Afleveringen
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Bruder David Steindl‑Rast wird 100. In dieser Sonderfolge lesen wir ausgewählte Textpassagen von ihm — darunter einen bislang unveröffentlichten E‑Mail‑Austausch — zu Memento Mori, Vergänglichkeit und Tod, und ich spreche darüber mit Ö1 Moderator Johannes Kaup.
Bruder David ist ein international gefragter spiritueller Lehrer, einer der bekanntesten Benediktinermönche weltweit und Autor zahlreicher Bücher. Besondere Bekanntheit erlange er als Brückenbauer zwischen den Religionen und für seine Lehre der Dankbarkeit. Für ihn war das Memento Mori, also den Tod im allzeit vor Augen zu haben, um dadurch wirkliche Lebendigkeit zu erlangen, seit jeher ein Schlüsselsatz als Benediktinermönch.
Johannes Kaup, Theologe, Philosoph und Psychotherapeut, hat gemeinsam mit Bruder David das biografische Buch "Ich bin durch Dich so ich" verfasst und zahlreiche Interviews mit ihm geführt. Im Gespräch teilt er eigene Erfahrungen zu Tod und Sterben und seine Sicht auf das Memento Mori.
Die Text-Passagen stammen großteils aus der online Bibliothek David Steindl Rast und wurden von dieser für den Podcast mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.
https://www.bibliothek-david-steindl-rast.ch
https://grateful.org
https://www.europakloster.com
https://www.dankbar-leben-begegnungsraeume.net -
Johannes Narbeshuber erzählt, wie er durch Meditation das Loslassen gelernt und sich mit seiner Angst vor Tod und Sterben versöhnt hat. Er ist überzeugt davon, dass man das Loslassen - und damit in weiterer Folge wohl auch das Sterben - tatsächlich üben kann. Wichtig dabei sind außerdem Menschen, die es gut mit einem meinen, die man liebt, und Johannes spricht über das Privileg, was es heißt, wenn man diese Menschen um sich hat. Er erzählt außerdem sehr berührend über die tiefe Beziehung mit seinem 95-jährigen Vater und auch wie dieser mit dem Thema Endlichkeit im Alltag umgeht bzw. sie offen darüber reden. Johannes spricht auch über einen Wunsch für unsere Gesellschaft: Er meint, dass wir uns vor lauter Angst, irgendwann zu sterben auch nicht trauen, davor vorbehaltlos und aus ganzem Herzen zu leben. Eine Gesellschaft, die mit ihren Ängsten bewusster und freier umgehen kann, hat demnach auch mehr Kapazitäten für Empathie, Zuwendung und mutiges gemeinsames Gestalten. Johannes Narbeshuber ist Trigon Coach, leitet dort den Lehrgang Coaching und Organisationsberater. Gemeinsam mit seiner Frau Esther hat er mehrere Bücher geschrieben wie z.B. Mindful Leader.
https://www.trigon.at/berater/johannes-narbeshuber/ -
Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Seit 56 Jahren arbeitet sie als Ärztin, seit 45 Jahren in der Strahlenonkologie: Im bewegenden Gespräch spricht Tilli Egger, Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychoonkologie und Grande Dame der Psychoonkologie, aus ihrer umfangreichen Erfahrung über Begegnungen mit Sterbenden und den Wandel seit den 70er Jahren. Tilli Egger redet nicht schön, was nicht schön ist. Sie weiß, dass Sterben alle Kraft und allen Mut des Menschen benötigt. Zugleich erzählt sie, warum sie diese Begegnungen mit sterbenden Menschen mit großer Dankbarkeit erfüllen. Ihre Ruhe, Sachlichkeit und tiefe Erfahrung machen das Gespräch einzigartig: furchtlos und klar zeigt sie großen Respekt vor Tod und Sterben, umfassendes Wissen und vor allem eine Haltung, von der wir alle lernen können.
Dr. Tilli Egger ist Psychoonkologin, Fachärztin für Strahlentherapie, Psychotherapeutin und praktische Ärztin.
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Florian Klenk hat einen naturwissenschaftlich geprägten Zugang zu Tod und Sterben: im Podcast spricht er über sein Interesse zum Thema Tod in der Gerichtsmedizin und über seine Arbeit mit Gerichtsmediziner Christian Reiter. Für Florian ist der Gedanke tröstlich, dass der Prozess des Sterbens eine Verstoffwechselung mit sich bringt, dass es dann also nicht aus und vorbei ist, sondern es im Grab durch Zersetzung des Körpers weiter geht, dass wir somit Teil eines großen Kreislaufs bzw. einer naturwissenschaftliche Ordnung sind. Die Beschäftigung mit der Gerichtsmedizin hat ihm geholfen, für sich einen guten Umgang mit der eigenen Endlichkeit zu finden.
Er spricht außerdem über sein viel beachtetes Interview mit Niki Glattauer, das er wenige Tage vor dessen assistierten Suizids geführt hat, und ich frage ihn, wie man sich in so einer Situation zum letzten Mal von jemand verabschiedet.
Florian Klenk ist Chefredakteur der Wochenzeitung Falter, Herausgeber des Falter Verlags, Buchautor und Podcaster.
www.falter.at
Hinweis: Wir sprechen hier unter anderem über assistierten Suizid, das kann belastend sein. Falls du Suizidgedanken hast, hole dir Unterstützung und wende dich z.B. an die Telefonseelsorge unter 142, www.telefonseelsorge.at . -
Ursula Lyon ist 98, sie ist eine bedeutende Meditations- und Yogalehrerin bzw. buddhistische Dhamma Lehrende in Österreich und damit eine der ältesten lehrenden Buddhistinnen der Welt. Sie hält nach wie vor Retreats und unterrichtet Yoga.
Ursula erzählt, wie im Buddhismus das Thema Tod und Vergänglichkeit allgegenwärtig ist und über ihren positiven und offenen Umgang damit - und über ihre Freude am Leben. Sie fühlt sich bereit zu gehen und loszulassen, und erlebt die ihr geschenkten Tage gewissermaßen als Überfluss, den sie aber auch gut und sinnvoll nutzen möchte. Für sie ist jetzt eine Zeit von großer Dankbarkeit an das Leben und auch für das - wie sie es nennt - "Heilige" in uns.
www.sampadasangha.com -
Klaus Schwertner teilt seine Erfahrungen rund um das Thema Tod und Endlichkeit als Direktor der Caritas Wien und erzählt, welchen Umgang er damit gefunden hat. Er kennt aus seiner Arbeit viele individuelle Schicksale von Menschen, berichtet von seinen Erfahrungen in Kriegs- bzw. in Krisengebieten - insbesondere auch über das Zurückkommen aus solchen Gebieten, und teilt persönliche Erfahrungen, die er im Rahmen seiner Ausbildung als Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleiter gemacht hat.
Er erzählt außerdem, was ihn privat rund um die Vergänglichkeit beschäftigt: das Erreichen der eigenen Lebensmitte, der Tod seines Vaters, seine Schwierigkeiten beim Abschied nehmen, und auch die wichtige Rolle, die die eigene Familie spielt.
www.caritas-wien.at -
Lukas Zenk beschäftigt sich in seinem Leben intensiv mit Transformationsprozessen auf unterschiedliche Weise, er ist Professor für Innovationsforschung an der Danube Business School Uni Krems und selbständiger Organisationsberater und Coach bei Lightbox Network.
Lukas hat schon früh in seinem Leben begonnen, sich über den Tod Gedanken zu machen und entsprechende Literatur hat ihn dabei begleitet. Für ihn ist der Tod bzw. die Endlichkeit und die Beschäftigung damit ein wichtiger und relevanter Teil seines Lebens und seines Alltags. Er berichtet beispielsweise von schamanischen Ritualen, in denen man den eigenen Tod durchlebt, und erzählt wie solche Erfahrungen den Umgang mit der Vergänglichkeit prägen bzw. unterstützen können. -
Dieser Podcast ist eine Einladung zur Auseinandersetzung mit dem Tod, um das Leben davor bewusster und vielleicht sogar mutiger zu gestalten. Ich spreche mit spannenden Gesprächspartner*innen über Tod, Vergänglichkeit und über das Sterben - und damit natürlich auch über das Leben.
Die ersten drei Gespräche sind ab dem 21.5. online mit:
Lukas Zenk, Universitätsprofessor und Organisationsberater
Klaus Schwertner, Direktor der Caritas Wien
Ursula Lyon, 98-jährige buddhistische Lehrende