Afleveringen

  • Könige und Autokraten haben es leicht: Sie können sich selbst Denkmäler
    bauen, und ihre Namen auf Regierungsgebäude pinseln lassen. Aber wie
    inszeniert sich eigentlich die Demokratie? Gelingt es ihr, Orte und
    Monumente zu schaffen, die ihren Bürgern wirklich etwas bedeuten? Oder
    müssen Parlamentsgebäude wirklich so trist und nichtssagend aussehen wie
    das EU-Parlament in Brüssel, oder die zertrampelte Wiese zwischen
    Reichstag und Kanzleramt? 

    In dieser Folge von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” befassen sich die Hosts
    Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Ästhetik der MAGA-Bewegung,
    mit den operierten Gesichtern der Frauen in der Trump-Welt, all dem Gold
    und Prunk im Oval Office, und der smarten Strategie der Rechten, mit
    einer völlig enthemmten visuellen Sprache das Internet zu fluten. Und
    sie fragen sich, ob es da wirklich kein Gegenmittel gibt, und liberale
    Politik nicht doch auch schön sein kann. 

    Der nächste Wahlkreis erscheint am 27. Juni. 

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  • Tausende junge Menschen aus Indien kommen mit großen Hoffnungen nach
    Deutschland. Sie wollen hier studieren und sich ein Leben aufbauen. So
    geht es auch Ravi, er heißt eigentlich anders. Ravi lebt seit zwei
    Jahren in Deutschland, offiziell ist er bei einer privaten Hochschule in
    Berlin eingeschrieben. Doch wie so viele junge indische Studierende
    gerät auch er in einen Teufelskreis.

    Private Hochschulen verlangen oft hohe Studiengebühren, viele
    Studierende finanzieren sie mit Krediten. In Deutschland angekommen,
    müssen sie schnell Geld verdienen. Weil ihnen oft die Sprachkenntnisse
    fehlen, landen viele bei Lieferdiensten — häufig bei dubiosen
    Subunternehmen. Dort arbeiten manche schwarz, erhalten keinen
    Mindestlohn und werden nur pro Lieferung bezahlt. Wer sich beschwert,
    riskiert den Job.

    Auch beim Wohnen werden viele ausgebeutet. Oft teilen sich Menschen wie
    Ravi winzige, heruntergekommene Zimmer, zahlen Hunderte Euro für ein
    Bett und leben ohne Privatsphäre. Die Lebensumstände sind hart und doch
    wollen viele nicht zurück nach Indien: Mit indischen Gehältern ließen
    sich die Schulden nie tilgen. Sie sitzen in der Falle, gefangen zwischen
    Scham, Verzweiflung und der Hoffnung, es doch noch zu schaffen.

    Wie dieses System funktioniert, wer daran verdient und was die Politik
    dazu sagt, darum geht es in diesem Was Jetzt?- Spezial mit Hannah
    Grünewald und Anant Agarwala.

    In diesem Was Jetzt Spezial sprechen Hannah Grünewald und Anant Agarwala
    über das Ausbeutungssystem hinter den Berliner Kurierfahrern.

     

    Recherche: Jana Gioa Baurmann und Anant Agarwala

    Produktion: Markus Gläser

    Redaktion: Elise Landschek

    Skript und Moderation: Hannah Grünewald
     

    Weitere Links zur Folge: 

    Ausbeutung bei Lieferdiensten: »Ich sage allen: Macht nicht den Fehler,
    nach Deutschland zu kommen«

    IU Hochschule: Das soll mein Studium sein?

    Online-Lieferdienste: "Die Essenslieferbranche ist ein Labor für Arbeit
    ohne Rechte"

    Kurierfahrer von Lieferdiensten: Komm nach Deutschland zum Studieren,
    haben sie gesagt

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  • Zijn er afleveringen die ontbreken?

    Klik hier om de feed te vernieuwen.

  • Der junge Kenianer Daniel ist frisch von seiner Freundin getrennt und
    hat wie viele in seiner Generation kein geregeltes Einkommen. Ein Agent
    namens Gilbert unterbreitet ihm ein verlockendes Jobangebot in Russland.
    Doch schon auf dem Flug nach Sankt Petersburg zeichnet sich ab:
    Irgendetwas stimmt hier nicht.

    Das Team erreichen Sie unter [email protected].
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    Moderation: Jannis Carmesin, Fritz Habekuß, Andrea Böhm

    Recherche: Fritz Habekuß, Andrea Böhm und Olivia Kortas

    Redaktion: Ole Pflüger

    Bildredaktion: Lara Huck, Andreas Prost

    Produktion: Ole Pflüger und Markus Gläser

    Sounddesign: Joscha Grunewald

    Mitarbeit: Marco Fründt
     

     

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  • Im Winter 2024 prägte der Historiker Niall Ferguson einen Begriff, der
    seitdem die politische Debatte dominiert: Vibe Shift. Die Trump-Wahl war
    für ihn das Zeichen eines globalen Stimmungsumschwungs. Die
    Vorherrschaft der Linksliberalen sei gebrochen, die alte Ordnung falle
    in sich zusammen. Es beginne eine neue Zeit der Stärke und Dominanz, in
    der die globale Rechte den Ton angebe.

    Anderthalb Jahre später ist Victor Orban abgewählt. Und auch Donald
    Trump steht schwächer da denn je. Seit einigen Monaten taumelt er von
    Niederlage zu Niederlage und in seiner MAGA-Bewegung toben brutale
    Richtungskämpfe. In dieser Lage treffen sich Sozialdemokraten aus der
    ganzen Welt zu einer großen Strategiekonferenz in Barcelona.

    In dieser Folge von Was Jetzt – der Wahlkreis fragen unsere Hosts Lisa
    Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch: Welchen Plan hat die Linke?
    Was sind die Gründe für den Streit bei den Rechten? Und konmt Trumps
    Überwältigungsstrategie an ein Ende?

    SHOWNOTES

    Götz Aly in der FAS

    Fergusons Vibe-Shift-Text

    Tucker Carlson und sein Bruder über Trump

    New York Times: How Trump took the U.S. to war with Iran

    DIE ZEIT (Robert Pausch) über die linke Strategiekonferenz in Barcelona

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  • Im Frühjahr 2024 gerät Célines Alltag aus den Fugen: Erst ist da nur
    dieser Moment am Bahnhof in Halle, in dem der Boden zu wanken scheint.
    Dann ist da diese Erschöpfung, die alles unfassbar anstrengend macht:
    Treppensteigen, Duschen, Lesen, später sogar Geräusche und Licht. 

    Deutschlandweit sind rund rund 600.000 Menschen am Myalgischen
    Enzephalomyelitis/Chronischen Fatigue-Syndrom erkrankt – kurz ME/CFS.–
    kurz ME/CFS. Sie haben Symptome wie schwere Erschöpfung, Konzentrations-
    und Schlafstörungen. Aber ME/CFS ist bis heute schwer zu fassen. Es gibt
    keinen eindeutigen Labortest; Diagnosen beruhen auf den Schilderungen
    der Betroffenen – und damit auf etwas, das Raum lässt für Zweifel. Diese
    Leerstelle befeuert eine ungewöhnlich harte Debatte über die Ursachen
    der Krankheit.

    In diesem Spezial von »Was jetzt?« begleitet Pia Rauschenberger
    Betroffene und Forschende, die das Rätsel um ME/CFS endlich lösen
    wollen. In Regensburg sucht ein Team um Alexander Dejaco und Michael
    Gruber nach Biomarkern im Blut, mit denen sie ME/CFS messbar machen
    könnten. Eine mühsame Arbeit, die für Betroffene ein Durchbruch sein
    könnte.
    Moderation und Skript: Pia Rauschenberger
    Redaktion: Tim Howard
    Produktion: Markus Gläser
    Sounddesign: Markus Gläser und Tim Howard

    Alle Folgen dieses Podcasts finden Sie hier.
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  • Am 12. April wählt Ungarn ein neues Parlament und damit möglicherweise
    auch einen neuen politischen Kurs. Es entscheidet sich, ob Viktor Orbán
    nach 16 Jahren als Regierungschef noch einmal wiedergewählt wird, oder
    ob Péter Magyar neuer Ministerpräsident wird.

    Die Umfragen sprechen für einen Machtwechsel. Doch wie verlässlich sie
    sind, ist unklar – auch wegen des ungarischen Wahlrechts, das Orbáns
    Partei Fidesz über Jahre hinweg zu ihren Gunsten verändert hat.

    Wie hat Orbán es geschafft, die ungarische Demokratie so umzubauen, dass
    sie zum Vorbild für rechte Autokraten aus aller Welt geworden ist? Wofür
    stehen sein Herausforderer Péter Magyar und seine Partei Tisza? Welche
    Rolle spielen Russland, die Europäische Union und der Krieg in der
    Ukraine? Wie fair sind diese Wahlen überhaupt noch? Und welche
    Befürchtungen oder Hoffnungen treiben die Menschen in Ungarn vor dieser
    Wahl um?

    Diese und weitere Fragen bespricht Moses Fendel mit der Journalistin und
    Ungarn-Kennerin Petra Thorbrietz in diesem Spezial von Was jetzt?. Zu
    Wort kommen außerdem zwei Menschen aus Ungarn, die jeweils eins der
    beiden politischen Lager unterstützen. 
     

    Moderation und Skript: Moses Fendel

    Redaktion: Elise Landschek, Marco Fründt

    Produktion: Joscha Grunewald

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Zsaklin Diana Macumba

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Parlamentswahl in Ungarn: Orbán galt als unbesiegbar. Wählen sie ihn
    jetzt ab?

    Péter Magyar: Kann dieser Mann Viktor Orbán schlagen?

    Parlamentswahl in Ungarn: Umfrage sieht Zweidrittelmehrheit für
    ungarische Opposition

    Wahl in Ungarn: Das System Orbán kommt an sein Ende

    Ungarn unter Viktor Orbán: Das Disneyland der Rechten

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  • Mahmud Almadhoun betreibt im Norden Gazas eine Suppenküche und versorgt
    hunderte Familien mit Essen. Im November 2024 wird er getötet.
    Wahrscheinlich gezielt. Die Suche nach dem Warum führt bis in die
    düstere Zukunft der Kriegsführung.
    "Der Koch von Gaza" ist der neue Doku-Podcast der ZEIT. Hören Sie hier
    die erste Folge. Wenn Sie danach weiter hören möchten, geht das unter
    den folgenden Links.

    Auf Spotify:
    https://open.spotify.com/show/428btoczsaHReYY4AhD2YT?si=7c850a46ddcb433c

    Auf Apple Podcasts:
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-koch-von-gaza/id1886096638

    Auf zeit.de unter www.zeit.de/koch

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  • Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
    sortiert sich die politische Landschaft: Die Grünen scheinen ihr Tief
    überwunden zu haben, die SPD kämpft um ihre Existenz, während die Union
    ein Stammland der Sozialdemokratie gewinnt – und das mit einem
    langweiligen Mitte-Kurs, der so gar nicht dem von Friedrich Merz
    propagiertem Klartext  klingt. Der politische Liberalismus verpufft und
    keinen scheint es zu interessiern. Und da wären da noch die Linken,
    denen ihr rasantes Wachstum zunehmend Probleme bereitet.

    In dieser Folge von Was jetzt – Der Wahlkreis blicken unsere Hosts Lisa
    Caspari und Robert Pausch auf die Innenpolitik und fragen: Welche
    Konturen zeichnen sich im Frühling 2026 gerade ab? Was verrät uns die
    Wählerwanderung über die Fallstricke, die das laufende Superwahljahr für
    die Parteien bereithält?

     

    Shownotes

    Robert Pausch : Kann es das geben, ein Deutschland ohne
    Sozialdemokratie?

    Aufsatz von Benjamin Mikfeld über die SPD: Ein neues politisches Modell

    Mark Schieritz über die Rede von Lars Klingbeil: Und dann macht er den
    Schröder

    Lisa Caspari zu den Nachwahlumfragen: Die Linke – Partei für junge
    Akademikerinnen

    Fritz Zimmermann zum Antisemitismus bei der Linken: Wer hat hier das
    Sagen?

     

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  • Die Wohnungssuche in Deutschland ist für viele Menschen zur Odyssee
    geworden: Hunderte Mails an Makler, Anzeigen auf Immobilienportalen, die
    nach Minuten wieder verschwinden, und lange Schlangen bei
    Wohnungsbesichtigungen. Am Ende steht oft eine Absage oder gar keine
    Antwort. Familien leben beengt, getrennte Paare bleiben aus finanzieller
    Not zusammen wohnen, Jobanfänger zahlen überteuerte Zwischenmieten.

    Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt zur Miete, doch in
    vielen Städten fehlen vor allem bezahlbare Mietwohnungen. Besonders in
    Großstädten treibt die hohe Nachfrage die Preise in die Höhe.
    Gleichzeitig bremsen hohe Baukosten und strengere Anforderungen an
    Energieeffizienz den Bau neuer Wohnungen. Politiker verschiedener
    Parteien bezeichnen den Wohnungsmangel seit Jahren als eine der
    zentralen sozialen Fragen des Landes: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
    im Jahr 2025, Olaf Scholz (SPD) im Jahr 2021 und Horst Seehofer (CSU)
    als Bauminister im Jahr 2018.

    Warum ändert sich dann so wenig? Darüber spricht Rita Lauter in dieser
    Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Caterina Lobenstein. Die Redakteurin
    im Dossier-Ressort der ZEIT recherchiert seit Jahren zum Wohnungsmarkt
    und zum Wohnungsbau. Im Podcast rekonstruiert sie die Dimensionen der
    heutigen Wohnungsnot und zeigt den eklatanten Kontrast dazu auf, wie es
    in den Anfangsjahren der Bundesrepublik gelang, die damals noch viel
    verheerendere Wohnungskrise zu lösen.

    Transparenzhinweis: In der Folge kommt auch eine Vermieterin im O-Ton
    vor. Wir haben ihre Stimme auf ihren Wunsch hin leicht verfremdet.

    Moderation und Skript: Rita Lauter

    Redaktion: Elise Landschek

    Produktion: Markus Gläser

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Immobilienmarkt: Mieten oder kaufen?

    Interaktiver Rechner: Mieten oder Kaufen? Der endgültige Rechner

    Mietpreise in Deutschland: So teuer sind die Mieten in Ihrer Stadt im
    Deutschland-Vergleich

    Wohnungsnot: Wie man ein Wohnwunder schafft – und wie nicht

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  • Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird US-Präsident Donald Trump von
    den CEOs amerikanischer Großunternehmen umgarnt. Früher waren diese oft
    verlässliche Unterstützer der Demokraten, doch heute imponiert vielen
    der Gedanke an einen Chef, der "durchregiert" und selbst die Regeln
    macht, statt sich nur an sie zu halten. Auch in Deutschland wackeln
    Angehörige der bürgerlichen Elite. Sie liebäugeln offen mit der
    autoritären Versuchung durch die AfD. So dachte der Verband der
    Familienunternehmer zwischenzeitlich sogar laut darüber nach,
    Gesprächskanäle zu den Rechten zu öffnen.

    In einer neuen Ausgabe von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen Robert
    Pausch, Paul Middelhoff und Lisa Caspari über die Eliten in Deutschland
    und den USA. Warum driften viele nach rechts? Studien zeigen, dass es
    politisch libertäre und rechtskonservative Bewegungen immer gegeben hat.
    So zeigt das "politische Unternehmertum" Silvio Berlusconis in Italien
    durchaus Parallelen zum Aufstieg Donald Trumps in den USA.

    Wohin der moralische Verfall der Eliten im Extremfall führen kann,
    demonstrieren gerade die Epstein-Akten. Was sie über das Netzwerk und
    die Selbstsicherheit der Elite aussagen und wie sich ein Besuch im Ort
    der Superreichen anfühlt, ist außerdem Thema in dieser Wahlkreis
    Ausgabe.

    Moderation: Lisa Caspari

    Produktion: Pool Artists

     

    Shownotes

    Elitenforscher Michael Hartmann über seine (enge) Definition der
    deutschen Elite

    Biebricher et al. “Oben-rechts”

    NYT-Essay über Epstein

    Roberts Interview mit Bijan Djir-Sarai

    Peter Thiel im Interview mit Ross Douthat

     

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  • Rund ein Jahr nach dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger spricht Gisèle
    Pelicot ausführlich über das, was ihr angetan wurde – und darüber, warum
    ihr Buch trotzdem Eine Hymne ans Leben heißt. Jahrelang hatte ihr
    Ehemann Dominique Pelicot sie betäubt, missbraucht und anderen Männern
    zur Vergewaltigung angeboten. Im Dezember 2024 wurde er in Avignon zu 20
    Jahren Haft verurteilt, 50 Mitangeklagte erhielten ebenfalls
    Gefängnisstrafen.

    In dieser Sonderfolge von Was jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Tanja
    Stelzer über ihre Begegnung mit Gisèle Pelicot: über eine Frau, die
    ihren Prozess bewusst öffentlich führte, um anderen Mut zu machen. Im
    Gespräch geht es um offene Fragen rund um die Taten und um die Spuren,
    die der Fall in Frankreich hinterlassen hat, etwa beim "Ja heißt
    Ja"-Gesetz, und um Pelicots Rolle als feministische Bezugsperson.

    Und es geht um ihr Leben heute, um eine neue Liebe und einen Satz, der
    nach allem besonders kraftvoll klingt: "Ich erlaube mir, glücklich zu
    sein."

    Das gesamte Interview können Sie hier lesen.

    Host: Hannah Grünewald

    Redaktion: Constanze Kainz

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail an [email protected]

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  • Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen Dokumente
    im Fall Jeffrey Epstein. In ihnen finden sich Hinweise auf ein
    mutmaßliches Netzwerk aus Menschenhandel und sexualisierter Gewalt –
    sowie die Geschichte einer Frau, die in den Akten als "Jane Doe" geführt
    wird. 

    Aus E-Mails, Tagebüchern und einer Zivilklage ergibt sich das Bild einer
    Jugendlichen, die nach eigenen Angaben in Epsteins Umfeld geraten sein
    soll. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen
    Finanzier und gegen einen weiteren einflussreichen Investor.
    Gerichtsurteile gibt es in ihrem Fall bislang nicht. Die Beschuldigten
    bestreiten die Anschuldigungen, Verfahren laufen noch. 

    Epstein selbst wurde 2008 wegen der Beschaffung von Minderjährigen für
    Prostitution verurteilt und kam bald wieder frei. 2019 starb er in
    Untersuchungshaft. Der Fall erregte weltweit Aufsehen und nährt bis
    heute Verschwörungstheorien. Die Akten enthalten zahlreiche Fotos von
    ihm mit Prominenten und hochrangigen Politikern wie Bill Clinton und
    Donald Trump.

    In diesem Spezial von Was jetzt? spricht Helena Schmidt mit Paul
    Middelhoff. Der US-Korrespondent der ZEIT hat gemeinsam mit Anna Mayr
    und Kerstin Kohlenberg zu dem Fall von Jane Doe recherchiert und sich
    durch die Akten gearbeitet. Im Podcast rekonstruiert er ihre Geschichte
    und spricht über die journalistischen Grenzen der
    Verdachtsberichterstattung, über Macht und Straflosigkeit und darüber,
    was die neuen Akten politisch bedeuten. 

     

    Moderation und Skript: Helena Schmidt

    Redaktion: Constanze Kainz, Elise Landschek

    Produktion: Markus Gläser

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

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    Weitere Links zur Folge:

    Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die wichtigsten Entwicklungen im
    Fall Epstein

    Klage gegen Jeffrey Epstein: Die Klage der Jane Doe

    Epstein-Files: Trump soll bereits 2006 Informationen über Epsteins Taten
    gehabt haben

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  • Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Badboy der
    EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
    frotzelnd mit “Hello, dictator”. Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat aus,
    in Brüssel legt er Veto gegen Ukrainehilfen ein. Und zu Hause scheint
    Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren regiert er
    in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
    Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orbán
    fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
    auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
    zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orbán-Fan, worüber sie heute
    nicht mehr so gerne spricht.

    In einer neuen Ausgabe von Was jetzt? – Der Wahlkreis sprechen Lisa
    Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
    “illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
    unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland, und warum ist
    er für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
    all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
    und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt, vor den nächsten
    Wahlen, zu bröckeln?

    Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.

    Moderation: Lisa Caspari

    Produktion: Pool Artists

     

    Shownotes
     

    Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)

    Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
    amerikanischen Rechten

    Orbáns Rede bei CPAC

    Béla Greskovits über Orbáns System der Civic Circles

    Ein Ideologe des Orbán-Regimes über Orbáns Regierungstechnik

    Orbáns Rede zur illiberalen Demokratie

    Eine interessante Analyse zu Orbáns Grundsatzreden 2014–2023

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  • Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus Clarksburg
    in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert seine Zulassung
    und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige Ende eines
    jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher leichtsinniger
    Entscheidungen und folgenschwerer Fehlscheinschätzungen.

    Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio in den neunzigern Jahren –
    getrieben von einem Paradigmenwechsel in der Schmerzmedizin und einer
    aggressiven Desinformationskampagne der Pharmaindustrie – im großen Stil
    Opioide an seine Patienten verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange
    nur Krebs- und Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der
    Beginn einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
    bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben. 

    In diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
    Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld und
    Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch selbst zum
    Opfer wird.

    Moderation und Skript: Jannis Carmesin

    Redaktion: Bastian Berbner

    Produktion: Markus Gläser

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  • Die erste Was jetzt?-Folge im Jahr 2025 hatte den Titel: "Ein
    Jahr, das uns keine Zeit zum Warmen laufen lässt." Und ja, die
    politischen Ereignisse ließen nicht auf sich warten. Am 20. Januar legt
    Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab und tritt seine zweite
    Präsidentschaft an. Welche seiner zentralen Vorhaben hat diese
    US-Regierung bislang umgesetzt? Und was waren für die
    US-Korrespondentinnen der ZEIT in den vergangenen zwölf Monaten
    Lichtblicke?

    Auch in Deutschland hat in diesem Jahr eine neue Regierung ihre Arbeit
    aufgenommen. Am 6. Mai wird Friedrich Merz im zweiten Anlauf als
    Bundeskanzler vereidigt. Doch die Koalition mit der SPD steht von Anfang
    an auf wackeligen Beinen. Eine der ersten Amtshandlungen der neuen
    Regierung: die Verschärfung der Migrationspolitik. Handelt sie dabei
    auch aus Sorge vor der AfD?

    Das Jah 2025 war auch wieder von Kriegen geprägt. Die Ukraine geht in
    ihren vierten Kriegswinter. Im Herbst hat Russland seine Angriffe auf
    das Land verstärkt, Drohnen bombardieren Städte, an der Front gerät die
    ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Im September dringen Drohnen in
    den polnischen Luftraum ein, wurde russische Kampfjets im estnischen
    Luftraum gesichtet. Doch zwischen all dem gab es in diesem Jahr auch
    Momente der Hoffnung – und zuletzt intensiv geführte Gespräche, vor
    allem zwischen Russland, der Ukraine und den USA.

    Einen Frieden – zumindest auf dem Papier – konnten die USA in diesem
    Jahr bereits an anderer Stelle herbeiführen: Am 10. Oktober tritt im
    Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft. Auch wenn sie brüchig bleibt,
    gibt sie den Menschen etwas Luft zum Atmen. Im Podcast treffen wir Nour
    Nofal wieder. Bereits im Sommer hat sie uns in einer Sonderfolge von
    ihrem Traum erzählt, Gazas erste Neurochirurgin zu werden. Was wünscht
    sie sich nun? 

    Wenn Sie nach Trump, Regierungskrisen und Kriegen denken: Dieses Jahr
    möchte ich eigentlich nicht noch einmal Revue passieren lassen – dann
    haben wir in dieser Folge noch mehr für Sie. Bunte und leichtere
    Momente, die 2025 ebenfalls geprägt haben, außerdem Gedichte, Spiele und
    zum Abschluss Tipps und Vorhaben aller Was jetzt?-Hosts zum Durchatmen.

    Redaktion: Hannah Grünewald, Pia Rauschenberger, Constanze Kainz und
    Moses Fendel

    Weitere Recherche Gaza: Hanna Israel

    Produktion: Markus Gläser und Ole Pflüger

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  • Die USA erklären Europa zum Gegner. Und zwar hochoffiziell, in ihrer
    neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Das Dokument zeigt auf
    eindrückliche Weise, welche Denkschulen derzeit die Rechte in den USA
    prägen. Gleichzeitig spricht aus der Strategie auch eine gewisse Sorge –
    offenbar scheinen sich Donald Trump und seine Anhänger ihres Siegeszugs
    noch nicht allzu gewiss zu sein.

    In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen unsere
    Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch darüber, warum die
    US-Rechte so besessen von Geburtenraten ist. Warum denkt sie, dass das
    Unglück für die USA schon nach dem Zweiten Weltkrieg begann? Und was
    genau verachtet sie so sehr am liberalen Denken?

    Der nächste "Wahlkreis"-Podcast erscheint am 31. Januar – mit einer
    kleinen Veränderung zum neuen Jahr: Paul Middelhoff wird neuer
    US-Korrespondent der ZEIT und sich fortan digital aus den Vereinigten
    Staaten zuschalten. Sonst bleibt aber alles gleich: In jeder Folge
    widmen sich unsere "Wahlkreis"-Hosts einem wichtigen Thema der Zeit, das
    über das tagesaktuelle Klein-Klein hinausweist.

    Moderation: Lisa Caspari

    Produktion: Pool Artists

    Shownotes:

    Yoram Hazony: The Virtue of Nationalism (Buch)

    Yoram Hazony beim Podcaster Winston Marshall

    Patrick Deneen et al. über eine postliberale Außenpolitik

    Der postliberale Philip Pilkington über die Fehler liberaler
    Außenpolitik und Geburtenraten als sicherheitspolitisches Anliegen

    Über Geburtenraten und Great-Replacement-Theorie im Denken der
    amerikanischen Rechten und des Christchurch-Attentäters

     

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  • Über 50 Jahre hatten Baschar al-Assad und sein Vater über Syrien
    geherrscht, die Bevölkerung verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Als 2011
    Menschen dagegen auf die Straße gehen, lässt Assad die Proteste brutal
    niederschlagen. Noor Arabou ist damals erst 18 Jahre alt. Sie versorgt
    verletzte Demonstranten, wird inhaftiert und gefoltert. Nachdem sie
    freikommt, baut sie ein Krankenhaus auf, dokumentiert die Verbrechen des
    Regimes und flieht schließlich ins Exil.

    Und dann kommt der 8. Dezember 2024: Assad wird gestürzt. Oppositionelle
    Gruppen, angeführt von Hajat Tahrir al-Scham (HTS), übernehmen die
    Macht, der Anführer der HTS, Ahmed al-Scharaa, wird
    Übergangspräsident.  

    Und Noor Arabou? Sie kehrt nach Syrien zurück, um ihr Land
    mitzugestalten. Arabou kandidiert für das neue Parlament und wird
    gewählt. Unsere Reporterin Andrea Backhaus hat sie in den Wochen nach
    der Wahl in Hama getroffen. Arabou erzählt, wie sich Syrien nach Assads
    Sturz entwickelt hat. Sie berichtet, vor welchen Herausforderungen die
    Gesellschaft steht. Und wie optimistisch sie ist, dass Syrien eine
    Demokratie werden kann.

    Moderation: Helena Schmidt

    Reporterin: Andrea Backhaus

    Sprecherin und Übersetzung: Alicia Kleer

    Redaktion: Bastian Berbner

    Produktion: Helena Schmidt, Markus Gläser  

    Per Mail erreichen Sie uns unter [email protected]. Alle Folgen können
    Sie hier hören. 

     

    Archiv-Töne:

    https://www.youtube.com/watch?v=JcXP2xMk5oA
    https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
    https://www.youtube.com/watch?v=vtGswyr3OwQ
    https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
    https://www.nbcnews.com/video/the-protests-in-daraa-that-sparked-syria-s-10-year-civil-war-108742725698
    https://www.youtube.com/watch?v=0dBacx_wz8g
    https://www.youtube.com/watch?v=yx5Wi-ExHS0
    https://www.youtube.com/watch?v=_ywg3xpNIVA
    https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
    https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY

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  • "Wir geben Kindern ihre Kindheit zurück; Eltern ihren Seelenfrieden", so
    hat es die australische Regierung vor einem Jahr versprochen. Als
    weltweit erstes Land setzt Australien ein Social-Media-Verbot für Kinder
    und Jugendliche unter 16 Jahren um – aufmerksam beobachtet vom Rest der
    Welt. Am 10. Dezember tritt das Gesetz in Kraft; Kinder und Jugendliche
    können dann nicht mehr auf ihre Accounts bei Instagram, Snapchat, TikTok
    oder YouTube zugreifen.

    Australien schreibt damit einerseits Geschichte und legt sich
    andererseits mit den großen Plattformen an – die sich heftig gegen das
    Gesetz gewehrt haben. Snapchat und YouTube bestreiten zum Beispiel,
    überhaupt ein soziales Netzwerk zu sein; TikTok-Vertretern wird von
    Abgeordneten vorgeworfen, Mitarbeiter eingeschüchtert zu haben.

    Doch dass die Plattformen mit ihren Algorithmen süchtig machen können,
    verstörendste Darstellungen von Gewalt und Pornografie schon in sehr
    jungen Jahren zugänglich machen und zugleich nicht genug für den
    Jugendschutz tun, darin sind sich Gesundheitsfachleute und viele
    Politikerinnen einig. Uneins aber sind sie bei anderen mutmaßlichen
    Zusammenhängen zwischen Social-Media-Konsum und mentaler Gesundheit. In
    Australien hat etwa jeder dritte Jugendliche bereits psychische Probleme
    erlebt. Politiker machen dafür auch Social Media verantwortlich:
    Massiver Konsum könne zu Depressionen, Angststörungen,
    Einsamkeit, Selbstverletzungen und noch Schlimmerem führen. Hinzu komme
    die Gefahr von Grooming, Erpressung und Übergriffen.

    Wie gut gelingt es der australischen Regierung, das Verbot umzusetzen –
    und wie kommt es bei australischen Jugendlichen an? Für dieses "Was
    jetzt?"-Spezial haben wir mit australischen Jugendlichen gesprochen, mit
    Psychologinnen und mit der Hochkommissarin für digitale Sicherheit,
    Julie Inman Grant. 

     

    Links zur Folge

    - Digitalpodcast "Neustart": Braucht es ein Social-Media-Verbot für
    Kinder?
    - Altersgrenze für Social Media: Sie sollen lieber spielen als
    tiktoken
    - Social-Media-Verbot in Australien: Ein Zaun um den Ozean
    - Studie: Jeder zweite junge Mensch zeigt Symptome von
    Social-Media-Sucht
    - Annekathrin Kohout: "Offlinesein muss man sich leisten können"
    - Bildschirmzeit von Kindern: Tut ihnen das nicht an!
    - Soziale Medien: Suchtbeauftragter fordert gestaffelte
    Altersfreigaben auf Social Media
    - Jugendschutz: Dänemark plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15
    Jahren
     

    Skript und Moderation: Rita Lauter

    Mitarbeit und Recherche: Vera Sprothen

    Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger

    Regie, Aufnahmeleitung und Produktion: Markus Gläser

    Per Mail erreichen Sie uns unter [email protected]. Alle Folgen können
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  • Lange waren die Deutschen stolz auf ihren Erfindergeist, die Stärke
    ihrer Industrie und darauf, dass made in Germany auf der ganzen Welt als
    Synonym für Wertarbeit und Verlässlichkeit galt. Doch das ändert sich
    gerade: Die Zölle der US-Regierung und die rasante Entwicklung der
    chinesischen Wirtschaft bedrohen den Kern der hiesigen Wirtschaft. Diese
    Krise führt nicht nur in die roten Zahlen – sie stellt das deutsche
    Selbstverständnis infrage.

    In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen unsere Hosts Paul
    Middelhoff und Robert Pausch über die Gründe für den ökonomischen
    Abschwung, erklären, was es mit dem "Chinaschock" auf sich hat und wie
    der Stolz auf den Titel des "Exportweltmeisters" einst dabei half, die
    deutsche Demokratie zu stabilisieren.

    Weiterführende Links:

    "Financial Times": Can anything halt the decline of German economy?

    Jan-Otmar Hesse: "Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen
    Obsession"

    Sander Tordoir und Brad Setser über den "Chinaschock" (PDF)

    Mark Schieritz über die "ökonomische Zeitenwende"

    Jürgen Habermas über die Bedeutung der Wirtschaft für die deutsche
    Demokratie

    Analyse der Rhodium Group zur Krise der deutschen Autoindustrie

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  • Die Welt steuert auf 2,8 Grad mehr zu. Welche Folgen hätte das? Und wie
    viel Hitze kann ein Mensch eigentlich ab? Eine Reise in die derzeit
    wahrscheinlichste Klimazukunft.

    Auf der Klimakonferenz in Belém wird derzeit verhandelt, wie sich die
    Klimakrise einhegen lässt. Wenn die Welt mit der derzeitigen
    Klimapolitik fortfährt, dürfte die Welt bis zum Jahr 2100 um 2,8 Grad
    aufheizen. So lautet die jüngste Schätzung der Vereinten Nationen. Das
    deutlich mehr, als sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zum
    Ziel gesetzt hatte. 

    Aber was bedeutet das genau? Wie sähe eine Welt konkret aus, die sich in
    den nächsten 75 Jahren auf 2,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau
    erwärmt? In diesem Was jetzt? – Spezialgehen wir mit Wissensredakteurin
    Elena Erdmann auf eine Reise in die derzeit wahrscheinlichste
    Klimazukunft.

    Natürlich lässt sich natürlich nicht genau vorhersagen, wann welcher
    Wald wo brennen wird, oder welche Landstriche überflutet werden. Aber
    was sicher ist: Wenn Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen mehr
    werden, wird das langfristig zu Lebensmittelengpässen, Artensterben und
    riesigen Migrationsbewegungen führen.  

    In dieser Folge besprechen außerdem: Warum werden Überschwemmungen
    häufiger? Wie viel Hitze kann ein Mensch überleben? Und welche
    Auswirkungen hat es, wenn Korallenriffe wie das Great Barrier Reef
    sterben.

    Den in der Folge erwähnten Text über den Untergang von Tuvalu finden Sie
    hier.

    Die komplette Recherche zu Klimaszenarien finden Sie hier.

    Moderation: Ole Pflüger

    Skript: Alicia Kleer

    Sprecherin: Poliana Baumgarten

    Redaktion: Jannis Carmesin

    Produktion: Markus Gläser  

    Per Mail erreichen Sie uns unter [email protected]. Alle Folgen können
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