Afleveringen
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Ein Gruppenbild voller ernster Mienen beim jüngsten NATO-Gipfel zeigt es deutlich: Von der oft beschworenen Harmonie der europäischen Familie ist wenig zu spüren. Doch ist das europäische Projekt gescheitert? Der Wirtschaftshistoriker, Politikberater und Publizist Joseph de Weck ist im Gespräch mit David Vogel vom Gegenteil überzeugt.
Europa befindet sich in einer historischen Übergangsphase. Während Russland massiven Druck ausübt, ziehen sich die USA als traditioneller Schutzpatron zunehmend zurück. In diesem neuen Machtvakuum wandelt sich die EU unaufhaltsam von einem reinen Friedens- und Rechtsprojekt zu einem pragmatischen, rücksichtsloseren Machtprojekt. De Weck erklärt, warum der Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte das System zwar von innen heraus fordert, die Union im Kern aber nicht zerstören wird.
Heutiger Gast: [Joseph de Weck ](https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_de_Weck)
Host: David Vogel
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Die Guten Dienste und die Neutralität gelten als zentrale Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik und der Identität des Landes. Doch in einer sich fundamental verändernden Weltordnung gerät dieses Erfolgsmodell zunehmend unter Druck. Am Beispiel der Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zeigt sich, dass die Schweiz ihr Alleinstellungsmerkmal als diplomatischer Vermittler verloren hat. Neue Akteure drängen auf den Markt der internationalen Mediation.
Wie muss sich die Schweizer Aussenpolitik neu positionieren? Der Leiter des Thinktank CSS der ETH Zürich, Daniel Möckli, analysiert in der neuen Folge von “NZZ Geopolitik" die aktuellen Herausforderungen und erklärt, warum die Zukunft der Vermittlungsarbeit abseits der grossen medialen Scheinwerfer liegen könnte.
Gast: [Daniel Möckli](https://css.ethz.ch/ueber-uns/personen/dr--daniel-moeckli.html), Think-Tank CSS
Host: David Vogel
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Seit fast 50 Jahren ist der Konflikt um die Westsahara ungelöst. Lange galt er als einer der «vergessenen Konflikte» der Weltpolitik. Doch geopolitische Entwicklungen der vergangenen Jahre verändern die Dynamik zunehmend. Marokkos internationale Position wird stärker, während Algerien und die Polisario-Bewegung unter Druck geraten.
In der neuen Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert die Nordafrika-Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Isabelle Wehrenfels, wie Marokko durch strategische Diplomatie und einflussreiche Verbündete seine Position stärken konnte und nun einen weitreichenden Autonomieplan vorantreibt, der weitreichende regionale und geopolitische Folgen hat.
Heutiger Gast: [Isabelle Werenfels](https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-in/isabelle-werenfels), Nordafrika-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin (SWP)
Host: Marlen Oehler
Redaktion: David Vogel
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Ein Gala-Dinner im prunkvollen Schloss Versailles bildet die Kulisse für Donald Trumps jüngsten diplomatischen Coup: die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs. Während der US-Präsident die Einigung lautstark als historischen Durchbruch feiert, zeichnet der Iran-Experte Simon Wolfgang Fuchs ein gänzlich anderes Bild. Das Abkommen erweise sich bei genauerem Hinsehen als massives Zugeständnis an das Regime in Teheran. Der Iran profitiere von wirtschaftlichen Erleichterungen, einem gigantischen Wiederaufbaufonds und der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, während zentrale westliche Kriegsziele wie das iranische Atom- und Raketenprogramm verschoben wurden. Das Memorandum treibe ausserdem einen tiefen Keil zwischen die Verbündeten USA und Israel.
Heutiger Gast: [Simon Wolfgang Fuchs,](https://simonwolfgangfuchs.huji.ac.il/) Iran-Experte Hebräische Universität Jerusalem
Host: Marlen Oehler
Redaktion: David Vogel
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Das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS sollte Europas Antwort auf die Dominanz der USA im Bereich moderner Luftverteidigung werden und die europäische Sicherheit erhöhen: ein Kampfjet der nächsten Generation, ergänzt durch Drohnen, Datennetzwerke und ein vernetztes Luftkampfsystem. Neun Jahre später ist das Projekt, das von Merkel und Macron 2017 lanciert wurde, gescheitert. Es kam zum Grounding noch vor dem ersten Start.
In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysieren wir Gründe und Ursachen des Scheiterns dieses grössten und ambitioniertesten europäischen Rüstungsprojekts der Geschichte. Warum schafften Deutschland und Frankreich keinen Konsens - trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten? Welche Rolle spielten dabei unterschiedliche nationale Interessen, Divergenzen in der Industriepolitik und nicht kompatible strategische Ziele? Für Europas Sicherheit sei das fatal, sagt der NZZ-Sicherheitsexperte im Podcast. Denn der Krieg in der Ukraine und die unsichere Unterstützung der USA unterstreichen die Notwendigkeit einer starken europäischen Verteidigung. Das Scheitern des Kampfjet-Projekts sende darum ein verheerendes Signal an Freund und Feind.
Gast: Georg Häsler, Militär- und Sicherheitsexperte der NZZ
Host: Marlen Oehler
Redaktion: Antonia Moser, Dominik Schottner
Eine frühere Folge von Georg zum französischen Kampfjet Rafale findest Du [hier](https://www.nzz.ch/podcast/zum-ersten-mal-ist-ein-rafale-jet-aus-franzoesischer-produktion-im-luftkampf-abgeschossen-worden-sind-chinesische-kampfjets-den-westlichen-ueberlegen-ld.1885050).
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Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun schon über vier Jahre. Doch an der Front zeichnet sich eine neue Phase ab. Mit präzisen Drohnenangriffen bis weit ins russische Hinterland wie nach St. Petersburg setzt die Ukraine den Kreml zunehmend unter Druck. Die russische Frühjahrsoffensive wurde so im Keim erstickt und endete in einem Desaster.
Der Russland- und Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt im Gespräch mit David Vogel, warum sich Wladimir Putin in einer strategischen Bredouille befindet und wieso die Ukraine nun eine gewisse Überlegenheit im Drohnenkrieg besitzt. Während die USA signalisieren, sich diplomatisch zurückzuziehen, stehen die europäischen Staaten vor einer entscheidenden Frage: Wie kann Europa jetzt die Initiative ergreifen und den Druck durch härtere Sanktionen wie Visasperren oder Hafenverbote so weit erhöhen, dass ein echter Waffenstillstand realistisch wird?
Heutiger Gast: [Nico Lange](https://nicolange.eu/)
Host: David Vogel
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Manchmal herrscht auch auf der Internationalen Raumstation ISS plötzlich angespannte Stimmung. So wie im November 2021, als die Raumfahrer evakuiert werden mussten, weil eine russische Anti-Satelliten-Rakete Trümmerteile im All hinterliess. Der Vorfall zeigt ein wachsendes Problem: Die zunehmende Kommerzialisierung des Weltraums führt zu einem echten Dichtestress im Orbit.
In dieser Live-Aufzeichnung von «NZZ Geopolitik» an der ETH Zürich sprechen die Experten über die Chancen und Risiken der neuen «New Space Era». Dank wiederverwendbarer Raketen von Firmen wie SpaceX sinken die Transportkosten rasant, was die Zahl der Satelliten explodieren lässt. Doch wem gehören die Daten und wie sicher ist die kritische Infrastruktur im All vor Cyberangriffen und orbitaler Anarchie?
Heutiger Gast: [Dr. Felix Seidel (ETH Zürich)](https://space.ethz.ch/contact/) und [Leonid Leiva Ariosa (NZZ)](https://www.nzz.ch/impressum/leonid-leiva-ariosa-ld.1876564)
Host: David Vogel
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Ein Rückzug russischer Söldner im Norden Malis wirft ein Schlaglicht auf das Engagement Moskaus auf dem afrikanischen Kontinent. Oft als antiwestliche Retter herbeigeholt, bleibt die Bilanz der russischen Präsenz ernüchternd. Wie kam es dazu, dass private Milizen wie die Wagner-Truppe in Ländern wie Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und Mali so aktiv wurden? Der Friedens- und Konfliktforscher Tim Glawion erklärt die historischen Wurzeln aus der Sowjetzeit und die heutige Taktik Russlands, die vor allem auf den Schutz fragiler Regime, den Zugang zu Rohstoffen und gezielte Desinformation setzt. Doch während Russland vor allem mit Eliten kooperiert und bestehende Strukturen destabilisiert, fehlt ihm im Vergleich zu Akteuren wie China das Geld und die logistische Kraft für einen nachhaltigen Aufbau. Eine Analyse über die Grenzen russischer Machtpolitik und die Frustration der lokalen Bevölkerung.
Heutiger Gast: [Tim Glawion](https://www.arnold-bergstraesser.de/mitarbeiterinnen/tim-glawion), Afrika-Experte und Friedens- und Konfliktforscher
Host: David Vogel
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Der brüchige Waffenstillstand im Krieg gegen den Iran zwingt die Golfstaaten zu einer radikalen Neuausrichtung ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik. Nach den iranischen Angriffen auf den strategisch wichtigen Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird deutlich, dass die traditionelle Pendelpolitik der Golfmonarchien an ihre Grenzen stösst. Das historische Novum, dass das israelische Iron-Dome-System erstmals in einem arabischen Staat zum Einsatz kommt, signalisiert eine tiefgreifende Veränderung der regionalen Dynamiken.
Gleichzeitig wächst am Golf die Frustration über den langjährigen Sicherheitsgaranten USA. Die Herrscherhäuser stehen vor der Herausforderung, ihre ambitionierten wirtschaftlichen Modelle und die gesellschaftliche Resilienz in Zeiten kriegerischer Konflikte aufrechterhalten zu müssen. Welche Rolle die Rivalitäten zwischen Abu Dhabi und Riad spielen und warum der opportunistische Pragmatismus der Region dennoch bestehen bleibt, analysiert diese Episode
Heutiger Gast: [Dr. Sebastian Sons ](https://carpo-bonn.org/uber-uns/team/team/dr-sebastian-sons)
Host: David Vogel
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Als Richard Nixon 1971 Drogen zum «public enemy number one» erklärte, war der „War on Drugs“ noch kein Krieg im eigentlichen Sinn, sondern ein politisches Programm, eine innenpolitische Offensive gegen Drogenmissbrauch. Unter Ronald Reagan dann wurde der Kampf gegen Drogen stärker militarisiert. Die USA bekämpften nicht mehr nur Konsum und Kriminalität im Innern, sondern griffen auch die Produktions- und Schmuggelrouten im Ausland an – etwa in Bolivien oder Panama. Aber erst unter Donald Trump wurde der "War on Drugs" geopolitisch und wandelte sich zu einem echten Krieg, sagt Andreas Ernst in dieser Episode von "NZZ Geopolitik". Es zeigt sich, wie eng Drogenpolitik, Handelspolitik und geopolitische Interessen inzwischen miteinander verknüpft sind – und warum der „War on Drugs“ längst mehr ist als reine Kriminalitätsbekämpfung.
Gast: Andreas Ernst, NZZ-Journalist und Experte für internationale Beziehungen und Geopolitik
Host: Marlen Oehler
Den Artikel zur Entwicklung des "War on Drugs" von Nixon bis Trump von Andreas Ernst findet Ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/war-on-drugs-wie-aus-einem-politischen-programm-ein-richtiger-krieg-wurde-ld.1926309).
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In wenigen Wochen startet mit der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada das grösste Sportereignis der Welt. Doch die Vorfreude wird von massiven geopolitischen Spannungen und einer hochgradig aufgeladenen Stimmung begleitet. In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» analysiert der Sozialwissenschaftler Henk-Erik Meier von der Universität Münster, warum die Vorstellung eines unpolitischen Sports eine naive Illusion ist. Wir sprechen über den bemerkenswerten «FIFA Friedenspreis» für Donald Trump, die enorme Macht des Weltverbands und die Frage, warum die Fifa oft als Staat im Staate agiert.
Ein zentrales Thema ist die Instrumentalisierung des Fussballs durch die Politik und Nichtregierungsorganisationen. Meier erklärt, warum Boykott-Bewegungen historisch gesehen fast nie ihre Ziele erreichen und warum die Fifa trotz aller Korruptionsvorwürfe ein «scharfes Schwert» gegen nationale Regierungen führt. Zudem blicken wir auf den Iran-Konflikt und die schwierige Rolle der Athleten, die sich zwischen sportlichem Wettkampf und politischem Aktivismus wiederfinden.
Heutiger Gast: [Prof. Dr. Henk-Erik Meier](https://www.uni-muenster.de/Sportwissenschaft/Sozialwissenschaft/team/Meier.shtml), Sozialwissenschaftler Universität Münster
Host: David Vogel
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Der New Start Vertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen – erstmals seit den 1970er Jahren gibt es damit keine verbindliche Begrenzung strategischer Atomwaffen mehr. Was bedeutet das für die globale Sicherheit? In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» analysiert David Vogel mit der Sicherheitsexpertin Lydia Wachs von der Universität Stockholm, warum das Ende von New START die Weltordnung verändert, weshalb kurzfristig kein neues Wettrüsten droht und warum die langfristigen Risiken dennoch steigen.
Im Gespräch geht es um Russlands strategisches Denken, nukleare Abschreckung im Ukrainekrieg, Putins Drohrhetorik, die Rolle militärischer Eliten sowie Chinas wachsenden Einfluss auf die internationale Rüstungskontrolle. Die Episode zeigt, warum atomare Stabilität heute nicht mehr nur bilateral zwischen Washington und Moskau gedacht werden kann.
Heutiger Gast: [Lydia Wachs](https://www.su.se/english/profiles/l/lywa1956), Sicherheitsexpertin Universität Stockholm
Host: David Vogel
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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu präsentiert sich gerne als entschlossener Feldherr an der Front. Doch die Realität sieht anders aus: Ein einziger Tweet von Donald Trump hat ausgereicht, um die gesamte israelische Kriegsführung durcheinanderzubringen und den Ministerpräsidenten zum Einlenken zu zwingen. Das gilt sowohl für die zweiwöchige Waffenruhe mit Iran als auch die Angriffe in Südlibanon.
In diesem Live-Gespräch analysiert der erfahrene Nahost-Experte Richard C. Schneider, warum Netanyahus Strategie des "totalen Sieges" bisher nicht aufgegangen ist.
Diese Folge wurde am Abend des 21. April live vor Publikum im Zürcher Bernhard-Theater aufgenommen - im Rahmen der Veranstaltungsreihe [NZZ Live](https://live.nzz.ch/de/zukunftige-veranstaltungen).
Gast: Richard C. Schneider, langjähriger ARD-Korrespondent für Israel und den Nahen Osten; heute NZZ-Autor und Bestseller-Autor
Host: David Vogel
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Religiöse Narrative spielen im aktuellen Iran-Konflikt eine zentrale Rolle – besonders in der politischen Kommunikation der USA. In dieser Folge wird analysiert, wie biblische Bilder, Endzeitvorstellungen und Begriffe wie „heiliger Krieg“, „christlicher Krieger" oder „auserwählte Nation“ gezielt eingesetzt werden, um militärisches Handeln zu legitimieren.
Doch wenn Geopolitik auf radikale Theologie trifft, kann diese Rhetorik zum Brandbeschleuniger werden, warnt der Historiker und Theologe im Podcast.
Gast: [Michael Hochgeschwender](https://www.amerikanistik.uni-muenchen.de/personen/professoren/hochgeschwender/index.html), Professor für nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und katholischer Theologe
Host: Marlen Oehler
Das ist der Link zur Live-Veranstaltung von NZZ Geopolitik im Bernhardtheater in Zürich am 21.4.2026. Tickets kann man [hier ](https://live.nzz.ch/de/events/nzz-geopolitik-live/richard-c-schneider)bestellen.
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Künstliche Intelligenz verändert die moderne Kriegsführung rasant. Systeme analysieren riesige Datenmengen, schlagen Ziele vor und beschleunigen militärische Entscheidungen auf ein bisher unbekanntes Tempo. Doch welche Risiken entstehen, wenn Algorithmen über Leben und Tod mitentscheiden? Und welche Rolle spielen Technologieunternehmen und Start-ups in diesem neuen militärischen Wettlauf?
In dieser Folge von «NZZ Geopolitik» spricht David Vogel mit der Politologin Elke Schwarz von der Queen Mary University London über die Auswirkungen von KI auf militärische Strategien, Entscheidungsprozesse und ethische Verantwortung. Diskutiert werden unter anderem die zunehmende Geschwindigkeit von Zielentscheidungen sowie die Frage nach internationaler Regulierung.
Die Episode beleuchtet, warum KI-basierte Entscheidungssysteme nicht nur Effizienz versprechen, sondern auch neue Risiken für Zivilisten und globale Sicherheit schaffen können. Gleichzeitig zeigt sie, in welchen Bereichen KI sinnvoll unterstützen kann und welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen.
Heutiger Gast: [Prof. Elke Schwarz](https://www.qmul.ac.uk/politics/staff/profiles/schwarzelke.html), Queen Mary University London
Host: David Vogel
Weiterführende Links
Responsible AI in the Military Domain [REAIM](https://www.gcsp.ch/publications/third-summit-responsible-ai-military-domain-reaim)
NZZ Geopolitik Live [Event ](https://live.nzz.ch/de/events/nzz-geopolitik-live/richard-c-schneider)am 21. April in Zürich
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Der Krieg zwischen Iran, den USA und Israel bringt die Türkei in eine heikle Lage. Obwohl die Türkei keine direkte Kriegspartei ist, gerät das Land zunehmend zwischen die Fronten. Raketen fliegen über türkisches Gebiet, wirtschaftliche Belastungen steigen und die geopolitische Balance wird zur Zerreissprobe.
Präsident Erdogan vollführt in dieser angespannten Weltlage einen riskanten Drahtseilakt: zwischen NATO-Verpflichtungen, wirtschaftlicher Abhängigkeit von Russland und Iran sowie innenpolitischem Druck. In der Episode geht es auch um die Rolle der Türkei als unfreiwillige Pufferzone und die langfristigen Risiken für Sicherheit, Wirtschaft und Stabilität in der Region.
Gast: [Aret Demirci ](https://www.freiheit.org/de/aret-demirci), Politikwissenschafter und Leiter des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Istanbul
Host: Marlen Oehler
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2 Milliarden US Dollar am Tag!? Der Iran-Krieg wird für die USA zunehmend zu einem finanziellen Kraftakt. In dieser Episode analysieren wir, warum moderne Kriege weit mehr kosten als Waffen, Munition und Logistik – und welche versteckten wirtschaftlichen Folgen sie nach sich ziehen.
Der Ökonom und Konfliktforscher Tilman Brück erklärt im Podcast, warum die milliardenschweren Militärausgaben der USA und Israels nur die Spitze des Eisbergs sind, wenn man die gesamten Kosten von Kriegen anschaut. Von steigenden Ölpreisen bis hin zu langfristigen Schäden für die globale Wirtschaft, Entwicklungen und Stabilität. Dabei wird klar, warum Kriege nicht nur Zerstörung und Leid verursachen, sondern auch ein Verlustgeschäft sind für die Welt – trotz einzelner Profiteure.
Gast: [Tilman Brück](https://isdc.org/team/tilman-brueck/), Ökonom und Konfliktforscher, Direktor von ISDC
Host: Marlen Oehler
Das ist der Link zur Live-Veranstaltung von NZZ Geopolitik im Bernhardtheater in Zürich am 21.4.2026. Tickets kann man [[hier](https://live.nzz.ch/de/events/nzz-geopolitik-live/richard-c-schneider)] bestellen.
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Die aktuelle Krise rund um die Strasse von Hormuz zeigt eindrücklich, wie abhängig die Weltwirtschaft noch immer vom Erdöl ist. Trotz Energiewende bleibt Öl ein zentraler Rohstoff – nicht nur für Treibstoffe, sondern für zahlreiche Produkte, Industrien und geopolitische Machtspiele.
In dieser Episode wird beleuchtet, wie tief Erdöl in unserer Gesellschaft verankert ist – von Konsumgütern über Landwirtschaft bis hin zu globalen Lieferketten. Gleichzeitig geht es um die Rolle von Öl als geopolitisches Instrument und um die Frage, ob und wie ein Ausstieg aus der fossilen Abhängigkeit überhaupt realistisch ist.
Heutiger Gast: [Dr. Benjamin Steininger ](https://www.gea.mpg.de/person/134749/2932), Max-Planck-Institut für Geoanthropologie
Host: David Vogel
Auf der Homepage [Beauty of Oil](http://beauty-of-oil.org/) findest du tonnenweise Material
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Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran wirft eine zentrale geopolitische Frage auf: Warum unterstützt China seinen strategischen Partner Iran nicht militärisch? Obwohl Peking den Angriff rhetorisch scharf verurteilt, bleibt konkrete Hilfe aus.
In dieser Episode analysiert die Politikwissenschaftlerin Julia Gurol-Haller, wie eng die Beziehungen zwischen China und Iran tatsächlich sind. Sie erklärt, warum Ölhandel, Sanktionen und wirtschaftliche Abhängigkeiten eine wichtige Rolle spielen – und weshalb die Golfstaaten für China letztlich wichtiger sind als Teheran. Außerdem geht es um Chinas Strategie im globalen Machtwettbewerb mit den USA, mögliche Folgen für den Welthandel und die Bedeutung der Strasse von Hormus für die chinesische Wirtschaft.
Die Diskussion zeigt, wie Peking geopolitische Krisen nutzt, um sich international als stabiler Partner zu präsentieren – während es gleichzeitig direkte Konfrontationen mit Washington vermeidet.
Heutiger Gast: [Julia Gurol-Haller](https://www.giga-hamburg.de/en/the-giga/team/gurol-haller-julia), Politikwissenschaftlerin und Forscherin zu China-Nahost-Beziehungen am GIGA-Institut in Hamburg
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