Afleveringen
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1944 veröffentlichte der österreichische Wirtschaftswissenschaftler und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899-1992) in London sein Hauptwerk "The road to serfdorm" ("Der Weg zur Knechtschaft"). Darin legt der spätere Wirtschaftsnobelpreisträger (1974) die gemeinsamen Wurzeln von kommunistischer und faschistischer Planwirtschaft dar. Freiheit und Rechtsstaat seien nur in einer Marktwirtschaft denkbar, verbunden mit einer Wettbewerbsordnung und einem Sozialsystem, die vom Staat kontrolliert würden.Damit wurde er nach Ludwig von Mises der wichtigste Vertreter der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", die nach dem Zweiten Weltkrieg überall in der freien Welt Berücksichtigung fand, nur nicht in Österreich. Aus Angst vor der sowjetischen Besatzungsmacht konnte das Buch nach 1945 in Deutschland und Österreich zunächst nicht erscheinen und nur über die Schweiz "einsickern."
Martin Haidinger präsentiert zentrale Passagen aus Hayeks Werk.Science Arena vom 8.6.2026. -
Spätestens seit dem Anschlag der "Vulkangruppe" auf das Berliner Stromnetz im Jänner 2026, der rund 45.000 Haushalte tagelang lahmlegte und damit auch Todesopfer in Kauf nahm wurde klar, dass linksextremer Terrorismus in Europa nach wie vor gefährlich aktiv ist. Mit der gut organisierten "Hammerbande", die mutmaßliche Mordversuche gegen politische Gegner verübt, solidarisieren sich ganz offen und teils im Weichbild von Parteien Aktivisten jederlei Geschlechts- auch in Österreich. Bei Martin Haidinger diskutieren im Wiener Ringturm der Politologe und Extremismusforscher Nicolas Stockhammer und der Historiker mit den Spezialgebieten Antisemitismus und Islamismus Heiko Heinisch. Ö1-Science Arena vom 1.6.2026
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Zum 50. Todestag des deutschen Philosophen Martin Heidegger am 26.Mai 2026 bietet sich ein ambivalentes Bild: Zweifellos gehört Heidegger zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Doch seit zwölf Jahren hat das Erscheinen der sogenannten "Schwarzen Hefte" den Skandal um Heideggers NS-Engagement noch einmal vertieft. Kann und soll man mit Heidegger noch etwas anfangen?Im Philosophiecafé wollen wir uns darauf einlassen, einige Grundgedanken von Heidegger zu verstehen. Zum Beispiel, warum er meint, dass Existieren immer schon Verstehen bedeutet. Warum wir zeitliche Wesen sind, die nicht nur einfach in der Welt vorhanden sind, sondern die sich in ihr entwerfen: von etwas her auf etwas hin, eigentlich und uneigentlich. Heidegger hat die alte philosophische Frage nach dem Sein neu gestellt. Was bedeutet das im 21. Jahrhundert? Und ist Heidegger verstehen nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich?
Sophie Loidolt spricht mit Dieter Thomä, Philosoph und Heidegger-Experte. -
Haben Sie das schon erlebt? Eine begabte und erfolgreiche Person in ihrem Betrieb steigt in die Chefetage auf und scheitert dort kläglich an ihren neuen Aufgaben. Sie hat ihre Inkompetenzgrenze überschritten. Oder umgekehrt. In einem Unternehmen werkt ein genialer Mensch so recht und schlecht an untergeordneter Stelle und hätte das Zeug zum Chef, aber die herrschenden Hierarchen befördern ihn nicht dorthin, wo er viel besser wirken könnte.
Dieses Phänomen ist wissenschaftlich beschrieben und wird in der Managementliteratur "Peter Principle" genannt
Die österreichische Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle und der deutsch-irakische Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Ayad Al-Ani gehen bei Martin Haidinger diesem fatalen Mechanismus in Wirtschaft und Politik nach und zeigen mögliche Auswege auf.
Ö1 Science Arena vom 11.5.2026 -
Kinderwunsch: Wenn Biologie, Gesetz und Lebensrealität auseinandergehen
In Österreich, genau genommen in ganz Europa, werden zu wenige Kinder geboren, derzeit 1,32 Kinder pro Frau. Dennoch bleiben die Themen Elternschaft, Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit im Privaten und der breite gesellschaftspolitische Diskurs bleibt aus. Elisabeth Scharang diskutiert in der Gesprächsreihe "These trifft auf Erfahrung" mit ihren Gästen über die Fortschritte und die Grenzen in der reproduktiven Medizin und die Folgen für Frauen, wenn die Politik nicht mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt hält. Ö1 Science Arena vom 4.5.2026 -
Vor einem Jahr hat man eine einschneidende gesamtgesellschaftliche Erfahrung medial Revue passieren lassen: die Coronapandemie. "Aufarbeitung", lautete das Motto. Dabei kamen großteils jene Expertinnen und Experten zu Wort, die schon während der Corona-Jahre die öffentliche Bühne dominierten. Ihre Sicht der Dinge ist legitim und soll gehört werden. Doch wie steht es um jene Stimmen, die damals Kritik an den Maßnahmen übten und vor dem gesellschaftlichen Umgang miteinander, respektive gegeneinander, warnten?
Genau das will diese Sendung von Daphne Hruby erreichen: einen Dialog zwischen zwei Menschen, die damals andere Standpunkte vertraten. So treffen in der "Science Arena" der Mediziner und Autor ("Das Corona-Rätsel") Martin Sprenger und der Jurist und Journalist (Chefredakteur "Falter") Florian Klenk aufeinander. Und die Kommunikationswissenschaftlerin Christine Bauer-Jelinek analysiert das Ganze auf einer Meta-Ebene.
Ö1 Science Arena vom 27.4.2026 -
Wie viele Geschlechter gibt es wirklich?
Fakten auf den Tisch! "Science Arena"-Kontroversen: Martin Fieder vs. Elisabeth Holzleithner
In der "Science Arena" wollen wir den Schaum von den Mündern wischen und Fakten auf den Tisch legen. "Wie viele Geschlechter gibt es wirklich?" fragen wir den Biologen Martin Fieder, Professor am Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien ("Es gibt nur zwei Geschlechter. Die Biologie ignorieren bedeutet die Realität ignorieren") und die Juristin Elisabeth Holzleithner, Professorin für Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies und Leiterin des Instituts für Rechtsphilosophie an der Universität Wien ("Das österreichische Recht kennt Varianten der Geschlechtsentwicklung. Ihre Anerkennung beruht auf medizinischen Grundlagen und ist menschenrechtlich geboten.") - und erwarten sachliche Antworten.
Eine Kontroverse aus dem Wiener Ringturm unter der Moderation von Martin Haidinger. Ö1 Science Arena vom 13.4.2026 -
Egon Friedell (1878-1938), Schriftsteller, promovierter Philosoph, Schauspieler und Kabarettist war zu seiner Zeit einer der hellsten Köpfe des literarischen Wien.Vor allem mit seiner mehrbändigen "Kulturgeschichte der Neuzeit" (1927-1931) hat er Maßstäbe der gut lesbaren Wissensliteratur gesetzt.
Martin Haidinger bringt im Radiokulturhaus vor einem interessierten Publikum Ausschnitte aus den Werken Friedells, dem die "Grande Dame" der österreichischen Literatur Hilde Spiel zumaß, dass er "noch einmal die berauschende Fiktion vom universalen Menschen vor uns" aufgebaut hätte.
Und der Kulturwissenschaftler Georg Wacks bringt neue Aspekte zu Friedells Biographie. Ö1 -Science Arena vom 30.3.2026 -
Wird Abnehmen zur Pflicht?
These trifft auf Erfahrung
Es gab große medizinische Fortschritte in den letzten zehn Jahren in der Behandlung von Adipositas und es wurde viel berichtet über die sogenannten Abnehmmedikamente und Abnehmspritzen. Wo steht die Wissenschaft aktuell in ihren Erkenntnissen über die Langzeitwirkung dieser Medikamente? Wie erleben mehrgewichtige Menschen den gesellschaftlichen Diskurs über Körpernormen und wie sieht der Alltag in den Arztpraxen aus? Darüber diskutiert Elisabeth Scharang mit ihren Gästen in "These trifft auf Erfahrung". Ö1 science Arena vom 23.3.2026
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Der österreichisch-bosnische Historiker Muamer Becirovic (Autor von "Clemens Wenzel von Metternich oder das Gleichgewicht der Mächte") weilt für sein Doktoratsstudium seit einem halben Jahr an der University of North Texas.
Was er bei Martin Haidinger von dort zu berichten hat, bereitet viele Überraschungen, etwa über die Moral von Donald Trump, wie es sich als europäischer Muslim im "Bible belt" lebt und welche Rolle Österreich-Ungarn für die US-Historiker spielt.
Ö1 Science Arena vom 16.3.2026 -
Es dreht sich im Kreis, um die eigene Achse, dass einem mitunter schwindelig wird. Schwindelig kann einem auch ob der Umstände werden, unter denen Menschen in Medienbetrieben arbeiten müssen. Während Zeit, Geld und Personal Mangelware sind und um Aufmerksamkeit gebuhlt wird, steigen das Tempo des Karussells und seine Ansprüche mit jedem Tag.
Um dabei irgendwie Schritt halten zu können, bleibt die eigene Recherche immer öfter auf der Strecke. Journalistinnen und Journalisten tendieren dazu, voneinander abzuschreiben und so ihre eigene Realität zu erschaffen. Dass diese aber nicht immer mit jener der übrigen Bevölkerung übereinstimmen muss, zeigt sich darin, dass das Publikum sich zunehmend von diesem Karussell ab- und anderen Kanälen zuwendet. Dort regieren ebenso eigene Realitäten. Ö1-Science-Arena von Daphne Hruby vom 9.3.26.
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Philosophiecafé mit Sophie Loidolt
Kennen Sie Kelsen?
Hans Kelsen, einer der bedeutendsten Rechtstheoretiker des 20. Jahrhunderts, kennt man in Österreich als Vater der Bundesverfassung. In jüngsten Regierungskrisen wurde, nicht zuletzt vom amtierenden Bundespräsidenten, immer wieder die Eleganz dieser Verfassung beschworen. Aber warum ist sie eigentlich so elegant? Kann es damit zu tun haben, dass Kelsen eine "Reinen Rechtslehre" entwickelte, die sich philosophisch mit dem Zusammenhang von Rechtsnormen auseinandersetzt?
Im Philosophiecafé tauchen wir in die rechtsphilosophischen und demokratietheoretischen Hintergründe im Schaffen Hans Kelsens ein. Das Gespräch führt Sophie Loidolt mit Thomas Olechowski, Professor für Rechts- und Verfassungsgeschicht -
Moderne Technologie ermöglicht es den Menschen, eigenständiger und selbstbestimmter zu leben als jemals zuvor. Es ist daher wenig verwunderlich, dass gerade technologische Zukunftsvisionen weniger das Zusammenarbeiten von Individuen und Gruppen in neuen Gesellschaften in den Vordergrund stellen und eher eine dezentralisierte Lebenswelt skizzieren, in der das Individuum so leben kann, wie es möchte, und mehr Ellenbogenfreiheit hat.
Der deutsch-irakische Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Ayad Al-Ani ist unter anderem Professor an der Universität Stellenbosch in Südafrika und Assoziiertes Mitglied des "Einstein Centers Digitale Zukunft" in Berlin. Er berichtet von digitalen "Tribes", also Stämmen und wie sie in Zukunft zusammenarbeiten werden - oder eben nicht. Werden unsere Staaten und Nationen womöglich in logarithmische Kantone zerhackt? Wie soll dann künftig der Zusammenhalt von Gesellschaften funktionieren? Ö1 Science Arena vom 9.2.2026 von Martin Haidinger -
Der skurrile Prozess gegen einen unbescholtenen Wiener Buchhändler und Antiquar wegen "NS-Wiederbetätigung" im Dezember 2025 endete zwar mit einem glatten Freispruch, warf aber doch prinzipielle Fragen auf:
Was "dürfen" wir lesen, besitzen, verkaufen? Gibt es in Österreich wie weiland in der römisch-katholischen Kirche einen "Index librorum prohibitorum", eine "Liste verbotener Bücher" oder wie im Kommunismus eine "Liste auszusondernder Literatur"? Soll man, wie eine Ausstellung des "Hauses der Geschichte Österreich" vermeintlich glauben lässt, "Hitler entsorgen" statt erforschen, wo doch in der freien Welt eine Kultur der Forschungs-, Lese- und Gedankenfreiheit herrschen sollte?
Martin Haidinger unternimmt mit dem Soziologen Reinhold Knoll, dem Buchhändler Rainer Schaden, dem Juristen Felix Müller und der Historikerin Monika Sommer eine Tour d'horizon durch die abgründige Geschichte der Bücherverbote. Ö1-Science Arena vom 2.2.2026 -
Die Science Show mit Professor Haidinger
Der Frosch, der fliegen lernte: Humor in der Wissenschaft
Diesmal sind Persönlichkeiten zu Gast, die sich ganz ernsthaft mit dem Humor in der Wissenschaft auseinandersetzen und die einander -wie so oft- außerhalb der Science Show kaum begegnet wären.
Martin Haidinger hat sich den Onkologen Christoph Zielinski, die Medizinerin und Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger und seinen TV-Kollegen (Mayrs Magazin) und Buchautor Günther Mayr zum munteren Ping-Pong-Spiel der Pointen eingeladen. Wo findet der Humor in der Wissenschaft seinen Platz? Bald wissen wir mehr.
Ö1 Science Arena vom 26.2.2026
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Gilt statistisch gesehen ein gemeinsamer Haushalt oder eine Ehe für Frauen als Ort finanzieller Sicherheit? Welche Auswirkung kann ökonomische Abhängigkeit innerhalb einer Beziehung haben? Diesen Fragestellungen geht eine Studie nach, die neue wissenschaftliche Ansätze zur Messung eines blinden Flecks in der Armutsforschung anwendet. In These trifft auf Erfahrung diskutiert Elisabeth Scharang mit der Sozialwissenschaftlerin und Studienautorin Katrin Gasior und der Leiterin der Sozialberatung der Caritas Doris Anzengruber.
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Armutsrisiko: Schützt finanzielle Absicherung in der Ehe vor Armut?
Laut einer aktuellen Studie über die Armutsgefährdung von Frauen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, fehlt der sozialpolitische Diskurs über die Abhängigkeit von Frauen vom Einkommen ihrer männlichen Partner oder Ehemänner. Bislang lag der Fokus vor allem auf Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen, wenn es um Armutsgefährdung geht. Nun zeigt sich, dass auch für Frauen in intakten Beziehungen, in denen sie gut abgesichert scheinen, das individuelle Armutsrisiko zum Beispiel durch Krankheit, Todesfälle oder Trennung hoch ist.
Elisabeth Scharang diskutiert mit ihren Gästen anhand der Studienergebnisse über die Zusammenhänge von finanzieller Autonomie in Beziehungen, unbezahlter Sorgearbeit und dem individuellen Armutsrisiko von Frauen in Beziehungen. Science Arena vom 19.1.2026Gestaltung: Elisabeth Scharang
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Laut einer aktuellen Studie über die Armutsgefährdung von Frauen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, fehlt der sozialpolitische Diskurs über die Abhängigkeit von Frauen vom Einkommen ihrer männlichen Partner oder Ehemänner. Bislang lag der Fokus vor allem auf Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen, wenn es um Armutsgefährdung geht. Nun zeigt sich, dass auch für Frauen in intakten Beziehungen, in denen sie gut abgesichert scheinen, das individuelle Armutsrisiko zum Beispiel durch Krankheit, Todesfälle oder Trennung hoch ist.
Elisabeth Scharang diskutiert mit ihren Gästen anhand der Studienergebnisse über die Zusammenhänge von finanzieller Autonomie in Beziehungen, unbezahlter Sorgearbeit und dem individuellen Armutsrisiko von Frauen in Beziehungen.Gestaltung: Elisabeth Scharang
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Von W.A. Mozart über Franz Schubert bis Richard Wagner: Seit es bewegte Bilder gibt, sind berühmte Komponisten auch immer Leinwandstars gewesen, oder besser gesagt Inspiration für fantasievolle filmische Melodramen. Denn mit dem wahren Leben der historischen Persönlichkeiten haben solche Filme kaum etwas zu tun.
Warum sind sie dennoch wertvoll für das Nachleben dieser Tonkünstler?
Der Musikwissenschaftler Stefan Schmidl und der Kunsthistoriker Werner Telesko analysieren in ihrem aktuellen Buch "Kreative Ekstase" und im Gespräch mit Martin Haidinger die Wirkmacht solcher Filme und ihre Suche nach den Geheimnissen von Kreativität und musikalischer Inspiration. Ö1 Science Arena vom 12.1.2026 - Laat meer zien