Afleveringen
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Er war der mächtigste Mann der Welt, und er hat jeden Tag daran gearbeitet, sich selbst zu bezwingen. Mark Aurel, Kaiser des römischen Reiches, hätte tun und lassen können, was er wollte. Stattdessen schrieb er heimlich Notizen an sich selbst, Mahnungen, Erinnerungen, Übungen. Was wir heute als „Selbstbetrachtungen" kennen, war nie für fremde Augen gedacht. Es ist das intimste Zeugnis stoischer Philosophie, das wir haben. Sein Kern: Nicht was uns widerfährt entscheidet über unser Leben, sondern wie wir darauf reagieren. Äußere Umstände, andere Menschen, Schicksalsschläge, das alles entzieht sich unserer Kontrolle. Was bleibt, ist die innere Haltung. Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn man ein Imperium regiert, Kriege führt und trotzdem jeden Morgen versucht, ein guter Mensch zu sein. Wie schafft man das? Und was können wir heute, zweitausend Jahre später, von diesem Kaiser noch lernen? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Was wäre, wenn die Wirklichkeit nicht da draußen existiert, sondern in uns? Heinz von Foerster hat mit dieser Frage nicht weniger getan als den gesunden Menschenverstand angreifen. Der österreichische Kybernetiker und Philosoph nennt es radikalen Konstruktivismus: Wir nehmen die Realität nicht wahr, wir erschaffen sie. Was wir für die Welt halten, ist immer das Produkt unseres eigenen Nervensystems. Sein berühmter Satz bringt es auf den Punkt: „Objektivität ist die Wahnvorstellung, dass Beobachtungen ohne Beobachter gemacht werden könnten." Das klingt abstrakt, hat aber konkrete Konsequenzen, für Wahrheit, für Wissenschaft, für unser Miteinander. Denn wenn jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert, wie können wir dann überhaupt miteinander reden? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Sind wir krank, oder ist es bloß unsere Gesellschaft? Der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker hat unser Verständnis von psychischer Gesundheit auf den Kopf gestellt mit einer verstörenden Erkenntnis: In einer kranken Gesellschaft sind die scheinbar Gesunden oft die eigentlich Kranken. Wer reibungslos funktioniert, hat vielleicht nur aufgehört zu spüren. In seinem wegweisenden Werk „Wege aus einer kranken Gesellschaft" zeigt Fromm, dass perfekte Anpassung an eine destruktive Gesellschaft keine Gesundheit bedeutet, sondern Selbstaufgabe. Und dann sein paradoxer Befund: „Glücklich, wer ein Symptom hat", denn wer leidet, dessen Seele wehrt sich noch. Aber wie finden wir den Weg zu authentischer Gesundheit? Und was bedeutet es, in einer entfremdeten Welt wirklich Mensch zu sein? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Sokrates hat keine einzige Zeile hinterlassen – und ist trotzdem einer der einflussreichsten Denker der westlichen Philosophie. In dieser Episode tauchen wir ein in das Leben und Denken des Mannes, der auf den Straßen Athens philosophierte und dafür schließlich mit dem Leben bezahlte. Wir sprechen über den Sokratischen Dialog, die Hebammenkunst und warum „Ich weiß, dass ich nichts weiß".
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Warum hoffen wir? Selbst dann, wenn alles dagegenspricht. Ist Hoffnung bloß ein tröstendes Gefühl, oder steckt in ihr eine Kraft, die die Welt verändern kann?
In dieser Folge geht es um Ernst Bloch und sein Werk Prinzip Hoffnung. Es zeigt, dass Hoffnung für ihn kein naiver Optimismus ist, sondern ein philosophisches Prinzip. Welche Rolle für ihn dabei das „Noch-Nicht-Seiende“ spielt, das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Mit ptg+ startet ab sofort das neue Modell unserer Zusatzinhalte.
Künftig erscheinen jeden Monat zwei Episoden. Eine davon exklusiv bei Steady oder Patreon. Ihr könnt die neuen Folgen entweder direkt auf den jeweiligen Plattformen hören oder ganz bequem über den bekannten Feed innerhalb von Spotify abonnieren. iTunes folgt in Kürze nach dem gleichen Prinzip.
Wir freuen uns riesig auf doppelt so viel Philosophie to go – und sind sehr gespannt, wie Euch das neue Modell gefällt.
Liebe Grüße
Micha & Jona
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Wenn man an einem Schiff nach und nach jedes einzelne Brett austauscht – ist es am Ende noch dasselbe? Oder warum retten wir selbstverständlich ein Kind aus dem Teich, zögern aber, wenn Hilfe nur eine Überweisung entfernt ist?
Micha und Jona denken diese Gedankenexperimente erneut durch und schauen, was sie über Identität, Verantwortung und unser Verständnis von richtigem Handeln verraten.
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Was würdest du tun, wenn pures Glück nur ein Knopfdruck entfernt wäre?
Warum retten wir ein Kind aus einem Teich, aber helfen kaum, wenn das Leid weit weg ist? Und bleibt ein Schiff noch dasselbe, wenn man jedes einzelne Teil austauscht?
In dieser Folge geht es um bekannte Gedankenexperimente wie die Erlebnismaschine, das Kind im Teich und das Schiff des Theseus. Sie zeigen, wie unser Denken über Verantwortung, Identität und gutes Handeln funktioniert – und wo es plötzlich ins Wanken gerät.
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Was wäre, wenn Leid kein Schicksal mehr wäre, sondern ein technisches Problem? David Pearce denkt genau in diese Richtung: Mit Transhumanismus, negativem Utilitarismus und dem hedonistischen Imperativ entwirft er die Vision einer Welt, in der Schmerz, Angst und Depression gezielt abgeschafft werden. In dieser Folge sprechen wir frei und ohne Skript darüber, wie sich diese Idee anfühlt, was sie mit unserem Verständnis von Glück macht und warum sie zugleich verlockend und verstörend wirkt.
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David Pearce entwirft eine radikale Vision: eine Zukunft ohne Leid. Mit seinem Hedonistischen Imperativ fordert der britische Transhumanist, Schmerz, Angst und Depression mithilfe von Biotechnologie systematisch abzuschaffen. Auf Grundlage eines negativen Utilitarismus wird Leid zum zentralen moralischen Problem, das es zu eliminieren gilt. Doch was bedeutet eine Welt, in der Glück technisch optimiert wird und Leiden verschwindet? Diese Theorie stellen wir in dieser Episode vor.
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Eine Gesellschaft, die sich frei anfühlt, aber tief gesteuert ist. Das beschreibt uns Marcuse. Bedürfnisse werden gemacht, Protest wird vermarktet und kritisches Denken bleibt oft auf der Strecke. In dieser Folge reden wir ganz entspannt und ohne Skript darüber, was der „eindimensionale Mensch“ heute bedeutet, wo wir selbst darin stecken – und ob es Wege raus aus dieser scheinbaren Freiheit gibt.
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Herbert Marcuse stellt eine schonungslose Diagnose: Der moderne Kapitalismus erzeugt keine Freiheit, sondern eine raffinierte Form der Unfreiheit. In Der eindimensionale Mensch zeigt der deutsch-amerikanische Philosoph, wie tief unsere Gesellschaft vom Kapitalismus durchdrungen ist. Wir fühlen uns frei, doch unsere Bedürfnisse sind längst manipuliert. Wir glauben zu rebellieren, doch selbst der Protest wird zur Ware. Das Ergebnis? Eine Paralyse des kritischen Denkens. Aber was bedeutet das konkret? Und wie entkommen wir dieser eindimensionalen Existenz? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Der österreichische Philosoph Paul Feyerabend provozierte mit seiner radikalen These: „Anything goes“ – alles ist erlaubt. In Wider den Methodenzwang zeigt er, dass Durchbrüche oft entstehen, wenn Forschende Regeln brechen. In der letzten Episode haben wir versucht Feyerabend zu verstehen. Nun widmen sich Micha und Jona erneut der Theorie Feyerabend und geraten ins freie Philosophieren über seine Ansichten zum Thema Wissenschaft.
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Gibt es die eine richtige Methode, um Wissen zu erlangen? Die Wissenschaft sagt: Ja. Paul Feyerabend sagt: Quatsch. Der österreichische Philosoph hat die wissenschaftliche Elite provoziert wie kaum ein anderer – mit einer radikalen These: „Anything goes" – alles ist erlaubt. In seinem berühmten Werk „Wider den Methodenzwang" zeigt Feyerabend, dass die größten wissenschaftlichen Durchbrüche oft dann entstanden, wenn Forscher die Regeln gebrochen haben. Aber was bedeutet das für uns? Und für unser Verständnis von Wissenschaft? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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Sprache ist mehr als Kommunikation – sie ist Handlung. John R. Searles Sprechakt-Theorie zeigt, wie wir mit Worten Wirklichkeit formen. In dieser Episode erfährst du, warum das so ist und weshalb Meinungsfreiheit dadurch eine so große Bedeutung bekommt.
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Wenn ein Schiedsrichter „Tor!" ruft, beschreibt er nicht nur etwas, er macht das Tor erst offiziell. Und damit sind wir bereits mitten im Thema: John R. Searle und seine Sprechakt-Theorie. Der vor kurzem verstorbene Philosoph hat eine faszinierende Idee entwickelt. Sprechen ist Handeln. Mit Worten schaffen wir Realitäten und verändern die Welt um uns herum. Wir schauen uns in dieser Episode Searles Theorie genaustens an und verstehen so, weshalb die Meinungsfreiheit so unfassbar wichtig ist.
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Kitarō Nishida stellte unser westliches Denken infrage. Er suchte nicht nach Gegensätzen, sondern nach Räumen, in denen Widersprüche zugleich bestehen dürfen. Was das bedeutet, hat Micha uns in der letzten Episode erklärt. Nun geraten Jona und Micha erneut ins philosophieren, über die Ideen Nishidas – ohne Skript, ohne Schnitte, frei und ungezwungen.
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Was ist das Nichts? Und warum kann es in der Philosophie ein Ort voller Möglichkeiten sein? Nishida Kitarō, einer der wichtigsten Denker Japans, stellte unser westliches Denken auf den Kopf. Statt klare Gegensätze zu suchen, fragte er nach dem, was dazwischen liegt – nach Orten, an denen Widersprüche nebeneinander bestehen können.
00:00:42 - Kapitel 1: Kitarō Nishida
00:08:16 - Kapitel 2: Die Logik des Ortes
00:44:17 - Kapitel 3: Das absolute Nichts
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Der Held, die Mutter, der weise Alte – sie begegnen uns in Mythen und Filmen weltweit. Für C. G. Jung kein Zufall: Er glaubte an ein kollektives Unbewusstes, das alle Menschen verbindet. Darin liegen Archetypen – uralte Muster, die unser Denken prägen. In der letzten Episode haben wir uns C. G. Jungs Theorie angeschaut und versucht sie zu verstehen. In dieser Episode philosophieren Micha und Jona komplett frei, ohne Skript, ohne Schnitte, über die Gedanken des Psychoanalytikers.
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Warum finden wir dieselben Geschichten und Symbole in völlig verschiedenen Kulturen? Der Held, der gegen das Böse kämpft, die fürsorgliche Mutter, der weise Alte – diese Figuren begegnen uns überall, von antiken Mythen bis zu modernen Filmen. Für C. G. Jung war das kein Zufall. Der Schweizer Psychiater entwickelte eine revolutionäre Theorie: Neben dem persönlichen Unbewussten gibt es ein kollektives Unbewustes, das alle Menschen teilen. Darin schlummern die sogenannten Archetypen – uralte Verhaltensmuster und Symbole, die unser Denken und Fühlen prägen. Aber stimmt das wirklich? Wie entstehen diese universellen Muster und was bedeuten sie für unser Verständnis der menschlichen Psyche? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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