Afleveringen
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Könige und Autokraten haben es leicht: Sie können sich selbst Denkmäler
bauen, und ihre Namen auf Regierungsgebäude pinseln lassen. Aber wie
inszeniert sich eigentlich die Demokratie? Gelingt es ihr, Orte und
Monumente zu schaffen, die ihren Bürgern wirklich etwas bedeuten? Oder
müssen Parlamentsgebäude wirklich so trist und nichtssagend aussehen wie
das EU-Parlament in Brüssel, oder die zertrampelte Wiese zwischen
Reichstag und Kanzleramt?
In dieser Folge von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” befassen sich die Hosts
Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Ästhetik der MAGA-Bewegung,
mit den operierten Gesichtern der Frauen in der Trump-Welt, all dem Gold
und Prunk im Oval Office, und der smarten Strategie der Rechten, mit
einer völlig enthemmten visuellen Sprache das Internet zu fluten. Und
sie fragen sich, ob es da wirklich kein Gegenmittel gibt, und liberale
Politik nicht doch auch schön sein kann.
Der nächste Wahlkreis erscheint am 27. Juni.
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Tausende junge Menschen aus Indien kommen mit großen Hoffnungen nach
Deutschland. Sie wollen hier studieren und sich ein Leben aufbauen. So
geht es auch Ravi, er heißt eigentlich anders. Ravi lebt seit zwei
Jahren in Deutschland, offiziell ist er bei einer privaten Hochschule in
Berlin eingeschrieben. Doch wie so viele junge indische Studierende
gerät auch er in einen Teufelskreis.
Private Hochschulen verlangen oft hohe Studiengebühren, viele
Studierende finanzieren sie mit Krediten. In Deutschland angekommen,
müssen sie schnell Geld verdienen. Weil ihnen oft die Sprachkenntnisse
fehlen, landen viele bei Lieferdiensten — häufig bei dubiosen
Subunternehmen. Dort arbeiten manche schwarz, erhalten keinen
Mindestlohn und werden nur pro Lieferung bezahlt. Wer sich beschwert,
riskiert den Job.
Auch beim Wohnen werden viele ausgebeutet. Oft teilen sich Menschen wie
Ravi winzige, heruntergekommene Zimmer, zahlen Hunderte Euro für ein
Bett und leben ohne Privatsphäre. Die Lebensumstände sind hart und doch
wollen viele nicht zurück nach Indien: Mit indischen Gehältern ließen
sich die Schulden nie tilgen. Sie sitzen in der Falle, gefangen zwischen
Scham, Verzweiflung und der Hoffnung, es doch noch zu schaffen.
Wie dieses System funktioniert, wer daran verdient und was die Politik
dazu sagt, darum geht es in diesem Was Jetzt?- Spezial mit Hannah
Grünewald und Anant Agarwala.
In diesem Was Jetzt Spezial sprechen Hannah Grünewald und Anant Agarwala
über das Ausbeutungssystem hinter den Berliner Kurierfahrern.
Recherche: Jana Gioa Baurmann und Anant Agarwala
Produktion: Markus Gläser
Redaktion: Elise Landschek
Skript und Moderation: Hannah Grünewald
Weitere Links zur Folge:
Ausbeutung bei Lieferdiensten: »Ich sage allen: Macht nicht den Fehler,
nach Deutschland zu kommen«
IU Hochschule: Das soll mein Studium sein?
Online-Lieferdienste: "Die Essenslieferbranche ist ein Labor für Arbeit
ohne Rechte"
Kurierfahrer von Lieferdiensten: Komm nach Deutschland zum Studieren,
haben sie gesagt
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
-
Der junge Kenianer Daniel ist frisch von seiner Freundin getrennt und
hat wie viele in seiner Generation kein geregeltes Einkommen. Ein Agent
namens Gilbert unterbreitet ihm ein verlockendes Jobangebot in Russland.
Doch schon auf dem Flug nach Sankt Petersburg zeichnet sich ab:
Irgendetwas stimmt hier nicht.
Das Team erreichen Sie unter [email protected].
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Moderation: Jannis Carmesin, Fritz Habekuß, Andrea Böhm
Recherche: Fritz Habekuß, Andrea Böhm und Olivia Kortas
Redaktion: Ole Pflüger
Bildredaktion: Lara Huck, Andreas Prost
Produktion: Ole Pflüger und Markus Gläser
Sounddesign: Joscha Grunewald
Mitarbeit: Marco Fründt
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Im Winter 2024 prägte der Historiker Niall Ferguson einen Begriff, der
seitdem die politische Debatte dominiert: Vibe Shift. Die Trump-Wahl war
für ihn das Zeichen eines globalen Stimmungsumschwungs. Die
Vorherrschaft der Linksliberalen sei gebrochen, die alte Ordnung falle
in sich zusammen. Es beginne eine neue Zeit der Stärke und Dominanz, in
der die globale Rechte den Ton angebe.
Anderthalb Jahre später ist Victor Orban abgewählt. Und auch Donald
Trump steht schwächer da denn je. Seit einigen Monaten taumelt er von
Niederlage zu Niederlage und in seiner MAGA-Bewegung toben brutale
Richtungskämpfe. In dieser Lage treffen sich Sozialdemokraten aus der
ganzen Welt zu einer großen Strategiekonferenz in Barcelona.
In dieser Folge von Was Jetzt – der Wahlkreis fragen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch: Welchen Plan hat die Linke?
Was sind die Gründe für den Streit bei den Rechten? Und konmt Trumps
Überwältigungsstrategie an ein Ende?
SHOWNOTES
Götz Aly in der FAS
Fergusons Vibe-Shift-Text
Tucker Carlson und sein Bruder über Trump
New York Times: How Trump took the U.S. to war with Iran
DIE ZEIT (Robert Pausch) über die linke Strategiekonferenz in Barcelona
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Im Frühjahr 2024 gerät Célines Alltag aus den Fugen: Erst ist da nur
dieser Moment am Bahnhof in Halle, in dem der Boden zu wanken scheint.
Dann ist da diese Erschöpfung, die alles unfassbar anstrengend macht:
Treppensteigen, Duschen, Lesen, später sogar Geräusche und Licht.
Deutschlandweit sind rund rund 600.000 Menschen am Myalgischen
Enzephalomyelitis/Chronischen Fatigue-Syndrom erkrankt – kurz ME/CFS.–
kurz ME/CFS. Sie haben Symptome wie schwere Erschöpfung, Konzentrations-
und Schlafstörungen. Aber ME/CFS ist bis heute schwer zu fassen. Es gibt
keinen eindeutigen Labortest; Diagnosen beruhen auf den Schilderungen
der Betroffenen – und damit auf etwas, das Raum lässt für Zweifel. Diese
Leerstelle befeuert eine ungewöhnlich harte Debatte über die Ursachen
der Krankheit.
In diesem Spezial von »Was jetzt?« begleitet Pia Rauschenberger
Betroffene und Forschende, die das Rätsel um ME/CFS endlich lösen
wollen. In Regensburg sucht ein Team um Alexander Dejaco und Michael
Gruber nach Biomarkern im Blut, mit denen sie ME/CFS messbar machen
könnten. Eine mühsame Arbeit, die für Betroffene ein Durchbruch sein
könnte.
Moderation und Skript: Pia Rauschenberger
Redaktion: Tim Howard
Produktion: Markus Gläser
Sounddesign: Markus Gläser und Tim Howard
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Am 12. April wählt Ungarn ein neues Parlament und damit möglicherweise
auch einen neuen politischen Kurs. Es entscheidet sich, ob Viktor Orbán
nach 16 Jahren als Regierungschef noch einmal wiedergewählt wird, oder
ob Péter Magyar neuer Ministerpräsident wird.
Die Umfragen sprechen für einen Machtwechsel. Doch wie verlässlich sie
sind, ist unklar – auch wegen des ungarischen Wahlrechts, das Orbáns
Partei Fidesz über Jahre hinweg zu ihren Gunsten verändert hat.
Wie hat Orbán es geschafft, die ungarische Demokratie so umzubauen, dass
sie zum Vorbild für rechte Autokraten aus aller Welt geworden ist? Wofür
stehen sein Herausforderer Péter Magyar und seine Partei Tisza? Welche
Rolle spielen Russland, die Europäische Union und der Krieg in der
Ukraine? Wie fair sind diese Wahlen überhaupt noch? Und welche
Befürchtungen oder Hoffnungen treiben die Menschen in Ungarn vor dieser
Wahl um?
Diese und weitere Fragen bespricht Moses Fendel mit der Journalistin und
Ungarn-Kennerin Petra Thorbrietz in diesem Spezial von Was jetzt?. Zu
Wort kommen außerdem zwei Menschen aus Ungarn, die jeweils eins der
beiden politischen Lager unterstützen.
Moderation und Skript: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek, Marco Fründt
Produktion: Joscha Grunewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Zsaklin Diana Macumba
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Ungarn: Orbán galt als unbesiegbar. Wählen sie ihn
jetzt ab?
Péter Magyar: Kann dieser Mann Viktor Orbán schlagen?
Parlamentswahl in Ungarn: Umfrage sieht Zweidrittelmehrheit für
ungarische Opposition
Wahl in Ungarn: Das System Orbán kommt an sein Ende
Ungarn unter Viktor Orbán: Das Disneyland der Rechten
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Mahmud Almadhoun betreibt im Norden Gazas eine Suppenküche und versorgt
hunderte Familien mit Essen. Im November 2024 wird er getötet.
Wahrscheinlich gezielt. Die Suche nach dem Warum führt bis in die
düstere Zukunft der Kriegsführung.
"Der Koch von Gaza" ist der neue Doku-Podcast der ZEIT. Hören Sie hier
die erste Folge. Wenn Sie danach weiter hören möchten, geht das unter
den folgenden Links.
Auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/428btoczsaHReYY4AhD2YT?si=7c850a46ddcb433c
Auf Apple Podcasts:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-koch-von-gaza/id1886096638
Auf zeit.de unter www.zeit.de/koch
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Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
sortiert sich die politische Landschaft: Die Grünen scheinen ihr Tief
überwunden zu haben, die SPD kämpft um ihre Existenz, während die Union
ein Stammland der Sozialdemokratie gewinnt – und das mit einem
langweiligen Mitte-Kurs, der so gar nicht dem von Friedrich Merz
propagiertem Klartext klingt. Der politische Liberalismus verpufft und
keinen scheint es zu interessiern. Und da wären da noch die Linken,
denen ihr rasantes Wachstum zunehmend Probleme bereitet.
In dieser Folge von Was jetzt – Der Wahlkreis blicken unsere Hosts Lisa
Caspari und Robert Pausch auf die Innenpolitik und fragen: Welche
Konturen zeichnen sich im Frühling 2026 gerade ab? Was verrät uns die
Wählerwanderung über die Fallstricke, die das laufende Superwahljahr für
die Parteien bereithält?
Shownotes
Robert Pausch : Kann es das geben, ein Deutschland ohne
Sozialdemokratie?
Aufsatz von Benjamin Mikfeld über die SPD: Ein neues politisches Modell
Mark Schieritz über die Rede von Lars Klingbeil: Und dann macht er den
Schröder
Lisa Caspari zu den Nachwahlumfragen: Die Linke – Partei für junge
Akademikerinnen
Fritz Zimmermann zum Antisemitismus bei der Linken: Wer hat hier das
Sagen?
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Die Wohnungssuche in Deutschland ist für viele Menschen zur Odyssee
geworden: Hunderte Mails an Makler, Anzeigen auf Immobilienportalen, die
nach Minuten wieder verschwinden, und lange Schlangen bei
Wohnungsbesichtigungen. Am Ende steht oft eine Absage oder gar keine
Antwort. Familien leben beengt, getrennte Paare bleiben aus finanzieller
Not zusammen wohnen, Jobanfänger zahlen überteuerte Zwischenmieten.
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt zur Miete, doch in
vielen Städten fehlen vor allem bezahlbare Mietwohnungen. Besonders in
Großstädten treibt die hohe Nachfrage die Preise in die Höhe.
Gleichzeitig bremsen hohe Baukosten und strengere Anforderungen an
Energieeffizienz den Bau neuer Wohnungen. Politiker verschiedener
Parteien bezeichnen den Wohnungsmangel seit Jahren als eine der
zentralen sozialen Fragen des Landes: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
im Jahr 2025, Olaf Scholz (SPD) im Jahr 2021 und Horst Seehofer (CSU)
als Bauminister im Jahr 2018.
Warum ändert sich dann so wenig? Darüber spricht Rita Lauter in dieser
Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Caterina Lobenstein. Die Redakteurin
im Dossier-Ressort der ZEIT recherchiert seit Jahren zum Wohnungsmarkt
und zum Wohnungsbau. Im Podcast rekonstruiert sie die Dimensionen der
heutigen Wohnungsnot und zeigt den eklatanten Kontrast dazu auf, wie es
in den Anfangsjahren der Bundesrepublik gelang, die damals noch viel
verheerendere Wohnungskrise zu lösen.
Transparenzhinweis: In der Folge kommt auch eine Vermieterin im O-Ton
vor. Wir haben ihre Stimme auf ihren Wunsch hin leicht verfremdet.
Moderation und Skript: Rita Lauter
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Immobilienmarkt: Mieten oder kaufen?
Interaktiver Rechner: Mieten oder Kaufen? Der endgültige Rechner
Mietpreise in Deutschland: So teuer sind die Mieten in Ihrer Stadt im
Deutschland-Vergleich
Wohnungsnot: Wie man ein Wohnwunder schafft – und wie nicht
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Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird US-Präsident Donald Trump von
den CEOs amerikanischer Großunternehmen umgarnt. Früher waren diese oft
verlässliche Unterstützer der Demokraten, doch heute imponiert vielen
der Gedanke an einen Chef, der "durchregiert" und selbst die Regeln
macht, statt sich nur an sie zu halten. Auch in Deutschland wackeln
Angehörige der bürgerlichen Elite. Sie liebäugeln offen mit der
autoritären Versuchung durch die AfD. So dachte der Verband der
Familienunternehmer zwischenzeitlich sogar laut darüber nach,
Gesprächskanäle zu den Rechten zu öffnen.
In einer neuen Ausgabe von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen Robert
Pausch, Paul Middelhoff und Lisa Caspari über die Eliten in Deutschland
und den USA. Warum driften viele nach rechts? Studien zeigen, dass es
politisch libertäre und rechtskonservative Bewegungen immer gegeben hat.
So zeigt das "politische Unternehmertum" Silvio Berlusconis in Italien
durchaus Parallelen zum Aufstieg Donald Trumps in den USA.
Wohin der moralische Verfall der Eliten im Extremfall führen kann,
demonstrieren gerade die Epstein-Akten. Was sie über das Netzwerk und
die Selbstsicherheit der Elite aussagen und wie sich ein Besuch im Ort
der Superreichen anfühlt, ist außerdem Thema in dieser Wahlkreis
Ausgabe.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Elitenforscher Michael Hartmann über seine (enge) Definition der
deutschen Elite
Biebricher et al. “Oben-rechts”
NYT-Essay über Epstein
Roberts Interview mit Bijan Djir-Sarai
Peter Thiel im Interview mit Ross Douthat
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Rund ein Jahr nach dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger spricht Gisèle
Pelicot ausführlich über das, was ihr angetan wurde – und darüber, warum
ihr Buch trotzdem Eine Hymne ans Leben heißt. Jahrelang hatte ihr
Ehemann Dominique Pelicot sie betäubt, missbraucht und anderen Männern
zur Vergewaltigung angeboten. Im Dezember 2024 wurde er in Avignon zu 20
Jahren Haft verurteilt, 50 Mitangeklagte erhielten ebenfalls
Gefängnisstrafen.
In dieser Sonderfolge von Was jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Tanja
Stelzer über ihre Begegnung mit Gisèle Pelicot: über eine Frau, die
ihren Prozess bewusst öffentlich führte, um anderen Mut zu machen. Im
Gespräch geht es um offene Fragen rund um die Taten und um die Spuren,
die der Fall in Frankreich hinterlassen hat, etwa beim "Ja heißt
Ja"-Gesetz, und um Pelicots Rolle als feministische Bezugsperson.
Und es geht um ihr Leben heute, um eine neue Liebe und einen Satz, der
nach allem besonders kraftvoll klingt: "Ich erlaube mir, glücklich zu
sein."
Das gesamte Interview können Sie hier lesen.
Host: Hannah Grünewald
Redaktion: Constanze Kainz
Die Redaktion erreichen Sie per Mail an [email protected]
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Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen Dokumente
im Fall Jeffrey Epstein. In ihnen finden sich Hinweise auf ein
mutmaßliches Netzwerk aus Menschenhandel und sexualisierter Gewalt –
sowie die Geschichte einer Frau, die in den Akten als "Jane Doe" geführt
wird.
Aus E-Mails, Tagebüchern und einer Zivilklage ergibt sich das Bild einer
Jugendlichen, die nach eigenen Angaben in Epsteins Umfeld geraten sein
soll. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen
Finanzier und gegen einen weiteren einflussreichen Investor.
Gerichtsurteile gibt es in ihrem Fall bislang nicht. Die Beschuldigten
bestreiten die Anschuldigungen, Verfahren laufen noch.
Epstein selbst wurde 2008 wegen der Beschaffung von Minderjährigen für
Prostitution verurteilt und kam bald wieder frei. 2019 starb er in
Untersuchungshaft. Der Fall erregte weltweit Aufsehen und nährt bis
heute Verschwörungstheorien. Die Akten enthalten zahlreiche Fotos von
ihm mit Prominenten und hochrangigen Politikern wie Bill Clinton und
Donald Trump.
In diesem Spezial von Was jetzt? spricht Helena Schmidt mit Paul
Middelhoff. Der US-Korrespondent der ZEIT hat gemeinsam mit Anna Mayr
und Kerstin Kohlenberg zu dem Fall von Jane Doe recherchiert und sich
durch die Akten gearbeitet. Im Podcast rekonstruiert er ihre Geschichte
und spricht über die journalistischen Grenzen der
Verdachtsberichterstattung, über Macht und Straflosigkeit und darüber,
was die neuen Akten politisch bedeuten.
Moderation und Skript: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz, Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die wichtigsten Entwicklungen im
Fall Epstein
Klage gegen Jeffrey Epstein: Die Klage der Jane Doe
Epstein-Files: Trump soll bereits 2006 Informationen über Epsteins Taten
gehabt haben
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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Badboy der
EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
frotzelnd mit “Hello, dictator”. Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat aus,
in Brüssel legt er Veto gegen Ukrainehilfen ein. Und zu Hause scheint
Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren regiert er
in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orbán
fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orbán-Fan, worüber sie heute
nicht mehr so gerne spricht.
In einer neuen Ausgabe von Was jetzt? – Der Wahlkreis sprechen Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
“illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland, und warum ist
er für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt, vor den nächsten
Wahlen, zu bröckeln?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)
Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
amerikanischen Rechten
Orbáns Rede bei CPAC
Béla Greskovits über Orbáns System der Civic Circles
Ein Ideologe des Orbán-Regimes über Orbáns Regierungstechnik
Orbáns Rede zur illiberalen Demokratie
Eine interessante Analyse zu Orbáns Grundsatzreden 2014–2023
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Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus Clarksburg
in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert seine Zulassung
und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige Ende eines
jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher leichtsinniger
Entscheidungen und folgenschwerer Fehlscheinschätzungen.
Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio in den neunzigern Jahren –
getrieben von einem Paradigmenwechsel in der Schmerzmedizin und einer
aggressiven Desinformationskampagne der Pharmaindustrie – im großen Stil
Opioide an seine Patienten verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange
nur Krebs- und Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der
Beginn einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben.
In diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld und
Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch selbst zum
Opfer wird.
Moderation und Skript: Jannis Carmesin
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Markus Gläser
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Die erste Was jetzt?-Folge im Jahr 2025 hatte den Titel: "Ein
Jahr, das uns keine Zeit zum Warmen laufen lässt." Und ja, die
politischen Ereignisse ließen nicht auf sich warten. Am 20. Januar legt
Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab und tritt seine zweite
Präsidentschaft an. Welche seiner zentralen Vorhaben hat diese
US-Regierung bislang umgesetzt? Und was waren für die
US-Korrespondentinnen der ZEIT in den vergangenen zwölf Monaten
Lichtblicke?
Auch in Deutschland hat in diesem Jahr eine neue Regierung ihre Arbeit
aufgenommen. Am 6. Mai wird Friedrich Merz im zweiten Anlauf als
Bundeskanzler vereidigt. Doch die Koalition mit der SPD steht von Anfang
an auf wackeligen Beinen. Eine der ersten Amtshandlungen der neuen
Regierung: die Verschärfung der Migrationspolitik. Handelt sie dabei
auch aus Sorge vor der AfD?
Das Jah 2025 war auch wieder von Kriegen geprägt. Die Ukraine geht in
ihren vierten Kriegswinter. Im Herbst hat Russland seine Angriffe auf
das Land verstärkt, Drohnen bombardieren Städte, an der Front gerät die
ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Im September dringen Drohnen in
den polnischen Luftraum ein, wurde russische Kampfjets im estnischen
Luftraum gesichtet. Doch zwischen all dem gab es in diesem Jahr auch
Momente der Hoffnung – und zuletzt intensiv geführte Gespräche, vor
allem zwischen Russland, der Ukraine und den USA.
Einen Frieden – zumindest auf dem Papier – konnten die USA in diesem
Jahr bereits an anderer Stelle herbeiführen: Am 10. Oktober tritt im
Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft. Auch wenn sie brüchig bleibt,
gibt sie den Menschen etwas Luft zum Atmen. Im Podcast treffen wir Nour
Nofal wieder. Bereits im Sommer hat sie uns in einer Sonderfolge von
ihrem Traum erzählt, Gazas erste Neurochirurgin zu werden. Was wünscht
sie sich nun?
Wenn Sie nach Trump, Regierungskrisen und Kriegen denken: Dieses Jahr
möchte ich eigentlich nicht noch einmal Revue passieren lassen – dann
haben wir in dieser Folge noch mehr für Sie. Bunte und leichtere
Momente, die 2025 ebenfalls geprägt haben, außerdem Gedichte, Spiele und
zum Abschluss Tipps und Vorhaben aller Was jetzt?-Hosts zum Durchatmen.
Redaktion: Hannah Grünewald, Pia Rauschenberger, Constanze Kainz und
Moses Fendel
Weitere Recherche Gaza: Hanna Israel
Produktion: Markus Gläser und Ole Pflüger
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Die USA erklären Europa zum Gegner. Und zwar hochoffiziell, in ihrer
neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Das Dokument zeigt auf
eindrückliche Weise, welche Denkschulen derzeit die Rechte in den USA
prägen. Gleichzeitig spricht aus der Strategie auch eine gewisse Sorge –
offenbar scheinen sich Donald Trump und seine Anhänger ihres Siegeszugs
noch nicht allzu gewiss zu sein.
In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen unsere
Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch darüber, warum die
US-Rechte so besessen von Geburtenraten ist. Warum denkt sie, dass das
Unglück für die USA schon nach dem Zweiten Weltkrieg begann? Und was
genau verachtet sie so sehr am liberalen Denken?
Der nächste "Wahlkreis"-Podcast erscheint am 31. Januar – mit einer
kleinen Veränderung zum neuen Jahr: Paul Middelhoff wird neuer
US-Korrespondent der ZEIT und sich fortan digital aus den Vereinigten
Staaten zuschalten. Sonst bleibt aber alles gleich: In jeder Folge
widmen sich unsere "Wahlkreis"-Hosts einem wichtigen Thema der Zeit, das
über das tagesaktuelle Klein-Klein hinausweist.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Yoram Hazony: The Virtue of Nationalism (Buch)
Yoram Hazony beim Podcaster Winston Marshall
Patrick Deneen et al. über eine postliberale Außenpolitik
Der postliberale Philip Pilkington über die Fehler liberaler
Außenpolitik und Geburtenraten als sicherheitspolitisches Anliegen
Über Geburtenraten und Great-Replacement-Theorie im Denken der
amerikanischen Rechten und des Christchurch-Attentäters
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Über 50 Jahre hatten Baschar al-Assad und sein Vater über Syrien
geherrscht, die Bevölkerung verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Als 2011
Menschen dagegen auf die Straße gehen, lässt Assad die Proteste brutal
niederschlagen. Noor Arabou ist damals erst 18 Jahre alt. Sie versorgt
verletzte Demonstranten, wird inhaftiert und gefoltert. Nachdem sie
freikommt, baut sie ein Krankenhaus auf, dokumentiert die Verbrechen des
Regimes und flieht schließlich ins Exil.
Und dann kommt der 8. Dezember 2024: Assad wird gestürzt. Oppositionelle
Gruppen, angeführt von Hajat Tahrir al-Scham (HTS), übernehmen die
Macht, der Anführer der HTS, Ahmed al-Scharaa, wird
Übergangspräsident.
Und Noor Arabou? Sie kehrt nach Syrien zurück, um ihr Land
mitzugestalten. Arabou kandidiert für das neue Parlament und wird
gewählt. Unsere Reporterin Andrea Backhaus hat sie in den Wochen nach
der Wahl in Hama getroffen. Arabou erzählt, wie sich Syrien nach Assads
Sturz entwickelt hat. Sie berichtet, vor welchen Herausforderungen die
Gesellschaft steht. Und wie optimistisch sie ist, dass Syrien eine
Demokratie werden kann.
Moderation: Helena Schmidt
Reporterin: Andrea Backhaus
Sprecherin und Übersetzung: Alicia Kleer
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Helena Schmidt, Markus Gläser
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Sie hier hören.
Archiv-Töne:
https://www.youtube.com/watch?v=JcXP2xMk5oA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=vtGswyr3OwQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
https://www.nbcnews.com/video/the-protests-in-daraa-that-sparked-syria-s-10-year-civil-war-108742725698
https://www.youtube.com/watch?v=0dBacx_wz8g
https://www.youtube.com/watch?v=yx5Wi-ExHS0
https://www.youtube.com/watch?v=_ywg3xpNIVA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
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"Wir geben Kindern ihre Kindheit zurück; Eltern ihren Seelenfrieden", so
hat es die australische Regierung vor einem Jahr versprochen. Als
weltweit erstes Land setzt Australien ein Social-Media-Verbot für Kinder
und Jugendliche unter 16 Jahren um – aufmerksam beobachtet vom Rest der
Welt. Am 10. Dezember tritt das Gesetz in Kraft; Kinder und Jugendliche
können dann nicht mehr auf ihre Accounts bei Instagram, Snapchat, TikTok
oder YouTube zugreifen.
Australien schreibt damit einerseits Geschichte und legt sich
andererseits mit den großen Plattformen an – die sich heftig gegen das
Gesetz gewehrt haben. Snapchat und YouTube bestreiten zum Beispiel,
überhaupt ein soziales Netzwerk zu sein; TikTok-Vertretern wird von
Abgeordneten vorgeworfen, Mitarbeiter eingeschüchtert zu haben.
Doch dass die Plattformen mit ihren Algorithmen süchtig machen können,
verstörendste Darstellungen von Gewalt und Pornografie schon in sehr
jungen Jahren zugänglich machen und zugleich nicht genug für den
Jugendschutz tun, darin sind sich Gesundheitsfachleute und viele
Politikerinnen einig. Uneins aber sind sie bei anderen mutmaßlichen
Zusammenhängen zwischen Social-Media-Konsum und mentaler Gesundheit. In
Australien hat etwa jeder dritte Jugendliche bereits psychische Probleme
erlebt. Politiker machen dafür auch Social Media verantwortlich:
Massiver Konsum könne zu Depressionen, Angststörungen,
Einsamkeit, Selbstverletzungen und noch Schlimmerem führen. Hinzu komme
die Gefahr von Grooming, Erpressung und Übergriffen.
Wie gut gelingt es der australischen Regierung, das Verbot umzusetzen –
und wie kommt es bei australischen Jugendlichen an? Für dieses "Was
jetzt?"-Spezial haben wir mit australischen Jugendlichen gesprochen, mit
Psychologinnen und mit der Hochkommissarin für digitale Sicherheit,
Julie Inman Grant.
Links zur Folge
- Digitalpodcast "Neustart": Braucht es ein Social-Media-Verbot für
Kinder?
- Altersgrenze für Social Media: Sie sollen lieber spielen als
tiktoken
- Social-Media-Verbot in Australien: Ein Zaun um den Ozean
- Studie: Jeder zweite junge Mensch zeigt Symptome von
Social-Media-Sucht
- Annekathrin Kohout: "Offlinesein muss man sich leisten können"
- Bildschirmzeit von Kindern: Tut ihnen das nicht an!
- Soziale Medien: Suchtbeauftragter fordert gestaffelte
Altersfreigaben auf Social Media
- Jugendschutz: Dänemark plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15
Jahren
Skript und Moderation: Rita Lauter
Mitarbeit und Recherche: Vera Sprothen
Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger
Regie, Aufnahmeleitung und Produktion: Markus Gläser
Per Mail erreichen Sie uns unter [email protected]. Alle Folgen können
Sie hier hören.
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Lange waren die Deutschen stolz auf ihren Erfindergeist, die Stärke
ihrer Industrie und darauf, dass made in Germany auf der ganzen Welt als
Synonym für Wertarbeit und Verlässlichkeit galt. Doch das ändert sich
gerade: Die Zölle der US-Regierung und die rasante Entwicklung der
chinesischen Wirtschaft bedrohen den Kern der hiesigen Wirtschaft. Diese
Krise führt nicht nur in die roten Zahlen – sie stellt das deutsche
Selbstverständnis infrage.
In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen unsere Hosts Paul
Middelhoff und Robert Pausch über die Gründe für den ökonomischen
Abschwung, erklären, was es mit dem "Chinaschock" auf sich hat und wie
der Stolz auf den Titel des "Exportweltmeisters" einst dabei half, die
deutsche Demokratie zu stabilisieren.
Weiterführende Links:
"Financial Times": Can anything halt the decline of German economy?
Jan-Otmar Hesse: "Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen
Obsession"
Sander Tordoir und Brad Setser über den "Chinaschock" (PDF)
Mark Schieritz über die "ökonomische Zeitenwende"
Jürgen Habermas über die Bedeutung der Wirtschaft für die deutsche
Demokratie
Analyse der Rhodium Group zur Krise der deutschen Autoindustrie
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Die Welt steuert auf 2,8 Grad mehr zu. Welche Folgen hätte das? Und wie
viel Hitze kann ein Mensch eigentlich ab? Eine Reise in die derzeit
wahrscheinlichste Klimazukunft.
Auf der Klimakonferenz in Belém wird derzeit verhandelt, wie sich die
Klimakrise einhegen lässt. Wenn die Welt mit der derzeitigen
Klimapolitik fortfährt, dürfte die Welt bis zum Jahr 2100 um 2,8 Grad
aufheizen. So lautet die jüngste Schätzung der Vereinten Nationen. Das
deutlich mehr, als sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zum
Ziel gesetzt hatte.
Aber was bedeutet das genau? Wie sähe eine Welt konkret aus, die sich in
den nächsten 75 Jahren auf 2,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau
erwärmt? In diesem Was jetzt? – Spezialgehen wir mit Wissensredakteurin
Elena Erdmann auf eine Reise in die derzeit wahrscheinlichste
Klimazukunft.
Natürlich lässt sich natürlich nicht genau vorhersagen, wann welcher
Wald wo brennen wird, oder welche Landstriche überflutet werden. Aber
was sicher ist: Wenn Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen mehr
werden, wird das langfristig zu Lebensmittelengpässen, Artensterben und
riesigen Migrationsbewegungen führen.
In dieser Folge besprechen außerdem: Warum werden Überschwemmungen
häufiger? Wie viel Hitze kann ein Mensch überleben? Und welche
Auswirkungen hat es, wenn Korallenriffe wie das Great Barrier Reef
sterben.
Den in der Folge erwähnten Text über den Untergang von Tuvalu finden Sie
hier.
Die komplette Recherche zu Klimaszenarien finden Sie hier.
Moderation: Ole Pflüger
Skript: Alicia Kleer
Sprecherin: Poliana Baumgarten
Redaktion: Jannis Carmesin
Produktion: Markus Gläser
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