenden Mutter.

    Kampf fĂŒr Selbstbestimmung: Sie bezeichnet sich selbst nicht als Feministin, demonstriert aber in den 1970er-Jahren aber fĂŒr die Fristenlösung. Die dramatischen Folgen des Paragrafen 144, darunter der lebensgefĂ€hrliche Eingriff einer Engelmacherin bei einer Bekannten, bestĂ€rken sie in der Überzeugung, dass Frauen die Möglichkeit haben sollen, diese Entscheidung straffrei treffen zu können.


    Mutter und Unternehmerin: Im Jahr 1975 erwartet sie mit 33 Jahren ein Kind. Sie zieht ihre Tochter Anna ohne Partner, aber gemeinsam mit ihrer Mutter auf und baut parallel das GeschÀft von Tostmann Trachten weiter aus. Anderen Frauen rÀt sie heute, sich vom stÀndigen schlechten Gewissen und dem gesellschaftlichen Perfektionsanspruch zu verabschieden.

    Abenteuerliche GroßmĂŒtter: Ihr Taufname Gesine Maria erinnert an zwei Frauen, die sie selbst nie kennenlernte. Tostmann zeichnet die unkonventionellen Lebenswege ihrer Namensgeberinnen nach. Die vĂ€terliche Großmutter Gesine lief von ihrer ersten Verlobung davon, floh vor dem Ersten Weltkrieg mit zwei Kindern aus China, ließ sich in Deutschland von ihrem Mann scheiden und baute spĂ€ter eine Pferdezucht auf.

    Hören, was bleibt.

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    ÜBER LEBENDE LEGENDEN.
    In diesem Podcast stellen wir keine Fragen. Wir hören zu. Menschen ĂŒber 75 Jahren aus dem DACH-Raum erzĂ€hlen ihr Leben in ihren eigenen Worten – von Entscheidungen, Liebe, BrĂŒchen und dem, was rĂŒckblickend wirklich zĂ€hlt.

    Ein Monat, eine Legende, in vier Folgen. Jeden Donnerstag neu.

    ‱ Gelebte Geschichte: Wir bewahren individuelle Erinnerungen als Teil unseres kollektiven GedĂ€chtnisses.
    ‱ Generationen-Dialog: Wir schlagen eine BrĂŒcke zwischen Jung und Alt und zeigen, dass Alter höchste Relevanz hat.
    ‱ Aktives Zuhören: Wir begreifen Zuhören als politischen Akt, der den sozialen Zusammenhalt stĂ€rkt.
    ‱ Echte Stimmen:Ein Format mit journalistischem Anspruch, das durch generative KI nicht ersetzt werden kann.

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    Eine Produktion von Storytime MEDIA.
    Musik: Patrick Pulsinger 
    Artdirektion: Christian Sulzenbacher
    Ton & Schnitt: Soundfiler
    Vermarktung: Missing Link Media 

    Gefördert von der Wirtschaftsagentur Wien (einem Fonds der Stadt Wien) und dem Media Innovation Lab der WZ GmbH – bei redaktioneller UnabhĂ€ngigkeit.

    #LebendeLegenden #PodcastAT #Zeitgeschichte #GenerationenDialog #Biografie #Lebenserfahrung #Psychologie #Erinnerungskultur #Zeitzeugen #Gesellschaft #Persönlichkeitsentwicklung #Inspiration #Wien  #DACHregion #Zuhören #StorytimeMEDIA

  • DIE ZWEIFACHE RETTUNG DES FAMILIENBETRIEBES.

    In der zweiten Folge schildert die Unternehmerin Gexi Tostmann ihren Weg an die Spitze von Tostmann Trachten. Sie erzĂ€hlt, wie sie 1967 nach ihrer Promotion in Völkerkunde das GeschĂ€ft ihrer Mutter im historischen Wiener Mölkerhof ĂŒbernimmt.

    Rettung aus der Krise: Als das vĂ€terliche Unternehmen in Seewalchen durch rasante Expansion in die roten Zahlen rutscht, greift Gexi Tostmann 1983 ein. Sie entlĂ€sst fĂŒnf von sieben Direktoren und schrumpft den Betrieb gesund. Statt die Produktion in das billigere Ausland auszulagern, verlĂ€sst sie sich voll und ganz auf das österreichische Handwerk.
    Der gestoppte Verkauf: 1990 will sie beinahe das Unternehmen aufgeben. Nach einem Artikel des Journalisten Dieter Bornemann in der Tageszeitung „Die Presse“ zeigen die KĂ€ufer jedoch ihre wahren Absichten und Gexi Tostmann kann vom Vertrag zurĂŒcktreten.
    Punk trifft Dirndl: Ein Zusammentreffen mit der britischen Designerin Vivienne Westwood, der Erfinderin des Punk-Looks, bei einem Kongress in Bad Aussee im Jahr 2001 verhilft der Tracht zu einem internationalen Comeback. Westwood entwirft in der Folge Dirndl-Modelle fĂŒr Tostmann Trachten und nimmt den Emilie-Flöge-Preis entgegen.
    Handwerk und Verantwortung: Heute fĂŒhrt Tochter Anna das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeiterinnen. Gexi Tostmann macht sich fĂŒr die Lehrlingsausbildung stark und unterstĂŒtzt die Initiative „Ausbilden statt Abschieben“.

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  • EIN DIRNDL FÜR EINEN LAIB KÄSE.

    In der ersten Folge der neuen Staffel erzĂ€hlt die Unternehmerin Gexi Tostmann von ihren Wurzeln am Attersee. Geboren 1942 in Seewalchen, prĂ€gte sie frĂŒh ein starkes Gerechtigkeitsempfinden. Die ErzĂ€hlung spannt den Bogen von der unmittelbaren Nachkriegszeit ĂŒber die Flucht des Vaters aus russischer Kriegsgefangenschaft bis zur RĂŒckkehr der Familie ins Salzkammergut. Tostmann gibt Einblicke in ein unkonventionelles Elternhaus, das vom kulturellen Kontrast zwischen dem norddeutschen Vater und der oberösterreichischen Mutter geprĂ€gt war.

    Historisches Erbe: Die mĂŒtterliche Familie war eng mit der Wiener Moderne verbunden. In der Nachbarschaft der großelterlichen Villa verkehrten prominente Persönlichkeiten jener Zeit. Gustav Klimt zĂ€hlte zu den prĂ€gendsten Malern des Wiener Jugendstils. Die Schwestern Flöge entwarfen als avantgardistische Modeschöpferinnen weite Reformkleider fernab des Korsetts. Schatten der Vergangenheit: Gexi Tostmann berichtet von der Verhaftung ihres Vaters durch die Gestapo kurz nach der Hochzeit der Eltern. Er war neun Monate im Konzentrationslager Mauthausen gefangen gehalten. GrĂŒndung mit kargen Mitteln: Im Jahr 1949 begannen die Eltern mit einem Handwebstuhl und einem Schaf namens Anastasia, Trachten zu fertigen. Eines der ersten Dirndln tauschte die Mutter gegen einen großen Laib KĂ€se ein. Dieser Moment legte den Grundstein fĂŒr Tostmann Trachten, das spĂ€ter weltweit erfolgreiche Trachten-Label. Unkonventionelle Schulzeit: Ausgestattet mit Blanko-Entschuldigungen ihres Vaters besuchte sie wĂ€hrend der Gymnasialzeit in Linz oft lieber das Kino als den Unterricht.

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  • STIMME DER NATION UND FEMINISTISCHE VORKÄMPFERIN.
    Die Moderatorin, Schauspielerin und Autorin Chris Lohner ist als Stimme der ÖBB seit Jahrzehnten auf jedem Bahnsteig und in vielen ZĂŒgen prĂ€sent. Sie erzĂ€hlt, wie sie 1979 zur „Stimme der Nation“ wurde und warum sie fĂŒr die erste Digitalisierung ihrer Durchsagen 30.000 SĂ€tze in ein Mikrofon sprechen musste.

    Hinter der bekannten Stimme steht eine Frau mit Tatendrang. Chris Lohner berichtet von ihrem jahrzehntelangen Engagement im globalen SĂŒden:

    Botschafterin fĂŒr das Sehen: Mehr als zwei Jahrzehnte setzte sie sich fĂŒr Menschen mit Sehbehinderungen in Afrika ein und ermöglichte Augenoperationen in Regionen mit mangelhafter medizinischer Versorgung. Einsatz fĂŒr Straßenkinder: Heute gilt ihr Fokus Projekten wie Jugend Eine Welt, etwa in den benachteiligten Vierteln von Nairobi. Sie schildert ungeschönt ihre persönlichen Erfahrungen und Begegnungen an Orten, an denen Kinder ohne Schutz und mit wenig Aussicht auf Besserung leben.

    Zudem spricht Chris Lohner ĂŒber ihren Feminismus und wie sie lange vor der #metoo-Bewegung gegen Machtmissbrauch kĂ€mpfte. Sie erklĂ€rt, warum sie sich zum 75. Geburtstag ihr erstes Tattoo stechen ließ und was sie sich fĂŒr die Zukunft vorgenommen hat: neugierig bleiben und niemals aufhören zu lernen – so nimmt sie erst seit Kurzem Klavierstunden.

    Hören, was bleibt.

    HILFE IN KRISENSITUATIONEN

    In dieser Folge wird ĂŒber sexuelle Gewalt und Vergewaltigung gesprochen. Wenn du betroffen bist oder jemanden kennst, der UnterstĂŒtzung braucht, findest du hier vertrauliche und kostenflose Hilfe:

    Österreich: Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800 222 555 (rund um die Uhr). Deutschland: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016 (rund um die Uhr).


    UNTERSTÜTZUNG FÜR JUGEND EINE WELT

    Wenn du die von Chris Lohner unterstĂŒtzten Projekte fĂŒr Straßenkinder fördern möchtest, findest du alle Informationen dazu auf der Website von Jugend Eine Welt unter dem MenĂŒpunkt „Spenden“:

    https://www.jugendeinewelt.at/

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  • WARUM ICH MICH NICHT VERBIEGEN LASSE.

    Chris Lohner landete 1973 eher zufĂ€llig beim ORF – und das, obwohl sie bis zu diesem Zeitpunkt selbst kaum ferngesehen hatte. Heute ist sie die bekannteste Stimme Österreichs: Seit Jahrzehnten begleitet sie Reisende mit ihren Durchsagen auf Bahnhöfen und in den ZĂŒgen der ÖBB. In dieser dritten von vier Folgen erzĂ€hlt die Moderatorin, Schauspielerin und Autorin von ihren AnfĂ€ngen, die mit einer Ansage fĂŒr ein Skirennen in Schladming begannen und sie wenig spĂ€ter auch zur „Kasperlpost“ fĂŒhrten.

    In dieser Episode blickt Chris Lohner hinter die Kulissen der anarchischen Kultserie „Kottan ermittelt“. Ein besonders persönlicher Teil der ErzĂ€hlung ist ihre 14-jĂ€hrige Beziehung zu dem jamaikanischen Tennisprofi und Musiker Lance Lumsden. Chris Lohner spricht offen ĂŒber den Rassismus, der ihnen in den 1980er-Jahren entgegen schlug.

    Zudem berichtet sie von Begegnungen mit zwei Persönlichkeiten, die ihre Sicht auf die Welt prÀgten:

    Der Dalai Lama: Tenzin Gyatso ist das geistige Oberhaupt der Tibeter und FriedensnobelpreistrĂ€ger. Er lebt seit seiner Flucht vor der chinesischen Besatzung im Jahr 1959 im indischen Exil und gilt weltweit als Symbol fĂŒr gewaltlosen Widerstand und MitgefĂŒhl.
    Viktor Frankl: Der Wiener Neurologe und Psychiater ĂŒberlebte mehrere Konzentrationslager und begrĂŒndete die Logotherapie. Seine Lehre stellt die Suche nach dem Sinn im Leben als zentrale Motivationskraft des Menschen in den Mittelpunkt.

    Chris Lohner erklĂ€rt in dieser Folge außerdem, warum ein ehrlicher Blick auf die eigenen Schattenseiten fĂŒr die Entwicklung notwendig ist und was fĂŒr sie ein gutes Leben ausmacht: Bei sich bleiben und sich fĂŒr nichts und niemanden verbiegen.

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  • AUS DER WIENER ENGE ZU INTERNATIONALEM GLAMOUR.

    In der zweiten von vier Folgen erzĂ€hlt Chris Lohner von ihrem Weg aus der Wiener Enge in die weite Welt. Die Moderatorin, Schauspielerin und Autorin sowie bekannteste Stimme Österreichs – deren Durchsagen auf allen Bahnhöfen und in den ZĂŒgen der ÖBB zu hören sind – berichtet von einem prĂ€genden Jahr: Nach der Matura verbrachte sie Ende der 1950er-Jahre ein Schuljahr in den USA. Dank eines Stipendiums des „American Field Service“ (AFS) kam sie von der Mangelwirtschaft Wiens direkt in den amerikanischen Überfluss mit KĂŒhlschrĂ€nken, Autos und einer multikulturellen Gesellschaft. Diese Erfahrung legte den Grundstein fĂŒr ihre lebenslange Neugierde und Offenheit.

    ZurĂŒck in Österreich startete sie eine internationale Karriere als Fotomodell. Sie berichtet von den AnfĂ€ngen in der Branche, in der Modelle noch ihre eigenen Accessoires zu den Shootings transportieren mussten, und von ihrer Zeit im Paris des Jahres 1968. Inmitten der Studentenproteste und des Aufbruchs gegen das Establishment festigte sich ihre Haltung als 68erin, die sie bis heute beibehĂ€lt. Chris Lohner erzĂ€hlt, warum Freundschaften fĂŒr sie das wichtigste Netz im Leben sind und warum sie LĂŒgen fĂŒr viel zu anstrengend hĂ€lt.

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  • VON DER BOMBARDIERUNG WIENS ZUR STIMME ÖSTERREICHS.

    In der ersten Folge spricht Chris Lohner – Moderatorin, Schauspielerin und Autorin – ĂŒber ihre Kindheit im Wien der Nachkriegszeit. Geboren 1943 mitten im Krieg, erinnert sie sich an das GerĂ€usch der Sirenen und die NĂ€chte im Luftschutzkeller. Sie erzĂ€hlt von der RĂŒckkehr ihres Vaters aus der Gefangenschaft, der als SanitĂ€ter ĂŒberlebte, wĂ€hrend viele andere MĂ€nner nicht mehr nach Hause kamen.

    Heute ist sie die wohl bekannteste Stimme Österreichs: Seit Jahrzehnten begleitet sie Reisende durch ihren Alltag, indem sie die Durchsagen auf den Bahnhöfen und in den ZĂŒgen der ÖBB spricht. In dieser ersten von vier Folgen Episode lĂ€sst sie jedoch weit hinter die bekannte Fassade blicken. Ein zentrales Thema ist das Schicksal ihres Großvaters. Aufgrund von Depressionen und einem Suizidversuch wurde er von den Nationalsozialisten im Rahmen der Euthanasie-Verbrechen ermordet. Chris Lohner reflektiert ĂŒber das Schweigen der damaligen Zeit und ihre eigene Entscheidung, als öffentliche Person Verantwortung zu ĂŒbernehmen und den Mund aufzumachen.

    Der Weg fĂŒhrt von der Bassena-Wohnung im fĂŒnften Bezirk, in der das soziale Leben am Gang stattfand, bis zum Staatsvertrag 1955. Sie beschreibt den Hunger, das „Hamstern“ am Land und die Erziehung durch ihre Eltern, die trotz harter Zeiten von Bildung und Empathie geprĂ€gt war. Sie beschreibt, wie aus der neugierigen „Rotzpippe“ eine Ikone der österreichischen Kulturlandschaft wurde.

    Hören, was bleibt.

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    HILFE IN KRISENSITUATIONEN

    Wenn Sie von Suizidgedanken betroffen sind oder jemanden kennen, dem es schlecht geht, finden Sie hier vertrauliche und kostenlose Hilfe:

    Österreich:

    Telefonseelsorge: Unter der Rufnummer 142 erreichen Sie rund um die Uhr professionelle Berater:innen. Online-Beratung unter: onlineberatung-telefonseelsorge.at. Rat auf Draht: Hilfe fĂŒr Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen unter 147 (anonym & rund um die Uhr). Ö3-Kummernummer: Unter 116 123 tĂ€glich von 16:00 bis 24:00 Uhr erreichbar. SuizidprĂ€vention Austria: Regionale Hilfseinrichtungen unter: suizid-praevention.gv.at.

    Deutschland:

    Telefon-Seelsorge: Bundesweit erreichbar unter 116 123 oder spezifisch unter 0800 / 111 0 111 (evangelisch) sowie 0800 / 111 0 222 (katholisch). Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111 (Mo–Sa, 14–20 Uhr). Elterntelefon unter 0800 / 111 0 550. Onlineberatung: Chat & Mail unter online.telefonseelsorge.de. KrisenKompass: Eine App der TelefonSeelsorge mit Hilfe zur Selbsthilfe.

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  • Bei Lebende Legenden stellen wir keine Fragen. Wir hören zu. Hier erzĂ€hlen Menschen ĂŒber 75 Jahren aus dem DACH-Raum ihr Leben in ihren eigenen Worten. Sie sprechen ĂŒber Entscheidungen, Liebe, BrĂŒche, was sie falsch gemacht haben und was rĂŒckblickend vielleicht doch richtig war.

    Ein Podcast fĂŒr alle, die sich fĂŒr Zeitgeschichte, Psychologie, Erfolg, Beziehungen und persönliches Wachstum interessieren.

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    Ab dem 9. April in allen Podcast-Stores.

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    Redaktion und Produktion: Mesi Tötschinger, Eva Weissenberger, Lisa Sans
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