Afleveringen
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Die Zukunft von «Doctor Who» ist ungewisser denn je. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Disney+, ausbleibenden Produktionsankündigungen und schwachen Zuschauerzahlen stellt sich die Frage: Hat die BBC ihre einstige Vorzeigeserie gegen die Wand gefahren? Gemeinsam mit Christian Lukas blickt Fabian Riedner auf die jüngste Ära der Science-Fiction-Serie zurück.
Im Mittelpunkt stehen die beiden Disney-Staffeln unter Russell T. Davies, die Rückkehr von David Tennant, der Auftritt von Ncuti Gatwa sowie die Frage, weshalb viele langjährige Fans den Anschluss an die Serie verloren haben. Dabei geht es um fehlende ikonische Gegner wie die Daleks, umstrittene Handlungsentscheidungen und die Schwierigkeit, eine traditionsreiche Marke gleichzeitig zu modernisieren und ihrem Erbe treu zu bleiben.
Außerdem diskutieren die beiden Podcaster über die Ären von Steven Moffat, Chris Chibnall und Peter Capaldi, erinnern an legendäre Episoden wie „Blink“, „Let's Kill Hitler“ oder den Staffel-6-Handlungsbogen um den Tod des Doktors und wagen einen Blick nach vorne: Braucht «Doctor Who» einen kompletten Neustart oder genügt eine kreative Neuausrichtung? Eine ausführliche Diskussion über Aufstieg, Fall und mögliche Zukunft einer der wichtigsten Science-Fiction-Serien der Fernsehgeschichte. -
Bei ProSiebenSat.1 werden die Karten neu gemischt. Die Sendergruppe verabschiedet sich von einer Struktur, die das deutsche Privatfernsehen jahrzehntelang geprägt hat: Einzelne Senderchefs sollen künftig nicht mehr allein für ProSieben, Sat.1 oder Kabel Eins verantwortlich sein. Stattdessen setzt das Unternehmen auf senderübergreifende Verantwortlichkeiten und eine zentrale Content-Steuerung.
In der neuen Ausgabe von Quotenmeter.FM sprechen Fabian Riedner und Mario Thunert über den Umbau bei ProSiebenSat.1. Hannes Hiller und Marc Rasmus bleiben zwar wichtige Führungskräfte des Konzerns, werden künftig jedoch nicht mehr als klassische Programmverantwortliche für einzelne Sender agieren. Stattdessen übernehmen sie genreübergreifende Aufgaben für verschiedene Programmbereiche, die kanalübergreifend für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins entwickelt werden sollen. Parallel gewinnt Arne Neumann weiter an Einfluss und soll die strategische Steuerung des gesamten Sender- und Genreportfolios koordinieren.
Was bedeutet dieser Umbau für die Zukunft der Senderfamilie? Werden Programme künftig stärker plattformübergreifend geplant? Könnten Formate leichter zwischen ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und Joyn verschoben werden? Und droht dadurch der Verlust klarer Senderprofile oder entstehen neue Chancen für die Programmplanung? Fabian Riedner und Mario Thunert diskutieren über die neue Machtverteilung in Unterföhring. -
Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Nach fünf Jahren hat RTL wieder neue Geschichten von «Der Lehrer» bestellt. Die Serie war zwischen 2013 und 2021 im Programm zu sehen und bescherte RTL tolle Reichweiten, bei den jungen Erwachsenen kam das Format von Sony Pictures hervorragend an. Nach der neunten Staffel warf der Sender das Handtuch, weil Hendrik Duryn das Handtuch warf.
Jetzt ist Hendrik Duryn wieder als Hauptdarsteller verpflichtet worden. Yannick Posse schrieb sechs neue Geschichten, nachdem MadeFor Film für eine neue Staffel verpflichtet wurde. Kurz vor Pfingsten 2026 erfolgte die Fernsehpremiere mit tollen Reichweiten – zumindest in der Zielgruppe. Beim Gesamtpublikum waren die Reichweiten überschaubar. In dieser Folge besprechen Mario Thunert und Fabian Riedner die Fortsetzung.
Dabei gibt es doch einige Fehler in der vorgelegten Arbeit. Bereits in der ersten Folge mit dem Titel „Einfach nur ein Ticket ziehen und einsteigen“ sind grobe Probleme zu erkennen. Beispielsweise ist die Einführung in den Schulalltag zu knapp geraten, auf der anderen Seite sind einige Figuren nicht glaubwürdig gezeichnet. Auch die Geschichten bedienen sich nicht am klassischen Schulalltag, sondern handeln von Nebenschauplätzen wie Lovestorys und sozialen Problemen im Elternhaus. -
Wie angekündigt «Thunerts Thema» diese Woche in einer erweiterten Form: Statt einer einzelnen Ausgabe gibt es zwei Beiträge. Nachdem am Dienstag (9. Juni) Till Voelger vom BFFS zu Gast war, ist nun am heutigen Donnerstag (11. Juni) nochmal die Zeit, die variierende Meinung vom VDS zu vertiefen – vertreten wird sie von Synchronschauspieler Matti Klemm (u.a. Jason Momoa) sowie David Wagner (Kanzlei Spirit Legal).
Nochmal als Replik: Im Mittelpunkt steht erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix. Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung von KI-Systemen verwendet werden.
Gesprächspartner Matti Klemm als selbst betroffener Künstler äußert vor allem die Angst, das aus der Einspeisung seines Stimm-Materials in ein unübersichtliches KI-Geflecht ein unkontrollierbares Potpourri entstehen könnte, das die Nachvollziehbarkeit am Ende schwer macht. Auch Jurist David Wagner sieht darin eine signifikante Herausforderung, für die zwar technische Lösungen denkbar seien, deren Gerüst jedoch erst noch dezidierter herausgearbeitet werden müsse, um klarere Verbindlichkeiten in der Hand zu haben.
Beide äußern in diesem Zusammenhang Bedauern über die Abwehrhaltung von Netflix – denn für einen Arbeitsprozess, der eine verbesserte Basis schafft, seien gemeinsame Gespräche von Nöten. Vor allem David Wagner sieht auf juristischer, als auch auf kultureller Ebene zudem die Politik gefragt, um zukünftig eine europäische Marschroute zu beschreiten. -
In dieser Woche begegnet die Zuhörer und Zuhörerinnen der Podcast «Thunerts Thema» in einer erweiterten Form: Statt einer einzelnen Ausgabe wird es im Laufe der Woche zwei Beiträge geben. Dabei handelt es sich um eine Ausnahme, die sich aus dem aktuellen Thema ergibt und unterschiedliche Blickwinkel sichtbar machen soll. Anliegen ist es beide Argumentationslinien aufzuzeigen und einen ausweitenden Eindruck von der Komplexität des Zusammenhangs zu bekommen.
Im Mittelpunkt steht nämlich erneut der anhaltende Konflikt um die KI-Klausel bei Netflix. Zahlreiche Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler arbeiten derzeit weiterhin nicht für den Streaming-Anbieter, weil sie eine Vertragsregelung ablehnen, die Netflix die Nutzung ihrer Stimmen für KI-Trainingszwecke erlaubt. Besonders aus den Reihen des Verbands Deutscher Sprecher*innen (VDS) kommt Kritik an einer Vereinbarung, die zwischen Netflix und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) ausgehandelt wurde. Nach dieser Regelung darf vorhandenes Sprachmaterial für Zwecke der Qualitätskontrolle und Optimierung von KI-Systemen verwendet werden. Die Erzeugung künstlicher Stimmen ist davon laut BFFS ausgenommen und würde theoretisch eine zusätzliche, freiwillige Zustimmung erfordern.
Der heutige Gesprächspartner, Till Voelger vom BFFS, bewertet diese Vereinbarung als Fortschritt. Aus seiner Sicht schafft sie erstmals einen rechtlichen Rahmen in einem Bereich, in dem KI-Trainingsprozesse bislang weitgehend ohne verbindliche Regeln stattgefunden haben. Die Vereinbarung könne Betroffenen künftig bessere Möglichkeiten geben, Verstöße nachzuweisen und zu verfolgen. Am Donnerstag werden wir zusätzlich nochmal auf eine andere Perspektive zurückkommen, der diese Regelung nicht ausreicht und zu unsicher erscheint. -
Ende Mai strahlte das ZDF die zweite Folge von «ZDF Magazin vor Ort» mit Chris Sommer aus. Dieses Mal wollte die Redaktion damit punkten, dass der Kölner Fernmeldeturm Colonius den Erdboden gleich gemacht werden soll. Das Team baute eine typische Live-Sendung im deutschen Fernsehen nach. Sogar einen prominenten Gast hatte man engagiert: Everlyn Burdecki sollte den Buzzer drücken, um die Zündung auszulösen.
Für Mario Thunert und Fabian Riedner sind diese Ableger nicht das Gelbe vom Ei, die normalen Ausgaben von «ZDF Magazin Royale» sind mit ihren Frontalunterricht wesentlich besser. Anders sind es hingegen bei der «heute show» aus, deren Specials mit Fabian Köster und Lutz van der Horst einfach XL-Ausgaben von Rubriken sind. Beim Privatfernsehen versuchte ProSieben mit «TV total» diesen Spagat, doch weder «TV total – Aber mit Gast» und «TV total Stand-Up Club» blieben in Erinnerung.
Im zweiten Teil der Sendung werden Thunert und Riedner ein Blick auf die Frauen im Showbusiness. Zunächst erklärte Nazan Eckes im „Welt“-Gespräch, dass mit einer Schwangerschaft auch bei RTL zu einer Konkurrenzsituation kam. Zudem werfen Thunert und Riedner einen Blick auf die einstige «Extra»-Moderatorin Birgit Schrowange, die sich sogar Jahrelang die Haare färben ließ. Nachdem diese Enthüllung kam, verschwand sie von der RTL-Bildfläche. Später kehrte sie ohne Erfolg bei Sat.1 zurück, seither wurde es um Schrowange sehr ruhig. -
Kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft meldet sich Thunerts Thema zurück. Und schon jetzt ist klar: Bei diesem Turnier wird es um weit mehr gehen als um Fußball. Das beginnt beim umstrittenen FIFA-„Friedenspreis“, den FIFA-Präsident Gianni Infantino an Donald Trump überreichte. Hinzu kommt ein aufgeblähtes Turnier in den USA, Mexiko und Kanada, hohe Ticketpreise sowie anhaltende Fragen zu Infantinos engen Verbindungen nach Saudi-Arabien.
Für zusätzliche Kontroversen sorgt Donald Trump selbst: Der US-Präsident soll demokratisch regierten Austragungsorten mit dem Entzug von WM-Spielen gedroht haben, um Kritik an seiner Politik zu unterdrücken. Auch seine Einreisepolitik steht in der Kritik: Für Menschen aus mehreren Teilnehmerländern und Bevölkerungsgruppen könnte die Reise zum Turnier erheblich erschwert oder sogar unmöglich werden.
Die FIFA-WM 2026 könnte also zur Bühne für politische Inszenierungen und autoritäre Machtdemonstrationen werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum das System FIFA gerade jetzt seine größte Wirkung entfaltet. Genau dieser Frage sind die Journalisten Matthias Friebe, Maxi Rieger und Thomas Kistner im Deutschlandfunk-Podcast «Behind The Games» – Gianni Infantino nachgegangen. Dessen Moderator ist in dieser Ausgabe zu Gast bei Mario Thunert. -
Am Donnerstag endete die 21. Staffel von «Germany’s Next Topmodel» bei ProSieben. Doch der Fernsehsender sucht dort nicht etwa wirklich nach Models, sondern produziert eine Unterhaltungsshow. Noch vor fünf Jahren erreichte die Sendung weit über zwei Millionen Menschen vor den Fernsehschirmen und war auch bei den jungen Zuschauern sehr gefragt. Heutzutage resultieren die hohen Marktanteile bei den Umworbenen daraus, dass das übrige Programm am Donnerstag ebenfalls kaum nachgefragt wird.
Mario Thunert und Fabian Riedner reden über die inhaltliche Struktur der Reality-Show, in der seit drei Staffeln auch Männer mitwirken dürfen. Außerdem wurden über die vergangenen Jahre Zugangsvoraussetzungen wie ein bestimmtes Höchstalter oder eine Mindestgröße abgeschafft. Doch das führte nicht dazu, dass die Modelshow von ProSieben ihre Reichweiten stabilisieren konnte.
Zahlreiche Fernsehzuschauer wechselten von ProSieben zu Joyn, um «Germany’s Next Topmodel» zu sehen. Doch der Streamingdienst der ProSiebenSat.1-Gruppe erzielt nur einen Bruchteil des Umsatzes der linearen Fernsehsender. Man kann durchaus sagen, dass die Produktion weiterhin durch die ProSieben-Ausstrahlung finanziert wird. Der Digitalumsatz des Unternehmens im Werbebereich lag 2025 bei 313 Millionen Euro – das war gegenüber dem Jahr 2024 ein Plus von einer Million Euro. -
Der «Eurovision Song Contest» im österreichischen Wien erreichte im Ersten über acht Millionen Fernsehzuschauer ab drei Jahren. Mit über drei Millionen 14- bis 49-Jährigen war die Produktion ebenfalls sehr beliebt. Deutschland bekam zwar insgesamt zwölf Punkte, landete damit jedoch nur auf dem drittletzten Platz. Sarah Engels konnte im Herzen der Zuschauer kein Feuer entfachen, weshalb Deutschland vom Jury-Voting nicht einmal einen Punkt erhielt.
Das Bühnenbild wurde einmal mehr von Florian Wieder entworfen. Der Designer orientierte sich dabei an der Bildsprache der Wiener Secession und des Wiener Kaffeehauses. Die Moderatoren Michael Ostrowski und Victoria Swarovski führten durch die drei Sendungen und mussten sich Kritik gefallen lassen. Zahlreichen Fernsehzuschauern gefiel die lahme Show mit ihren vorgelesenen Texten überhaupt nicht.
Als zweites Thema besprechen Mario Thunert und Fabian Riedner die finanziellen Probleme des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), der nach der Beitragserhöhung vor fünf Jahren schon wieder nicht mit den finanziellen Mitteln auskommt. Neben dem Ende von «Mittagsmagazin» und «MDR um 2» werden auch die Krimireihen «Tatort» und «Polizeiruf 110» pausiert. Es herrscht Unverständnis darüber, dass ein Sender wie der MDR mit einem jährlichen Budget von 800 Millionen Euro offenbar nicht wirtschaften kann. -
Die Programmvorstellungen der US-amerikanischen Networks wurden in dieser Woche von NBC, FOX und ABC komplettiert. Bereits Mitte April veröffentlichte der Paramount-Sender CBS seine Strategie für die im Herbst anstehende Saison, bei der die Planer am Sonntag auf Football setzen. Mit Ausnahme des Mittwochs setzt das Unternehmen auf eine breite Bandbreite an Fiction.
FOX, das Sat.1 der Vereinigten Staaten, füllt seine Primetime weiterhin mit vielen Spielshows wie «99» und «The Floor». Auf der anderen Seite werden freitags, samstags und sonntags Live-Sportübertragungen ausgestrahlt. Bei NBC gehören Dienstag und Sonntag der NBA sowie der NFL, während die Reality-Show «The Traitors» (als «Die Verräter» bei RTL) von Peacock ins lineare Fernsehen wechselt. Der Sender schielte wohl auf seinen Kooperationspartner aus England, wo die BBC inzwischen mehr als zehn Millionen Amerikaner abholt.
Der Disney-Sender ABC ist ein wichtiger Lieferant für Disney+, weshalb die Planer auch in diesem Jahr sämtliche Fiction-Formate übernahmen. Außerdem werden samstags, sonntags und montags Live-Sportübertragungen angeboten. Der Dienstag ist traditionell in der Hand von «Dancing with the Stars», weshalb auch «High Potential» erst im kommenden Jahr zurückkehrt. Neben den Upfronts sprechen Mario Thunert und Fabian Riedner in dieser Ausgabe auch über die besten Songs beim «Eurovision Song Contest» und stellen jeweils ein Top-Fünf-Ranking zusammen. -
Am 25. April und am 2. Mai öffnete ProSieben die Bühne für «Staying Alive – Stars singen mit Legenden». In der von Banijay produzierten Fernsehshow wurden eher mittelmäßige TV-Sternchen mit musikalischer Vergangenheit zum Duett mit echten US-Legenden geladen. Das Konzept hörte sich nicht nur mau an, auch die Einschaltquoten waren enttäuschend.
Die Auftaktshow Ende April sahen lediglich 0,69 Millionen Fernsehzuschauer, wovon 0,19 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Anfang Mai schalteten dann nur noch 0,51 Millionen ein, auch bei den Werberelevanten waren nur noch 0,14 Millionen dabei. Auch wenn ProSieben das Aus bislang nicht verkündet hat, dürfte die Sendung kaum Chancen auf eine Wiederbelebung haben.
Mario Thunert und Fabian Riedner erkunden beim Quotenmeter-Podcast, ob die Produktionsfirma mit Whitney Houston, Elvis Presley und Freddie Mercury dank künstlicher Intelligenz Leichenfledderei betrieben hat. Außerdem werfen die beiden einen kritischen Blick auf die No Angels oder Samu Haber, die der Sender für das Projekt gewinnen konnte. Mit «The Tribute – Die Show der Musiklegenden» gab es bereits im Herbst 2024 eine ähnliche Show, in der aktuelle Musiker die Hits verstorbener Ikonen interpretierten – damals scheiterte das Format in Sat.1. -
Im kalifornischen Burbank erblickte im Jahr 1975 die Fernsehshow «Wheel of Fortune» das Licht der Welt, Merv Griffin entwickelte ein sehr langlebiges Konzept für NBC. Seit 1983 läuft das Format auch im Lokalfernsehen der Vereinigten Staaten, zudem ist seit fünf Jahren bei ABC eine Promi-Version im Abendprogramm zu sehen.
Der Lizenzgeber Sony Pictures Television verteilt seit 2020 zahlreiche neue Versionen, etwa bei MBC1 in der arabischen Welt (seit 2022), eine von Graham Norton moderierte Version bei Network 10 in Australien (seit 2024), in Belgien bei VIER (seit 2020), in Dänemark bei TV 2 Charlie (seit 2020) und in Frankreich bei der RTL-Tochter M6 (seit 2025). Die Show mit der Buchstabenwand ist in zahlreichen Ländern ein großer Erfolg, auch die Sat.1-Stiefschwester Canale 5 setzt seit 2024 auf das Format. Gerry Scotti moderiert die Show, die im Abendprogramm läuft. Die Staffel 2024/2025 erreichte im Durchschnitt 3,25 Millionen Zuschauer und fuhr einen Marktanteil von starken 21,2 Prozent ein, die Show läuft dort an sieben Tagen der Woche.
In Deutschland ist die Zukunft von «Glücksrad» weiterhin unklar. Zuletzt verhob sich RTLZWEI an dem Konzept mit einer Retro-Variante, die von Guido Cantz und Sonya Kraus moderiert wurde. Beim früheren Lizenznehmer Sat.1 bestünde im Vorabendprogramm durchaus Handlungsbedarf, weil «Die Landarztpraxis» und «Ein Hof zum Verlieben» nur noch ein kleines Publikum erreichen. Quotenmeter-Redakteur Fabian Riedner hat sich die Experten Julian Schlichting und Frank Brendel eingeladen, um über die deutsche «Glücksrad»-Zukunft zu diskutieren. -
In den 1990er-Jahren war die Sat.1-Serie «Kommissar Rex» sehr erfolgreich. Der Privatsender aus Berlin verbuchte damit Reichweiten von über fünf Millionen Zuschauern. Mit Tobias Moretti und Gedeon Burkhard standen zwei Schauspieler vor der Kamera, die auch nach der Serie große Erfolge feierten. Man könnte meinen, dass der deutsche Schäferhund B.J., alias Reginald von Ravenhorst, zwei talentierte Sidekicks hatte.
Nachdem das italienische Fernsehen zwischen 2007 und 2014 einen Ableger startete, war die Serie in Deutschland beim ZDF beheimatet. Die Quoten waren allerdings nur Mittelmaß. Jetzt haben sich ORF und Sat.1 zusammengeschlossen und der etablierten Produktionsfirma MR Film die Herstellung von sechs «Kommissar Rex»-Episoden beauftragt.
Im Quotenmeter-Podcast finden Mario Thunert und Fabian Riedner das Konzept enttäuschend. Die Serie mit Maximilian Brückner als Kommissar Steiner und Ferdinand Seebacher als Inspektor Felix Burger scheint zu sehr auf ein weibliches Publikum zugeschnitten zu sein. Die neuen Folgen dauern zwei statt einer Stunde, was dazu führt, dass vor allem belanglose Familiengeschichten in diese sechs neuen Abenteuer gedrückt werden. Immerhin hat die Serie mit einigen Aufnahmen überzeugt, wenngleich die Fälle nicht besonders spannend waren. -
In den Monaten April und Mai 2026 darf Elton gleich sechs Mal die neue Show «Hitster» moderieren. Die Sendung ist eine Adaption des gleichnamigen Spiels aus dem Hause Jumbo Spiele und erst seit vier Jahren auf dem Markt. Obwohl das Spiel ab 16 Jahren empfohlen wird, sind die meisten Gewinner wohl doch eher im fortgeschrittenen Alter.
Pro Sendung treten zwei Teams gegeneinander an: In der ersten Ausgabe, die RTL ausstrahlte, spielten Sandy Mölling und Rick Kavanian gegen Yvonne Catterfeld und Hans Sigl. Nacheinander mussten die Kandidaten jeweils einen Song zeitlich einordnen, was allerdings vor allem am Anfang sehr einfach war. Im Finale musste ein Team zehn Songs korrekt zuordnen, damit bis zu 10.000 Euro für einen wohltätigen Zweck erspielt werden konnten. Für Fabian Riedner hapert es dabei an der Fallhöhe, Mario Thunert sah die Probleme bereits in der Vorrunde.
Außerdem werfen Thunert und Riedner noch einen Blick auf das «ZDF Magazin Royale»-Special «ZMR vor Ort» mit Carolin Worbs. In der Eifel sollte ein Vulkan ausbrechen, weshalb die Verantwortlichen von Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld eine Live-Nachrichtensendung imitierten. Doch das wirkte stellenweise sehr albern, meinten die Podcaster. -
Seit sechs Jahren schifft Sat.1 gemeinsam mit der Produktionsfirma EndemolShine Germany mehr oder minder bekannte Prominente in die thailändische Provinz Phang Nga, wo in der Villa Grand Satis die Aufnahmen für «Promis unter Palmen» entstehen. Während der Corona-Pandemie erreichte Sat.1 mit der Unterhaltungsshow über 3,3 Millionen Zuschauer, doch spätere Staffeln konnten an diesen Erfolg nicht anknüpfen. Im Stream werden rund 0,70 Millionen Zuschauer verbucht, jedoch kann man auch damit das Desinteresse über Jahre nicht schönreden.
Die vierte Staffel startete Mitte Februar 2026 zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Wenige Tage zuvor war «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» zu Ende gegangen, und ausgerechnet am Rosenmontag sollten Karnevals- und Fastnachtsfans zu Hause bleiben und deutschen Prominenten beim Streiten zusehen. In dieser Ausgabe von Quotenmeter.FM erklärt Mario Thunert seinem Kollegen Fabian Riedner die Konfliktkonstellationen.
Nachdem die ersten beiden Episoden durchaus zäh waren, wurde es in der Promi-Villa zunehmend spannender. Sowohl Reality-Star Franzi Temme als auch Spielerfrau Dilara Kruse agierten als Intrigantinnen und zogen die übrigen Teilnehmer auf ihre Seiten. Das führte dazu, dass Maurice Dziwak und Kevin Wolter sich für eine Seite entscheiden mussten. Menderes Bağcı wurde zum Mitläufer, während Claude-Oliver Rudolph bewusst als Außenseiter seine Zeit absaß. -
Der Disney-Streamingdienst hat bereits seit einigen Wochen den animierten Spielfilm «Zoomania 2» im Programm, der im Winter über 1,8 Milliarden US-Dollar einspielte. Die animierte Filmreihe handelt vom Hasen Judy und vom Fuchs Nick, die unterschiedliche Abenteuer erleben. Während im ersten Teil eine Seuche aufgehalten werden muss, deckt man im zweiten Teil eine Verschwörung auf.
Außerdem reden Mario Thunert und Fabian Riedner über frühere Spielfilme wie «Winnetou» und «Cleopatra», die beispielsweise vom ZDF am Karfreitag ausgestrahlt werden. Vor einigen Jahren haben sich Initiativen beschwert, da diese Filme sich kultureller Aneignung und Rassismus bedienen. Pierre-Brice-Witwe Hella Brice wies diese Vorwürfe allerdings schon vor Jahren zurück.
Am Ostersonntag hat das ZDF auch die Sendung «Neustart nach Trennung» aus der Reihe «Terra Xplore» im Programm. Dort ist Collien Fernandes mit Leon Windscheid zu sehen, der sich mit der Moderatorin und Schauspielerin zum Thema Schlussmachen und Weiterleben auseinandersetzt. Die Ausstrahlung ist gerade deshalb so spannend, weil die Dokumentation einen Spagat zwischen Produktion im September 2025 und der aktuellen Berichterstattung schlagen muss. -
Der jüngste Spielfilm von Paul Thomas Anderson, «One Battle After Another», erreichte durch diverse Film- und Festivalveranstaltungen 459 Nominierungen, von denen 227 gewonnen wurden. Mitte März 2025 schloss sich das Fenster der Award-Saison, und die Oscars wurden in Los Angeles vergeben. Dort erhielt nicht nur der Spielfilm einen Preis, auch Paul Thomas Anderson wurde für seine Regie sowie sein Drehbuch ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an Sean Penn, Cassandra Kulukundis (Casting) und Andy Jurgensen (Schnitt).
Der Action-Thriller rutscht immer wieder ins Satirische ab, finden Mario Thunert und Fabian Riedner. Die Handlung beginnt mit Pat Calhoun und Perfida Beverly Hills, die mit ihrer linksextremen Bewegung illegale Einwanderer aus einer Hafteinrichtung befreien. Perfida trifft hier erstmals auf Ghetto Pat, den sie zu einer Erektion zwingt. Später kommt es zwischen den beiden auch noch zum Geschlechtsverkehr.
Jahre später möchte der Militäroffizier in den Geheimzirkel „Christmas Adventures Club“ aufgenommen werden. Jedoch könnte sein Motelabenteuer mit Perfida dazu geführt haben, dass er eine schwarze Tochter hat. Das würde seine Aufnahme in die rechtsextreme Gruppe verhindern. Der drogenabhängige Pat muss nun gegen einen Elite-Offizier antreten, um das Leben seiner Tochter zu retten. -
Öfter mal etwas Neues: RTL schickte am Abend «Wer weiß wie wann was war? – Die Show der Generationen» mit Stefan Raab und Co-Moderatorin Barbara Schöneberger ins Rennen. Die Produktion aus dem Hause Raab Entertainment ist eine eigenständige Neuentwicklung und konnte bereits zum Auftakt sowohl im Feuilleton als auch beim Publikum punkten.
In der knapp dreistündigen Show traten drei Generationen gegeneinander an. Am Ende setzten sich die 40- bis 59-Jährigen durch, vertreten von den Prominenten Frank Rosin und Özcan Coşar. Auch das Studiopublikum war eingebunden: Die 100 Zuschauer im Block erhielten für jede richtige Antwort jeweils 600 Euro.
Im begleitenden Podcast diskutierten Mario Thunert und Fabian Riedner das Spielprinzip – und fanden nicht nur lobende Worte. Vor allem Riedner äußerte Kritik: Dass jede Generation ausschließlich ihre eigenen Fragen beantwortet, nehme dem Format einen Teil seines Reizes. Ein direkter Vergleich der Generationen über identische Fragen hinweg wäre deutlich spannender gewesen. Mit 1,81 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern kann RTL dennoch zufrieden sein. Besonders erfreulich: Auch im Anschluss funktionierte das Line-up, denn zwei Wiederholungen von «Take Me Out» hielten das Niveau stabil. -
Bastian Pastewka drehte im vergangenen Jahr den Kriminalfilm «Fabian und die mörderische Hochzeit» mit der UFA in Zusammenarbeit mit Amazon MGM Studios Deutschland für den Streamingdienst Prime Video. Die Originalproduktion wurde am 6. Februar 2026 veröffentlicht und kam im Februar auf fast 1,4 Millionen Abrufe.
Für das Drehbuch waren Martin Eigler, Sönke Lars Neuwöhner und Sven S. Poser verantwortlich, die bereits das Pastewka-Projekt «Morgen hör ich auf» für das ZDF schrieben. Die Regie führte Markus Sehr, der zuletzt auch «Miss Sophie – Same Procedure as Every Year» umsetzte. Obwohl die Originalzutaten stimmten, sind Mario Thunert und Fabian Riedner von dem Werk wenig angetan.
Pastewka spielt einen Betrüger, dessen Rolle immer wieder zwischen Ernsthaftigkeit und Komödie wankt, was selten überzeugt. Der Plot reißt beispielsweise zahlreiche Szenen an; erst am Ende werden aus den vielen Szenen mit Löchern ein Gesamtbild geschmiedet. Das ist allerdings auch bei sogenannten Krimi-Dinnern ähnlich, die die Zuschauer mit tausenden Hinweisen verwirren wollen. Zahlreiche Medien besprachen den Film, eine überwältigende Lobeshymne gab es allerdings nicht. -
Wenn am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle der «Eurovision Song Contest» ausgetragen wird, dann ist Sarah Engels für Deutschland dabei. Die Produktionsfirma Kimmig Entertainment hat einen dreistündigen Vorentscheid auf die Beine gestellt, der in Berlin von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger moderiert wurde.
Über dreieinhalb Millionen Menschen sahen die Show, unter ihnen waren über eine Million Menschen zwischen 14 und 49 Jahren. Die Zuschauerzahlen waren besser als bei der Zusammenarbeit mit Stefan Raab im vergangenen Jahr. Die Wahl fiel auf Sarah Engels, die das Ergebnis von Abor & Tynna mit „Baller“ erst einmal übertreffen muss. Das Duo aus Österreich schnappte sich den 15. Platz, die Chancen von Engels sind derzeit noch unbekannt.
Mario Thunert und Fabian Riedner sprechen in dieser Ausgabe über «Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026». Auch das Finale zwischen Engels, wavvyboi und Molly Sue spielt eine Rolle. Obwohl Sarah Engels sowohl eine große Online-Community vorweisen kann als auch bei erfolgreichen Shows im Ersten und im ZDF auftritt, gewann sie mit 38,3 Prozent – wavvyboi folgte mit nicht einmal vier Prozent Abstand. Außerdem werfen Thunert und Riedner einen Blick auf die Schweiz mit Veronica Fusaro und Österreich mit Benjamin Gedeon, die ebenfalls einen guten Platz erreichen möchten. - Laat meer zien