Afleveringen
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Muss ich immer meiner Meinung sein?
Der deutsche Liedermacher Wolf Biermann sagte mal: "Ich bin immer hÀufiger nicht mehr meiner Meinung". Das Denken darf auch mal die Richtung Àndern. Muss man zu allem eine Meinung haben? Warum ist es so schwierig zu sagen: "Ich weià es nicht" oder einfach mal zu schweigen. Was meinen Philosophen wie Sokrates oder Friedrich Nietzsche dazu?
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ă1 Radiokolleg am 23. 06. 2026 gesendet. Weitere Informationen - auch zu den Fragen der nĂ€chsten Staffel zum Mitdenken: https://oe1.orf.at/mithirn -
Darf ich noch Kinder in die Welt setzen?
Manche Menschen entscheiden sich ganz bewusst gegen das Kinderkriegen. Die Bewegung der Antinatalisten vertritt die Vorstellung, dass Fortpflanzung unethisch sei. Ist das philosophisch zu begrĂŒnden? Lisz Hirn sucht Antworten bei den groĂen Denkerinnen wie Simone de Beauvoir, Hannah Arendt oder der französischen Feministin Elisabeth Badinter, selbst Mutter von drei Kindern und Autorin des Standardwerks "Die Mutterliebe" (1981).
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ă1 Radiokolleg am 25. 06. 2026 gesendet. Weitere Informationen - auch zu den Fragen der nĂ€chsten Staffel zum Mitdenken: https://oe1.orf.at/mithirn -
Zijn er afleveringen die ontbreken?
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Brauche ich wirklich noch mehr von allem?
GlĂŒck ist nicht von materiellem Besitz abhĂ€ngig. Wer weniger besitzt, ist freier und daher weniger korrumpierbar. Und er sichert sich ein Mehr an persönlicher IntegritĂ€t. Stimmt das auch? Bieten die "kynischen" bzw "zynischen Philosophen" der Antike mit diesem Appell zur GenĂŒgsamkeit einen brauchbaren Ansatz, um unserem Konsumwahn und unserem ausschweifenden Lebensstil etwas entgegen zu setzen? Lisz Hirn befragt die Denker Diogenes, Epikur und den Soziologen und Philosophen Herbert Marcuse.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ă1 Radiokolleg am 24. 06. 2026 gesendet. Weitere Informationen - auch zu den Fragen der nĂ€chsten Staffel zum Mitdenken: https://oe1.orf.at/mithirn -
Werde ich noch gebraucht, wenn KI alles kann?
KI kann nicht alles. Kreative Arbeit und zwischenmenschliche Kommunikation kann keine KĂŒnstliche Intelligenz ersetzen, hieĂ es eine Zeit lang. Doch Kreative wie Grafiker oder Musiker sehen einen Teil ihrer Arbeit schon von der KI erledigt. Wird die Persönlichkeit des Menschen bald wichtiger wie sein Leistungsprofil? Werden wir auf antike Tugenden zurĂŒckgeworfen? Lisz Hirn befragt die Schriften des Philosophen Aristoteles oder des Informatikers Peter Reichl, der sich in seiner "homo cyber"- Reihe Gedanken ĂŒber technologische Zukunft macht.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Lisz Hirn. Redaktion: Ulrike Schmitzer.
Diese Folge wurde auch im Ă1 Radiokolleg am 23. 06. 2026 gesendet. Weitere Informationen - auch zu den Fragen der nĂ€chsten Staffel zum Mitdenken: https://oe1.orf.at/mithirn -
Die EU will wachsen. Aber ist sie wirklich bereit, neue Mitglieder aufzunehmen? Macht sie das in einer Welt, die mit Donald Trump immer mehr von GroĂmachtsansprĂŒchen geprĂ€gt ist, stĂ€rker? Oder droht sie, daran zu zerbrechen, wenn zu viele LĂ€nder mit am Tisch sitzen? Auf dem Balkan warten sechs LĂ€nder seit fast einem Vierteljahrhundert auf ihre Mitgliedschaft. Der so genannte Westbalkan ist weniger geografische Region als ein riesengroĂes Wartezimmer, in dem rund 20 Millionen Menschen leben. In 8 Folgen reisen wir einmal quer durch den Warteraum und in jene LĂ€nder, die seit den Nullerjahren in die EU eintreten möchten.
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 18. 05. 2026.
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Kosovo: junger Staat, alte Probleme.
Mit 18 Jahren ist der Kosovo der jĂŒngste Staat Europas. Der Kurs ist klar: Die mehrheitlich albanische Bevölkerung will in die EU. Aber Kosovo hat einen Klotz am Bein - den Nachbarn Serbien, der die 2008 erklĂ€rte UnabhĂ€ngigkeit nie anerkannt hat. Nirgendwo lĂ€sst sich das besser verstehen als in Mitrovica, einer Stadt, die seit Ende des Krieges zwischen Albanern und Serben geteilt ist.
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 19. 05. 2026.
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Nordmazedonien und seine nervigen Nachbarn.
Der Weg in die EU hat sich fĂŒr Nordmazedonien in ein Labyrinth verwandelt. Und das, obwohl das Land bereits im April 2001 einen Stabilisierungs- und Assoziierungsvertrag mit der EU unterzeichnet hat - ein halbes Jahr frĂŒher als Kroatien, das 2013 beitrat. Der Grund fĂŒr die Verzögerung war ein historischer Streit mit dem sĂŒdlichen Nachbarn Griechenland. Um diesen beizulegen, Ă€nderte Mazedonien seinen Namen in Nordmazedonien. Mit Bulgarien legte der nĂ€chste Nachbar ein Veto ein. Das Resultat: Die EU verliert an PopularitĂ€t und GlaubwĂŒrdigkeit. Im kleinen Nordmazedonien lĂ€sst sich beobachten, warum die Erweiterung ein so lĂ€hmender Prozess ist: LĂ€nder, die bereits im "Club" sind, können jederzeit ein Veto einlegen.
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 20. 05. 2026.
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Montenegro - kurz vor dem Ziel.
Der höchste Diplomat in Montenegro ist ein Ăsterreicher. Johann Sattler leitet in Podgorica die EU-Vertretung. Er sagt ĂŒber seinen Job: "Ich hoffe, dass es ihn in ein paar Jahren nicht mehr geben wird." Montenegro ist derzeit der aussichtsreichste Kandidat von allen sechs Bewerbern auf dem Balkan. MinisterprĂ€sident Milojko Spajic, der zuvor als Finanzanalyst in Tokio und Singapur gearbeitet hat, schwebt ein ambitioniertes Ziel vor Augen: Montenegro soll bis 2028 das 28. Mitglied der Union sein.
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 21. 05. 2026.
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Serbien - Studis gegen Vucic
Seitdem in Serbien im November 2024 das Vordach des Bahnhofs in Novi Sad einstĂŒrzte und insgesamt 16 Menschen starben, ist nichts mehr, wie es war. Durch das gröĂte Land auf dem Balkan rollt eine Protestbewegung, die fĂŒr Europa einzigartig ist. Die Menschen fordern von der Regierung des langjĂ€hrigen Machthabers Aleksandar Vucic Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und öffentliche Kontrolle. All das sind Kriterien, die auch die EU im Beitrittsprozess hochhĂ€lt. Und doch - bei den Protesten in Serbien sind weit und breit keine EU-Flaggen zu sehen. Die Serb:innen sind von der EU enttĂ€uscht, weil sie Vucic jahrelang gestĂŒtzt hat. Was erhoffen sich junge Menschen, die sich den BĂŒrgerprotesten angeschlossen haben?
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 15. 06. 2026.
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Bosnien-Herzegowina - Versöhnung durch FuĂball?
Bosnien-Herzegowina ist im FuĂballfieber. Das kleine Land mit knapp 3,5 Millionen Menschen hat sich fĂŒr die WM qualifiziert. Es ist ein Moment der kollektiven Einigkeit, den viele herbeisehnen. Denn BiH (Bosna i Hercegovina) gilt auch als einer der kompliziertesten Staaten der Welt. Seine Verfassung ist ein Resultat des Krieges in den 1990er Jahren. Seitdem hat das Land zwei EntitĂ€ten und ein Ă€uĂerst komplexes Machtverteilungssystem. Eine EntitĂ€t, die Republika Srpska, drohte immer wieder mit Abspaltung. Wie ĂŒberbrĂŒckt das Land, mehr als dreiĂig Jahre nach dem Krieg, seine Spaltung? Und kann der FuĂball ein einendes Element fĂŒr alle Ethnien sein?
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 16. 06. 2026.
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Albanien â Eine Justizreform, die wehtut.
Albaniens MinisterprĂ€sident Edi Rama hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Im letzten Wahlkampf lieĂ er auf Plakaten im ganzen Land die folgende Botschaft drucken: Albanien bis 2030 in der EU! Nur mit Edi Rama! Ein Hindernis gibt es aber: Korruption. Eine Reihe von Skandalen wurde publik. Ist Albanien ein Beispiel dafĂŒr, dass echte Reformen möglich sind?
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 17. 06. 2026.
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Beziehungsstatus "kompliziert".
Monatelang sind wir ĂŒber den Westbalkan gereist, haben unterschiedliche Menschen getroffen und uns gefragt: Sind diese LĂ€nder bereit, der EU beizutreten? In dieser letzten Episode fliegt Franziska Tschinderle nach BrĂŒssel, dreht den SpieĂ um und fragt: Ist die EU bereit fĂŒr diese LĂ€nder?
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ă1 am 18. 06. 2026.
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In Ăsterreich gibt es rund 4.700 KindergĂ€rten mit knapp 240.000 Kindern. Mehr als 90 Prozent der Kinder bis zum Alter von 5 Jahren besuchen bundesweit einen Kindergarten. FĂŒr die Kinder und die Gesellschaft ist das eine groĂe Chance, denn je frĂŒher Entwicklungsstörungen und Defizite erkannt werden, desto rascher, nachhaltiger und kostengĂŒnstiger können sie behoben werden. Doch in Ăsterreich wird, im Gegensatz zu anderen LĂ€ndern, dieser umfassende gesellschaftspolitische Ansatz weitgehend ignoriert.
Folge 1: Ăberfordert von Anfang an.
Trotz sinkender Geburtenraten ist Ăsterreich seit dem Jahr 2000 um etwa 1,2 Millionen Menschen gewachsen. Das Bevölkerungswachstum resultiert also ausschlieĂlich aus Zuwanderung. Vor allem in den KindergĂ€rten fĂŒhrt diese Entwicklung zu einem Problem.Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 08.06.2026.
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Lernen von Skandinavien.
Eine pĂ€dagogisch hochwertige und umfassende Betreuung von Klein- und Kindergartenkindern erhöht die Chancengleichheit, fördert spĂ€tere Berufs- und Bildungskarrieren, verbessert sprachliche und soziale Kompetenzen und steigert die ErwerbstĂ€tigkeit der Eltern. SpĂ€tere Korrekturen sind nur mit geringerem Erfolg, sowie deutlich höherem finanziellen und personellen Aufwand möglich. Diesen gesellschaftlich-ökonomischen Zusammenhang hat man in Skandinavien schon seit Langem erkannt. Dementsprechend gilt die ElementarpĂ€dagogik als Grundlage fĂŒr die positive Entwicklung der Gesellschaft.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika kalcsics.. Gesendet in Ă1 am 09. 11. 2026.
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Mangelberuf mit Stigma.
Die Ausbildung erfolgt in den fĂŒnfjĂ€hrigen Bildungsanstalten fĂŒr ElementarpĂ€dagogik. Allerdings nur 20 Prozent der, vor allem Absolventinnen, bleiben im Berufsfeld, deshalb werden im Rahmen von bezahlten Ausbildungs-Kollegs Quereinsteiger gesucht. Doch auch hier dominiert die Frauenquote. Der Hauptgrund fĂŒr das geringe Interesse ist die hĂ€ufige gesellschaftliche Vorverurteilung von MĂ€nnern, die intensiv mit Kindern arbeiten. Ein weiteres Problem der ElementarpĂ€dagogik sind gesellschaftspolitische Interessen. So fehlt es in manchen BundeslĂ€ndern nach wie vor an elementarpĂ€dagogischen Betreuungseinrichtungen, oder es orientieren sich die Ăffnungszeiten der KindergĂ€rten nicht an den Arbeitszeiten der Eltern, was wiederum die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einschrĂ€nkt.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 10. 06. 2026.
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Weichen stellen fĂŒr morgen.
In Ăsterreich gilt der Kindergarten vielerorts als "Betreuungseinrichtung", die im Vergleich zu Schulen einen eher untergeordneten Stellenwert besitzt. Erreicht werden könnte ein Bewusstseinswandel durch das bereits eingefĂŒhrte Studium der ElementarpĂ€dagogik. Mit der Akademisierung verbunden wĂ€ren nicht nur eine weitere Professionalisierung, sondern auch eine soziale und finanzielle Aufwertung des Berufsfeldes. Gefordert werden auch kleinere Kindergartengruppen, dafĂŒr ist aber deutlich mehr Personal nötig. Möglich wĂ€re dies durch eine Angleichung von LehrkrĂ€ften und Kindergartenpersonal bei der tĂ€glichen PrĂ€senzzeit vor den Kindern, sowie einem Angleich von Urlaubs- und Ferienzeiten.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 11.06. 2026.
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Kassette ohne Autor.
1989 bekommt der Grieche Dimitris Christopoulos eine Musikkassette geschenkt. Darauf: mehrere InstrumentalstĂŒcke und Gesang. Sie wird zum Soundtrack seines Lebens - ohne zu wissen, wer darauf spielt oder singt. Fast vierzig Jahre spĂ€ter folgt Anja Troelenberg ihrer Spur nach Albanien: Wer sind die Musiker? Und wie kam die Kassette nach Griechenland?
Gestaltung: Anja Troelenberg. Mit den Stimmen von Lilith HĂ€ssle und Roman Blumenschein. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 08. 06. 2206.
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Falsche FĂ€hrte.
Eine Musikethnologin gibt einen konkreten Hinweis: Der Text des ersten Liedes verweist auf Tepelena, eine Kleinstadt im SĂŒden des Landes. Dort angekommen vervielfĂ€ltigen sich die Möglichkeiten. Jeder meint, die Musiker zu erkennen. Immer neue Namen fallen - und mit jedem wird die Suche unĂŒbersichtlicher.Im Kulturzentrum trommelt der Leiter im Takt der Musik auf den Schreibtisch. Nur weil ĂŒber Tepelena gesungen wird, mĂŒsse die Aufnahme nicht aus Tepelena stammen. Das letzte Lied auf der Kassette verweise vielmehr auf eine andere Region. Auf dem Weg nach PĂ«rmet tut sich eine neue FĂ€hrte auf: Der Fahrer ist ĂŒberzeugt, die Musik stamme aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Klarinette erinnert ihn an einen berĂŒhmten Film.
Gestaltung: Anja Troelenberg. Mit den Stimmen von Lilith HĂ€ssle und Roman Blumenschein. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 09. 06. 2206.
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Verwechslung.
In PĂ«rmet sind sich alle einig: Der Klarinettist ist Laver Bariu, die musikalische AutoritĂ€t der Region. Im benachbarten KĂ«lcyra jedoch widerspricht ein Mitarbeiter der Gemeinde. Im Vibrato erkennt er den bekannten Musiker Remzi Lela. AuĂerdem erklĂ€rt er, bei einigen StĂŒcken auf der Kassette handle es sich um sogenannte Kaba - instrumentale KlagegesĂ€nge, bei denen die Klarinette den Klang des Weinens imitiert. Eine vermeintliche Lösung entpuppt sich als Verwechslung. Unklar bleibt: Wer spielt die Violine, wer die Laute, wer singt? Am Ende fĂŒhrt die Reise zurĂŒck nach Tirana. In der Oper betritt Fatos Qerimaj die BĂŒhne.
Gestaltung: Anja Troelenberg. Mit den Stimmen von Lilith HĂ€ssle und Roman Blumenschein. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 10. 06. 2206.
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RĂŒckkehr.
An der Akademie der Wissenschaften bestĂ€tigt ein Ethnomusikologe eine Vermutung: Der Klarinettist gehört zu den bedeutendsten Meistern der Kaba - jener klagenden Musiktradition aus SĂŒdalbanien. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Eine Frau erkennt die Handschrift auf dem Cover der Kassette. Ein Mann erkennt in der Violine seinen Vater - ein anderer sich selbst. Er erinnert sich an die Aufnahme und kann erklĂ€ren, wie die Kassette nach Griechenland kam. Sie war eine von wenigen Kopien, die ĂŒber die Jahre verloren gingen. So kehrt die Kassette nach Jahrzehnten an ihren Ursprung zurĂŒck.
Gestaltung: Anja Troelenberg. Mit den Stimmen von Lilith HĂ€ssle und Roman Blumenschein. Studiotechnik: Jakob Kainz. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ă1 am 11. 06. 2206.
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