Afleveringen
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Gemeinsam mit Adelina Gashi sprechen wir darüber, wie aus dem Widerstand gegen ein Luxusresort der Trump-Familie eine landesweite Protestbewegung wurde. Die Großproteste begannen, als Videos viral gingen, auf denen Demonstrierende von Sicherheitskräften verprügelt wurden. Kurz darauf verbreitete sich auch ein Clip, in dem Ivanka „Kolumbus“ Trump behauptet, sie habe die Insel Sazan mit ihrem Mann Jared Kushner entdeckt und sie seien barfuß einen Berg hinaufgestiegen, denn eigentlich kein normaler Mensch barfuß erklimmen kann.
Die Proteste richten sich inzwischen auch gegen Premierminister Edi Rama, der absurde Verschwörungstheorien über die Demonstrierenden verbreitet und dabei immer stärker an Aleksandar Vučić erinnert. Und, ähnlich wie in Serbien, sind die Proteste sehr divers und vereinen verschiedene politische Strömungen, die sich auch untereinander nicht immer wohlgesonnen sind. -
Hier kommt der krönende Abschluss unseres Jubiläums-Dreiteilers!
Ein letztes Mal blicken wir auf die Partisaninnen-Bewegung Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg. Nach der verlustreichen Schlacht an der Sutjeska wendet sich nach und nach das Kriegsglück. Titos Aufstandsarmee hat sich den Respekt der Alliierten erarbeitet und wird von diesen nun offiziell als Bündnispartner akzeptiert. Die Reihen der Partisaninnen und Partisanen füllen sich - vor allem nach der Kapitulation Italiens. Der Sieg ist nur eine Frage der Zeit.
Doch als was für Sieger werden sich die Partisaninnen und Partisanen erweisen? Wie gehen sie mit den Besiegten um? Auch diesen Fragen gehen unsere beiden Hosts in dieser letzten NOB-Folge nach.
Außerdem erfahrt ihr, wie es um Edi Ramas Gemütszustand bestellt ist, warum serbische Pässe bei einer bestimmten Klientel sehr beliebt sind und welcher der beiden Hosts ein prinzipientreuer Mensch mit ausgeprägtem Anstandsgefühl und Selbstbeherrschung ist, während der andere WM guckt. -
Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Die zweite Episode unserer Jubiläumsfolge widmet sich der Etablierung der Partisanenarmee, der Integration von Frauen in ihre Reihen sowie dem Zusammenhang von Widerstandskampf und weiblicher Emanzipation. Wir sprechen über die großen Schlachten des Krieges und den entscheidenden Beitrag der Frauen zum Sieg über die faschistischen Besatzer.
Außerdem geht es um die Entstehung des künftigen Jugoslawiens und darum, wie es den Partisaninnen und Partisanen gelang, zunächst als Alliierte im Kampf gegen die Nationalsozialisten anerkannt und schließlich auch militärisch unterstützt zu werden.
Dabei helfen uns der Militärhistoriker Klaus Schmider von der Militärakademie Sandhurst und die feministische Historikerin Ivana Pantelić vom Institut für Zeitgeschichte in Belgrad.
Darüber hinaus erfahrt ihr, wie es um die Proteste und die Pressefreiheit in Serbien steht, wie Serben im Auftrag Russlands als Agenten in Frankreich und Deutschland eingesetzt werden, warum der Belgrader Polizeichef mutmaßlich versuchte, eine Leiche verschwinden zu lassen, und in welchen kroatischen Städten künftig ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot eingeführt wird. -
Unglaublich, aber wahr! Hier kommt die 100. reguläre Ausgabe von "Neues vom Ballaballa-Balkan"
Die Jubiläumsausgabe schreit natürlich nach einem ganz besonderen Thema. Deshalb widmen sich Krsto und Danijel der vielleicht wichtigsten Epoche der gesamt-jugoslawischen Geschichte: dem VOLKSBEFREIUNGSKAMPF bzw. der NARODNOOSLOBODILAČKA BORBA kurz NOB.
Gemeint ist natürlich der vierjährige Kampf der Partisanen unter Führung der Kommunistischen Partei Jugoslawiens gegen Nazi-Deutschland, das faschistische Italien sowie deren regionale Kollaborateure. Eine Mammutaufgabe. Und weil es überhaupt keinen Sinn macht, so ein umfangreiches Thema in eine Podcast-Folge packen zu wollen, ist diese hier nur der Auftakt zu einer neuen TRILOGIE.
Folge 100.1. widmet sich den Anfängen des Volksbefreiungskampfes. Warum marschierte die Wehrmacht eigentlich in Jugoslawien ein? Wie wurde das Land aufgeteilt? Und warum gelang es ausgerechnet einer nicht sonderlich großen kommunistischen Partei, die Führung im Kampf gegen Besatzer und einheimische Kollaborateure zu übernehmen?
Auf diese und weitere Fragen suchen Krsto und Danijel Antworten. Mit dabei sind die Historiker Hrvoje Klasić (Universität Zagreb) und Klaus Schmider (Militärakademie Sandhurst).
Außerdem erfahrt Ihr, wie es möglich ist, dass der Gesandte Gottes abtritt, warum Slowenien nun tatsächlich zum vierten Mal von Mini-Orban Janez Janša regiert werden wird und warum uns das Management von Kriegsverbrecherwitwe Ceca uns mit juristischen Konsequenzen droht. -
Zu den Personen, die unerfreulicherweise immer wieder in unserem Podcast auftauchen, zählt der Schwerstverbrecher und Warlord Željko Ražnatović alias "Arkan". Eine Karriere, die im kleinkriminellen Milieu Belgrads begann, ihren blutigen Höhepunkt in zahlreichen Kriegsverbrechen der von ihm gegründeten paramilitärischen Truppe "Tiger" fand und vielleicht immer noch anhalten würde, wenn Arkan nicht Anfang des Jahrtausends erschossen worden wäre. Bis heute wird "Arkan" von Teilen der serbischen Öffentlichkeit als Held verehrt - obwohl er in jeder Beziehung das Gegenteil war.
Frank Willmann, Autor und Journalist, versucht, sich in seinem aktuellen Buch "Balkanblut: Leben und Sterben des serbischen Mafiosos und Warlords Arkan" dem Phänomen "Arkan" auf den Grund zu gehen. Ob und wie ihm das gelungen ist, darüber unterhält er sich in dieser Zwischenfolge mit Danijel.
Foto: Tigran Hovhannisyan. -
#99 Bye Bye Orbán - Abschied von einem Idol der autoritären Rechten by Krsto Lazarevic und Danijel Majic
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Teaser:
Zum Weltfrauentag blicken wir auf das Leben von Mileva Marić – einer der ersten Frauen in Europa, die ein Studium der Physik und Mathematik begann und dort 1896 in Zürich einen gewissen Albert Einstein kennenlernte. Die beiden diskutierten schon früh gemeinsam Fragen der Physik, Mileva Marić rechnete für ihn, und in erhaltenen Briefen spricht Albert Einstein sehr klar von „unserer Arbeit“, wenn es um die Grundlagen der Relativitätstheorie geht. Öffentlich von Albert Einstein anerkannt wurde ihr Beitrag nie. Auch aus seinen Veröffentlichungen wurde ihr Name getilgt. Stattdessen fiel Mileva Marić die Rolle der Hausfrau und Mutter zu – und nach der Scheidung die einer Bittstellerin, die ihren Ex-Mann regelmäßig um Geld bitten musste, um sich um die gemeinsamen Kinder kümmern zu können. -
In dieser Zwischenfolge beschäftigen sich Krsto und Danijel mit einem echten Phänomen. Seit gut einem Monat bricht die kroatische Komödie „Svadba“ (Die Hochzeit) im ehemaligen Jugoslawien alle Zuschauerrekorde. Allein in Kroatien haben ihn inzwischen annähernd 700.000 Menschen im Kino gesehen – beachtlich für ein Land mit gerade einmal 3,8 Millionen Einwohnern.
Die Prämisse des Films: Eine Kroatin ist schwanger, der Vater ist Serbe. Beide Familien pflegen ihren typischen Ethno-Patridiotismus und müssen jetzt doch irgendwie die Hochzeit über die Bühne bekommen.
Inzwischen ist „Svadba“ auch in den Kinos im DACH-Raum angekommen. Und was soll man sagen? Auch hier sind die Säle voll. Zeit also, mal einen Blick auf die Hit-Komödie zu werfen. -
Es ist mal wieder so weit! Danijel und Krsto müssen noch mal über Kroatien sprechen … und das heißt, sie reden irgendwie zwangsläufig über Fascho-Rocker Thompson. Letztes Jahr durfte er ja mit dem Segen der großen Politik ein gewaltiges Massenkonzert in Zagreb abhalten, das Schätzungen zufolge rund 500.000 Leute angezogen hat.
Danijel wagte damals die Prognose, dass die nationalistische Rechte in Kroatien (gibt es eigentlich eine andere?) diese Masseninszenierung für sich nutzen und als Legitimation für weitergehende Forderungen verwenden würde. Und was soll man sagen? Seit bald einem Jahr erlebt Kroatien einen Kulturkrieg von rechts. Das bedeutet: Angriffe auf alles, was als nicht kroatisch empfunden wird. Festivalverbote, Angriffe auf Kulturveranstaltungen, Delegitimierung gewählter progressiver Politiker.
Und die kroatische Regierung? Die hat sich längst auf die Seite der Kulturkrieger geschlagen. Erst lässt sich Premier Plenković vor dem Mega-Konzert mit Fascho-Rocker Thompson fotografieren, und ein halbes Jahr später ermöglicht seine Regierung einen gemeinsamen Auftritt von Thompson mit der kroatischen Handballnationalmannschaft – und bricht dafür sogar die kroatische Verfassung.
Was da genau los ist und wer die Treiber dieses Kulturkrieges sind (Spoiler: unter anderem Leute, die auch manche von Euch abfeiern), erfahrt ihr hier. Außerdem könnt ihr noch mal nachhören, wie Danijel im Zuge der Handball-Hysterie ohne eigenes Zutun in einen rechtsextremen Shitstorm geraten ist und warum Krsto nicht von Melania Trump lassen kann. -
Nach fast einem Jahr ohne Regierung schien im Kosovo Bewegung in die politische Lage zu kommen: Eine neue Regierung stand kurz vor der Bildung. Doch dann der Schock. Aufgrund massiver Unregelmäßigkeiten – manche sprechen von Wahlbetrug – musste die Stimmenauszählung erneut durchgeführt werden.
Was genau ist passiert? Welche Rolle spielt die große kosovarische Diaspora? Und wer geht am Ende als Sieger aus diesem Wahlchaos hervor? Antworten darauf liefert die Journalistin Adelina Gashi. -
Eines ist klar: Nichts geschieht zufällig. So sind di e offiziellen Angaben und das ist wahr. Selbst auf dem Ballaballa-Balkan.
Dort betrauert man dieser Tage einen schweren Verlust. Jovanka Jolić, die in den letzten Jahren zur Grande Dame der irren Verschwörungstheorien in Serbien avanciert ist, ist mit 69 Jahren gestorben. Eines natürlichen Todes, heißt es. Aber kann man da sicher sein? Wir stellen nur Fragen...
Wie dem auch sei. Das Ableben von Jovanka nehmen Krsto und Danijel mal zum Anlass, ein wenig in die Welt des Absurden abzutauchen, wo es nur so von Atlantiden, Sonnenpyramiden, geheimem Wissen und natürlich den Rothschilds wimmelt. Ach ja, natürlich ist auch Koks-Nazi Velimir Bujanec wieder mit von der Partie. Und ein Ex-Admiral, der aussieht wie Präsiden Scroob in Spaceballs.
Es wird also ein wilder Ritt direkt zum Jahresauftakt. Nebenbei erfahrt ihr noch, welche neuen Entwicklungen es bei den Protesten in Serbien gibt, wessen Visa in den USA noch bearbeitet werden und wessen nicht und warum Danijel daran schuld ist, dass bei der Handball-EM in Schweden keine Lieder von Fascho-Rocker Thompson mehr gespielt werden dürfen. -
Ein weiteres Ballaballa-Jahr geht zu Ende!
2025 hatte es auf dem Balkan mal wieder in sich. Wobei, wenn man sich den Rest der Welt anschaut, dann kommt einem die Region gar nicht mehr so "ballaballa" vor. Gesprächsstoff lieferte sie trotzdem. Seien es die Studierendenproteste in Serbien, die Staatskrise in Bosnien-Herzegowina oder faschistische Massenveranstaltungen in Kroatien.
Krsto und Danijel werfen einen - wenig nostalgischen - Blick zurück und ergänzen bei der Gelegenheit einige neuere Entwicklungen. Außerdem erfahrt Ihr, was die beiden nächstes Jahr planen. Denn für "Neues vom Ballaballa-Balkan" stehen gleich zwei ganz wichtige Meilensteine an. -
Wir nehmen den 30. Jahrestag des Dayton-Abkommens zum Anlass, mal wieder eine Episode über unser Lieblingsland auf dem Balkan zu machen: Bosnien-Herzegowina. Krsto erzählt uns, was er vor Ort so erlebt hat und wie der Döner Kebab langsam die Ćevapčići verdrängt.
Außerdem geht es um die Präsidentschaftswahlen in der Republika Srpska, darum, warum Aca Lukas bei Dodik in Ungnade gefallen ist, weshalb der öffentlich-rechtliche Sender BHRT kurz vor der Pleite steht und warum die EU dennoch beschlossen hat, eine Milliarde Euro für Reformbemühungen bereitzustellen.
Und wir sprechen auch über ein Thema, das im Ausland in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit erregt hat – unter dem zynischen Titel „Sarajevo Safari“: die Geschichte, dass reiche Ausländer während des Bosnienkriegs dafür bezahlt haben sollen, auf Zivilisten zu schießen.
In den News sprechen wir zudem über die Proteste in Bulgarien, den Trump Tower in Belgrad, der nun wohl doch nicht gebaut werden soll, sowie über Korruptionsvorwürfe gegen die albanische Regierung. -
Wir waren mit unserem Buch live in Berlin bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Das wollen wir euch nicht vorenthalten – insbesondere wegen der großartigen Moderation von Doris Akrap (die übrigens besten Dalmatien-Reiseführer geschrieben hat, wo gibt). Viel Spaß beim Hören!
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Wir haben ein Buch geschrieben – gemeinsam mit Franziska Tschinderle, unserer Expertin für Albanien und Kosovo. Es trägt den Titel „Der Westbalkan im Wartezimmer der EU“ und ihr könnt es für einen Fünfer in der Schriftenreihe der BpB erwerben. Über das Thema des Buches sprechen wir auch in der aktuellen Folge:
Sechs Länder, zwei Jahrzehnte Hoffnung – und noch immer kein Einlass: Seit 2003 warten die Staaten des Westbalkans auf ihren EU-Beitritt. Der Prozess schien blockiert, wurde von manchen schon für tot erklärt. Doch mit dem Krieg in der Ukraine hat die Frage nach einer Erweiterung neue Dringlichkeit gewonnen – geopolitisch wie gesellschaftlich.
Wo steht die Region im Jahr 2025? Welche Chancen, welche Blockaden und welche Einflüsse prägen heute die Perspektive auf Europa? Und wie sieht die Realität in den Ländern des Westbalkans selbst aus? Wir gehen heute alle sechs Kandidatenländer durch und berichten, wo sie beim EU-Beitritt derzeit stehen. -
Vor genau einem Jahr löste der Einsturz eines Vordachs am Hauptbahnhof von Novi Sad nicht nur eine Tragödie mit 16 Toten aus, sondern auch die bislang größte Protestbewegung der serbischen Geschichte. Seit zwölf Monaten gehen Studierende und zahlreiche andere Bürger auf die Staße um gegen das System Vučić zu demonstrieren.
Am Jahrestag der Tragödie mobilisierte die Protestbewegung an den Ort, an dem alles seinen Ausgang genommen hat: Novi Sad. Und die Menschen kamen wieder zu Tausenden. Manche von ihnen über hunderte Kilometer zu Fuß.
Krsto war für "Neues von Ballaballa-Balkan" wieder einmal vor Ort und berichtet. Zusammen mit Danijel gibt er hier ein Update und einen Ausblick, wie es mit den Protesten weitergehen könnte. -
Alle reden über die Proteste in Serbien. Seit gut einem Jahr versucht eine ursprünglich hauptsächlich studentische Protestbewegung, der zunehmend autokratischen Herrschaft von Aleksandar Vučić ein Ende zu setzen. Inzwischen hat sich daraus ein breites Bündnis entwickelt, das über ideologische Grenzen hinweg ein Ziel verfolgt: Regime Change.
Kommt einem irgendwie bekannt vor. Das gab es doch schon mal. Vor einem Vierteljahrhundert nämlich wurde das Regime von Slobodan Milošević gestürzt. Auch hier stand die zunächst studentisch geprägte Otpor-Bewegung an vorderster Front mit nur einer Forderung: Er muss weg. Dahinter versammelte sich ein breites Oppositionsbündnis. Mit Erfolg, wie wir heute wissen.
Doch wenn das alles schon mal so erfolgreich war, warum zum Teufel muss dann 25 Jahre später in Serbien wieder gegen einen Autokraten demonstriert werden? Und was unterscheidet die heutigen Proteste von denen vor 25 Jahren?
Darüber sprechen Krsto und Danijel in dieser Ausgabe mit Aleksandra Tomanić, die seinerzeit selbst bei Otpor aktiv war. Nebenbei erfahrt ihr, warum Milorad Dodik jetzt doch noch eine Kehrtwende vollzogen hat, warum es in Kosovo jetzt vielleicht doch mit einiger Verzögerung zur Regierungsbildung kommt und warum in Städten überall rund um den Globus Menschen Lieder von Halid Bešlić anstimmen... -
Die Spomeniks erinnern an den Widerstand der Partisanen und an die Opfer des Faschismus. Sie verkörpern eine modernistische Form der Erinnerungskultur, die sich radikal vom sozialistischen Realismus der Sowjetunion unterschied. Ihre abstrakten Formen sollten Hoffnung, Freiheit und kollektiven Widerstand symbolisieren. Damit waren sie Teil einer staatlich geförderten Ästhetik, die den jugoslawischen Partisanenkampf ins Zentrum rückte und zugleich modernistisch und international anschlussfähig war.
Heute verfallen viele dieser Monumente oder stehen im Schatten neuer nationalistischer Narrative. Doch seit rund einem Jahrzehnt wächst das Interesse – nicht nur in der Region, sondern auch international. Tourist:innen reisen an, weil die Spomeniks extrem „instagrammable“ sind und manche wie Relikte einer anderen Zivilisation wirken, fast so, als wären Außerirdische gelandet. Dabei wird oft vergessen, dass viele Spomeniks zugleich Massengräber sind. -
In dieser kleinen Zwischenfolge versucht sich Danijel mal wieder als History-Podcaster. Und wenn wir History sagen, meinen wir - regelmäßige HörerInnen wissen das natürlich schon - die "Tatsache", dass auf dem Feld von Danijels Familie der erste kroatische König gekrönt wurde.
König Tomislav.
Ob Ihr es glaubt oder nicht. In Kroatien wird dieses Jahr tatsächlich sehr feierlich der 1100. Jahrestag der angeblichen Krönung auf dem Feld von Duvno begangen. Zeit also, sich mal mit dem realen König Tomislav zu befassen. Und da Danijel da ein bisschen vorbelastet ist, hat er sich professionelle Hilfe ins Studion geholt: Professor Ludwig Steindorff, Historiker mit dem Schwerpunk Ost- und Südosteuropa und Verfasser des Buches "Geschichte Kroatiens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart".
Schaltet also ein und verfolgt mit, wie Danijels Weltbild erschüttert wird... -
Einen Tag nach seinem Erscheinen landete Marko Dinićs Buch der Gesichter auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Krsto spricht mit dem Autor über den Tag im Jahr 1942, an dem Serbien von den Nazis für „judenfrei“ erklärt wurde, über die Wurzeln des Zionismus im heutigen Belgrad, den Porajmos, den Drang nach Authentizität im aktuellen Literaturbetrieb, den Antifaschismus, die anarchistische Bewegung in Bosnien-Herzegowina und vieles mehr.
In seinem Episodenroman legt Dinić den Schwerpunkt auf die einfachen Leute, die in die Gewaltspiralen des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet Jugoslawiens hineingezogen werden. Acht Kapitel mit acht unterschiedlichen Perspektiven ergeben einen Roman der Erinnerungsliteratur für uns, die wir nach den großen Menschheitsverbrechen der Nazis geboren wurden. Ein Buch über die Gewaltgeschichte Europas, dass den Opfern des Faschismus gewidmet ist. - Laat meer zien